MFT-Objektive: Finde das beste Glas für Deine Micro-Four-Thirds Systemkamera

Heute übergeben wir das Wort an Alexander Baetz von www.test-systemkamera.de. Er lässt Dich an seinem Wissen rund um Micro-Four-Thirds Systemkameras teilhaben:

Micro-Four-Thirds (kurz: MFT) Kameras sind spiegellose Systemkameras, die hauptsächlich von Olympus und Panasonic gebaut werden. Im Gegensatz zu den klobigen Spiegelreflexkameras sind Micro-Four-Thirds Systemkameras viel kompakter, aber bieten dir trotzdem die Möglichkeit, die Kamera durch Wechselobjektive an Deine Bedürfnisse anzupassen.

Und davon gibt es nicht wenige:

Mit über 70 verschiedenen MFT Objektiven hat das Micro-Four-Thirds System eine deutlich größere Auswahl, als jeder andere Systemkamera-Objektivanschluss. In diesem Artikel zeige ich Dir die besten Modelle!

Dieser Beitrag ist genau der richtige für Dich, wenn Du auf der Suche nach einem neuen Objektiv für Deine Micro-Four-Thirds Systemkamera bist, aber nicht genau weißt, für welches der zahlreichen Gläser Du Dich entscheiden solltest.

Viel Spaß beim Lesen!

Infografik: Die besten 5 Micro-Four-Thirds Objektive auf einen Blick

Good to Know: Theoretische Grundlagen für MFT Objektive

Bevor ich Dir die besten Objektive für Deine spiegellose Micro-Four-Thirds Kamera vorstelle, gehe ich in diesem Kapitel kurz auf zwei theoretische Grundlagen ein, die meiner Meinung nach sehr wichtig für Dich sind, wenn Du auf der Suche nach neuem Glas bist:

  • Was bedeutet der Crop-Faktor für Deine Micro-Four-Thirds Kamera?
  • Warum sollten Panasonic-Nutzer nur stabilisierte Objektive kaufen?

Was bedeutet der Crop Faktor für Deine Micro-Four-Thirds Kamera?

Der Micro Four Thirds Standard wird ebenfalls als Synonym für die Sensorgröße der Systemkameras von Olympus und Panasonic genutzt. Die Bilddiagonale eines MFT Sensors entspricht mit 21,633 mm exakt der halben Bilddiagonale eines Vollformat Sensors, weshalb man auch von einem Crop-Faktor von 2 spricht.

Das bedeutet, dass Du die Brennweite mit dem Faktor 2 multiplizieren musst, um herauszufinden, welche Brennweite äquivalent an einer Vollformat Kamera wäre.

Ein 50 mm Objektiv an einer Micro-Four-Thirds Kamera hat also den gleichen Bildausschnitt wie ein 100 mm Objektiv an einer Vollformat Kamera.

Zusätzlich musst Du aber ebenfalls die Blende eines MFT-Objektivs verrechnen!

Die meisten Hersteller verschleiern, dass man aufgrund des Crop-Faktors auch die Blende mit dem Faktor 2 multiplizieren muss, um herauszufinden, wie die Tiefenunschärfe und die Menge an Licht mit einer Vollformatkamera vergleichbar wäre.

Das 14-42 mm F3.5-F5.6 Kit-Objektiv an MFT entspricht also einem Vollformat-Objektiv mit einem 28-84 mm F7-F11.2 Objektiv. Eine ausführliche Erklärung zu der Theorie dahinter findest Du in diesem Video oder in diesem Beitrag der Fotocommunity-Fotoschule.

Warum sollten Panasonic-Nutzer nur stabilisierte Objektive kaufen?

Die meisten Panasonic Kameras sind nicht mit einem Bildstabilisator im Kameragehäuse ausgestattet.

Im Gegensatz zu Olympus-Nutzern solltest Du also als Panasonic-Nutzer darauf achten, dass Du am besten nur Objektive kaufst, die einen eingebauten Bildstabilisator haben.

Einige neuere Panasonic Modelle (wie die GX80 oder die G81) haben ebenfalls einen eingebauten Stabilisator im Gehäuse, weshalb Du mit diesen Modellen also auch nicht-stabilisierte Objektive benutzen kannst.

Aber wofür brauchst Du überhaupt einen Bildstabilisator?

Ein Bildstabilisator ist nicht zwingend notwendig, um schöne Fotos zu schießen. Er hilft Dir jedoch Bilder mit einer deutlich längeren Belichtungszeit aufzunehmen und ist entweder im Kamera-Body oder direkt im Objektiv oder in beidem gleichzeitig verbaut (als sogenannter Dual IS).

In der Regel kannst Du mit einem Bildstabilisator 2 bis 3 Mal längere Belichtungszeiten erreichen, ohne dass Dein Bild verwackelt. Das ist gerade in dunklen Umgebungen hilfreich, da Du so beispielsweise mit einem ISO von 800 anstatt mit einem ISO von 3.200 fotografieren kannst.

#1 Das Kit-Upgrade

Als Kit-Objektiv bezeichnet man das Objektiv, welches standardmäßig mit Deiner Kamera mitgeliefert wurde. Bei den meisten Micro-Four-Thirds Systemkameras ist das ein Zoom-Objektiv, welches einen Brennweitenbereich von 14 bis 42 Millimeter abdeckt und eine relativ kleine Blende von F3.5 bis F5.6 hat (diese Werte beziehen sich auf die Offenblende: Je weiter Du rein-zoomst, desto kleiner wird die größtmögliche Offenblende).

Aber warum solltest Du überhaupt Dein Kit-Objektiv upgraden wollen?

Das mitgelieferte Kit-Objektiv hat in der Regel zwei große Nachteile (im Vergleich zu teureren Alternativen):

  1. Es hat eine kleinere Blende
  2. Es ist nicht so scharf

Beispielsweise bietet dieses Premium Standardzoom von Olympus eine durchgängige Blende von F2.8 und hat mit einer Brennweite von 12 bis 40 mm etwas mehr Weitwinkel. Da es sich um ein sogenanntes „Pro“ Objektiv von Olympus handelt, zeichnet es sich außerdem durch eine sehr gute Verarbeitungsqualität aus und ist zudem staub- und spritzwassergeschützt.

Die Alternative von Panasonic (hier geht es zur neueren Version) bietet ebenfalls eine Blende von F2.8, hat aber im Gegensatz zum Modell von Olympus einen integrierten Bildstabilisator und kostet etwas mehr.

Ich würde Dir nur empfehlen Deine Kit-Linse upzugraden, wenn Du mit dem Brennweitenbereich an sich zufrieden bist, aber Du einfach ein besseres Gesamtpaket suchst, was Dir eine bessere Bildqualität bietet, hochwertiger verarbeitet ist und eine größere Offenblende haben soll.

Kit-Objektiv
Das mitgelieferte Kit-Objektiv ist in der Regel sehr kompakt, aber dafür ziemlich lichtschwach und nicht sonderlich scharf

#2 Der Alleskönner

Gibt es ein Objektiv, das in allen Situationen perfekt ist?

Natürlich nicht!

Es hat seinen Grund, warum professionelle Fotografen unzählige verschiedene Objektive haben, um so ihre Kamera an jede Situation anpassen können. Es gibt aber durchaus Objektive, die darauf ausgelegt sind sehr vielseitig zu sein, sodass sie in den meisten Situationen gute Resultate liefern.

Ein „Alleskönner-Objektiv“ (auch Reisezoom genannt) deckt einen sehr großen Brennweitenbereich ab. Diese Art von Objektiven werden auch als „Immer-Drauf“ bezeichnet, da Du eigentlich nie Dein Objektiv wechseln musst (egal ob Du gerade eine Landschaft oder einen weit entfernten Vogel fotografierst).

Micro-Four-Thirds Kameras sind gerade bei Reisenden sehr beliebt, da sie im Vergleich zu herkömmlichen Spiegelreflexkameras deutlich kompakter sind und eine ähnlich gute Bildqualität bieten.

Das Tamron Reisezoom bietet für einen relativ günstigen Preis von ~420€ einen sehr großen Brennweitenbereich von 14 bis 150 mm. An Vollformat umgerechnet würde das einer Brennweite von 28 bis 300 mm entsprechen.

Jedoch kannst Du mit einem Reisezoom schnell an Deine Grenzen stoßen. Wenn Du weißt, dass Du Dich auf einen Teilbereich der Fotografie spezialisieren willst, würde ich Dir empfehlen Dich für ein Objektiv zu entscheiden, welches auf einen Teilbereich abgestimmt ist.

Bist Du zum Beispiel viel bei Safaris unterwegs, wirst Du wahrscheinlich glücklicher, wenn Du Dich für ein richtiges Teleobjektiv entscheidest (siehe #5). Wenn Du Dich eher auf Landschaften spezialisieren willst, bietet Dir ein dediziertes Weitwinkel-Objektiv wahrscheinlich bessere Resultate (siehe #4).

Reise-Zooms
Reisezoom-Objektive decken einen enorm vielseitigen Brennweitenbereich ab, aber lassen Deine Systemkamera dafür auch DSLR-Ähnliche Dimensionen anwachsen

#3 Die Porträt Festbrennweite

Für was eignet sich wohl ein Porträt-Objektiv?

Wie es der Name schon fast erahnen lässt, sind diese Art von Objektiven perfekt, um Porträts von anderen Menschen zu schießen.

Nun fragst Du Dich vielleicht, warum ich Dir in diesem Kapitel eine Festbrennweite vorstelle und kein Zoom-Objektiv.

Festbrennweiten haben den Vorteil, dass sie in der Regel eine deutlich größere Offenblende als Zoom-Objektive haben. Das ist gerade für das Schießen von Porträts ein großer Vorteil, da Du in der Regel Dein Modell vom Hintergrund durch eine schöne Hintergrundunschärfe – auch Bokeh genannt – abgrenzen willst.

Ein Porträt-Objektiv eignet sich nicht nur sehr gut, wenn Du Bilder von Menschen schießen willst. Sondern auch, wenn Du die große Offenblende nutzen willst, um irgendein anderes Motiv vom Hintergrund zu separieren, oder wenn Du mit der großen Offenblende möglichst viel Licht einfangen willst, damit Deine Fotos in dunklen Umgebungen weniger rauschen.

An Vollformat-Kameras haben Porträtobjektive in der Regel eine Brennweite, die sich zwischen 80 und 130 mm bewegt. Aufgrund des Crop-Faktors muss man diese Angaben durch den Faktor 2 teilen, um einen äquivalenten Bildausschnitt an Micro-Four-Thirds zu bekommen.

Das bedeutet, dass Porträt-Objektive für MFT Brennweiten zwischen 40 und 65 mm haben.

Das M.Zuiko Digital 45 mm von Olympus bietet für ein offenblendiges Objektiv mit F1.8 nicht nur einen sehr attraktiven Preis (~270€), sondern zählt auch zu den beliebtesten MFT-Objektiven, da es auf Amazon von über 170 Fotografen mit durchschnittlich 4,8 Sternen bewertet wurde.

Wenn Du mit einer Panasonic Kamera fotografierst, solltest Du dir aber lieber die etwas teurere Variante von Panasonic ansehen, da diese im Gegensatz zum Pendant von Olympus mit einem Bildstabilisator ausgestattet ist.

Viele Fotografen benutzen auch eine etwas weitwinkligere Normalfestbrennweite zum Schießen von Porträts. Für ~160€ bietet dieses 25 mm F1.7 Objektiv von Panasonic ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

portrait
Porträtaufnahmen mit einem verschwommenen Bokeh geben dem Foto in der Regel einen viel harmonischeren Look

#4 Das optimale Weitwinkel

Weitwinkel-Objektive zeichnen sich durch eine sehr geringe Brennweite aus. Dadurch lassen sich interessante Bildkompositionen erzeugen. Je kleiner die Brennweite ist, desto größer wird der Vordergrund im Vergleich zum Hintergrund dargestellt.

Durch die kleine Brennweite kannst Du außerdem sehr viel auf Dein Bild draufbekommen.

Deshalb werden Weitwinkel-Festbrennweiten oft für die Landschaftsfotografie, das Ablichten von Architektur oder die Real-Estate Fotografie verwendet.

Aber was sind nun die besten Weitwinkel-Objektive für Micro-Four-Thirds?

Wenn Du Dein Kit-Objektiv mit einem Weitwinkel upgraden willst, machst Du das wahrscheinlich aus (mindestens) einem dieser drei Gründe:

  1. Mehr Weitwinkel: Weil Du eine geringere Brennweite haben willst.
  2. Mehr Lichtstärke: Weil Du eine größere Offenblende haben willst.
  3. Bessere Bildqualität: Weil Du schärfere Bilder bekommen willst.

Weitwinkel-Zooms

Ein Weitwinkel-Zoom Objektiv eignet sich besonders gut für Dich, wenn Du auf der Suche nach einer kleineren Brennweite als bei Deinem Kit-Objektiv bist.

Das „günstigste“ Weitwinkel-Zoom für Micro-Four-Thirds Kameras ist mit ~550€ das Olympus M.Zuiko Digital ED 9-18mm mit F4.0 bis F5.6. Deutlich mehr Lichtstärke und etwas mehr Weitwinkel bietet die dieses Premium Objektiv von Olympus, was jedoch mit ~1.180€ sehr stark zu Buche schlägt.

Den meisten Fotografen würde ich aufgrund der niedrigeren Preise aber eher zu einer Weitwinkel-Festbrennweite raten.

Ich würde Dir empfehlen Dich nur für ein Weitwinkel-Zoom zu entscheiden, wenn Du bewusst mehr Geld für die Zoom-Funktion ausgeben willst und diese auch wirklich benötigst.

Weitwinkel-Festbrennweiten

Im Vergleich zu den Weitwinkel-Zoom-Objektiven sind die Festbrennweiten in der Regel für weniger Geld zu haben, sind deutlich kompakter und haben oft eine größere Offenblende.

Das 14 mm Pancake von Panasonic bietet einen moderaten Look und ist sehr kompakt. Dafür ist es aber „nur“ mit einer Blende von F2.8 ausgestattet. Deshalb eignet sich dieses Glas sehr gut als kompaktes Objektiv zum Wandern und für das Aufnehmen von Landschaften.

Etwas mehr Lichtstärke bekommst Du mit dem 20 mm Objektiv von Panasonic, das mit einer Blende von F1.7 ausgestattet ist. Mit einer an Vollformat äquivalenten Brennweite von 40 mm bietet es aber nicht mehr wirklich einen Weitwinkel-Look, sondern lässt Deine Fotos sehr natürlich aussehen.

Einen deutlich krasseren Weitwinkel-Look bieten die sogenannten Ultraweitwinkel Objektive, da diese eine nochmals kleinere Brennweite haben. Zum Beispiel bekommt man für ~410€ ein komplett manuelles Objektiv von Samyang mit 10 mm. Für etwas mehr als den doppelten Preis gibt es das sehr hochwertige 8,5 mm Ultraweitwinkel von Kowa.

weitwinkel
Mit Weitwinkel-Objektiven kannst Du interessante Bildlooks erzeugen, da der Vordergrund deutlich größer als der Hintergrund dargestellt wird.

#5 Das beste Teleobjektiv

Wenn Du mit Deinem Kit-Objektiv nicht nahe genug drandakommst, solltest Du Dich am besten bei den Teleobjektiven umschauen.

Im Gegensatz zu den oben vorgestellten Reisezooms sind Teleobjektive nur auf die Ferne spezialisiert, weshalb sie zum einen preiswerter sind und zum anderen eine bessere Leistung bieten.

Aber für welches der zahlreichen Teleobjektive für MFT solltest Du Dich entscheiden?

Wenn Du möglichst wenig Geld für ein Teleobjektiv ausgeben willst, wird dir dieses Glas von Olympus sicherlich gut gefallen. Es kostet nur ~150€ und bietet dafür eine Brennweite von 40 – 150 mm, was einem Äquivalent von 80 – 300 mm an Vollformat entspricht.

Willst Du noch näher an Deine Motive heranzoomen?

Für etwa 440€ bekommst Du dieses Super-Zoom von Olympus mit 75-300 mm. Es hat eine relativ kleine Blende von F4.8 bis F6.7, was es nicht zum perfekten Begleiter in dunklen Umgebungen macht. Dafür bekommst Du eine enorme Brennweite von umgerechnet 600 mm (an Vollformat).

Wenn Du eine Panasonic Kamera besitzt, die keinen eingebauten Bildstabilisator verfügt, solltest Du lieber zum etwas teureren Pendant von Panasonic greifen, da dieses mit einem Bildstabilisator ausgestattet ist.

Suchst Du nach einem hochwertigeren Objektiv?

Dieses Premium Telezoom von Panasonic bietet eine große Offenblende von F2.8, ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt und bietet eine Brennweite von bis zu 100 mm. Es entspricht dem klassischen 70 – 200 Objektiv an einer Vollformat-Kamera.

löwe
Mit Teleobjektiven kannst Du Aufnahmen von Motiven machen, an die Du ansonsten lieber nicht so nahe rangehen willst.

Hast Du noch Fragen?

Hast Du eine spezifische Frage, oder brauchst eine persönliche Objektiv-Beratung? Dann kannst Du gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen und ich werde dir so schnell wie möglich Antworten :-) !

Suchst Du nach mehr Auswahl? Dann findest Du hier eine große Übersicht der besten 70 Objektive für Micro-Four-Thirds Kameras.

Und vergesse nicht: „Die beste Kamera ist gerade die, du Du dabei hast.“

Deine Kamera ist nur ein Werkzeug und am Ende des Tages ist es der Fotograf (also DU) und nicht das Equipment, auf den es ankommt!

Über den Autor

Alexander Baetz (21) ist ein begeisterter Hobby-Fotograf aus der Nähe von Freiburg und berät auf seiner Webseite www.test-systemkamera.de Fotografen, die sich mit Systemkameras beschäftigen. Ein fotografisches Highlight stellte für ihn eine 3-monatige Reise durch Südafrika dar, auf der er (von Juli bis September 2017) die schönsten Seiten des Landes ablichten konnte. Außerdem fotografiert er sehr gerne einzigartige Perspektiven seines Heimatstädtchens „Staufen im Breisgau“.

 

Fotokurs der fotoschule Premium

 

Erfahre mehr über Objektive und deren Eigenschaften in unserem Kurs Objektivtypen. Wir zeigen Dir, was Weitwinkel-, Tele-, Zoom- oder Festbrennweiten- und Makro- oder Spezialobjektive sind und erläutern Begriffe wie Zoomfaktor und Naheinstellgrenze.

 

 

 

 

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22 Kommentare

  1.   Oktober 26, 2018 at 7:17 PM
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    Hallo,
    zunächst herzlichen Dank für den umfangreichen und informativen Artikel. Neben einer Sony A7II habe ich mir vor einigen Monaten noch die Olympus OM-D E-M5 II zugelegt, speziell für Macro Fotografie und wegen der integrierten Focus bracketing Funktion. Bin auch sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Für dieses Jahr habe ich mir Frösche, Libellen und Echsen vorgenommen und überlege die Anschaffung eines Telezooms. Ich kann mich nicht recht entscheiden ob ich mir das Olympus 40-150 f2,8 pro oder das Panasonic Leica DG Vario Elmarit 100-400mm zulegen soll. Nach dem was ich in diesem Artikel gelesen habe denke ich, dass Du eher zum Olympus tendierst. Wäre es auch für mein Vorhaben das geeignetere?
    Gestatte mir noch eine kurze Frage. Mir gefällt sehr die Kompaktheit des MFT-Systems. Könnte es, ausgestattet mit hochwertigen Objektiven, auch in der Landschaftsfotografie mit meiner Vollformat DSLM mithalten.
    Vielen Dank und herzlichen Gruß
    Daniel

  2.   April 22, 2018 at 12:52 PM
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    Hallo,
    super das auch mal die negativen Eigenschaften der Reisezooms genannt werden. Es gibt einfach nicht das Objektiv, was alles kann.
    Lieben Gruß

  3. walter Hoerenz
      Februar 15, 2018 at 12:13 PM
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    Ich habe eine FZ200 und eine Fz8 zugegeben nicht mehr die neuesten Modell aber beide haben ein Leica- Objektiv 2,8-108mm– bzw.2,8 -72 mm.
    Stabilisator hat nur die FZ200 dafür hab ich mir einen Telekonverter von Panasonic zugegelegt.
    Ich selber finde das was man gemeinhin als optimal für eine kleinen Preis meint.
    Man bekommt wunderbare scharfe Fotos von Vögeln aller Art.
    Deine meinung zu einer solchen Kombivariane würde ich gern hören ! Danke für dein Mühe im Voraus! freundlichst WHz

  4. Fritz Ziereisen
      Januar 20, 2018 at 12:14 PM
    Kommentar bewerten

    Die meisten Hersteller verschleiern, dass man aufgrund des Crop-Faktors auch die Blende mit dem Faktor 2 multiplizieren muss, um herauszufinden, wie die Tiefenunschärfe und die Menge an Licht mit einer Vollformatkamera vergleichbar wäre.
    Das 14-42 mm F3.5-F5.6 Kit-Objektiv an MFT entspricht also einem Vollformat-Objektiv mit einem 28-84 mm F7-F11.2 Objektiv.

    Diese Darstellung mit dem Grop-Faktor und der Tiefenschärfe stimmt so nicht ganz, durch den Grop-Faktor verringert sich die Lichtmenge nicht,
    nur die Tiefenschärfe ist bedingt durch die doppelte Brennweite am Vollformt Sensor bei gleicher Blende halt um 2 Blendenstufen kleiner.

    1.   Januar 21, 2018 at 6:58 PM
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      Hm… ich verstehe, was du meinst. Es ist ein schwieriges Thema, wobei ich die Theorie auch nicht ganz verstehe. Das im Beitrag verlinkte Video ist aber sehr hilfreich und es wird sehr verständlich erklärt, warum man am besten auch die Blende mit dem Crop-Faktor multiplizieren sollte

    2.   Februar 5, 2018 at 9:39 PM
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      Zitat „Diese Darstellung mit dem Grop-Faktor und der Tiefenschärfe stimmt so nicht ganz, durch den Grop-Faktor verringert sich die Lichtmenge nicht,“
      Das ist nicht ganz richtig. Rein geometrisch ist eine Fourthird-Blende nur halb so groß wie eine entsprechend Vollformatblende, es kommt also durchaus auch weniger Licht durch, da sich die halbe Lichtmenge auch auf die halbe Flächengröße verteilt, ist die Lichtmenge pro Flächeneinheit (Pixel, cm² oder was auch immer) gleich.

      1. Martin Schwabe
          Februar 5, 2018 at 11:55 PM
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        Rein geometrisch (reduziert auf die Linsengleichung) ist die Blendenöffnung eine vom Sensorformat unabhängige Größe, nämlich

        Blendendurchmesser = Brennweite/Blendenzahl

        Bei 100mm Brennweite und einer Blendenzahl von 4 ergibt sich ein Blendendurchmesser von 25 mm – geal ob FX, DX oder MFT dahinter.

        Korrekt ist allerdings, dass der Lichtwert pro Flächeneinheit bei gleicher Blende immer identisch ist, denn sonst würde kein externer Belichtungsmesser funktionieren.

  5. dolorix
    Doris Lohmann
      Januar 20, 2018 at 11:22 AM
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    Die gute und verständliche Übersicht gefällt mir, Danke dafür.
    Meine Frage ist, ob sich die Bildstabilisatoren von Objektiv (z.B. Panasonic 12-35 mm 2.8) und Kamera (z.B. E-M10 II) addieren?
    Olympus behauptet dies von dem Pro-Objektiv 14-100 mm, aber gilt dies auch für Panasonic Objektive mit Olympus Kameras?

    Viele Grüße an alle MFT-Fotografen!

    1. Andre Lammert
        Januar 21, 2018 at 9:53 AM
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      Nein. Die neuen Panasonics – wie die GX80 und die nachfolgenden – arbeiten im Dual-IS, dort arbeiten die Stabilisatoren der Kamera mit denen im Objektiv zusammen. Ich kann mit dem 100 – 300 Vario von Panasonic an der GX 80 bei 300 mm mit einer Hundertstel Sekunde noch scharf fotografieren. Mit einer Olympus-Kamera und einem Panasonic Objektiv geht das nicht.

    2.   Januar 21, 2018 at 7:00 PM
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      Danke für dein Lob, freut mich wenn dir der Beitrag weiterhelfen konnte :-).
      Wie Andre schon geschrieben hat, funktionieren leider nur beide Bildstabilisatoren miteinander, wenn Objektiv und Kamera vom gleichen Hersteller sind.
      Viele Grüße
      Alex

  6. Ueli Rüegg
      Januar 19, 2018 at 9:59 PM
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    Die Aussage „Das 14-42 mm F3.5-F5.6 Kit-Objektiv an MFT entspricht also einem Vollformat-Objektiv mit einem 28-84 mm F7-F11.2 Objektiv“ stimmt so nicht bzw. stimmt nur nur bezogen auf den Bildwinkel und die Schärfentiefe, nicht aber bezogen auf die Lichtstärke. Diese ist eben F3.5-5.6 bezüglich Lichtmenge und Belichtungszeit.

    1.   Januar 21, 2018 at 7:04 PM
      Kommentar bewerten

      Hi Ueli,
      ich verstehe was du meinst. Jedoch ist es Meinung nach am eienfachsten, wenn man zum Vergleichen von MFT und Vollformat auch die Blende mit dem Crop-Faktor multipliziert.
      Aber ist ein kompliziertes Thema…Schaue dir am besten mal das von mir verlinkte Video von Tony Northrup an. In dem wird es sehr verständlich und einfach erklärt.
      Aber wie auch immer. Am Ende sind nicht irgendwelche Werte sondern der Fotograf für ein schönes Foto verantwortlich ;-)
      Viele Grüße
      Alex

  7.   Januar 19, 2018 at 8:33 PM
    Kommentar bewerten

    Hallo,

    eine gute Übersicht bietest Du da!

    Jedoch würde noch einige andere Linsen anführen.. .

    Immerdrauf: Olympus 12-100 4.0 Pro
    WW-Zoom: Olympus 7-14 2.8 pro oder Panasonic 8-18
    Telezoom: Olympus 40-150 2.8 Pro
    Ging es darum möglichst günstige Varianten vorzuschlagen, oder tatsächlich die Objektive mit den besten Abbildungsleistungen zu erwähnen? Auch fehlen mit die neuen Olympus Pro Linsen wie z.B. das 17mm 1.2 oder ein Sigma 16mm 1.4 für den Weitwinkelbereich, die beide eine überragende Bildqualität liefern.

    Volle Zustimmung von meiner Seite: Das 45 1.8…eine wirklich geniale Linse.

    Schöne Grüße,

    Helmut

    1.   Januar 21, 2018 at 7:35 PM
      Kommentar bewerten

      Hi Helmut,
      freut mich, dass dir die Übersicht gefällt.
      Dankeschön für deine Tipps. Generell, war es mein Ziel vorallem Anfänger- und Amateur-Fotografen eine paar Objektiv-Tipps für MFT zu geben. Deshalb sind ein paar hochklassigere Varianten (wie die Olympus Pro Linsen) hier nicht aufgelistet. Auch wenn sie für einen Profi-Fotografen, wie dich relevanter sind.
      Eine wirklich sehr schöne Webseite hast du übrigens :-)!
      Wenn ich in der Nähe von Mönchengladbach wohnen würde, würde ich gerne mal zu einem deiner Fotokurse kommen!
      Alle deine genannten Objektive habe ich übrigens in dem Artikel auf meiner Webseite auch aufgelistet („die besten 74 MFT Objektive“)
      Viele Grüße und eine schöne Woche wünscht
      Alex

  8. Ekkehard Jordan
      Januar 19, 2018 at 6:08 PM
    Kommentar bewerten

    Herzlichen Glückwunsch für den für Änfänger geschriebenen guten Beitrag insbesondere in Anbetracht des Alters des Autors. Allerdings hebt er sehr auf den Preis (für Anfänger sicherlich berechtigt) und weniger auf die durch Zahlen und Grafiken belegte Qualität der Objektive ab. Seine 5 besten Objektive sollte er erweitern um ein Makroobjektiv. Eine Kategorie, die in der Regel hervorragende Preisleistungsverhältnisse aufweist!

    Gestrichen oder umformiliert sollte auf jeden Fall der folgende Absatz werden:
    „Im Gegensatz zu den oben vorgestellten Reisezooms sind Teleobjektive nur auf die Ferne spezialisiert, weshalb sie zum einen preiswerter sind und zum anderen eine bessere Leistung bieten.“

    Denn leistungsstarke Teleobjektive gehören zu den Teuersten das Marktes! Seinem Text folgend meint er auch wahrscheinlich eher Telezooms.

    Ansonsten aber weiter so, junger Mann!

    1.   Januar 21, 2018 at 7:39 PM
      Kommentar bewerten

      Danke sehr Ekkehard :-)!
      Ja da hast du recht. Anstatt „Teleobjektive“ habe ich eigentlich „Telezooms“ gemeint.
      Im allgemeinen habe ich versucht, den Artikel eher auf Anfänger-Fotografen auszurichten. Deshalb sind vielleicht nicht alle Formulierungen zu 100% korrekt gewesen.
      Makro-Objektive gibt es auch einige sehr gute Modelle für MFT, da hast du recht. Aber da ich nicht zu viele verschiedene Modelle vorstellen wollte, hatte ich die Qual der Wahl.
      Übrigens findest du auf einer Webseite alle 74 MFT, die ich im Welt-Weiten-Netz finden konnte (auch 5 Makro-Objektive).

    2.   Januar 21, 2018 at 7:41 PM
      Kommentar bewerten

      Ich freue mich auf weitere Verbesserungsvorschläge.

      Viele Grüße
      Alex

  9. Ekkehard Jordan
      Januar 19, 2018 at 6:06 PM
    Kommentar bewerten

    Herzlichen Glückwunsch für den für Änfänger geschriebenen guten Beitrag insbesondere in Anbetracht des alters des Autors. Allerdings hebt er sehr auf den Preis (für Anfänger sicherlich berechtigt) und weniger auf die durch Zahlen und Bilder belegte Qualität der Objektive ab. Seine 5 besten Objektive sollte er erweitern um ein Makroobjektiv. Eine Kategorie, die in der Regel hervorragende Preisleistungsverhältnisse aufweist!

    Gestrichen oder umformiliert sollte auf jeden Fall der folgende Absatz werden:
    „Im Gegensatz zu den oben vorgestellten Reisezooms sind Teleobjektive nur auf die Ferne spezialisiert, weshalb sie zum einen preiswerter sind und zum anderen eine bessere Leistung bieten.“

    Denn leistungsstarke Teleobjektive gehören zu den Teuersten das Marktes! Seinem Text folgend meint er auch wahrscheinlich erher Telezooms.

    Ansonsten aber weiter so, junger Mann!

  10.   Januar 19, 2018 at 5:30 PM
    Kommentar bewerten

    Danke für die Möglichkeit einen Gastartikel bei euch zu schreiben!
    Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Thema :-)

    Falls jemand Fragen zu spezifischen Objektiven hat, helfe ich hier in den Kommentaren natürlich gerne weiter!

    Ein schönes Wochenende wünscht
    Alex

  11.   Januar 19, 2018 at 5:12 PM
    Kommentar bewerten

    Kurz, gut und verständlich geschriebener Artikel. Einziges Paradoxum ist die Sony Alpha im Titelbild, die nicht so recht zum MFT-Objektivthema passen will.

    1. Tom Schimmelpfennig
        Januar 19, 2018 at 7:48 PM
      Kommentar bewerten

      Hallo Robi,

      leider war in der E-Mail noch das alte Titebild eingebunden. Im Beitrag sollte jetzt das aktuelle erscheinen.

    2.   Januar 21, 2018 at 7:42 PM
      Kommentar bewerten

      Danke Robi. Freut mich, dass der Artikel dir gefällt :-)
      Und danke Tom fürs auswechseln des Titelbildes.

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