Meine Kamera ist drei Jahre alt, brauche Ich eine neue? – Teil 3: Die Technik und die Fragen

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In Zusammenarbeit mit SIGMA

Nachdem wir uns in Teil 1  und Teil 2 primär mit der Bildqualität auseinandergesetzt haben, fehlt natürlich noch ein letzter Teil, der den technischen Fortschritt in Bezug auf die Funktionalität beleuchtet. Du hast in den letzten beiden Teilen sicherlich erkannt, dass die Unterschiede der einzelnen Modelle von Generation zu Generation im Hinblick auf die mögliche Bildqualität gar nicht so groß sind und dass Objektive eine ganz wesentliche Rolle bezüglich des erreichbaren Ergebnisses spielen.

Allerdings wäre es unfair und wenig hilfreich, wenn wir Dir nur den Vergleich auf Basis der erreichbaren Bildqualität zeigen und erwarten, dass diese Informationen für Dich ausreichen, um eine Entscheidung zu treffen.

Die Verbesserung der Bildqualität neuer Sensoren verläuft nur noch in kleinen Schritten, da sie schon ein sehr hohes Niveau erreicht hat.

Bei der Suche nach der richtigen Kamera für Dich spielt es aber eben auch eine Rolle, welchen Aufwand Du betreiben musst, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Genau in diesem Punkt machen neue Kameras immer noch sehr große Fortschritte.

Du wirst in diesem Kapitel sehen, dass die Hersteller im Bereich der Sensorik große Fortschritte gemacht haben und auch die Automatisierung der Kameras deutlich verbessert wurde. Am Ende stellen wir Dir eine kleine Liste genereller Kriterien zusammen, die Du abarbeiten kannst und die Dir bei der Entscheidung helfen, ob Du Deine alte Kamera behalten solltest oder es sich lohnt in ein aktuelles Modell zu investieren.

Der Autofokus

Nahezu jede Kamera verfügt über einen Autofokus, der für Dich das Foto an der gewünschten Stelle scharf stellt.

Das Funktionsprinzip des Autofokus hat sich in den letzten Jahren nicht verändert.  Aufgrund der deutlich gestiegenen Rechenleistung der Kameras ist der Autofokus im Laufe der Jahre effektiver geworden. Was sich nicht geändert hat, ist die Schärfe an sich. Die maximal erreichbare Schärfe liegt am verwendeten Objektiv und nicht am Autofokus (natürlich nur sofern dieser richtig justiert ist).

Was sich verändert hat, ist die Zahl der Autofokusfelder, die Möglichkeit diese Felder zu gruppieren und bewegte Motive sicher zu verfolgen.

Um Dir die Unterschiede zu verdeutlichen, haben wir beispielhaft zwei Grafiken gezeichnet. Wir wollen Dir dabei nicht die Funktion des Autofokus selbst erklären, die Grafiken eigenen sich aber sehr schön, um die Unterschiede zu erklären. Die Zahl der Fokusfelder unterscheiden sich übrigens nicht nur zwischen den einzelnen Kameramodellen, sondern auch zwischen den Herstellern. So haben die Kameramodelle von Nikon oft schon auch bei kleineren Modellen mehr Fokusfelder, als Modelle von Canon.

Wenn Du in Gedanken die äußeren Felder mit einer Linie verbindest, wirst Du erkennen, dass die Autofokus-Felder in beiden Grafiken denselben Bereich umschließen. Die Sucherabdeckung ist also nahezu identisch.

Wenn Du jetzt die Genauigkeit eines einzelnen Fokusfeldes vergleichst, wirst Du keinen Unterschied feststellen. Im rechten Beispiel ist aber die Aufteilung feiner.

Wenn Du jetzt ein statisches Motiv fotografierst, macht es kaum einen Unterschied, ob Du 9 oder 19-Fokusfelder hast. Du musst bei den 9 Feldern unter Umständen die Kamera ein bisschen bewegen, bis eines der Felder über dem Punkt liegt, den Du fokussieren möchtest und dann bei gespeicherter Schärfe den Motivausschnitt wählen (diesen Vorgang nennt man Verschwenken).

Wenn Du nur ein einzelnes Feld verwendest, wirst Du es auch mit den 19 Feldern nicht anders machen. Das Verschwenken geht viel schneller, als das Fokusfeld zu verschieben.

Die Vorteile vieler Fokus-Felder sind also bei statischen Motiven nicht sehr groß.

Anders sieht es aber bei bewegten Motiven aus, insbesondere, wenn Du schnelle Serien fotografieren möchtest. Sowohl die Kameras, die zur linken Grafik gehören, können bewegte Motive verfolgen, als auch die Kamera, die zur rechten Grafik gehört.

Solange Du das Motiv nur mit einem einzelnen Feld verfolgst, wirst Du bei beiden Versionen des Autofokus nur geringe Unterschiede feststellen. Die hier als Beispiel herangezogene EOS 750D kann sehr schnelle Motive etwas besser verfolgen, sehr groß ist der Unterschied aber nicht. Schwierig wird es, wenn das Motiv sehr klein ist oder sich unvorhersehbar bewegt. Wenn Dir dann das einzelne Feld vom Motiv rutscht, ist die ganze Bilderserie dahin, weil die Kamera das Objekt aus dem Fokus verliert.

Daher kannst Du an der Kamera auch einen Modus einstellen, der alle Fokusfelder auf einmal aktiviert.

Wenn das Feld, welches das Motiv verfolgt, plötzlich merkt, dass das Motiv nicht mehr in dem Feld liegt, schaut der Autofokus ob eines der Nachbarfelder das Motiv erfasst hat und „übergibt“ sozusagen das Motiv an das Nachbarfeld. Dieses Feld verfolgt dann das Motiv solange weiter, bis es unter Umständen wieder an ein anderes Feld übergeben wird.

Für diesen Modus erkennst Du nun sicher den großen Vorteil, der sich ergibt, wenn Du mehr Felder zur Verfügung hast. Es ist viel einfacher bewegten Motiven zu folgen. Da Du zudem die 19 Felder auch noch in kleinere Gruppen zusammenfassen kannst, ist es sogar möglich, die Motivverfolgung auf einen kleineren Bereich des Suchers zu beschränken.

Die Belichtungsmessung

Alle Kameras verfügen natürlich über einen Belichtungsmesser, die ihren Job gut machen, egal wie gemessen wird, sofern es sich um „normale“ Motive handelt. Nun verfügen die Kameras  eigentlich marken-  und modellübergreifend über eine so genannte (3D-)Matrix- oder Mehrfeldmessung. Bei dieser Messart wird der Sucher in viele kleine Felder aufgeteilt und jedes Feld für sich gemessen. Die Kamera erkennt so die Kontraste, die im Bild vorhanden sind, kann teilweise Motive erkennen oder erahnen, kann Gegenlicht bei der Messung erkennen und kompensieren und die Messungen auch mit den aktiven Fokusfeldern verknüpfen.

Neben der Matrixmessung gibt es auch die Integralmessung, die Selektivmessung und die Spotmessung. Nachfolgende Grafiken zeigen Dir typische Anwendungsfälle für die einzelnen Methoden:

Wenn wir jetzt unsere vier Vergleichsmodelle betrachten, dann sehen wir beträchtliche Unterschiede im Belichtungssensor:

  • EOS 450D – 35 Messfelder – nur Helligkeit
  • EOS 550D – 35 Messfelder – nur Helligkeit
  • EOS 650D – 63 Messfelder – teilfarbsensitiv
  • EOS 750D – 63 Zonen auf einem Sensor mit 7.560 Pixeln (RGB und IR-empfindlich)

Anhand dieser Aufzählung erkennst Du, dass es in diesem Bereich offensichtlich große Fortschritte gegeben hat.

Die Belichtungsmessung wird genauer.

Durch die Farbempfindlichkeit kannst Du die Überbelichtung einzelner Farbkanäle vermeiden und die EOS 750D ist in gewissen Grenzen sogar zu einer Motiverkennung fähig, was keines der älteren Modelle beherrscht. Diese Entwicklung ist sogar bedeutsamer, als die Erhöhung der Anzahl der Autofokus-Felder, denn scharf ist scharf, nur der Weg zum scharf wird erleichtert. Eine falsche Belichtung kann viel eher auftreten, gerade in Grenzbereichen (zum Beispiel durch Gegenlicht, harte Kontraste, viele Rottöne, …)

Die Funktionen

Neben Schlüsselelementen, wie dem Bildsensor, dem Autofokus und der Belichtungsmessung hat sich im Laufe der Jahre natürlich noch eine Menge andere Dinge getan.

So hatte der Monitor der 450D noch eine sehr große Auflösung, der bei der 550D dann vervierfacht wurde. Die 650D bekam dann einen Klappmonitor, der bodennahes oder Überkopf-Fotografieren erleichtert. Die 750D erlaubt die Bedienung über eine Touchfunktion auf dem Monitor, was bei der Vielzahl der Funktionen eine echte Erleichterung sein kann, gerade, wenn Du etwas schnell umstellen willst.

Alle Kameras verfügen natürlich über einen Satz von Motivprogrammen, die älteren Modelle allerdings nur über die Standardprogramme für Sport, Porträt, Landschaft und Nahaufnahmen. Inzwischen gibt es sogar spezielle Modi für Kinder, Essen, Kerzenlicht, HDR, Gegenlicht und ähnliches. Diese Programme haben natürlich alle den Nachteil, dass sie die Kamera für Dich automatisch einstellen und Du dadurch nicht immer das beste Ergebnis erzielst. Aber sie können gerade am Anfang oder wenn es sehr schnell gehen muss, durchaus eine große Hilfe sein.

Und auch WIFI hat inzwischen Einzug gefunden und Du kannst die Kamera mit Deinem Smartphone fernsteuern, sogar aus größerer Entfernung und bei Sonnenlicht, wenn die Infrarotauslöser regelmäßig versagen. Wir wollen Dir jetzt aber nicht alle Neuerungen moderner Kameras aufzählen, sondern auf die wichtigsten Punkte eingehen:

  • Bildqualität
  • Rauschen
  • Fokus
  • Belichtung

Diese Punkte sind in unseren Augen die Schlüssel, die Dir helfen, bei der Entscheidung: Brauche ich eine neue Kamera oder nicht?

Die Entscheidung

In allen drei Teilen dieser kleinen Serie hast Du einiges gelernt und vergleichen können, wie sich Kameras in den letzten rund zehn Jahren entwickelt haben. Wir haben bewusst nicht alles aufgezählt, denn dann müssten wir noch Teil 4-6 schreiben (irgendwas ist auch mal genug ;-) ) und viele Dinge sind auch nicht entscheidungsrelevant, sondern eher „nice to have“. Nun macht es natürlich Sinn, vor einer Investition in eine neue Kamera auch mal in den Fachforen vorbeizuschauen, zu lesen und zu fragen. Oft wirst Du lesen:

Nimm Kamera xy, die habe ich auch. Solche Antworten helfen Dir aber nicht wirklich weiter.

Deshalb haben wir Dir eine Reihe von Fragen zusammengestellt, die Du Dir selbst mit Ja und Nein beantworten solltest. Je öfter Du mit Ja antwortest, umso näher bist Du der Entscheidung tatsächlich eine neue Kamera zu brauchen und Du hast für Dich die Gewissheit, dass es sich für Dich lohnt. Wir gehen natürlich davon aus, dass Deine alte Kamera noch funktioniert, denn wäre sie defekt, muss ja sowieso Ersatz ins Haus.

Die Fragen:

  1. Bist Du mit Deinen Fotos unzufrieden?
  2. Machst Du oft Bildausschnitte?
  3. Fotografierst Du oft bei wenig Licht (und benötigst trotzdem kürzere Verschlusszeiten)?
  4. Ist Dein Zubehör kompatibel zum neuen Modell?
  5. Sind Deine Objektive auch für eine höhere Auflösung geeignet?
  6. Hast Du schnelle Objektive (USM oder STM)?
  7. Ist Dein Computer in der Lage deutlich größere Bilder noch in annehmbarer Zeit zu verarbeiten und zu speichern?
  8. Druckst Du Fotos auch in großen Formaten?
  9. Vermisst Du öfter einen klappbaren Monitor?
  10. Ist eine Fernsteuerung für Dich von Vorteil?
  11. Drehst Du oft Videos mit Deiner Kamera?
  12. Sind Deine Speicherkarten kompatibel?
  13. Bearbeitest Du Deine Fotos selten nach?
  14. Fotografierst Du oft schnelle und bewegte Motive?
  15. Hast Du die Gelegenheit bei einem Bekannten, Freund oder Händler das neuere Modell zu testen und in die Hand zu nehmen?

Wenn Du alle oder die meisten Fragen mit Ja beantwortet hast, dann macht es für Dich Sinn, Dich aufgrund Deiner eigenen(!) Entscheidung nach einer neueren Kamera umzusehen.

Vergleiche aber die Daten auf jeden Fall mit Deiner jetzigen Kamera. Nicht jedes neue Modell bietet automatisch wirklich mehr. Die großen Änderungen ergeben sich oft erst, wenn man zwei oder drei Modelljahre überspringt (jedenfalls bei den kleineren Modellen, die oft im Jahreswechsel neu erscheinen).

Wir wünschen Dir viel Glück bei Deiner Entscheidung :-)

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25 Kommentare

  1. Wolfgang Himburg
      Dezember 16, 2018 at 8:03 PM
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    Hallo zusammen,
    ich möchte jetzt doch auch mal etwas zu em 3-Teiler sagen:
    Kurz ein paar Infos zu mir:
    Ich hatte das Glück, durch ein schuleigenes Fotolabor in den 70er Jahren an die Fotografie heranzukommen und sw alles selber zu machen. Fotos habe ich überall gemacht (auch im Unterricht – hat nie jemand gemerkt), und viele Porträits meiner Mitschüler.
    Durch meine Arbeit ca. 20 Jahre nur noch Sparflamme. Dann habe ich mir Anfang der 2000er eine einfache ALDI digitale zugelegt. 1. Erkenntnis: bis die Kamera bereit war, war das Schnappschussmotiv um die Ecke. 2008 habe ich mir dann genau die Canon 450D zugelegt. Grundlagen der Fotografie waren natürlich aus dem Fotolabor vorhanden. Ich habe in 9 Jahren ca. 38000 Fotos geschossen. Dann waren mir für Schnappschüsse von Menschengruppen und Aquarienbesuchen 1600 ASA zu wenig, da Aufnahmen mit 300mm bei 1:6,3 zu lange Belichtungszeiten ergaben.
    Eigentlich hatte ich die Kamera nach 9 Jahren noch nicht ausreichend kennengelernt. Aber es gab ein Cashback-Angebot für die 77D.
    Ich denke nach 3 Jahren muss nicht unbedingt eine neue Kamera her. Ich werde wohl wieder einige Zeit brauchen, um die 77D dann im Schlaf bedienen zu können. Ansonsten ist es mir wichtig, quasi mit einem virtuellen Rahmen vor Augen ad hoc zu erkennen, was ein lohnenswertes Motiv ist und dieses dann mit der Kamera einzufangen.
    Zum Schluss: Vielen Dank für den Beitrag und wer sich durch das Duzen nicht ernstgenommen fühlt, der ist selber schuld.

  2. Pingback: Meine Kamera ist drei Jahre alt, brauche Ich eine neue? – Teil 1: Auflösung – Fotoschule

  3. herbert-50
      Oktober 28, 2015 at 2:00 AM
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    Einige Anmerkungen zum den Autofokus-Feldern:

    – Die vielen Felder bringen meiner Meinung nach nicht viel, weil sie alle (bauartbedingt) in der Mitte sind. Das erste, was man beim Fotografieren lernt, ist das man Motive außermittig platziert. Was fehlt sind Felder am Rand.

    – Das kann man natürlich – wie beschrieben – auch durch das Verschwenken erreichen. Allerdings hat man dabei das Problem, dass der Fokus durch die Bewegung nicht mehr stimmt, was besonders bei kleinen Blendenwerten ein Problem ist.

    – Sinnvoller ist es meiner Meinung auf eine DSLM (spiegellos) umzusteigen, bei der man auf der kompletten Fläche Fokusfelder hat, statt über ein Modell mit vielen Fokusfeldern nachzudenken.

    Ansonsten fehlen mir neben den angesprochenen Punkten noch eine ganze Reihe, die bei der Entscheidung für einen neue Kamera wichtig sind:

    – Umstieg auf eine andere Marke:
    – Auswahl an Objektiven,
    – Qualität der angebotenen Objektive
    – Nutzung von alten manuellen Objektiven
    – Größe/Gewicht
    – Optischer Sucher (mit/ohne), elektronischer Sucher
    – Mit/ohne Spiegel
    – Umstieg auf ein anderes Sensorformat – Vor- Nachteile von MFT/ASP-C/Vollformat
    – Spiegelvorauslösung
    – Anpassung des Fokus an das Objektiv

    um nur einige zu nennen.

  4. Andreas Henschel
      August 29, 2015 at 4:03 PM
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    Hallo liebe fc, hallo Martin
    Ich habe die 3 Artikel gelesen, bzw. den letzten recht schnell gelesen/überflogen.
    Ich halte es für nötig, dass man die undifferenzierte Frage “Meine Kamera ist drei Jahre alt, brauche Ich eine neue?” ein wenig ‘auf den Teppich’ bring. Man könnte da und dort in unendliche Details abtauchen, aber das darf man genau eben nicht tun, weil man sich sonst in Details verliert und sich verzettelt. Das erklärte Ziel war, eine allgemein gültige Schlussfolgerung zu ziehen und ich sage: gelungen! Auch wenn ich mich nicht zum Zielpublikum rechne, können solche Artikel als Grundlage verwendet werden.
    LG Andreas

  5. palef
      August 23, 2015 at 4:11 PM
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    seltsame Fragen, man muss nicht einmal Fachmann sein….

    …Speicherkarten????
    …Kamera testen…?
    …Nachbearbeitung…?
    …Fernsteuerung…?
    …klappbarer Monitor…?
    …Fotos großformatig drucken…?
    …Computer-Verarbeitungszeit…?
    …Objektiv-Schnelligkeit…?
    …Bildausschnitte…?
    und der LOL: mit Fotos unzufrieden…????

    12 Punkte, die nichts zu tun haben mit dem Zufriedenheitsfaktor mit der eigenen Kamera, geschweige denn mit der Begründung für eine Neue…

    Viel Lärm um nichts!

    Schade, die FC sollte sowas ernster nehmen…

    1. Martin Schwabe – fotoschule
        August 24, 2015 at 11:56 AM
      Kommentar bewerten

      Hallo Palef,

      danke für Deine Meinung, die ich nicht teile.

      Gruß Martin

  6. Hans Lachmann
      August 20, 2015 at 5:11 PM
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    Gute Idee euer Artikel , als regelmäßiger Leser des Forums glaube ich allerdings nicht das dieser oder jener einen Mehrwert daraus ziehen wird denn viele sind einfach auf “Krawall gebürstet” und erwarten von ihrer Kameraausrüstung mehr als von sich selbst…. und nur Letzteres führt zum Erfolg ! Viele meiner erfolgreichsten Wettbewerbsfotos machte ich mit einer Nikon D 70 , wo doch viele meinen es sollte schon eine D 810 sein und wer so doof ist mit einer 6 MP Knipse rumzumachen den kann man ohnehin nicht ernst nehmen ! Habe letzte Woche gerade eine OMD E 10 Kit gewonnen mit nem aus einer Ixus 860 IS …. die hat auch nur 8 MP ! Geht doch.

  7. Thorsten
      August 20, 2015 at 12:41 PM
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    Hallo.

    Ich danke Euch vielmals für diesen Artikel, habe ich doch erst jetzt erkannt, was ich bislang alles vermisst habe. Meine Kameras sind gemessen an der Durchschnittslebensdauer von Kameras anscheinend deutlich älter als ich gedacht habe und ich verstehe nun erst, was mir alles fehlt….

    Ich nutze eine Nikon F3 von 1985, eine Hasselblad 501CM von 1998 und – meine neueste und deswegen bislang mein ganzer Stolz – eine Nikon FM3a von 2003.

    Trotz der Unterschiedlichen Baujahre und Fabrikate sind alle erstaunlicherweise mit dem gleichen Sensor ausgerüstet, dem Tri-X-Modell der Firma Kodak. Dieser hat an der mittelalten Hasselblad eine erkennbar höhere Auflösung als an der älteren F3, was ja ganz klar ist, im Widerspruch zu eurem Artikel ist die Auflösung des Hasselbladmodells aber auch höher als an der neueren FM3a. Merkwürdig.

    Außerdem ist – zu meinem Entsetzen – an allen drei Kameras der Autofokus kaputt. An der Hasselblad geht es gleich noch viel schlimmer weiter; die Belichtungsmessung funktioniert auch nicht, es sind scheinbar sogar alle Einstellknöpfe und das Display für die Belichtungsmessung abgefallen. An den Nikons funktioniert – Gott sei Dank – immerhin noch die Zeitautomatik; nach der Umschaltung auf Blenden- oder gar Vollautomatik / ISO-Automatik suche ich noch, ich werde sie schon finden.

    Leider fehlt allen drei Kameras der interne Blitz; aber ich hab schon gelesen, dass das bei professionellen Kameras häufiger der Fall ist und mir wurde mal erzählt, dass zumindest die F3 und die Hasselblad in diese Kategorie fielen. Wo der interne Blitz der FM3a geblieben ist…. da kann ich echt nur rätseln.

    Angesichts der vielen Probleme und des hohen Alters ist denke ich eine weitere Verwendung der Kameras nicht sinnvoll und ich werde mir nun eine schöne, moderne Nikon D3300 kaufen und die alten Geräte in den Müll werfen, bei so vielen Mängeln und so hohem Alter lohnt eine Reparatur kaum.

    Danke für die Erhellung und nichts für ungut,
    Thorsten

    1. Thorsten
        August 20, 2015 at 12:45 PM
      Kommentar bewerten

      Ich hätte vielleicht noch darauf hinweisen sollen: Auch die Farben sehen ziemlich blass aus. Dies ist wahrscheinlich nicht der Fehler der Kamerahersteller sondern des Sensorherstellers Kodak, das Tri-X-Modell soll – das hab ich schon mehrfach gelesen – nicht für höchste Farbtreue bekannt sein sondern teilweise eine recht entsättigende Wirkung haben. Ein weiterer Grund, auf eine D3300 umzusteigen.

      1. Martin Schwabe
          August 20, 2015 at 12:59 PM
        Kommentar bewerten

        Hallo Thorsten,

        ich habe auch noch eine analoge Ausrüstung und nutze sie gern. Wenn ich Zeit und Muße hätte, würde ich auch gern wieder selber vergrößern und Abzüge machen.

        Gruß Martin

        1. Thorsten
            August 21, 2015 at 2:55 AM
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          Ich hab meine Dunkelkammer in der Tat erst vor wenigen Monaten richtig ausgebaut und habe nun endlich eine stationäre mit einem großen Becken (1,90m x 0,90m) in dem man mit Schalen planschen kann und einem klar abgetrennten Trockenbereich für die beiden nun endlich fest aufgebauten Vergrößerer.

          Bin früher immer mit nem Rolltisch ins Badezimmer und wieder raus und kniete vor der Badewanne.

          Und ja, ein Tri-X auf Kleinbild hat definitiv eine einstellige MP-Zahl und reicht dennoch immer noch an Auflösung für “normale” Vergrößerungen bis 20 x 25 cm und wenn die meisten Hobbyfotografen mal ehrlich mit sich selbst wären: weniger als 1% aller Fotos von Hobbyfotografen wird auf größere Formate geprintet als 20×25, vorausgesetzt es wird überhaupt mal was geprintet. Von 10.000 Fotos werden 100 dann und wann mal am PC angeschaut und 10 werden auf Papier gebracht.

          Auflösung ist überbewertet.

    2. Thomas
        August 20, 2015 at 5:05 PM
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      DANKE !!!

  8. Jens-Peter Pauly
      August 20, 2015 at 12:32 PM
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    Dieser Test hat mir als professioneller Amateur gezeigt, dass ich mit meiner Meinung eigentlich immer richtig lag.
    1. Höhere Auflösungen machen nur Sinn, wenn man auch entsprechend leistungsfähige Objektive verwendet.(Lichtstärke und Schärfe)
    2. Mann sollte die ISO-Werte nicht ohne not über gebühr ausreizen. Notfalls etwas aufhellen (Reflektor) Graufilter um das Licht ein wenig zu dämpfen können auch nicht schaden, je nach Situation.
    3. Wirkliche Verbesserungen gibt es momentan nur für Extremsituationen. Wer fotografiert schon ständig nur im Extrembereich. 90 % der Fotos entstehen wohl im Normalbereich. Porträtfotografie ist zwar auch ein Extrembereich, aber mit bekannten Größen. Den Fotografen will ich sehen, der nicht ganz genau weiß, wie es um die Beleuchtung in seinem Studio bestellt ist. Die neuen Kameras mit mehr Autofokusfeldern und modernen Mehrfeldbelichtungsmessern nützen in der Realität nur den Sportfotografen und ähnlichen Randgruppen. Dem Mainstream nützen sie wenig bis gar nichts. Ich bleibe also weiter bei meiner EOS 5 Mark II und investiere lieber in noch bessere Festbrennweiten und anderer Ausrüstung.

  9.   August 20, 2015 at 12:24 PM
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    eigentlich ist nur die erste Frage wichtig und hier würde jeder von einer präziseren Antwort profitieren: Du bist unzufrieden aber warum und mit welchen Bildern und mit wie vielen? Wenn man nur Probleme mit einigen Edge-Cases hat (verwackelte/verrauschte Bilder in schwierigen Lichtsituationen) dann würde ich diese Bilder auch mal auszählen: 1%? 10%? 50%?

    Mit dem 1% kann man auch kreativ umgehen, z.B. mal konsequent und manuell unterbelichten statt sich von der Belichtungsmessung immer die Nacht- oder Abendstimmung kaputt machen zu lassen. Oder eine lichtstärkere Linse bringt hier manchmal auch mehr, mal das Kit-Objektiv mit seinen 3.5 zu hause lassen.

    Und wenn man ständig mit Bildausschnitten hantiert, dann kann das daran liegen, dass man Paparazzi ist oder Probleme, den richtigen Bildausschnitt zu Fuß zu finden…

    Das Problem bei diesen Fragen ist, dass man sie schon sehr, sehr präzise für sich beantworten muss: Für mich persönlich komme ich dann häufiger dabei raus, dass ich an meiner Technik arbeiten muss – das kommt ganz-ganz lange als Erstes, dann kommt irgend wann mal ne neue Linse, und dann viel viel später kommt ne neue Kamera.

    Und nein, ich hör’ das persönlich auch nicht gerne, ich würd’ auch lieber Geld dafür bezahlen, dass alle meine fotografischen Probleme (Arbeit am Motiv, Arbeit an der Komposition, konzeptionelle Fragen usw.) mit einem Stück Technik auf einmal weg sind…

    Man muss sich doch immer mal vor Augen halten, dass Sebastiao Salgado Genesis mit einer EOS1 Mark III aufgenommen hat, die – nur zur Erinnerung – eine Auflösung von 10,1 Megapixel hatte: Das nur zur Veranschaulichung, wie weit man mit “altem” Equipment und guter fotografischer Ausbildung kommen kann…

  10.   August 20, 2015 at 12:09 PM
    Kommentar bewerten

    Hallo,
    Ich finde den Artikel hilfreich. Nur ein Punkt fehlt meiner Meinung nach. Der Fotograf. Viele Hobbyfotografen lesen diesen Artikel und sind jetzt zum Teil verunsichert.
    Meiner Meinung nach muss das Können des Fotografen mit einfließen.
    Ich besitze eine 30D, 1D MK II N, 5D und 600D. Diverse gute Objektive mit hoher Lichtstärke.
    Solange ich nicht in der Lage bin Fotos zu machen, die deben nahekommen, die seinerzeit Profis mit den genannten Modellen gemacht haben, solange brauche ich keine neue Kamera.
    Jeder sollte wissen, dass sein Können in erster Linie den Ausschlag für eine Entscheidung, Neu oder Alt, geben muss.
    Gruß
    Stefan

    1. Martin Schwabe
        August 20, 2015 at 12:28 PM
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      Hallo Stefan,

      auf das Thema Fotograf und Können werden wir noch sehr intensiv eingehen. Wir sind gerade dabei Fotosaus unserer Anfangszeit in den Archiven zu suchen und Fotos aus aktuellen Projekten. Daran lässt sich sehr schön zeigen, welchen Unterschied es macht, wenn man nicht nur an seiner Ausrüstung arbeitet, sondern auch an sich selbst.

  11. Thomas
      August 20, 2015 at 11:58 AM
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    Noch nirgends habe ich die Frage gelesen: “Ich habe ein 10 (…) Jahre altes Auto. Sollte ich mir jetzt ein neues kaufen?”
    Wenn man wichtige Funktionen an seiner derzeitigen Kamera vermisst, weil man sich fotografisch weiterentwickelt hat, ist die Antwort wohl klar.
    Oder man muss immer das neueste Modell haben (was wenig Sinn macht). Letzteres Phänomen habe ich zu Zeiten der analogen Fotografie im Aneigenteil einschlägiger Fachzeitschriften verfolgen können. Dort tauchten in schöner Regelmäßigkeit die gleichen Namen auf, weil sie die kürzlich erworbene Kamera doch nicht so toll fanden und wieder “loswerden” wollten.
    “Früher” hatten (Hobby-/Amateur-)Fotografen ihre Kamera über viele Jahre, obwohl es bereits neuere Modelle gab, und waren darauf oft richtig stolz!

    1. Martin Schwabe
        August 20, 2015 at 12:27 PM
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      Hallo Thomas,

      ich bin im Forum motor-talk.de aktiv, dort geht es kaum anders zu, als in den Fotofachforen. Richtig Autofahren kann man da auch nur, wenn man mindestens 300 PS hat und Allrad. :) Aber es stimmt, man braucht wirklich nicht immer das neueste Modell

  12. Aristoteles
      August 20, 2015 at 11:46 AM
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    Danke für diesen Artikel, habt Ihr gut gemacht. Letzten Endes ist eine Kaufentscheidung, wie beim Auto, bei mir immer eine Bauchentscheidung.
    Und Nein, ich werde kein Haar in der Supe suchen! :-)

    1. Martin Schwabe
        August 20, 2015 at 12:25 PM
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      Hallo Aristoteles,

      auch wir kaufen unsere Kameras oft “aus dem Bauch heraus”. Was bringt mir eine Kamera, die im Test 98 von 100 Punkten bekommen hat, die mir aber nicht gut in der Hand liegt oder deren Menüführung ich nicht mag, da nehme ich dann leiber das Modell, das nur 95 von 100Punkten bekommen hat

  13. GelaN
      August 20, 2015 at 11:31 AM
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    Ein recht hilfreicher Beitrag, der eine gute Entscheidungshilfe darstellen kann, weil er klare Tendenzen aufzeigt.

    Was mich massiv stört, ist die Duzerei. Das kann man für Kinderseiten so machen, aber in dem Fall wertet es den Artikel ab.

    1. jochen
        August 26, 2015 at 12:57 PM
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      Du bist ein ziemlich altmodisches mädchen, in norwegen z.bspl ist die sie-form schon lange abgeschafft, dort kannst du sogar den staatsminister dutzen…..frag dich mal selbst ob es sein kann, dass du dich einfach etwas zu wichtig nimmst?

      Du kannst übrigens du zu mir sagen Gela – ?

  14. Eschi
      August 20, 2015 at 11:29 AM
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    Gute Arbeit und Information, die auch der Amateur versteht. Aber genau genommen sollte man das eigentlich (mehr oder weniger) wissen. Und letztlich kommt es m.E. zu 90 % auf den Fotografen an, ob das Bild “gut” wird oder nicht. Im übrigen gibt es auch noch hinreichend preiswerte oder teure Bildbearbeitungsprogramme. Allen Freaks empfehle ich ,sich mal eine analoge 6×6 zuzulegen (preiswert und gut ist nach meiner Erfahrung z.B. Zenza Bronica) , da kann man viel bei lernen.

  15.   August 20, 2015 at 11:07 AM
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    Natürlich war der Test mit viel Arbeit verbunden und zum Teil auch gut. Aber ich bin enttäuscht weil er ist nicht konsequent und mit der höchst möglichen Genauigkeit durchgeführt wurde. Dadurch können die Resultate auch nicht 100% Aussagekräftig sein. Aber trotzdem ein Danke.
    Gut Licht, Roland R.

    1. Martin Schwabe
        August 20, 2015 at 12:23 PM
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      Hallo Roland,

      es ist kein Test, wie aus einem Testlabor, sondern ein Vergleich aus der Praxis. Danke für Deinen Kommentar.

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