So verwendest Du alte Objektive an aktuellen Kameras

Vor ein paar Tagen bin ich bei dem schönen Wetter mal wieder über einen größeren Flohmarkt geschlendert und war auf der Suche nach einem Fernglas. Bestimmte Verkäufer haben sich ja auch auf dem Flohmarkt durchaus auf alte Elektronik oder gar Optik spezialisiert.
Ich stieß dabei (was nicht ungewöhnlich ist) auf einige Verkäufer, die einer erkleckliche Anzahl an Kameras und auch alten Objektiven angeboten haben. Unter diesen Optiken findet man sehr viel Schrott, aber eben auch das eine oder andere Schätzchen.
Nun möchte ich Dir heute nicht erklären, welches Objektiv taugt und welches nicht, denn meist sind die Preise so niedrig, dass es sich lohnt einfach mal zu testen. Ich möchte Dir heute erklären, wie Du alte Objektive an aktuellen Kameras verwenden kannst und was Du beachten musst.
Es geht um die vier großen A:

  • A wie Auflagemaß
  • A wie Arbeitsblende
  • A wie Autofokus
  • A wie Adapter

Zu jedem dieser Punkte gibt es einige Dinge zu sagen und zu erläutern.

Auflagemaß

Beginnen möchte ich mit einer zentralen Größe: dem Auflagemaß. Denn wenn das Auflagemaß nicht passt, dann kannst Du den Versuch so ein Objektiv zu adaptieren (bis auf Ausnahmen) auch gleich vergessen.
Wenn Du Deine Kamera anschaust (ohne Objektiv und ohne Gehäusedeckel), dann findest Du an der Vorderseite das Bajonett. Es ist aus Metall und dient der Aufnahme des Objektivs.
Die Außenseite des Bajonetts bildet ein präzise gefertigter Ring, der plan gefräst und geschliffen ist und exakt parallel zum Bildsensor ausgerichtet. Wenn Du jetzt von dieser Oberfläche den Abstand zur Oberfläche des Sensors messen würdest, dann hast Du das Auflagemaß Deiner Kamera.
Dort „liegt“ das Objektiv auf und hat damit einen exakt definierten Abstand zum Sensor. Genauere Informationen findest Du hier.
Dieser exakte Abstand ist wichtig, denn nur so kann die Kamera mit dem Objektiv auch exakt fokussieren. Ist der Abstand zu groß, dann verliert das Objektiv die Möglichkeit auf „unendlich“ zu fokussieren. Wird der Abstand zu klein, kann das Objektiv zwar über „unendlich“ hinaus fokussieren, verliert aber die Möglichkeit der Schärfeeinstellung im Nahbereich (Die Veränderung bezieht sich immer auf das Auflagemaß, für das das Objektiv ursprünglich gerechnet ist).
Daraus ergeben sich klare Vorgaben, wann ein Objektiv adaptierbar ist oder nicht:

  • Ist das Auflagemaß des alten Objektivs größer als das Maß der aktuellen Kamera, kann es ohne großen Aufwand adaptiert werden und verliert keine optische Qualität.
  • Ist das Auflagemaß dagegen kleiner, muss der Unterschied über eine zusätzliche Linse korrigiert werden, was in den allermeisten Fällen zu erheblichen optischen Einbußen führt und sich daher meistens nicht lohnt.

Einzig bei Makroobjektiven hoher Qualität kann man es trotzdem versuchen, da dort eigentlich nur der Nahbereich interessant ist und „unendlich“ eher selten benutzt wird. Durch die Adaptierung entsteht dann derselbe Effekt, wie Durch einen kleinen Zwischenring: Der mögliche Abbildungsmaßstab wächst (geringfügig).
Aus dem Auflagemaß folgt zum Beispiel, dass sich Nikon-Objektive meist problemlos an Canon EOS adaptieren lassen, umgekehrt dagegen funktioniert die nicht (wirklich gut). An Sony(system)kameras lassen sich wiederum (aufgrund des sehr kleinen Auflagemaßes (fehlender Spiegel) sehr viele Fremdobjektive adaptieren.

Adapter

Jede Kamera mit Wechselobjektiven hat ein Bajonett. Diese Bajonette unterscheiden sich aber meist von Hersteller zu Hersteller.
Um nun ein altes Objektiv an eine neue Kamera anzuschließen, benötigst Du einen Adapter. Dieser Adapter hat auf der einen Seite das für die Kamera benötigte Bajonett, auf der anderen Seite jenes für das Objektiv. Daraus ergibt sich schon: Das Auflagemaß verändert sich, denn es wird größer.
Jeder Adapter benötigt eine gewisse Substanz, damit er zwei Bajonettarten darstellen kann.
Beispielhaft zeige ich Dir hier einige Adapter aus meiner „Sammlung“:

Adapter von verschiedensten Objektiven auf nahezu jede andere Kamera findest Du wie Sand am Meer. Sind sie ohne Korrekturlinse, dann kannst Du sie bedenkenlos verwenden. Es gibt bei der Wahl des Adapters aber noch einige wesentliche Punkte zu bedenken:
Bei rein mechanischen Adaptern, die also nur das Bajonett selbst umsetzen, verlierst Du sowohl den Autofokus, als auch die Blendeneinstellung. In diesen Fällen benötigst Du ein Objektiv mit einem Blendenring, der es erlaubt die Blende manuell einzustellen. Bei den meisten alten Objektiven ist dies zum Glück der Fall, ansonsten kannst Du die Objektive nur bei Offenblende einsetzen, was die Möglichkeiten sehr einschränkt.
Auch das manuelle Fokussieren ist nicht trivial, weil die Sucher vieler Kameras gar nicht mehr auf das manuelle Fokussieren ausgelegt sind. Es macht dann Sinn auf das Livebild zurück zu greifen und das Fokuspeaking (sofern vorhanden) zu nutzen, bei dem die Kamera anhand der Kontrastkanten anzeigt, wo die Schärfeebene liegt oder mit der Vergrößerung zu arbeiten (dann ist aber meist auch ein Stativ nötig).
In wenigen Fällen haben diese Adapter auch elektrische Kontakte, so dass der AF und die Blendensteuerung funktionieren (zum Beispiel können an einigen Sony-Kameras so EF-Objektive von Canon verwendet werden).
Findige Ingenieure haben aber eine weitere Lösung gefunden. Den sogenannten AF-confirm Adapter.
Du findest bei solchen Adaptern auf dem kameraseitigen Bajonett Kontakte und wenn Du das Objektiv an der Kamera per Adapter angeschlossen hast, wird Dir eine Blende angezeigt und ein funktionierender AF. Du kannst zwar tatsächlich weder die Blende einstellen, noch kannst Du den AF nutzen, Du kannst aber die AF-Felder wählen und vor allem die optischen Anzeigen für Scharfstellung nutzen.
In diesen Fällen leuchten zum Beispiel die AF-Felder rot auf, wenn sie eine Schärfe gefunden haben und oft wird unten rechts im Sucher ein grüner Punkt eingeblendet, der Schärfe signalisiert. Mit dieser Funktion ist manuelle Scharfstellung auch mit kleinem Sucher relativ praktikabel, solange das Motiv sich nicht allzu schnell bewegt.

Arbeitsblende

Der Begriff Arbeitsblende oder Arbeitsblendenmessung ist Dir vielleicht schon mal begegnet. Moderne Belichtungssensoren messen immer bei völlig geöffneter Blende und berechnen aus den Messdaten und Deinen Einstellungen die ISO, Verschlusszeit und Blendeneinstellung. Die Blende wird erst zur Aufnahme auf den berechneten Wert geschlossen.

Bei der Arbeitsblendenmessung findet die Belichtungsmessung statt, indem Du die Blende auf den gewünschten Wert schließt. Der Sucher wird dunkler.
Da Du meist keine Möglichkeit hast die Blende anzusteuern, funktioniert die Arbeit mit der Blende anders. Zuerst fokussierst Du bei Offenblende möglichst genau. Dann schließt Du die Blende manuell soweit, wie nötig oder gewünscht. Das Sucherbild wird dann signifikant dunkler (daher auch vorher fokussieren).
An der Kamera musst Du die Zeitautomatik einstellen oder M (manuell). Nun berechnet die Kamera die passende Zeit oder Du kannst die Zeit per Belichtungswaage in M manuell einstellen. Danach kannst Du dann auslösen und Deine Aufnahme machen.
Die Ergebnisse werden dabei nicht immer so auf den Punkt belichtet, wie Du es von den Automatiken kennst. Bei mir war es oft so, je weiter ich die Blende schließe, um so heller würde das Bild, weil die Kamera eine zu lange Verschlusszeit wählt. Dieser Wert ist aber relativ konstant und Du kannst ihn über eine Belichtungskorrektur gut ausgleichen. Du wirst schnell herausgefunden haben, wie stark Deine Korrektur bei welcher Blende ausfallen muss.

Autofokus

Wie schon weiter oben angedeutet, wirst Du meist keinen Autofokus mehr haben. Es gibt aber mehrere Möglichkeiten, wie Du recht effektiv manuell fokussieren kannst.

Rein manuelles Fokussieren

Das Sucherbild bei APS-C-Kameras ist oft relativ klein und die Schärfentiefe im Sucher ist größer, als auf dem tatsächlichen Foto.
Schnittbildindikatoren haben heutige Kameras nicht mehr (auch wenn sie sich manchmal nachrüsten lassen durch Wechsel der Mattscheibe).Sofern Du aber nicht mit Offenblende fotografierst, sondern abblendest (große Schärfentiefe), funktioniert das rein manuelle Fokussieren auf das Sucherbild ganz manierlich. Da die Schärfentiefe sich zu einem Drittel vor und zwei Dritteln hinter dem Motiv bewegt, solltest Du eher knapp fokussieren (lieber zu nah als zu fern).

Fokuseinstellung per Skala

Gerade ältere Objektive besitzen oft noch eine ganze Reihe Skalen. Sie zeigen Dir die Entfernung an, auf die die Schärfe eingestellt ist und zusätzlich eine Blendenskala, die Dir anzeigt, welcher Bereich um den eingestellten Schärfepunkt scharf sein wird. Wenn Du gut Entfernungen schätzen kannst, funktioniert diese Art der Fokussierung wirklich gut und schnell.

Manuelle Einstellung mittels Objektivskala. Unten der Blendenring. Oben wurde auf eine Entfernung von zwei Metern eingestellt, die Skala zeigt an, dass bei dieser Einstellung und zum Beispiel f/11 der Bereich von ca. 1,3 Meter bis 4,5 Metern scharf abgebildet wird. Bei dem Objektiv handelt es sich um ein Hedomar 35 mm f/3,5 mit M42-Bajonett (Flohmarkt 4€).

Fokuseinstellung mit AF-confirm-Adapter

Mit so einem Adapter denkt die Kamera, Du hast einen AF und aktiviert die AF-Felder und den Schärfeindikator. Du kannst also durch den Sucher schauen, manuell fokussieren und bekommst dann die (je nach Kameratyp- und Marke) unterschiedlichen Anzeigen, die Du auch vom AF kennst, also den grün leuchtenden Punkt und/oder meist rot blinkende AF-Felder. Auch damit lässt sich relativ gut und leidlich schnell und zuverlässig Fokussieren, selbst wenn Du kein Stativ benutzt.

Mittels eines AF-confirm-Adapters, kannst Du den Schärfeindikator (roter Pfeil) als Fokussierhilfe verwenden

Fokuseinstellung per Livebild

Hier gibt es im Grunde zwei Wege: Hat Deine Kamera einen elektronischen Sucher, dann stellen die Kameras Anzeigehilfen für das manuelle Fokussieren zur Verfügung, genannt Fokus-Peaking. Dabei misst die Kamera die Kontrastkanten und blendet in den Sucher ein, wo die schärfsten Kontrastkanten liegen, also die Schärfe am größten ist.

DSLR haben selten Fokus-Peaking (kann bei Canon per Magic Lantern nachträglich hinzugefügt werden), sie haben aber alle ein Livebild für den Monitor. Den kannst Du aktivieren und das Bild meist über eine Lupenfunktion bis zu zehnfach vergrößern (Stativ ist hier ein Muss). Du stellst den Ausschnitt ein, den Du Fokussieren möchtest und siehst in der Vergrößerung dann rein optisch, wenn Du die maximale Schärfe gefunden hast.

Ein Beispiel

Nach viel Theorie nun ein Beispiel im Vergleich. Ich habe für die Fotos alle 135 mm Objektive verwendet, die ich habe. Objektive und Einstellungen findest Du jeweils unter den Fotos.

Bei gleicher Blende siehst Du bei den vier Objektiven nur marginale Unterschiede, oder? Einzig die Fokussierung (automatisch bei den ersten beiden und manuell bei Nummer 3 und 4) macht einen Unterschied. Das Revunon war allerdings bei 2,5 Metern Abstand hart an der Naheinstellgrenze, während alle anderen Objektive (inkl. dem Photavit) deutlich geringere Abstände zulassen.
Erst bei maximaler Offenblende werden die Leistungsunterschiede bei dieser Art der Präsentation sichtbar. Die Unschärfefreistellung bei f/1,8 bzw. f/2 ist natürlich deutlich größer.

Fazit

Der Blick auf den Flohmarkt lohnt sich. Für sehr wenig Geld ist es möglich dort passende Objektive für Deine Kamera zu erstehen. Wir reden hier von einem Unterschied von 10 € zu 1.000 €! Für diesen Unterschied lohnt es sich ab und an auch mal den fehlenden Komfort in Kauf zu nehmen, der durch manuellen Fokus und manuelle Blendeneinstellung entsteht.

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21 Kommentare

  1. Carsten
      November 22, 2018 at 8:44 PM
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    Ich möchte nur noch mal zur Sicherheit fragen : hab im Keller schon ewig eine Revue ML und viel Zubehör liegen ( u.a. 2 Tele 70-210 und ein 500er).
    Ich brauche also für meine Canon EOS 450D nur einen Adapter M42 auf Canon, richtig ?

    1. Martin Schwabe
        November 23, 2018 at 12:22 AM
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      Sofern die Objektive einen M42-Anschluss haben, ja! Am besten holst Du Dir einen passenden Adapter mit „AF-confirm-Chip“. Du musst zwar weiter manuell fokussieren, aber die Schärfe wird im Sucher dann angezeigt, wenn sie passt.

  2. Wilfried
      November 9, 2018 at 11:07 PM
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    In diesem Artikel schreibst du sehr genau, was es mit so alten Objektiven und deren Verwendung auf neuen Kameras auf sich hat.
    Ganz toll für mich als Fotographie-„Greenhorn“.
    Auf der Suche nach einem passenden Reiseobjektiv bekam ich jetzt ein „smc PENTAX-A 1:2 5mm“ in die Hände.
    Frage:
    Wie kann ich bei diesem Objektiv feststellen, ob es ein geeignetes Auflagemaß für meine Sony-alpha-6000 hat?
    Danke.

    1. Martin Schwabe
        November 9, 2018 at 11:52 PM
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      Die Sony hat laut Google ein Auflagemaß von 18 mm und liegt damit deutlich unter dem Auflagemaß der SLR an denen das Pentax ursprünglich verwendet wurde, wenn es kleiner ist, ist es immer gut. Damit ist es grundsätzlich adaptierbar. Du musst jetzt das genaue Bajonett des Objektiv rausfinden (und das dazugehörige Auflagemaß) und einen Adapter, der das genau nachstellt. Müsste es (vermutlich geben)

      1. wilfried
          November 12, 2018 at 10:01 AM
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        Nachtrag-Korrektur meines Tippfehlers.
        es handelt sich um ein „smc PENTAX-A 1:2 50mm” – Objektiv.

  3.   Oktober 13, 2018 at 12:44 PM
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    Meine Erfahrungen sind sehr unterschiedlich was sicherlich mit der Objektivqualität zusammenhängt. Aus meinen Anfängen habe ich noch preiswerte Objektive und da muss man schon deutliche Abstriche machen – nicht jeder fotografiert mit Leicaobjektiven. Dies nur mal so am Rande. Und hinsichtlich der Adapter kann ich nur sagen, das sich Qualität auszahlt. Natürlich kann ein guter Adapter ein schlechtes Objektiv nicht zu einem guten machen. Ich finde gut, dass mit dem Artikel auf mögliche Qualitätsabstriche aufmerksam gemacht wird. Stefan

  4.   Oktober 12, 2018 at 3:18 PM
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    Den sehr guten Artikel muss ich in einem Punkt kritisieren: Wen die alten Objektive mit Adapter an die Kamera angeschlossen werden, so stimmen die Entfernungsangaben auf dem Objektiv meistens nicht , da sich das Auflagenmaß in der Regel verändert.

    1. Martin Schwabe
        Oktober 26, 2018 at 5:14 PM
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      Wenn alte Objektive per Adapter angeschlossen werden, dann wird über den Adapter das zu dem Objektivtyp zugehörige Auflagemaß hergestellt, für den diese alten Objektive gerechnet sind.
      Im Ergebnis führt dies dazu, dass die Entfernungsangaben auf dem Objektiv stimmen.

      1. Jochen
          Oktober 28, 2018 at 5:02 AM
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        Leider gibt es für Nikon F auf Grund des sehr großen Auflagemaßes kaum passende Adapter. Für M42 habe ich mir mal einen käuflichen auf einer Drehbank abdrehen lassen, so dass ich ca 1,5mm gewonnen habe. Das reicht, um mit meinem Biotar 75mm/1,5 schöne Portraits zu machen.

        1. Martin Schwabe
            Oktober 28, 2018 at 10:32 PM
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          Das ist korrekt. Ändert aber an der grundsätzliche Aussage von mir nichts.

  5. Erhard Furtlehner
    ERHARD
      Oktober 10, 2018 at 8:04 PM
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    Ja, alles super erklärt.
    Aber würde auch mein TELE 300 Rokkor 55mm das ich auf meiner Minolta x-700 verwendete auf meine Nikkon D7200 passen? Wenn ja,wie.
    Oder ist dann das, doch zu weit hergeholt!!
    ERHARD

    1. Karl Knips
        Oktober 11, 2018 at 10:05 AM
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      Hallo Erhard,
      prinzipiell sollte es gehen, wenn Du einen passenden Adapter vom Minoltabajonett auf das von Nikon findest. Allerdings ist die D 7200 eine Kamera mit APS-Sensor, die Minolta war ein Kleinbildkamera, also dem heutigen Vollformat bzw. FX entsprechend. Das heißt im konkreten Fall, das aus deinen 55mm Brennweite durch den Cropfaktor ca. 80mm werden.
      Alles andere zu Fokussierung und Blende steht oben schon.

      1. Martin Schwabe
          Oktober 11, 2018 at 12:18 PM
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        Auf die Gefahr mich zu wiederholen: So stimmt es nicht. Es bleibt bei 55mm.Er hat eine D7200 und kennt daher den Bildausschnitt,den 55mm an seiner Kamera produzieren.Ein Minolta 55mm wird trotz Vollformat an seiner Kamera exakt denselben Bildausschnitt produzieren, wie ein 55mm für APS-C. Diese Umrechnung ist daher nicht nur unnötig, sondern auch irreführend.

    2. Jochen
        Oktober 28, 2018 at 5:08 AM
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      Hallo Erhard,
      Nikon hat ein großes Auflagemaß von 46,50mm. Minolta hat nur 44,50mm. Der Adapter müsste also eine Dicke von minus 2mm haben sowas gibt es nicht.

  6. Helmut Gross
      Oktober 10, 2018 at 10:56 AM
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    Ich benutze Pentax K5 II und brauche keinen Adapter, weil Pentax dank seiner Philosphie die Nutzung der alten Gläser aus der analogen Zeit ermöglicht. Ich benutze ein SMC 100- 300mm 1:4,5-5,6 Pentax -F und habe vollen Autofokus sowie ein SMC Pentax -FA 28-70 1:4. Nur beim Pentax-M 50mm muss ich auf analog umstellen was sich bei der Lichtstärke 1:1,7 lohnt.
    Zu Canon und Sony wurde ich nur deshalb gezwungen, weil es das 600er von Tamron nicht für Pentax gibt.

  7. Michel R. Devezeau
      Oktober 10, 2018 at 7:46 AM
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    Danke für den sehr guten Artikel. Ich fotografieren mit einem Pentax K5. Ich denke dass ich kaum ein Adapter finden werde, ich habe versucht. Wenn doch jemand weist ob es sowas gibt, bitte melden. Danke und Grüße.

  8. kiansopa
    Winkler
      Oktober 9, 2018 at 9:04 PM
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    Sehr gut Dein Bericht, ich habe noch ein Tamron 75-250 Adaptal 2 aus meiner Analog Zeit klappt an der Canon Super, ein bisschen schwer aber gut zu bedienen.

  9. Ingo Krehl
      Oktober 9, 2018 at 3:30 PM
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    Achtung!
    Bei manchen Objektive ragt die hintere Linse in Unendlichstellung zu weit in den Spiegelkasten hinein und der Spiegel kann dabei beschädigt werden!
    Dies ist nur bei „Vollformat“ Kameras ein Thema, da der Spiegel bei Crop-Kamaras deutlich kleiner ist.

  10. Marlies Prost
      Oktober 9, 2018 at 2:54 PM
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    Ich bin inzwischen ein großer Fan von „Altglas“ mit M42 Gewinde. Ich benutze entweder einen Adapter mit oder auch ohne Ausgleichslinse. Besonders gern habe ich das Helios 44-4, Trioplan 50 oder Trioplan 100, Cyclop, Pentacon 50 bzw. Pentacon 80, 2.8 (Projektorlinse) und das Tessar 50. Alle haben verschiedene Abbildungsmerkmale. Bei meiner Nikon D5100 fotografiere ich ausschließlich manuell.

  11. grimm
      Oktober 9, 2018 at 11:44 AM
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    Für Anfänger sehr umfangreich und gut verständlich beschrieben.

  12. Andreas Bracke
      Oktober 9, 2018 at 11:08 AM
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    Ich benutze regelmäßig ein Zeiss Mittelformat 180mmf2.8 an meinen Nikon Kameras per Adapter Pentacon P6-Nikon F. Alle Adapter sind ohne Kontakte und alle Nikonkameras unterstützen die Scharfeinstellerkennung ( das Symbol > O < im Sucher ), problemlos. Solange man wenig Streif- und kein Gegenlicht hat, bildet das schwere alte Zeiss umwerfend scharf ab. Ich habe ein 300f4 Meyer-Görlitz Orestegor Objektiv geschenkt bekommen, was ich auch ausprobiert habe: Scharfzeichnung/Abbildung gut, in schwarz-weiß und auf Film geht es, bei Digitalkameras wird das Bild etwas matschig, gilt auch für das 500f5.6 aus dieser Serie, was ich dann wieder verkauft habe. Generell sind wohl Tele- und Kurztele Gläser besser zu benutzen und Weitwinkel (besonders an Digitalkameras) schwieriger: dem Film war es egal, ob die Lichtstrahlen schräg oder gerade auftreffen, für den Sensor ist wichtig, dass die Lichtstrahlen parallel auftreffen. Ein Hinweis wert wäre gewesen, dass es durchaus bei "Flohmarktschnäppchen" unerwünschte Nebenwirkungen geben kann, wenn die Objektive zB Glaspilzbefall zeigen. Interessante Artikel dazu findet man dieses Jahr auch in der Zeitschrift "Photoklassik". Insgesamt eher Hobby/Spielerei als Schnäppchen denke ich-obwohl ich es gerne mache.

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