Sony Xperia Pro-I: 1-Zoll-Sensor

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Sony setzt ein neues Topmodell an die Spitze seines Smartphone-Portfolios: Das Xperia Pro-I ist ab Dezember für 1800 Euro erhältlich. Der Preis hat es in sich, die Technik aber auch. Das Besondere am Pro-I – das I steht für Imaging – ist die Kameraausstattung, die Technologien aus der RX100 VII-Kamera übernimmt: Die Hauptkamera hat einen 1-Zoll-Sensor, Phasenerkennung mit Augen-AF und kann 4K-Videos mit 120 Bildern/s aufnehmen.

Hauptkamera mit 12 Megapixeln

Das Sony Xperia Pro-I
Das Sony Xperia Pro-I

Die Hauptkamera arbeitet mit einer Weitwinkeloptik. Sie kombiniert eine 2/24mm-Zeiss-Optik (KB-Brennweite)‚ mit dem 1 Zoll großen Exmor-RS-Sensor aus der Sony RX100 VII. Dieser BSI-Sensor mit 2,4 μm Pixelpitch löst eigentlich 20 Megapixel auf. Doch beim Weitwinkelmodul des Xperia Pro-I beträgt die Auflösung „nur“ 12 Megapixel: Denn das Smartphone liest lediglich den mittleren Bereich des Sensors aus (circa 60 Prozent der Sensorfläche), ohne die Aufnahmen hoch- oder herunterzurechnen. Die Randbereiche des Sensors bleiben ungenutzt, da sonst das Objektiv zu groß werden würde.

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Wie schon in der RX100 VII hat der Sensor weiterhin einen DRAM-Chip integriert und kann somit mit sehr hoher Geschwindigkeit ausgelesen werden. Dank dieses Stacked-Aufbaus steigt die Videofrequenz trotz 4K-Auflösung auf 120 Bilder pro Sekunde. Das Serientempo der Hauptkamera liegt bei 20 B/s inklusive AF-/AE-Nachführung. Gerade dem Autofokus verhilft die Stacked-Bauweise zu mehr Daten und einem schnelleren Datenfluss. Das Superweitwinkelmodul und die Kamera mit Normalbrennweite dagegen schaffen nur die halbe Bildfrequenz.

Drei Mal Zeiss

 Xperia Pro-I
12 Megapixel: Sony setzt auch beim Xperia Pro-I auf 12-Megapixel-Kameras. Der Verzicht auf höhere Auflösungen ermöglicht größere und damit lichtenpfindlichere Pixel bei vorgegebener Sensorfläche.

Nicht nur der Sensor, sondern auch das Objektiv der Hauptkamera fällt hier aus dem Rahmen. Der Grund: Das Zeiss-Objektiv bietet eine Dualblende: F2 und F4. Ähnliches realisierte bisher nur Samsung in seinen Smartphones. Neben dem Weitwinkelmodul bietet das Pro-I Fotografen zwei weitere Kameras mit 12-MP Auflösung: eine Superweitwinkelkamera mit 1/2,5-Zoll-Sensor und 2/16-mm-Optik sowie eine Normalbrennweite mit 1/2,9-Zoll-Sensor und 2,4/50 mm Brennweite (immer KB-Angaben). Auch diese beiden Module verwenden Zeiss-Objektive. Die Blenden der beiden Kameras sind jedoch fix. Das Zweifachtele bietet, wie schon das Objektiv der Hauptkamera, eine optische Bildstabilisierung. Außerdem befindet sich auf der Rückseite noch ein 3D-iToF Modul. Dieses berechnet den Abstand zwischen der Kamera und dem Motiv und unterstützt das AF-System.

Multi-Frame und Phasen-AF

Die Signalverarbeitung übernimmt ein speziell für Smartphones entwickelter Bionz-X-for-mobile-Bildprozessor mit Front-End-LSI. Sony verspricht neben einer hohen Bildqualität einen selbst bei Dunkelheit noch großen Dynamikbereich. Neben JPEGs kann die Hauptkamera auch RAWs mit 12-Bit speichern. Grundsätzlich steht RAW aber auch den Kameras mit Superweitwinkel- und Normalbrennweite zur Verfügung.

Bei wenig Licht kann die Hauptkamera des Xperia Pro-I Bilder mit Multiframe-Technik erstellen, um das Rauschen noch effektiver zu unterdrücken: Dann nimmt sie bis zu zehn Bilder hintereinander auf und verrechnet diese zu einer Aufnahme.

Das Phasen-AF-System arbeitet mit 315 AF-Feldern, die 90 Prozent der effektiven Sensorfläche erfassen und somit eine Motivverfolgung bis dicht an die Ränder ermöglichen. Die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung reicht aus, um 60 AF/AE-Berechnungen in der Sekunde durchzuführen. Das ermöglicht Augenerkennung und Motivverfolgung nicht nur beim Fotografieren, sondern auch beim Filmen – allerdings nur in Verbindung mit der Hauptkamera. Der Augen-AF unterscheidet zwischen Menschen und Tieren.

Erweiterte Video-Funktionen

Das Pro-I ist laut Sony das erste Smartphone, das 4K-Videos mit 120 B/s aufnimmt. Filmer unterstützt es zudem mit zwei neuen Funktionen: Mit „Videography Pro“ kann man Einstellung wie Fokus, Belichtung und Weißabgleich während der Aufnahme manuell anpassen. Die zweite Funktion, „Cinematography Pro“, bietet acht verschiedene Farbeinstellungen, die von der digitalen Profi-Kinokamera Sony Venice inspiriert sind, um Aufnahmen kinoesker wirken zu lassen. Die Videos können direkt auf dem Smartphone bearbeitet oder drahtlos beziehungsweise per USB 3.2 Gen 2 an externe Geräte sowie Rechner exportiert werden.

10-Bit-Display

Der 6,5 Zoll große HDR-OLED-Monitor hat 3840 x 1644 Pixel und 120 B/s. Zudem kann das Display HDR-Inhalte mit bis zu 10 Bit darstellen. Für guten Sound sorgen Stereolautsprecher mit 360 Reality Audio, 360 Spatial Sound und Dolby-Atmos-Kompabilität. Kopfhörer finden in der 3,5-mm-Buchse Anschluss; dazu unterstützt das Phone High-Resolution Audio und High-Resolution Audio Wireless via LDAC.

Schlank und rank

Das Pro-I läuft auf Qualcomms Mobilplattform Snapdragon 888 5G. Es hat 12 GB RAW, 512 GB internen Speicher und einen Slot für microSDXC-Karten bis 1TB. In der Frontkamera stecken ein 8-MP-Sensor und eine F2-Optik. Das Phone misst 166 x 72 x 8,9 mm und wiegt 211 Gramm, ist nach IP65/6817 wasserfest sowie staubdicht und verwendet Corning Gorilla Glass Victus. Die Rückseite ist mattiert und nun griffiger. Zudem bietet das Gehäuse eine Öse für eine Trageschlaufe und eine eigene Auslösetaste an der Seite. Der 4500-mAh-Akku soll mit dem 30 Watt-Ladegerät in nur 30 Minuten wieder befüllt sein.

Als Zubehör bietet Sony einen 3,5 Zoll großen Vlop-Monitor für 200 Euro und den Bluetooth-Handgriff GP VPT2BT ebenso für 200 Euro an.

www.sony.de

Wadim Herdt

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