Supertele + Konverter – Ist das sinnvoll?

supertele-konverter-sinnvoll-teaser

In Zusammenarbeit mit SIGMA

Dir ist sicher schon aufgefallen, dass wir immer neben „normalen“ Artikeln gern auch experimentieren um herauszufinden, wo die Fotografie ihre Grenzen findet. Dies machen wir nicht im Labor, sondern suchen uns Situationen aus der Praxis. Nicht immer ist das, was wir tun sinnvoll, aber wir lernen immer noch aus solchen Versuchen. Und Du ja vielleicht auch?

Es ist natürlich ein Leichtes, bei bestem Wetter die tollsten, schärfsten und buntesten Fotos zu machen, um damit Eindruck zu schinden. Die Archive von Norbert und mir sind voll von solchen Aufnahmen. Sie sind aber im Laufe vieler Jahre entstanden, und natürlich sind auch viele bearbeitete Fotos dabei. Diesmal möchte ich etwas anderes probieren. Ich möchte mit Dir zusammen etwas vergleichen und für mich daraus Schlüsse ziehen. Und Du für Dich vielleicht auch.

Folgende Probanden treten sozusagen gegeneinander an:

Dazu ein sehr stabiles Stativ, ein SIGMA 150-600mm F5-6,3 DG OS HSM | Sports und zwei Telekonverter (1,4fach und 2fach).

Die beiden Kameras habe ich gewählt, weil sie in etwa gleich alt sind, beide bis f/8 als Anfangsblende einen funktionierenden Autofokus haben und beide um und bei 20 Millionen Pixel. Bei der EOS 5D III verteilen diese sich allerdings auf einer doppelt so großen Fläche, da sie das große Sensorformat hat.

Hier noch einmal kurz zur Erklärung, was ein Konverter überhaupt ist (Text von Sonny M., fotocommunity.de/info):

Mittels Konverter kann man die Brennweite eines Objektivs verändern. Telekonverter werden dabei zwischen Kamera und Objektiv gesetzt, Weitwinkelkonverter hingegen werden vor das Objektiv geschraubt.

Telekonverter vergrößern einerseits die Brennweite um einen bestimmten Faktor (z.B. 1,4 oder 2), aber sie verringern auch die resultierende Lichtstärke um eben diesen Faktor. Damit wird z.B. aus einem Objektiv 2/50 mit einem Telekonverter 2x ein Teleobjektiv 4/100. Bei Zoomobjektiven mit Blende 5,6 machen Telekonverter gar keinen Sinn, weil z.B. aus einem Objektiv 4-5,6/75-300 mit einem 2-fach Konverter ein 8-11/150-600 werden würde, bezüglich der Lichtstärke also schon weit außerhalb des Arbeitsbereiches des Autofokus. Und selbst manuell fokussiert sieht man bei f8 oder f11 kaum noch etwas im Sucher.

Die beiden Kameras habe ich gewählt, weil sie in etwa gleich alt sind, beide bis f/8 als Anfangsblende einen funktionierenden Autofokus haben und beide um und bei 20 Millionen Pixel. Bei der EOS 5D III verteilen diese sich allerdings auf einer doppelt so großen Fläche, da sie das große Sensorformat hat.

Ich habe ganz bewusst an einem Tag fotografiert, bei dem das Wetter nicht optimal war. Das Wetter war etwas diesig und durch die Bewölkung herrschte trotz der (winterlichen) Mittagszeit relativer Lichtmangel. Letztendlich war für mich aber das Ziel herauszufinden, ob die Telefotografie bei diesen Bedingungen überhaupt sinnvoll ist.

Das Setup

Grundbedingung war natürlich das Stativ, das ich mit kurzen Beinen und einem sehr stabilen Kugelkopf auf einer Betonfläche sicher fixiert hatte.

Die Ausgangssituation: Das Objekt der Begierde siehst Du in der Verlängerung der Objektivachse (die kleine weiße Fähre). Aufgenommen wurde dieses Foto mit einem Fischauge.
Die Ausgangssituation: Das Objekt der Begierde siehst Du in der Verlängerung der Objektivachse (die kleine weiße Fähre). Aufgenommen wurde dieses Foto mit einem Fischauge.

Dazu gleich die ersten Tipps:

  • Die Mittelsäule (sofern vorhanden), solltest Du gar nicht erst ausfahren. Das Stativ kann super stabil sein, die Mittelsäule macht diese Stabilität zunichte.
  • Achte darauf, dass das Stativ wirklich stabil steht.
  • Du solltest bei so großen Objektiven immer das Objektiv selbst auf dem Stativ befestigen und nicht die Kamera.
  • Das System muss gut austariert werden. Dazu nutzt Du entweder die verschiedenen Befestigungspunkte an der Stativschelle des Objektivs oder aber eine Schnellwechselplatte für den Stativkopf, den Du nach vorn oder hinten verschieben kannst.
    (Alle diese Punkte werden wir in einem Artikel über Stative noch sehr ausführlich erläutern).

Die Fixierung des Objektivs hatte natürlich auch den Zweck, dass ich Konverter und Kameras wechseln konnte, ohne ständig alles vom Stativ abbauen zu müssen.
Du solltest Dich übrigens nicht wundern, wenn Du komische Blicke erntest, wenn man mit so einem Monsterobjektiv mitten in der Stadt fotografierst.

Die Einstellungen

Das Licht war knapp, ich habe aber trotzdem ISO 100 gewählt, um die mögliche Auflösung nicht durch Rauschen zu verschlechtern. Ich habe immer Offenblende gewählt, einfach weil ansonsten die Lichtsituation zu absurd geworden wäre. Du wirst am Ende sehen, dass ich trotzdem mit Blenden arbeiten musste, die Dir sonst eher selten begegnen.

Als Fokusmethode habe ich den Einzelfokus gewählt (nicht verfolgend). Der nennt sich bei Canon „One Shot“. Zusätzlich wählte ich ein einzelnes AF-Feld (nämlich das in der Mitte), da hier der AF auch noch bei f/8 funktioniert, zumindest bei diesen Kameramodellen. Neuere Modelle stellen dort deutlich mehr Felder für f/8 zur Verfügung (so mir bekannt zum Beispiel von Nikon).

Ganz wichtig für diesen Vergleich ist natürlich die Spiegelvorauslösung. Bei diesem Licht kommen schnell Verschlusszeiten zustande, die für die durch das Spiegelklappen verursachte Erschütterung der Spiegelbewegung empfindlich sind.

Damit haben wir den Teil der Vorbereitungen und Einstellungen abgeschlossen und kommen nun zu den eigentlichen Fotos.

600mm ohne Konverter

Beim ersten Versuch habe ich mit beiden Objektiven ein Foto mit maximaler Brennweite gemacht.

Das Ergebnis habe ich so erwartet. Beide Kameras liefern ein scharfes und kontrastreiches Bild, dessen Ausschnitt sich bei gleicher Brennweite durch den abweichenden Bildwinkel unterscheidet. Ansonsten hatte ich nichts zu meckern. Beide Fotos werden hier als verkleinerte Version der vollen Pixelzahl von 20 MPixeln dargestellt.

Nun betrachte ich die Fotos aber einmal näher und nehme zwei Ausschnitte mit den tatsächlichen Pixeln (900 x 600).

Noch sind beide Ausschnitte unterschiedlich groß. Sie basieren aber auf derselben Anzahl echter Pixel im Ausschnitt. Wenn Du genau hinschaust, wirst Du kleine Unterschiede bez. des Kontrastes und der Schärfewirkung feststellen: Die Aufnahme rechts wirkt schärfer und etwas kontrastreicher.

Noch deutlicher wird dies, wenn ich die beiden Ausschnitte vorher auf dasselbe Format bringe und dann so ausschneide, dass sie exakt denselben Ausschnitt zeigen (dabei wird der Ausschnitt der 5D III deutlich mehr vergrößert). Genau genommen wird der Ausschnitt der 7D II verkleinert, denn an der Grenze der Pixelzahlen will ich vermeiden, dass ich bei der Umrechnung auf die gleiche Bildgröße Pixel durch die Software hinzu erfinden lasse.

Hier werden die Unterschiede deutlicher. Du siehst fast exakt denselben Bildausschnitt. Der Ausschnitt der APS-C-Kamera wirkt in Summe allerdings unschärfer, als der Ausschnitt der Kamera mit dem größeren Bildformat, obwohl er auf mehr Pixeln basiert.

Woran liegt dies? Bei diesen extremen Vergrößerungen kommen wir irgendwann an die Grenzen des Auflösungsvermögen der Kombination aus Objektiv und Bildsensor. Durch die sehr hohe Pixeldichte auf dem kleinen Sensor geht Pixelschärfe verloren. Das heißt selbst klare Kanten bekommen eine unscharfe Abstufung, die in der Wirkung erhalten bleibt, selbst wenn die Pixel nachher zusammengefasst werden. Allerdings geschieht dies hier alles auf sehr hohem Niveau aufgrund der guten Abbildungsleistung des SIGMA-Objektivs. Bei einer günstigeren Linse wäre der Unterschied deutlicher ausgefallen.

Das Fazit spare ich mir aber für das Ende des Artikels und kommen zum nächsten Schritt.

600mm mit Konverter (1,4x)

Ich habe für die folgenden Aufnahmen einen Konverter benutzt (den SIGMA Telekonverter 1401) und damit die Brennweite auf 840mm verlängert. Die Anfangsblende reduziert sich dabei auf f/9. Der Autofokus beider Kameras hat dabei aber noch sauber gearbeitet und hatte keine Probleme, das Bild scharf zu stellen. Dieser Teil hat also funktioniert.

Beide unbeschnittenen Fotos wirken immer noch kontrastreich und scharf. Der Telekonverter verrichtet offensichtlich seine Arbeit tadellos und kann unter dem Attribut: „sehr gut verwendbar“ verbucht werden (was nach meiner Erfahrung nicht für alle Telekonverter und alle Brennweiten gilt).

Kleine Anmerkung am Rande: Als aufmerksamer Leser wird Dir sicher aufgefallen sein, dass das Foto aufgenommen mit der 5D III und 840mm fast den identischen Ausschnitt zeigt, wie das Foto, das ich mit der 7D II und 600mm Brennweite aufgenommen habe. Die Anfangsblende unterscheidet sich zwar, was aber bei diesem Motiv kaum ins Gewicht fällt.

Werfen wir nun wieder einen Blick auf einen Ausschnitt in Größe der tatsächlichen Pixel.

Im ersten Vergleich wieder die Ausschnitte der echten Pixel (900 x 600). Das Bild ist ähnlich dem vorigen Vergleich. Wieder wirkt die EOS 7D II mit dem kleineren Sensor unschärfer. Wenn Du genau hinschaust, siehst Du an den Kontrastkanten durchaus erste chromatische Aberrationen (bei der 7D II), die auf dem anderen Foto fehlen. Passe ich das Format wieder an, so dass der Ausschnitt dieselbe Größe zeigt, ergibt sich folgendes Bild:

In beiden Versionen ist die Schärfe noch ausreichend, aber auch hier hat das große Format das klarere Bild. Aber für meine Anwendung würde ich sagen: Beide Versionen liefern ausreichend Schärfe, um noch als tauglich gesehen werden zu können.

Aber es geht noch extremer.

600mm mit Konverter (2x)

Mit dieser Konfiguration verlasse ich ein wenig die Spezifikationen der Kamera, die des Autofokus und sicher auch ein wenig die Vernunft. Trotzdem war ich neugierig. Beide Kameras haben, so wie ich es erwartet habe, den normalen AF verweigert (kein Wunder bei einer rechnerischen Anfangsblende von f/13).

Es war daher nötig, für die Aufnahmen auf Livebild zu schalten und den Live-AF zu nutzen. Die ältere EOS 5D III hat einen reinen Kontrast-AF, die Eos 7D II besitzt einen zusätzlichen sensorbasierenden Phasen-AF und ist vom Fokusverhalten damit eher mit den Systemkameras oder den Kameras von Sony vergleichbar.

Um ganz ehrlich zu sein: Ich war selbst überrascht, wie gut das fokussieren noch funktioniert hat. Allerdings muss ich zugeben, dass die Belichtungszeiten bei f/13 und dem diesigen Winterlicht schon ganz schön in den Keller gingen, ohne Stativ wäre nichts gegangen und bewegte Motive konnte ich auch vergessen. Aber mal ehrlich: So in der Vollansicht auf dem Bildschirm wirken beide Fotos vom Kontrast und der Schärfe immer noch tadellos, oder?

Ich habe dann (wieder eher aus Neugier) den anderen Weg gewählt und den Bildausschnitt (wieder 900 x 600) der 7D II als Basis genommen. Vom Foto der 5D III habe ich den identischen Bildausschnitt gewählt und um den Faktor 1,6 vergrößert (was dem Unterschied der Sensorgrößen entspricht).

Der Unterschied in der Schärfe ist minimal und da die Aufnahmen nicht unter Laborbedingungen entstanden sind, können sie auch in den äußeren Gegebenheiten begründet liegen.

Für Gusti habe ich nachträglich nochmal folgenden Vergleich eingebaut:

600mm + 1,4x Konverter (links) gegen 600mm an APS-C ohne Konverter (rechts):

Fazit

Warum habe ich das Ganze gemacht? Ich wollte einfach einmal für mich testen, inwiefern eine extreme Brennweite noch handhabbar sind und ob Konverter in der Praxis sinnvoll sind.
Ich bin zu folgendem Schluss gekommen:

  • Man kann mit sehr langen Brennweiten durchaus sinnvoll arbeiten. Selbst bei schlechtem Wetter, sofern Du sorgfältig arbeitest.
  • Die Brennweitenvorteile der kleinen Sensoren heben sich gegenüber der besseren Pixelschärfe von großen Sensoren nahezu auf.
  • Je länger die Brennweite wird, um so wichtiger ist es, dass Du auf gutes Equipment achtest.
  • Sehr lange Brennweiten benötigen auch sehr viel Licht, wenn Du Bewegung im Bild hast. Ansonsten musst Du Dich auf statische Motive beschränken.
  • 1200mm an APS-C (DX) sind schon ganz schön viel Brennweite.
  • Aufnahmen von z.B. Vögeln, bei denen ich es darauf anlege, dass jedes Detail im Gefieder zu sehen ist, würde ich mit Konverter nur in Ausnahmefällen machen (zumindest was den 2fachen Konverter betrifft)

Schlussendlich hat es aber Spaß gemacht, dies zu testen und das Ergebnis mitzuteilen.

Hast Du auch schon Erfahrungen mit solchen Kombinationen gemacht? Dann teile Deine Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!

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38 Kommentare

  1.   Juni 15, 2019 at 12:42 PM
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    Hallo,
    ich besitze die Kombi Canon 7D M2 und Sigma 150-600 und frage, kann ich dieses auch mit einem Konverter von Canon benutzen, da ich ansonsten einige Canon-Objektive habe. Ein Konverter von Sigma würde dann nur für dieses eine Objektiv nutzbar sein.
    Ich hoffe, es kann jemand meine Frage beantworten.
    Vielen Dank.
    MfG Ruth

  2. Joe
      Juni 7, 2019 at 7:52 PM
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    der tc1401 ist Müll, habe ihn schon mehrmals getestet. AF funktioniert an der A9 das stimmt aber die Bilder sind unschärfer mit konverter als ohne bei gleicher Zoom Stufe betrachtet. Test erfolgte an einer Sony A9 und an einer Canon 5 dsr. Mit einem anderen Tc1401 kam ich ebenfalls zu diesem Ergebnis.

  3. Alexander
      Juni 26, 2018 at 11:54 PM
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    Mmh, Komisch. Ich habe genau die Ergebnisse anders Herum. Ich habe eine 60D und eine 6D was in etwa eine ähnliche Kombination ist wie deine.
    Ich benutze die 60D als 1,6er Telekonverter weil einfach mehr Details im Foto sind als wenn ich diese mit der 6D mache und auf den gleichen Ausschnitt beschneide.

  4. Marco
      Januar 20, 2017 at 1:32 PM
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    ein interessanter Bericht – gut und nachvollziehbar beschrieben und nachvollziehbar dokumentiert ! Danke! :-)
    Wie angekündigt: – ein Grenzbereich zum Ausloten des Machbaren und sinnvollen. Es ist spannend, aus der Praxis über Equipment zu lesen, das durch seine Anschaffungskosten und seine Eigenschaften nicht unbedingt im Mainstream liegt.
    Kleiner Wunsch dazu lediglich: Verständlicher Weise wird hier doch einiges techn. Wissen und Vokabular genutzt, um den Artikel kompakt zu halten. Wünschenswert wäre evtl. einen Link zu einzelnen Fachbegriffen wie z.B. Kontrast-AF, Phasen-AF als Glossar, oder auch ein Hinweis zu erläuternden Grundlagen-Artikeln als direkter Link (für Quereinsteiger der Artikeltreihe ): http://fcfotoschule.wpengine.com/autofokus-grundlagen/ GrundlagenQuellenverweis.
    Würde das Lesen für Einsteiger evtl. runder machen (aber das nur als Kirsche auf der Sahne ;-) ) Der Artikel ist super und macht Spaß zu lesen.

  5.   Dezember 21, 2016 at 10:55 PM
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    Ein sehr aufschlussreicher Erfahrtungs- bzw. Testbericht. Die Ergebnisse zeigen auch , dass, unabhängig von Brennweiten, doch das Auflösungsvermögen der Objektive mit 20 mpix zumindest beim ApS-Sensor wohl ausgereizt ist und eine größere Pixeldichte nichts mehr bringt.
    Ich habe bisher mit meiner Digitalkamera nicht mit Konverter fotografiert, da ich dafür nur Zoom-Objektive habe.
    Mit meiner chemischen Kamera habe ich einen 3X Konverter gehabt und mit dem und einem 500 mm Spiegeltele die Sonnenfinsternis um die Jahrtausendwende fotografiert. Da ohne Spiegelvorauslösung (gabs bei meiner Kamera nicht) waren die Ergebnisse nicht grade berauschend, aber aus meiner damaligen Sicht brauchbar (heute wäre ich damit nicht mehr zufrieden).
    Sowohl Spiegeltele als auch der Konverter waren nicht unbedingt beste Qualität (eine Frage des Geldbeutels).
    Dein Bericht hier zeigt, dass sich bei beidem (Konverter wie Objektiven) anscheinend doch einiges getan hat seit damals. Die Qualität der Bilder hat mich überrascht.

  6.   Dezember 21, 2016 at 12:34 PM
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    Informativer Artikel. Danke.
    Bei den Diskussionen um die Bewegung des Motivs (hier des Schiffes) ist mir noch ein weiterer Aspekt eingefallen. Ich habe mal von einer sehr stabilen Autobahnbrücke aus mit Stativ und Tele fotografiert. Mein Motiv war unbeweglich und stabil, aber ich musste feststellen, dass sich die Brücke bewegt. Und sie übertrug die Vibrationen von Fahrzeugen auf meine Kamera. Nur als Hinweis, auch darauf zu achten…

    1.   Dezember 21, 2016 at 10:43 PM
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      Das habe ich auch schon mit kürzeren Brennweiten feststellen müssen (Nachtaufnahmen mit den üblichen Vorsichtsmaßnahmen wie Spiegelvorauslösung, Drahtauslöser etc.). Wenn ich von Brücken aus fotografiere, achte ich deshalb darauf, eine Verkehrslücke zu erwischen und mich, wenn möglich bei einem Pfeiler postiere, wo die Erschütterungen gering sind.

  7. Renato Aeppli
      Dezember 21, 2016 at 11:17 AM
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    Hierzu möchte ich auch noch was beitragen. Ich hatte mir vor 3 Jahren das Sigma 50-500 gekauft um Tieraufnahmen zu machen. Die nächste Investition waren die Konverter 1.4 + 2.0 von Sigma.
    Ich wusste vor dem Bestellen, dass der Konverter 2.0 bei einigen Linsen der AF nicht funktioniert.
    Das Zoom verwende ich auf einer Nikon D7100. Habe auch einige Bilder mit dem 2.0 gemacht und es ist schon grenzwertig was die Abbildungsleistung hermacht. Aber wenn man es weiss :-) Die Konverter habe ich mir gekauft, um den Mond auf eine vernünftige Betrachtungsgrösse abzulichten. Und ich muss sagen, es ist nicht mal so schlecht gekommen wie viele vielleicht denken. Ich bin positiv überrascht.

  8. wolfram Becker
      Dezember 21, 2016 at 10:59 AM
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    Danke für den aufwändigen Test. Bisher habe ich den Erwerb einens Konverters wegen der Licht- und Qualitätsprobleme immer verworfen. Aber der Test und die Kommentare ermutigen mich doch sehr.

  9. Raimond Eidenpencz
      Dezember 21, 2016 at 10:08 AM
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    Interessanter Testbericht. Habe 2 Kameras von Canon, die EOS 60D und die EOS 6D. Bei Crop-Kameras wie der 60D würde ich auf die Konverter verzichten, da sich mit 1,6 fach Crop bei Canon schon eine Brennweite von 240-900mm ergibt. Das reicht in vielen ,wenn nicht sogar in den meisten Fällen auch für die Tierfotografie aus.Bei meiner 6D würde ich einen Konverter nehmen, wenn nicht der Verlust von Kontrast damit einher gehen würde. Da halte ich es dann lieber so wie H. Blume – Werry und kaufe mir gleich ein gutes Tele. Bin mit meinem f4/300 mm L IS USM auch bestens zufrieden.

  10.   Dezember 21, 2016 at 10:05 AM
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    Interessanter Test, für mich gerade zur rechten Zeit. Habe in den zurückliegenden Sommermonaten bei besten Lichtverhältnisen aus der Hand
    viele Tests unternommen (EOS 7D + Sigma 50-500 vs. EOS 5 D III ) mit der
    Endbrennweite. Fazit: Das Ergebnis der Vollformater ist trotz der Ausschnitt-
    Vergrößerung sichtbar besser. Ich wollte es anfangs einfach nicht glauben,
    aber es ist so. Mit den Telekonvertern stehe ich auf Kriegsfuß. Für mich ist
    und bleibt das absoluter Notbehelf.
    Vielen Dank für Deine Mühe!
    Gruß Okasa

  11. THR Cadolzburg
    THR Cadolzburg
      Dezember 21, 2016 at 10:03 AM
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    Was wir nicht wissen: Von welchen Belichtungszeiten reden wir denn überhaupt?
    Die Gefahr von Bewegungsunschärfe ist dank der langen Brennweite auf Kameraseite wesentlich größer, als auf der Motivseite. Sollte die Belichtungszeit noch im Bereich von max. 1/80 Sec. gewesen sein, so dürfte sich die Diskussion um geringe Bewegungen des Schiffes doch erübrigen.

  12.   Dezember 21, 2016 at 7:18 AM
    Kommentar bewerten

    Dieser Bericht ist soweit gut, gut für mich nicht unbedingt.
    Ausser vielleicht in der Wild Tierfotografie finde ich braucht es nicht solche Brennweiten und Konverter. Teleaufnahmen an sich verzerren schon mal eine Landschafts Aufnahme. Ganz im speziellen, einen etwas ferner liegenden Berg mittels Tele heran zu ziehen verfälscht die davor liegende Landschaft indem diese zusammen gezogen (gequetscht) wird. Solche Bilder, so Eindrücklich sie auch sind, zeigen dem/der Betrachter(in) nicht die wahre Weite.
    Aus eben solchen Gründen verzichte ich seit diesem Jahr ganz auf Teleobjektive. Das heisst für mich „der Fotograf“ bewegt sich und nicht die Landschaft (das Motiv) – u. U. näher ran, den Aufnahmeort verändern.
    Ich fotografiere mit eine APS-C ausgestatteten Kamera und dazu passenden Objektiven von 16 bis 90 mm.

    1. Kressnatur
      Kress
        Januar 31, 2017 at 5:19 PM
      Kommentar bewerten

      Der Landschaftsfotograf ist ja in diesem Brennweitenbereich ja auch nicht angesprochen.

  13. Reinald Will
      Dezember 20, 2016 at 7:23 PM
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    ein sehr guter und objektiver bericht von deinem test,ich habe auch die canon 7d mark2 und das supertele 150-600 von tamron,ich bin auch so schon von diesem objektiv begeistert,jetzt werde ich mal schauen das ich auch ein 1×4 konverter von tamron bekommen kann,um mal zu testen,wie es mit 1×4 konverter klappt. gruß reinald

    1. peter wutz
        Dezember 20, 2016 at 7:46 PM
      Kommentar bewerten

      mal vorab herzlichen dank für diesen versuch.
      versuche es mal mit festbrennweite.z.b. mit adaptiertem sonnar objektiv aus jena eigentlich für die praktisix.aber mit einem adapter für canon-dann natürlich alles manuell.messen mit belichtungsmesservorsatz(lunasix3!)oder ähnlich und einem kenkokonverter.ja,ist aus der analogen welt!
      und als zweiten versuch -vergleich mit mamiya 6×6-dann weiß der protagonist wo der qualitätshammer hängt.
      sicher,es ginge auch mit der neuen mamiya-digital-zd oder folgemodell..
      aber das ist dann eine kostenfrage..

    2. helu559
      Heinz Lutz-Kretzberg
        Dezember 20, 2016 at 9:03 PM
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      wenn du die neueste Version des 150-600 hast gibts dafür einen Konverter von Tamron ,für die ältere Version musst du dich mit Kenko begnügen ,welcher jedoch hervorragend ist. Hab ich selbst .
      gr heinz

      1. Reinald Will
          Dezember 23, 2016 at 5:31 PM
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        Hallo Heinz -Lutz, danke für den Hinweis, (ich habe die neuartige version 150-600G2 )
        Dann werde ich mich mal schlau machen.
        Gruß R.Will

  14.   Dezember 20, 2016 at 6:52 PM
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    Danke für die interessanten Kommentare und ein danke für den Test.
    Ich persönlich habe schon vor Jahren mit langen Brennweiten und Telekonverter gearbeitet und oft gute Fotos damit erarbeitet, – natürlich haben sich die Optiken, Technik und Qualität sehr viel verbessert. Das bringt mich zu meiner Geschichte bei diesem Thema. Ich bin vor kurzem von einer Afrika Safari Reise zurück gekommen. Mit dabei war das Fujinon 100-400 f1:4.5-5,6 und den dazugehörigen 1,4 Konverter, also zusammen volle Brennweite bei 840mm (KB). Alle Fotos Freihand gemacht und sogar bei voller Brennweite war es mir möglich viele 100% Ausschnitte zu machen – gestochen scharf wo man bei den Tieren die Barthaare genau wunderbar scharf sieht, – und das mit der XT-1 die „nur“ 16 Megapixel hat. Ich habe das jetzt nicht geschrieben um Werbung für Fuji zu machen, sondern zu unterstreichen das man auch mit den langen Brennweiten zusammen mit Konverter sehr gute Resultate zusammen bringt. Mit einem 2 fachen Konverter sieht das Ganze natürlich schwieriger aus . . . Gut Licht zu Allen! http://www.foto-roland.com

  15.   Dezember 20, 2016 at 6:31 PM
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    Ein sehr interessanter Bericht, der die Besitzer der APS-C Kameras zufriedenstellen sollte. Klar ist der große Sensor der 5DMarkIII im Vorteil, aber mir scheint auch ein interner Schärfealgorythmus des DIGIC 5+ an den enormen Unterschieden beteiligt zu sein. Interessant wäre für mich auch gewesen, mehr über das verwendete Bildformat (JPEG oder RAW) zu erfahren.

    1. Martin Schwabe
        Dezember 20, 2016 at 8:09 PM
      Kommentar bewerten

      Ich habe RAW und JPEG aufgenommen, für den Artikel aber nur die Jpeg verwendet

  16. A. Weigert
      Dezember 20, 2016 at 5:50 PM
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    Es wäre hilfreich auch mal Kameras von Sony und anderen Herstellern mit entsprechenden Objektiven zu testen.
    Da ich auch viele Versuche mache und mit den Resultaten nie so recht zufrieden bin ( mein Material ist leider etwas älter und nicht so hochwertig) wäre ein
    Vergleich sehr hilfreich.

    1. Martin Schwabe
        Dezember 20, 2016 at 6:09 PM
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      Ich kann Deinen Wunsch verstehen. tatsächlich habe ich aber leider nur Kameras von Canon und kann daher auch nur damit testen (sind übrigens meine eigenen Kameras)

  17. Thorsten Schwarz
      Dezember 20, 2016 at 5:49 PM
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    Ein sehr Interessanter Artikel, der für mich genau zur richtigen Zeit kommt. Denn ich habe mir grade das Sigma 150-600 Teleobjektiv zugelegt und möchte es für Tierfotografie nutzen.

  18. Hussian Helmut
      Dezember 20, 2016 at 5:36 PM
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    Der Test ist sehr gut beschrieben und erklärt. Allerdings wären Vergleiche zwischen verschiedenen Kameramodellen und dazulassenden Teleobjektiven auch sehr interessant. Zum Beispiel Canon oder Nikon gegen Panasonic oder Olympus.
    Dies wäre auch gleich eine Entscheidungshilfe für anstehende Weihnachtseinkäufe ;-)

    1. Andreas Willich
        Dezember 20, 2016 at 6:04 PM
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      Schon öfters habe ich gelesen, die Kombi aus dem 70-200VR II und den Tc III an der D 800 von Nikon würde nicht funktionieren. Aufnahmen aus dem Zoo im letzten Jahr haben mich aber total überzeugt, so dass ich für diese Kombi nur werben kann! Selbst das fotografieren freihand ging problemlos!
      Auch wenn ich nicht zu den ‚Cononieren‘ gehöre, hat mir der Beitrag sehr gefallen!
      Gruß
      Andreas

      1. Dieter Hinske
          Dezember 24, 2016 at 9:46 PM
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        Auch die Kombination Nikon D800, 70-200VRII mit Sigma 1,4 ergibt ein nicht endendes Hin- und Herfahren des Autofokus.

        1. Martin Schwabe
            Dezember 25, 2016 at 1:17 AM
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          Ein bisschen ins Blaue:

          Ich habe mehrere Konverter verglichen. Per se tun alle Ihren Dienst. Aber wenn ich mir den Aufbau der Linsen ansehe (soweit man dies von außen erkennen kann), sind die Konverter tw. optisch sehr unterschiedlich aufgebaut.

          Mein Eindruck (bitte auch als Eindruck verstehen), an ein Nikkor gehört ein Nikon-Konverter, an ein Sigma ein Sigma-Konverter. andere Kombinationen „funktionieren“ zwar irgendwie, aber eben nur irgendwie.

    2. Reinhard F. Schramm
        Dezember 20, 2016 at 7:01 PM
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      Und bitte Sony und Pentax nicht vergessen. Haben zwar einen geringeren Markanteil, aber eine treue Gemeinde. Und innovativer als die Platzhirsche sind sie allemal.

  19.   Dezember 20, 2016 at 5:27 PM
    Kommentar bewerten

    D800 mit Nikon 70-200 f=2,8 mit Telekonverter 2-fach:
    mein Resultat: Kontrast ging etwas verloren, harte Kanten verteilten sich einfach über mehr Pixel, am Ende war das Ergebnis mit Konverter nicht überzeugend, da zwar mehr Pixel, aber schwammig. Habe den Konverter zurück gegeben und ein 300er gekauft, mit dem ich superbe Ergebnisse erziele. J B-W

  20. Aldo1
    Harald Ender
      Dezember 20, 2016 at 5:27 PM
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    Hi,
    danke für den Artikel und das mühevolle sorgfältige Ausprobieren. Mich würde aber noch ein anderer Aspekt interessieren : Wenn ich mit 600 mm und Vollformat das Objekt fotografiere und aufgrund der offeneren (niedrigere Blendenzahl) eine bessere Isoeinstellung (damit höhere Rauschsicherheit) gegenüber der Aufnahme mit Konverter verwende, komme ich zu einem gleich gutem, besserem oder schlechterem Bild, wenn ich die Aufnahme mit 600 mm über Ausschnitt so vergrössere, wie es dem Ausschnitt mit Konverter 1,4 oder gar 2 entspricht?

    1. Martin Schwabe
        Dezember 20, 2016 at 6:08 PM
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      Mein Eindruck war, dass das nichts bringt (bei dieser Kombination)

  21. Ludger
      Dezember 20, 2016 at 5:23 PM
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    Vielen Dank für den aufwändigen, aufschlussreichen Test. Erstaunlich war für mich der Unterschied zwischen APS-C und Vollformat. Kleine Anmerkung:
    War es sinnvoll, bei diesen extremen Bedingungen mit langen Verschlusszeiten ein schwimmendes Objekt als Motiv zu wählen? Auch bei ruhigem Wasser gibt es hier eine leichte Bewegung.

    1. Martin Schwabe
        Dezember 20, 2016 at 6:07 PM
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      Ich habe das vorher probiert, es war etwas diesig und es gab keinen Wind, die einzigen Wellen auf dem Wasser kam von den Wasservögeln. Der Grund für die Wahl des „Motivs“ war ganz pragmatisch: Die auf den Übersichten zu sehende Leuchtschrift bot ein sehr kontrastreiches Fokusziel.

  22.   Dezember 20, 2016 at 5:20 PM
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    Ich habe eine aehnliche Konstellation fuer die Fotos von Berggipfeln gemacht. Ich war im Wallis auf dem Eggishorn und habe das Matterhorn vor der Linse gehabt.
    Equipment: Nikon D800E, Sigma 150-600 und 2x Konverter.
    Es hat fantatische Aufnahmen gegeben, insbesondere bezügliich Licht und Bildkomposition – die Bildausschnitte zeigten das Matterhorn etwas anders, als auf Postkarten es war sehr majestätisch in mitten des Gipfelmeers Zum Nachahmen empfohlen

    1. Reichlin Andreas
        Januar 14, 2018 at 11:19 AM
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      Ich habe eine aehnliche Konstellation fuer die Fotos von Berggipfeln gemacht. Ich war im Wallis auf dem Eggishorn und habe das Matterhorn vor der Linse gehabt.
      Equipment: Nikon D800E, Sigma 150-600 und 2x Konverter.
      Es hat fantatische Aufnahmen gegeben, insbesondere bezügliich Licht und Bildkomposition – die Bildausschnitte zeigten das Matterhorn etwas anders, als auf Postkarten es war sehr majestätisch in mitten des Gipfelmeers Zum Nachahmen empfohlen.

      Welchen 2xKonverter hast du verwendet ?

      Danke für die Anwort
      Reichlin Andreas

  23. IngoP
      Dezember 20, 2016 at 12:38 PM
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    Interessanter Test, aber nichts für ungut…. man hätte besser ein Motiv neben sollen, was sich überhaupt nicht bewegt (Straßenschild, Klinkermauer o.ä.).

    Das aufgenommene Boot wurde sich schon beim geringsten Wind minimal bewegen, die Schärfe würde sofort einbrechen.

    Von daher ist der Test jetzt nicht so aussagefähig!

    Gruss
    IP

    1. Martin Schwabe
        Dezember 20, 2016 at 6:05 PM
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      Man kann immer was besser machen. Tatsächlich (und ich kann das als langjähriger Seefahrer beurteilen) hatten wir „Ententeich“, also keinen Wind. Ich hab das vorher schon ausprobiert und es bewegte sich nichts. Danke für Deinen Beitrag.

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