Mit der Systemkamera unterwegs – Die Hardware

Wie Du inzwischen weißt, lese ich sehr aufmerksam in Foren, Blogs und den sozialen Medien mit, wenn es um das Thema Fotografie geht. Aus diesen Quellen und den Kommentaren unter den Artikeln entstehen sehr oft die Ideen für neue Artikel, die dann ihren Weg in die Fotoschule finden.

Ich selbst gehöre ja eher zu der Gruppe der Intensivtäter bezüglich DSLR mit optischem Sucher und tatsächlich wird dies ab und an auch zu recht ein wenig kritisiert. Meine fotografische Historie ist jedoch ein wenig komplexer. Zu analogen Zeiten habe ich tatsächlich ausschließlich mit SLR fotografiert. Als dann die digitale Fotografie begann, startete ich mit einer Kompaktkamera bzw. später mit einer Bridgekamera mit 5 Megapixel, die ich (es ist tatsächlich so) bei einer Umfrage in der fotocommunity gewonnen habe.

Links mein altes Schätzchen, die Fujifilm S2 Pro, 13 Jahre alt, mit einer Viertel Million Auslösungen und arbeitet immer noch wie eine Eins. Rechts die spiegellose Systemkamera Fujifilm X-T20, die ich auf die Praxistauglichkeit für mich getestet habe.
Links mein altes Schätzchen, die FUJIFILM S2 Pro, 13 Jahre alt, mit einer viertel Million Auslösungen und arbeitet immer noch wie eine Eins. Rechts die spiegellose Systemkamera FUJIFILM X-T20, die ich auf die Praxistauglichkeit für mich getestet habe.

Mich hat die schnelle Verfügbarkeit der Fotos schon damals fasziniert. Tatsächlich fehlte mir an den genannten Kameras aber doch einiges. Die Kompaktkamera hatte gar keinen Sucher, sondern nur einen niedrig auflösenden Monitor, die Bridge verfügte schon über einen – zugegeben sehr grob auflösenden und ruckeligen – elektronischen Sucher. Der Autofokus bei beiden Kameras war eher zum Einschlafen, als wirklich effektiv. Aber man konnte damit digital fotografieren.

Anfang 2004 entwickelte ich dann mehr Ambitionen und wollte zur „alten“ Form der Fotografie zurück, mit einem vernünftigen Sucher und mit Wechselobjektiven. Auf Empfehlung eines Freundes habe ich mir die erste digitale SLR gekauft, eine FUJIFILM S2 Pro (die ich bis heute noch habe und nutze). Hier schließt sich dann auch der Kreis zu der für diesen Artikel genutzten Systemkamera, ich bin sozusagen Überzeugungstäter. Die S2 Pro war zu ihrer Zeit innovativ mit ihrem sehr speziellen Sensor und schaffte damit eine Auflösung, die absolut konkurrenzfähig war zu den Topmodellen von Canon und Nikon. Als FUJIFILM das Segment SLR aufgab und sich auf Kompakt-, Bridge und später auch Systemkameras fokussierte, habe ich erst einmal die Marke gewechselt (zu welcher, kannst Du in vielen Artikeln nachlesen).

Aber das Thema FUJIFILM hat mich nicht völlig losgelassen. Ich lese immer öfter von Systemwechslern, die bei gleichbleibender Qualität das geringe Gewicht zu schätzen wissen. Als neugieriger Mensch wollte ich es nun auch wissen: Was hat sich gegenüber früher getan? Wie ist die Qualität der Fotos? Wie bedeutend ist die Gewichtsersparnis? Und noch einige Fragen mehr.

Ich bin ganz pragmatisch an das Thema herangegangen und habe von FUJIFILM eine aktuelle Systemkamera für einen längeren Zeitraum zur Verfügung bekommen und sie eine Zeit lang als „Immerdabei“-Kamera genutzt. Darüber möchte ich in diesem Artikel berichten. Dies ist einfach ein Erfahrungsbericht eines eingefleischten DSLR-Nutzers, der einer aktuellen Systemkamera „begegnet“.

Was erwartet Dich in diesem Artikel?

Du wirst keinen Kameratest zu lesen bekommen, es wird nicht um das spezielle Modell gehen, ich werde keine Testumgebungen fotografieren oder vergleichen und ich werde auch keine Pixelpeeperei betreiben.

Ich möchte Dir einfach frei heraus von meiner Begegnung mit einer modernen und aktuellen Systemkamera erzählen.

Ein Erfahrungsbericht aus Sicht eines eingefleischten DSLR-Nutzers. Damit möchte ich auch ein wenig die Fronten zwischen den beiden Nutzergruppen aufbrechen.

Langer Rede, kurzer Sinn – los geht es.

Die Hardware

Wie Du auf den Fotos sehen kannst, habe ich eine FUJIFILM X-T20 verwendet. Ich möchte an dieser Stelle gar keine großartigen technischen Details aufzählen. Wenn Du dazu mehr Informationen haben möchtest, dann findest Du diese zum Beispiel hier. Wichtig für meine Betrachtungen ist die Tatsache, dass der Sensor dieselbe Größe hat, wie ein APS-C-Sensor an einer DSLR. Damit kannst Du die Brennweiten der Objektive bezüglich des erfassten Bildwinkels ganz unproblematisch zuordnen. Dazu aber später mehr.

Wenn Du die Kamera in die Hand nimmst, dann hast Du auch wirklich etwas in der Hand. Trotz der kompakten Maße der Kamera merkt man sehr schnell, dass viele Teile aus Metall bestehen und nicht aus Kunststoff. Trotzdem ist sie im Vergleich zu einer DSLR leicht, was einer Verwendung einer anspruchsvollen „Immerdabei“ sehr entgegen kommt.

Die Bedienelemente

Im ersten Moment dachte ich: Oha, die hat aber viele Knöpfe und Stellräder. Mehr, als ich es gewohnt bin. Durch die Kompaktheit sitzen die Bedienelemente teilweise dicht beieinander. Ich habe für mich dann erst einmal frank und frei die Funktion getestet. Funktion im Sinne von Bedienbarkeit, denn nichts finde ich schlimmer als fummelige Knöpfe, die schlecht zu erreichen sind oder die nicht eindeutig rasten. Diesbezüglich kann ich aber sagen, dass alles wirklich präzise arbeitet und gut und eindeutig bedienbar ist. Nach einiger Zeit der Gewöhnung war es ohne Probleme möglich, viele Einstellungen intuitiv zu machen, ohne die Kamera vom Auge zu nehmen. So kenne ich es von DSLR und so muss es auch sein, wenn man viel fotografiert und keine Lust hat, immer langwierig vorher die Kamera einstellen zu müssen.

Etwas Retro – aber nach kurzer Zeit der Eingewöhnung konnte ich schnell und effektiv mit der Kamera arbeiten.
Etwas retro – aber nach kurzer Zeit der Eingewöhnung konnte ich schnell und effektiv mit der Kamera arbeiten.

Die relativ vielen Einstellräder auf der Oberseite wirkten im ersten Moment ein wenig retro. Das Konzept in der Bedienung ist völlig anders, als ich es gewohnt bin. Die grundsätzlichen Einstellungen verschiedener Programme auf der linken Seite kennt man sicherlich (auch wenn hier die Einstellungen anders sind, als vielleicht gewohnt). Auf der rechten Seite befindet sich ein Stellrad für die Verschlusszeit, ein Stellrad für die Belichtungskorrektur und am Objektiv selbst lässt sich der Blendenwert über den hintersten Ring verstellen. Dies hört sich erst einmal ein wenig kompliziert an, es ist aber tatsächlich nur eine Frage der Gewöhnung. Man hat sehr schnell das Zusammenspiel verstanden und möchte es gar nicht mehr missen.

Auf der linken Seite findet sich ein Programmwahlrad (wie Du es von anderen Kameras kennt), allerdings ist die Belegung anders. Motivprogramme wirst Du keine finden, aber dafür Schnellzugriff auf z.B. Panoramafunktion und Bracketing
Auf der linken Seite findet sich ein Programmwahlrad (wie Du es von anderen Kameras kennt), allerdings ist die Belegung anders. Motivprogramme wirst Du keine finden, aber dafür Schnellzugriff auf zum Beispiel Panoramafunktion und Bracketing

Die Generation Smartphone wird zudem mit Freude feststellen, dass der Bildschirm eine Touch-Funktion besitzt. Wobei ich es auch als ältere Generation als sehr praktisch empfunden habe, dass ich den AF-Bereich verschieben konnte ohne dazu das Menü aufrufen zu müssen. Einfach auf die Stelle tippen, an der der Fokusbereich sitzen soll (Einstellungssache) und los kann es gehen. Diese Funktion ist immer dann sehr praktisch, wenn Du die Motive schnell wechselst und mal mittig, links oder rechts fokussieren willst.

Die Optik

Zum Vergleich habe ich Dir zwei Objektive nebeneinandergestellt:

  • ein klassisches KIT-Objektiv 18-55 mm
  • und daneben das zu der FUJIFILM gehörende XF18-55 mm-Objektiv

Da beide Objektive an derselben Sensorgröße verwendet werden, decken sie beide auch den selben Bereich an Bildwinkeln ab. Du musst Dich von Deinen Sehgewohnheiten also nicht umgewöhnen.

Zweimal 18-55 mm. Links die Version von Fuji, die trotz deutlich mehr Lichtstärke kleiner baut und rechts die KIT-Linse von Canon - etwas eingestaubt, weil kaum noch in Benutzung.
Zweimal 18-55 mm. Links die Version von FUJIFILM, die trotz deutlich mehr Lichtstärke kleiner baut und rechts die KIT-Linse von Canon – etwas eingestaubt, weil kaum noch in Benutzung.

Bei einem genaueren Blick ist aber nur die Brennweite gleich. Das XF18-55mm Objektiv ist kleiner und durchgängig um eine Blendenstufe lichtstärker, was in diesem Brennweitensegment schon eine Menge ist. Zudem ist das Objektiv der Systemkamera sichtbar kleiner, was im ersten Moment erstaunlich auf Dich wirken mag, da es ja trotz Sensor gleicher Größe lichtstärker ist.

Die Erklärung ist recht simpel: Es liegt an dem Auflagemaß der Kamera (Das Auflagemaß ist der Abstand vom Bajonettebene zur Sensorebene). Systemkameras (auch Spiegellose genannt) benötigen keinen Spiegelkasten zwischen Bajonett und Sensor. Damit ist es möglich das Objektiv dichter vor den Sensor zu setzen. Aufgrund des reduzierten Abstands können Objektive kleiner und lichtstärker gebaut werden und trotzdem denselben Bildkreis ausleuchten, wie die größeren Objektive für APS-C.

Weiterlesen

Die Theorie, die Beschreibung und die technischen Details habe ich in diesem ersten Artikel behandelt. Im zweiten Teil meines Erfahrungsberichts mit der FUJIFILM X-T20 geht es dann in die Praxis: Ich habe die Kamera am Strand und in der Stadt getestet und werde Dir einige Bilder zeigen. Weiterhin erkläre ich Dir wie Autofokus und Sucher arbeiten und zeige Dir weitere entstandene Fotos aus anderen Situation.

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24 Kommentare

  1.   Juli 11, 2017 at 7:03 PM
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    Nun auch mein Kommentar, etwas spät – ich weiß es – ich stecke in einer Gewissensproblematik und suche Hilfe. Hintergrund ist, ich bin seit über 30 Jahren Nikonfotograf und habe demnächst auf Lanzarote fast drei Wochen lang ganztägig mit meinen DSLRs zu tun. Für mich war Gewicht eigentlich nie ein Thema, nehme aber die Warnhinweise diverser Fotografen ernst.
    Nun habe ich mir eine spiegellose Systemkamera zugelegt, eine Samsung, und komme mit den kleinen Tasten, dem ständigen aufsuchen des Menüs um Einstellungen anzupassen, nicht klar.
    Dein Artikel lieber Autor hat mich leider nicht weiter gebracht, außer Gewichtseinsparung sehe ich persönlich (subjektiv) nur Nachteile. Ich liebe halt meine 100% Sucher an der Nikon D4. Ich werde es mir wohl schönreden – weiter Gewicht schleppen ist Training, wie bei der Bundeswehr damals auch!?!

    1. Rainer Schäffer
      Rainer
        Juli 14, 2017 at 4:46 PM
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      „Nun habe ich mir eine spiegellose Systemkamera zugelegt, eine Samsung, und komme mit den kleinen Tasten, dem ständigen aufsuchen des Menüs um Einstellungen anzupassen, nicht klar.“
      Solche Funktionsdetails probiert man doch vorher aus, zumal man 30 Jahre Nikonfotograf war.
      Weshalb nicht Olympus, Fujifilm, Sony etc. ausprobiert?

    2. hdd7
        August 6, 2017 at 12:10 PM
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      Ich habe neben einigen Nikon DSLR (7100, D2x) eine OMD EM5 I. Diese sollte vor zwei Jahren mal meine betagte und mit Pixelfehlern versehene D200 ersetzen. Ich habe sie gekauft weil sie klein und leicht ist und man sie so auch eher mal mitnimmt.
      Allerdings hat sie mich auf einer Automesse stark enttäuscht, die Akkus hielten nur 300 Aufnahmen lang durch, der Fokus sass oft nicht richtig usw. Daraufhin habe ich mir wieder DSLRs gekauft und fotografiere ab jetzt zweigleisig. Am liebsten mit den Nikons, aber für Unterwegs, auf Wanderungen, ist auch die Olympus sehr gut.
      Das Trage- und Gewichtsproblem habe ich mittels einen neuen Kameragurtes lösen können, dieser wird an der Schulter und nicht, wie sonst üblich, um den Hals getragen. So fällt das hohe Gewicht auch nach zig Stunden im Einsatz nicht mehr auf.

  2. Pingback: Mit der Systemkamera unterwegs – Die Praxis – Fotoschule

  3. Renate Hildegund
      Juli 4, 2017 at 11:23 AM
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    Auch bei mir war es das Gewicht (Canon DSLR), das mich zum Umsteigen auf eine Olympus EM1gebracht hat. Wenn man „Rücken“ hat, zählt beim Rumkraxeln im Gelände jedes Kilo, selbst wenn man „nur“ das all-in-one Zoom auf der Kamera hat (und sich dann oft genug ärgert, dass Stativ und Macro daheim sind, weil unverhofft kommt halt doch öfter als man denkt).
    Ich bin hoch zufrieden. Mit der Olympus kann ich noch in Situationen fotografieren, wo es mit der Canon nicht mehr ging (einhändig halbschräg in der Botanik) und das Macro ist immer im Rucksack und wiegt fast nichts. Und die Bilder sind fast noch besser, jedenfalls mit den verwendeten PRO-Objektiven.

  4. Bernd Venzke
      Juli 3, 2017 at 10:52 PM
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    Dies ist zum ersten Mal ein Artikel, den ich mit „schlecht“ bewertet habe.
    Zum einen schreibt der Autor, dies sei kein Kameratest (für Fujifilm) zum anderen beschreibt er aber genau diese eine Kamera von Aussen. Andere Systemkameras von anderen Herstellern haben sicherlich ein anderes Layout unterscheiden sich aber trotzdem genauso von DSLRs.
    Einzig die Erklärung zum Auflagemaß und der damit besseren Lichstärke ist wohl der Bauart „Systemkamera“ eigen.
    Das geringere Gewicht ist sicherlich schön, fällt für mich mit meinen 51 Jahren aber (noch) nicht so bedeutsam auf die Waage. Letztens habe ich sechs Stunden lang meine Canon 600D in der einen Hand und einen entfesselten Blitz mit Lichtformer in der anderen gehalten um Musiker und Bands bei der Fete de la Musique abzulichten.
    Für mich zählt mehr das handling. Von Natur aus habe ich eher große Hände und eigentlich jede Systemkamera die ich bisher angefasst habe, kam mir wie „Spielzeug“ vor. Selbst bei meiner Canon schraube ich meist den Batteriegriff drunter, damit sie mir besser in der Hand liegt.
    Ich hoffe, im zweiten Teil des Beitrages wird mehr über das Fotogrfiererlebnis berichtet.

    1. Martin Schwabe
        Juli 4, 2017 at 9:01 AM
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      Hallo Bernd,

      vielen Dank für Deine Rückmeldung. Und vor allem Danke, dass Du offen Deine Bewertung abgibst und die Gründe dafür nennst. Die Fotoschule ist für Norbert und mich ein ständiger Prozess und ab und an „versuchen“ wir mal etwas, nicht immer trifft es.
      In diesem Fall ist es so, dass es eigentlich ein deutlich längerer Artikel war, der aus administrativen Gründen getrennt werden musste. Ich hoffe, dass der zweite Teil eher Deinen Interesse findet.

      Wenn nicht, dann schreibe es gern wieder so deutlich drunter. Ich habe selbst auch noch nicht so viel Erfahrung damit, eine Kamera zu „testen“ ohne sie zu testen. ;)

      Ich wollte ein wenig darüber schreiben, wie es sich „anfühlt“ als DSLR-Nutzer mit einer Systemkamera zu arbeiten. Irgendein Modell musste ich ja nehmen und da Fuji dankenswerter Weise eines zur Verfügung gestellt hat, wurde es eben eine Fuji.

  5. wolfram Becker
      Juli 3, 2017 at 4:08 PM
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    Das Gewichtsthema kommt irgendwann auf jeden Fotografen zu. Somit bin ich für jedern Bericht und die meisten Leserkommentare dankbar. wer es nicht gut findet muss es ja nicht lesen, oder ?
    Danke

  6. Zühlke
      Juli 2, 2017 at 11:54 AM
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    wenn ich richtig überlege,wurde die spiegelreflex schon vor 20 jahren tot gesagt,L.G.Fritz

  7. Lichtsteiner
    Mandi
      Juli 2, 2017 at 10:42 AM
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    Hallo
    Bin gespannt auf den 2. Teil. Wie bereits einige hier geschrieben haben: Die Entwicklung ist an einem Punkt, an der man – wenigstens meinem Empfinden nach – schon SEHR GUT und in sehr speziellen Situationen fotografieren muss, um mit einer DSLR besser Bilder zu machen.
    Ich habe nach einer langen Durststrecke erst vor 3, 4 Jahren wieder intensiver zu fotografieren begonnen und einiges in meine Canon EOS 70D-Ausrüstung investiert. Der Fotorucksack wurde schwerer und schwerer, und weil für mich Fotografieren heisst, draussen (Stadt, Berge, Auen, Wiesen, …) stundenlang unterwegs zu sein – teilweise auch mit dem Bike, stellte sich mir mit der Zeit auch die Frage des Gewichts, der Wendigkeit, der Schnelligkeit bei Schnappschüssen (Street), …
    So habe ich gespart, andere Wünsche hintenangestellt und mir vor kurzem die X-T20 angeschafft. Trotzdem möchte ich nicht von einem Systemwechsel sprechen. Ich fotografiere sehr gerne mit beiden Kameras und möchte die alte Kamera und mein aufgebautes Wissen dazu nicht einfach im Schrank ver- oder auf eBay entsorgen. Also Systemergänzung! D.h. für mich z.B.: Makros mit allem Drum und Dran mit der DSLR, Street und lange oder mehrtägige Wanderungen mit der Systemkamera.
    Übrigens: Weil ich neben dem – hervorragenden Kit-Objektiv 18-55 – gerne auch eine Festbrennweite wollte und Weitwinkel-Fan bin, habe ich mir das Fujinon XF 16 mm F1.4 R WR gegönnt und bin begeistert.
    Persönliches Fazit: DSLR und Systemkamera ergänzen sich super. Jetzt kann ich meine Energie wieder in die Suche nach guten Bildern stecken, und werde wohl – mit viel Spass an der Sache – brauchen, all die Möglichkeiten der beiden System bzw. der entsprechenden Kameras kennenzulernen und in der Situation schnell und zielsicher anzuwenden. Und mit der X-T20 habe ich mit dem SmartPhone (immer dabei), der Systemkamera (meist dabei) und der DSLR (hie und da dabei, weil ic sie im Moment einfach noch besser kenne) 3 sich perfekt ergänzende Alternativen.
    Einziger Nachteil im Moment: Ich kenne kaum vertiefende Tutorials, die sich vertiefend spezifisch der X-T20 widmen; auch die entsprechende Literatur ist noch nicht auf dem Markt. Bin deshalb sehr gespannt auf Teil 2!
    Gruss aus der Zentralschweiz

  8. cfvb
      Juli 1, 2017 at 4:05 PM
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    Also nu mal ehrlich: erst sagen, dies wird kein Kameratest, und das ist es doch letztlich einer, nur eben ein unvollständiger. Anschließend folgt eine lange Diskussion über genau diese Kamera von anderen. Brauchen wir solche Berichte? Die gibt’s überall.
    Ich denke mal, dass alle, die diese Berichte aus der Fotocommunity lesen, schon eine Kamera haben, also nicht unbedingt eine Empfehlung für einen Kauf brauchen. Wenn doch, dann täten sie sich auf dieser Plattform sehr schwer damit. Es würde Jahre dauern, bis man alle in Fage kommenden Modelle abgearbeitet hat.
    Viel interessanter an dieser Stelle, sind Berichte über das Photographieren, nicht über die Kameras. Das gibt es andernorts nur selten. Darum bitte: Lasst doch diese Platzfüller. Oder schreibt über was anderes.

    1. Martin Schwabe
        Juli 1, 2017 at 5:12 PM
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      Moin,

      dies ist nur der erste Teil, der einige grundlegende Dinge bespricht. In den nächsten Tagen kommt ein zweiter Teil, der praxisorientierter ist, Fotos zeigt und dazu einige Informationen genereller Art bringt.

    2.   Juli 3, 2017 at 4:53 PM
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      Ich hatte auf meinen Motorradreisen schon viele Kameras, welche ersetzt werden mussten. Diebstahl, Sturzschaden, die Hitze im Tankrucksack macht alles kaputt, kann nicht mehr repariert werden etc. Meine Fuji HS50 wird nicht mehr repariert, gerade darum bin ich über solche Berichte dankbar und sehe sie nicht als Platzfüller.

  9. Manfred Hunger
      Juli 1, 2017 at 2:19 PM
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    Interessanter Beitrag, danke schon mal dafür.
    Meine Frau und ich fotografieren beide mit DSLR. Vor ein paar Monaten habe ich dann meiner Frau eine Systemkamera gekauft. Was mich bei dieser ein wenig stört ist die leichte Auslöseverzögerung.
    Nun zu meiner Frage: Gibt es bei der von Dir genutzten Systemkamera einen Unterschied zur DSLR hinsichtlich der Auslösegeschwindigkeit?

  10. Elke Wickerath
      Juli 1, 2017 at 2:11 PM
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    Ich bin vor 2.5 Jahren – extra wegen langer Wanderungen und Auslandsreisen – auf eine spiegellose Systemkamera von Olympus umgestiegen und absolut zufrieden. Haben mir dann ein paar gute Objektive zugelegt, die ich auch wirklich nutze und die man tragen kann. Und wenn ich gar kein Gewicht mitnehmen möchte, dann mache ich ein 30 mm Makro drauf und bin immer noch für eine Nahaufnahme oder eine kleine Landschaftsaufnahme flexibel. Wer sich überzeugen möchte, kann sich meine Fotos bei fc unter tonackerl anschauen.

  11. Erich Schlesinger
      Juli 1, 2017 at 1:20 PM
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    Die Fujifilm XT2 hat mein Interesse schon lange geweckt. Gewicht und die Preise für die Objektive sprechen für einen Wechsel. Derzeit verwende ich Nikon D810 und diverse originale Zoomobjektive mit Lichtstärken um die 2,8.
    Allerdings ist die Schlepperei auf Reisen immer sehr mühselig und steigert sich durch Hitzeeinwirkung zum Verzicht auf die Mitnahme.
    Allerdings auch nach Rückfrage bei Händlern und bei Fuji Deutschland war es mir nicht möglich ein Testgerät zu bekommen um ein Gefühl für das Handling zu entwickeln. Ich finde, dass ist für einen Systemwechsel wichtig, geht es doch auch um einen Haufen Geld dabei,

  12. Maria Weinmann
      Juli 1, 2017 at 12:22 PM
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    Ich fotografiere hauptsächlich mit einer Vollformatkamera (Nikon) und einigen sehr hochwertigen Objektiven. Für mehrwöchige Weitwanderungen, wie wir sie seit einigen Jahren immer wieder machen, war mir die Ausrüstung zu schwer. Deshalb bin ich bereits 2013 auf eine Systemkamera (Sony Nex) umgestiegen. Meine Vollformat konnte sie in Bezug auf die Bildqualität nicht ersetzen, aber das geringe Gewicht war ideal. Für meine nächste Wanderung habe ich jetzt eine modernere Systemkamera mit Zeiss-Zoom gekauft. Die ersten Probeaufnahmen sehen vielversprechend aus. Ich bin gespannt. Vielleicht wäre es aber auch eine Fuji geworden, wenn ich diesen Artikel einige Wochen früher zu sehen bekommen hätte und die Bildqualität passt. Die Einstellrädchen gefallen mir sehr.

  13. Günter Hemer
      Juni 30, 2017 at 10:31 PM
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    Ich bin vor 6 Monaten auf die XT2 umgestiegen. Ich hätte nichts besseres tun können. Vieles ist einfacher – intuitiver- und vor allem wiegt mein Equipment jetzt 6kg weniger … und das bei mehr Lichtstärke und keinerlei Qualitätseinbußen. lg Günter

  14. Shivasubramanyam
      Juni 30, 2017 at 9:51 PM
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    Schon verrückt. Bin inzwischen auch im Perfektionsstadium (wenn auch noch nicht übertrieben) angekommen und schleppe eine 1,7 Kg Kamera durch die Gegend. In Amerika sprach mich mal jemand darauf an, sagte die hat er auch, aber alles was der Mensch braucht ist das – und gab mir seine Fujifilm X -Pro1 in die Hand. Bringt die selbe Qualität! Das hat mir nichts ausgemacht dachte ich – aber seither ist der Fuji-Wurm in mir tätig. Aber wieder ein System wechseln und neue Objektive – hmmmmm

  15. M. Kretzschmar
      Juni 30, 2017 at 9:13 PM
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    Habe beim Wandern auch vor dem Gewicht der DSLR mit „Reisezoom“ oder gar mehreren Objektiven kapituliert. Bin mit der Fujifilm X30 mit fest verbauten Objektiv unterwegs – und sehr zufrieden.

  16. Anna-Maria Rieder
      Juni 30, 2017 at 8:43 PM
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    Ja auch ich überlege mir…………. die schwere Canon 400D resp. Canon 7D mit verschiedenen Objektiven gegen eine Systemkamera auszutauschen………… Muss noch dafür sparen….

  17.   Juni 30, 2017 at 6:53 PM
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    Ich lese natürlich auch immer deine gut geschrieben Seiten.
    Die digitale Fotografie ist aber noch nicht bis zu mir gekommen.Ich habe auch eine kleine Kodak.Mit der ich die Fotos für Ebay mache.Da ich aus der Zeit der analogen Kameras komme, und ich nur in S/W fotografiere,ist eine Olympus EE-2 und EES-2.D.H.aber nicht,dass ich in allem noch in dieser Zeit lebe!Habe schon die neue Zeit verinnerlicht.Aber vergessen kann ich die 6X6 Kameras auch nicht.Und da ich auch neugierig bin,sehe ich mir deine Seiten auch an.
    Mit schönem Gruss.

  18. Peter Brück
      Juni 30, 2017 at 6:49 PM
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    Ich halte eine anspruchsvolle Systemkamera auch für reizvoll, da ich zur Zeit beim Wandern und bei Radtouren immer eine Spiegelreflexkamera mit Zoomobjektiv mitschleppe. Zwar nur Apsc, aber dennoch deutlich schwerer und voluminöser als jede Systemkamera. Mehr als beim Wandern stören mich Größe und Gewicht bei mehrtägigen Radtouren, dabei wird das Rad ganz schön kippelig, da ich die SLR in der Lenkradtasche wegen des schnellen Zugriffs transportiere. Ich will deswegen an einem Systemworkshop eines Herstellers teilnehmen, um mir ein Bild von den Möglichkeiten zu machen….

  19. Eva Herbst
      Juni 30, 2017 at 6:29 PM
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    Ja, ich bin auch am Überlegen, umzusteigen auf „weniger Gewicht“ ohne Qualität einzubüßen. Daher fand ich den Artikel schon sehr hilfreich und macht mich neugierig.

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