Tipps und Tricks: Feuerwerke gekonnt fotografieren

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Uli Berger, in der fotocommunity als UB Photography unterwegs, gibt Dir in diesem Beitrag viele hilfreiche Tipps zur Fotografie von Feuerwerken. Möchtest Du dich auch außerhalb der Silvesternacht an der Fotografie von Feuerwerken versuchen, findest Du weitere Termine im Feuerwerk-Kalender. Nun starten wir aber direkt mit…

10 Tipps um Feuerwerke gekonnt zu fotografieren

1. Den besten Standort finden

Ein paar Tage vor dem Event sollte man sich genau über den Abschussstandort des Feuerwerks informieren (beim Veranstalter, Internet, usw.) und nach Möglichkeit die Umgebung erkunden, um einen optimalen Standpunkt zu finden.

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Optimal ist dabei ein eher entfernter Standort zum Feuerwerk.
Am Tag des Feuerwerks selbst solltest Du früh genug vor Beginn des Feuerwerks den gewählten Standpunkt aufsuchen. Dabei ist ein eher entfernter Standpunkt für ein Feuerwerk meist die bessere Wahl, um so mehr vom Spektakel aufs Bild zu bekommen. Zudem hast hast Du die Möglichkeit weitere Bildelemente, wie zum Beispiel eine beleuchtete Stadt, als „Untergrund“ mit in Dein Bild einzubeziehen.

Feuerwerk fotografieren

2. Bevorzugt: manuelle Steuerung

An der verwendeten Kamera solltest Du die Einstellungen der Verschlusszeit, Blende, Fokus sowie den ISO Wert manuell vornehmen können.

Lesenswert dazu: Zeit, Blende und Empfindlichkeit, die Zusammenhänge einfach erklärt

3. Die Objektive

Beim Objektiv solltest Du zu einem Weitwinkel oder einem leichtem Zoom greifen. Brennweiten zwischen 10 und 50 mm eignen sich für die Feuerwerksfotografie sehr gut.

4. Immer mit Stativ und Kabelfernauslöser Feuerwerk fotografieren

Um Bewegungsunschärfen zu vermeiden, ist ein Stativ für solche Aufnahmen Pflicht. Es sollte dem Gewicht der Kamera angepasst sein und eine ausreichende Stabilität haben. Auch ein Kabelfernauslöser ist notwendig, um eventuell Verwacklungen durch Berührung der Kamera während der Belichtung zu vermeiden.

5. Niedrigster ISO-Wert

Genau wie in der Nachtfotografie, fotografierst Du Feuerwerke mit einem niedrigen ISO-Wert. Bei den meisten Kameras liegt dieser bei ISO 100. Dadurch wird das Bildrauschen minimiert.

6. Fokussieren

Den Fokus solltest Du manuell auf unendlich einstellen. Bei den meisten Objektiven sieht man das am Endlosschleifen-Symbol. Da es ja zu Zeiten von Feuerwerken bereits dunkel ist, hat der Autofokus keinen greifbaren Punkt und ist nicht verwendbar.

7. Blende 8 bis 11

Den Blendenwert solltest Du zwischen f8 und f11 wählen. Je nach Situation empfiehlt sich aber die Blende mehr geschlossen (bis f.13) zu halten, da sich dadurch die Schärfentiefe erhöht und auch längere Belichtungszeiten möglich werden.

Lesenswert dazu: Blende – einfach erklärt

Feuerwerk fotografieren mit dem richtigen Blendenwert

8. Verschlusszeit: Bulb

Bei der Verschlusszeit wählst Du vorzugsweise die Einstellung „Bulb“. Solange Du den Auslöser gedrückt hälst belichtet die Kamera. Beim Loslassen des Auslösers wird die Belichtung beendet. Eine weitere Möglichkeit ist die Einstellung „M“ für manuell, bei der sich Blende und Verschlusszeit vorwählen lassen. Allerdings kann man dann in manchen Situationen nicht mehr so flexibel reagieren wie bei der „Bulb“-Einstellung.

9. Bilderreihen

Du beginnst mit der Belichtung wenn die Rakete abgeschossen wird und belichtest dann einige Explosionen. Da Du nie genau weißt, was am Himmel passiert, solltest Du Bilderreihen mit eins bis sechs Sekunden erstellen. Ist der Himmel durch mehrere Raketen sehr hell, belichtest Du kürzer. Sind einzelne Raketen zu sehen und der Rest des Himmels ist dunkel, etwas länger.

Nicht jedes Foto wird gelingen aber bei einer Feuerwerksdauer von 15-20 Minuten sind 6-7 gute Fotos ein zufriedenstellendes Ergebnis.

10. Explosionen ablichten

Um mehrere Explosionen in unterschiedlichen Höhen aufs Foto zu bekommen, kannst Du (während die Kamera weiter belichtet) nach der Explosion einer Rakete die Hand vor das Objektiv halten. Nun kann der Sensor keine Lichtspuren mehr aufnehmen. Wenn die nächste Rakete in einer anderen „passenden“ Höhe explodiert die Hand wegnehmen und es kann wieder Licht auf den Sensor gelangen. Das kannst Du einige Male wiederholen und dann die Belichtung abbrechen.

Dies erfordert ein genaues Beobachten des Feuerwerks und mit ein paar Versuchen gelingen meistens sehenswerte Fotos.

11. Weiterlesen

In unserem zweiten Artikel geben wir Dir noch viele weitere hilfreiche Hinweise:

Noch mehr Tipps?

Wir können Dir noch einige weitere Beiträge zum Thema Feuerwerksfotografie empfehlen:

Welche Erfahrungen hast Du bisher in der Feuerwerksfotografie gesammelt?

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18 Kommentare

  1. Feuerwerke fotografieren die meisten in Bulb, also Belichtungszeit, die man selbst wählt… Da bin ich glaub ich, völlig anders… Ich stelle Focus etc. meist schon sehr viel vorher ein und mache Referenzbilder um die Schärfe zu bekommen… Danach stelle ich auf immer auf F8 und die Belichtungszeit sehr kurz, da FW immer eine sehr schnelle Abfolge haben… und zum Schluss wird in der Cam dann noch Intervall eingestellt… Wenn es los geht, lass ich die Cam alles allein machen… so hab ich zum Schluss die Möglichkeit einzelne Bilder mir rauszusuchen, die besondere Formen etc. haben und den Rest könnte man dann noch als Timelapse setzen… So verpasse ich auf keinen Fall, die besonderen Bilder beim FW.

  2. Feuerwerke finde ich immer romantisch. Meine beste Freundin wird sich in ein paar Tagen heiraten und eine Feuerwerk-Show ist schon geplant. Ich würde gerne einige Fotos machen und bin auf der Suche nach einfache Tricks. Ich werde dann mit einem Blendenwert zwischen f8 und f11 probieren, danke für den Tipp!

  3. Ich liebe Feuerwerke immer. Es ist nur schwer möglich, dies auf Bildern festzuhalten. Ich kenne bereits einen guten Ort. Darüber hinaus ist es sinnvoll zu wissen, dass ich den Blendenwert zwischen f8 und f11 wählen soll. Ich werde darauf achten.

  4. Sehr hilfreiches Tutorial, vielen Dank. Da wir bisher selbst immer nur die Feuerwerke gestaltet haben und immer mehr Kunden um ein paar professionelle Fotos vom Feuerwerk gebeten haben, arbeiten wir uns zur Zeit auch in die Thematik des Fotografierens von Feuerwerk ein. Da wir im Ruhrgebiet Feuerwerke machen, haben wir oftmals die schöne Industriekulisse im Hintergrund. Übung macht den Meister, hiermit können wir als Anfänger schonmal einiges ausprobieren.

  5. Gute Erfahrungen habe ich gemacht mit
    Brennweiten zwischen 30 und 80 mm (je nach Entfernung und gewünschtem Ausschnitt),
    einer voreingestellten Belichtungszeit von 1/60 bis 1/80 (so vermeidet man, dass auf dem Bild nur Lichtspuren statt einzelner Funken zu sehen sind),
    ausgeschaltetem Autofokus (von Hand eingestellt auf unendlich).
    So kann man aus der Hand fotografieren und den aufsteigenden Raketen folgen, ohne dass der Hintergrund verwackelt ist. Nachteil ist dabei ein niedriger Blendenwert und eine hohe ISO-Zahl mit entsprechendem Bildrauschen in den dunklen Bereichen, was mich aber nicht stört.

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