Von großen Teleobjektiven, Konvertern und Zwischenringen

konverter-zwischenringe

In Zusammenarbeit mit SIGMA

Heute schreibe ich Dir mal wieder einen Artikel, auf den ich gekommen bin, nachdem ich die Fotoforen aufmerksam verfolgt habe.

Tele(-zoom)-Objektive sind allgemein sehr beliebt, denn Du musst Dich dem Motiv nicht sehr weit nähern, sondern holst es mittels der großen Brennweite nahe heran.

Nun haben aber fast alle Teleobjektive ein Problem:

Es kann gar nicht genug Brennweite geben. Denn gerade wenn man zum Beispiel gern Tiere fotografiert, kann die Brennweite gar nicht lang genug sein. Nun ist es aber so: Je länger die Brennweite wird, umso größer werden die Objektive, die Zahl der Linsen steigt und damit auch der Preis.

Nun hast Du vielleicht schon von Vorsatzlinsen oder Konvertern gehört, mit denen man die Brennweite deutlich verlängern kann?

Tele- oder Weitwinkelvorsätze kannst Du gleich vergessen, die sind optischer Schrott.

Geh lieber mit einem Freund oder Deinem Partner schön Essen, da hast Du mehr davon. Die optische Qualität solcher Vorsätze ist derart miserabel, dass es sinnvoller ist, wenn Du eine Ausschnittsvergrößerung des Motivs machst. Die Qualität ist dann trotzdem noch um Längen besser. Anders verhält es sich mit Konvertern. Konverter sind meist recht komplex gerechnete „Zwischenobjektive“, welche die Brennweite tatsächlich um den auf dem Konverter angegebenen Faktor verlängern. Und genau mit diesen Konvertern wollen wir uns heute näher beschäftigen.

Der Konverter in der Theorie

Konverter findet man in den Größen

  • 1,4x
  • 1,7x
  • 2x und sogar 3x.

Die Zwischengrößen 1,7 und 3 allerdings nur bei Fremdherstellern, die nur bedingt empfehlenswert sind (warum dies so ist, wird sich Dir im Verlaufe des Artikels erschließen). Was hat es nun mit diesen zum Teil krummen Werten auf sich, wirst Du Dich fragen.

Der 1,4x Konverter verlängert die Brennweite um den Faktor 1,4. Aus 200 mm werden also 280 mm Brennweite. Bei dem 2x Konverter verlängert sich die Brennweite sogar auf 400 mm. Dies hört sich im ersten Moment natürlich ganz toll an. Doch leider haben die Konverter auch Nachteile: Sie können kein Licht erfinden und es der Szene zufügen. Und: Sie können die Größe der Frontlinse nicht verändern. Vor allem aber können sie den Durchmesser der Blende nicht vergrößern.

Berechnung Blendenwert

Erinnern wir uns daran, wie der Blendenwert berechnet wird: Blendenwert = Brennweite/Blendendurchmesser.

Bei 200 mm Brennweite und einem Blendendurchmesser von 50 mm ergibt sich der Blendenwert 4. Der Konverter verändert nun die Brennweite. Nehmen wir die 280 mm des 1,4x Konverters, bekommen wir bei gleichem Blendendurchmesser einen Blendenwert von 5,6 und bei 400 mm einen Blendenwert von 8.

Aus der berechneten Reihe von 4 – 5,6 – 8 erkennst Du sicher schnell, dass es sich hier um die klassischen Blendenwerte handelt, die Du als „volle“ Blendenstufe an der Kamera einstellen und verwenden kannst. Leider ist es tatsächlich so, dass der Konverter die Offenblende des angeschlossenen Objektivs verändert und zwar um eine Blendenstufe beim 1,4x und zwei Blendenstufen beim 2x.

Die Zwischengrößen der Fremdhersteller ergeben dagegen krumme Werte, daher wirst Du von den Objektivherstellern im Normalfall immer nur die beiden Konverter mit 1,4x und 2x finden. Wann immer möglich, solltest Du auch nur Konverter und Objektive eines Herstellers miteinander kombinieren. Es funktioniert zwar auch über Kreuz, allerdings mit optischen Abstrichen, da jeder Hersteller seine Konverter verständlicherweise genau auf seine Objektive abstimmt.

Für diesen Artikel habe ich das SIGMA 120-300mm F2,8 DG OS HSM | Sports verwendet. Wenn wir an dessen Daten die resultierenden Werte mit den beiden Konvertern errechnen, erhalten wir also entweder ein 168 – 420 f/4 bzw. ein 240 – 600 f/5,6.

Dies klingt erst einmal nicht schlecht (ist es auch nicht), aber wenn Du jetzt auf die Idee kommst: Super, ich habe hier ein 18-300 mm f/6,3, da packe ich einfach auch einen Konverter dran und dann habe ich ein 36-600 mm Megazoom, dann muss ich Dich an diesem Punkt enttäuschen.

Die meisten Konverter werden sowieso schon allein mechanisch nicht passen, da die weit hinten sitzende Pupille bei weitwinkligen Objektiven in Konflikt mit den Linsen des Konverters kommen wird. Das viel brisantere Problem ist aber die resultierende Offenblende. Aus einer Anfangsblende f/6,3 (oder f/5,6 bei etwas besseren Zooms) wird dann eine Anfangsblende von f/12,6 beziehungsweise f/11.

Erinnerst Du Dich an meinen Artikel zur Funktion des Autofokus bei Spiegelreflexkameras, also die des Phasen-AF? Die meisten dieser Kameras benötigen eine Offenblende von mindestens 5,6 (oder besser), damit der Autofokus überhaupt funktioniert. Sollte der Konverter also doch passen, musst Du manuell fokussieren und das mit einem deutlich dunklen Sucher. Wirklich sinnvoll ist dies dann nicht mehr (zumal der Konverter dann schon fast mehr kostet, als das Objektiv).

Nachfolgend zeige ich Dir ein paar Aufnahmen von Stella, damit Du ein Gefühl dafür bekommst, wie deutlich sich die Brennweite mit dem Konverter verändert.

Zuerst die Aufnahmen ohne Konverter:

Und nun die Aufnahmen mit Konverter:

Generell musst Du immer im Kopf behalten: Ein Konverter verdoppelt nicht nur die Brennweite und die Blendenzahl der Offenblende. Er wird auch alles andere verdoppeln: also die Bildfehler, die Schärfefehler usw. Und er fügt natürlich auch eigene Fehler ins Bild ein. Schärfer wird das Bild auf keinen Fall, die erreichbare Maximalschärfe ist geringer. Je besser das Objektiv ist, für das Du den Konverter verwendest, umso besser werden auch die Fotos mit Konverter werden.

Auf den Fotos siehst Du eines dieser leistungsstarken Teleobjektive, das für den Einsatz von Konvertern besonders geeignet ist. Wenn Du mich jetzt fragst, warum Du dann nicht gleich das durchaus sehr gute und deutlich günstigere SIGMA 150-600 mm F5-6,3 DG OS HSM | Sports verwenden solltest, ist die Antwort recht einfach: Wenn Du Dich sowieso nur am oberen Ende der möglichen Brennweite bewegst, also bei 500 – 600 mm, gibt es keinen wirklichen Grund das 120 – 300/2,8 zu verwenden. Die Stärken des kürzeren Telezooms von SIGMA liegen weniger in der mit Konverter erreichbaren Maximalbrennweite, sondern in der Schärfe und Lichtstärke im originalen Brennweitenbereich von 120 – 300 mm. Es ist ein klassisches Sporttele, das auch mit knappen Lichtverhältnissen gut klarkommt (zwei Blendenstufen mehr entspricht zum Beispiel einem Unterschied von ISO 800 zu ISO 3.200)

Im unteren Brennweitenbereich ist es damit dem zweitgenannten Objektiv sicher in allen Belangen deutlich überlegen. Es hat zusätzlich den Vorteil, mittels Konverter nahezu denselben Brennweitenbereich abzudecken. Und das bei durchaus ebenbürtiger Qualität (die aber durchaus ihren Preis hat, dies sollte man auch an dieser Stelle offen sagen dürfen).

Natürlich hat das Objektiv auch andere Vorteile, wie zum Beispiel die Innenfokussierung, was insbesondere bei der Balance auf dem Stativ seine Vorzüge hat. Doch darum soll es in dem Artikel nicht gehen, es handelt sich schließlich nicht um einen Objektivtest.

Nachfolgend einige Beispielfotos, die ich mit der Kombination aus SIGMA 120-300mm F2,8 DG OS HSM | Sports und dem 2x Konverter TC-2001 gemacht habe. Du siehst, dass für kleine Vögel selbst 600 mm schon eng sind. Alle Aufnahmen: M | 600 mm (2×300) | f/8 | ISO 1.000 – ISO 2.500 an EOS 7D II:

Zwischenringe

Nun weiß ich nicht, wie Du es mit Deiner Ausrüstung hältst, wenn Du unterwegs bist. Wenn ich auf Fototour bin und ich habe ein großes, schweres Teleobjektiv bei mir, dann habe ich im Fotorucksack nicht noch zig andere Objektive. Vielleicht habe ich dann noch ein Weitwinkel dabei und/oder eine lichtstarke Festbrennweite im Normalbereich, aber sicher nicht auch noch ein Makroobjektiv.

Gerade wenn ich in der Natur unterwegs bin, bereue ich das Fehlen des Makros dann aber doch immer mal wieder. Zu oft sehe ich dann doch zufällig ein spannendes Motiv. Der Versuch, eines der großen Teleobjektive als Makro zu missbrauchen, scheitert an der doch recht großen Naheinstellgrenze, die je nach eingestellter Brennweite bei 1,5 – 2,5 Metern entspricht und einen maximalen Abbildungsmaßstab von in etwa 1:8 zulässt.

Nun wären wir schlechte Autoren der Fotoschule, wenn wir Dir nicht eine gangbare Lösung anbieten könnten, wie Du mit einfachen Mittel trotzdem zu einer wirklich brauchbaren Makrofunktion kommst. Die Lösung lautet: Zwischenringe.

Wir haben diese Ringe schon an verschiedenen Stellen in der Fotoschule immer mal angesprochen, aber noch nicht sehr intensiv behandelt. Daher möchten wir Dir an dieser Stelle die wichtigsten Informationen zu diesem Bauteil geben.

Mehr geht nicht ohne Hilfsmittel. Die Naheinstellgrenze ist erreicht.
Mehr geht nicht ohne Hilfsmittel. Die Naheinstellgrenze ist erreicht.

Zwischenringe verändern den Abstand zwischen Objektiv und Bildsensor. Durch diesen veränderten Abstand verlierst Du die Scharfstellung im Bereich unendlich, reduzierst aber gleichzeitig die Naheinstellgrenze (zum Teil sehr deutlich). Wie stark diese Reduktion ist, hängt von der Breite des Zwischenrings ab. Übliche Größen sind 12, 20 und 36 mm, die sich auch beliebig miteinander kombinieren lassen.

Blüte nah

 

Zwischenringe sind tatsächlich nichts anderes, als ein Kamerabajonett und ein Objektivbajonett mit einem Ring dazwischen. Der Vorteil von Zwischenringen: Sie kommen ohne optische Korrekturen aus, d.h. es befindet sich in dem Ring keine Linse. Ein Objektiv mit sehr guter Schärfe wird also weiterhin sehr gute Schärfe liefern und die Lichtleistung des Objektivs wird nicht nennenswert beeinflusst.

Qualität der Zwischenringe

Bei Zwischenringen solltest Du auf Qualität achten. Die Bajonette sollten sauber sitzen und vor allem sollten sie die zu Deiner Kamera passenden elektrischen Kontakte haben, damit weiterhin Kamera und Objektiv miteinander reden, also Autofokus und Blendensteuerung weiterhin funktionieren. Man nennt diese Ringe dann auch automatische Zwischenringe. Vernünftige Sets bekommst Du ab 100€ aufwärts. Alles darunter ist meist Billigware, die schnell ausleiert und wackelig wird.

Du solltest mit kleinen Zwischenringen anfangen und Dich an die Grenzen herantasten. Bei einem oder zwei Zwischenringen funktioniert der Autofokus eigentlich noch tadellos. Ab dem dritten Ring kann es schwierig werden, weil die Schärfentiefe makrotypisch sehr knapp wird und der AF dafür nicht ausgelegt ist. Achte darauf, dass Du den Fokusbegrenzer am Objektiv abschaltest.

Um den richtigen Abstand zu finden, solltest Du das Objektiv auf eine mittlere Entfernung einstellen, durch den Sucher schauen und Dich dem Motiv soweit nähern, bis es ansatzweise Schärfe zeigt und dann erst automatisch fokussieren. So findest Du schnell den korrekten Abstand. Du wirst sehen: es lassen sich so auch mit großen Teles tolle Ergebnisse erzielen.

Die Einstellungen

Ein paar Worte möchte ich noch über die Einstellungen verlieren. Wie Du in dem Beitrag siehst, habe ich diverse Vögel fotografiert, um den Text ein wenig zu illustrieren. Es ging mir nicht darum, Dir das perfekte Vogelfoto zu zeigen, sondern darum, dass Konverter und Tele eine durchaus gute Kombination sind und brauchbare Ergebnisse erzielen. Ich habe, während ich den Artikel geschrieben habe, die Fotos mit Blick in den Garten gemacht, die Kamera immer griffbereit. Leider war es die meiste Zeit bewölkt und dunkel. In Av (Zeitautomatik und ISO-Automatik) hat die Kamera aufgrund der langen Brennweite an der EOS 7D II die Verschlusszeit bei 1/1000 Sekunden festgetackert und dann die ISO bis zum Anschlag aufgerissen.

ISO 12.800 liefert brauchbare, aber keine wirklich guten Bilder (die Schärfe leidet dann doch). Ich habe also die Einstellungen geändert. Da der Stabilisator des SIGMA 150-600mm F5-6,3 DG OS HSM | Sports sehr gut ist, habe ich auf M gestellt und 1/400 Sekunden und f/8 (eine Stufe abblenden – bei angeschlossenem Konverter bringt das etwas zusätzliche Schärfe) und dazu die ISO-Automatik. Damit konnte ich dann die ISO deutlich reduzieren, was man den Fotos auch ansah.

Wenn Du Vögel im Flug fotografieren willst, wird dies nicht reichen. Dann müssen schon 1/1.000 Sekunden als Minimum her. Dazu ist dann doch mehr Licht nötig.

Fazit

In diesem Artikel hast Du gelernt, an welchen Objektiven Konverter verwendet werden können und welche Einschränkungen es gibt. Zusätzlich haben wir Dir gezeigt, wie Du mit Zwischenringen die Makrofähigkeit Deines Teleobjektives verbessern kannst.

Wir wünschen Dir mit den neuen Erkenntnissen viel Spaß! Lasse uns gern an den Ergebnissen Deiner Experimente teilhaben. Wenn Du Fragen hast, kannst Du diese wie immer gern in den Kommentaren unter dem Artikel stellen.

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8 Kommentare

  1. EK-MUC
    Erich Kirchmayer
      Mai 25, 2018 at 5:08 PM
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    Das 120-300 Sports habe ich auch. Ein extrem gutes Objektiv! Wie sieht es aber im Vergleich zum 150-600 Sports aus, wenn man nur den Bereich oberhalb der 300mm betrachtet? Welche Lösung liefert die bessern (schärferen) Bilder zwischen 300mm und 600mm? Das 120-300 mit Sigma 2x-Konverter oder das 150-600?

    1. Martin Schwabe
        Mai 25, 2018 at 5:23 PM
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      Das 120-300 ist mit Konverter immer noch lichtstärker als das 150-600. Und es sit größer und schwerer. Und es kostet (über den Daumen) das Vierfache. Ich habe mit beiden viel gearbeitet (inkl. Konverter). Wäre mir das Geld egal, würde ich immer das 120-300 nehmen (plus Konverter – beide), weil einfach die Bandbreite der Möglichkeiten erheblich größer ist (allein schon durch die Lichtstärke). Rein subjektiv: Preis-Leistung ist bei dem 150-600 einfach top.

  2. Mathias Brand
      Mai 27, 2017 at 12:00 PM
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    Hallo,
    ich habe den Beitrag geradezu verschlungen. Meine neuste Errungenschaft ist eine Nikon D 750 und ein dazugehöriges Objektiv 24 – 200 / f 4 durchgehend.
    Unser diesjähriger Urlaub führt zur Mecklenburgischen Seenplatte.
    Dort möchte ich natürlich auch Tiere fotografieren.
    Nun bin ich mir nicht sicher, was ich mir dafür zulegen soll. Ein Tele. 600 Festbrennweite, (sehr teuer ), oder ein Tele. Festbrennweite 300 mit Konverter, oder ein Tele. 400-600 mit Konkreter. Ist bei allerdings auch eine Kostenfrage.
    Für ein paar gute Tipps wäre ich dankbar.
    VG Mathias Brand

  3.   Mai 22, 2017 at 2:22 AM
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    Der Artikel ist gut verständlich, aber nicht umfassend.
    1. ich hätte gerne ein paar Beispielfotos gesehen, in denen die gleiche Brennweite – mit und ohne Konverter erzielt – gegenübergestellt wird, z.B. ein 600mm Objektiv und ein 300 mit 2fach Konverter, und das in ausrecihend großer Auflösung, um die Bildfehler vergleichen zu können.
    2. hätte ich gerne gewusst, welche Firmen kompatible Konverter zu meinen Nikon-Objektiven anbieten. Ich habe festgestellt, dass es da erhebliche Inkompatibilitäten gibt. So funktioniert z.B. ein Sigma-Konverter 1:1,4 nicht mit einem Sigma Zoom Apo 75-300mm AF-D und auch nicht mit meinem alten Nikon 300mm/4,0 AF. Erst nachdem ich etliche ausprobiert habe, bin ich auf den Konverter von Kenko gekommen, der mit den Nikon AF-Objektiven funktioniert, aber ebenfalls nicht mit den älteren Sigma AF-Objektiven. Im Artikel fehlt leider jeder Hinweis auf diese Unstimmigkeiten !

    1. Martin Schwabe
        Mai 22, 2017 at 11:12 AM
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      HalloJoachim,

      danke für Deinen Kommentar.es stimmt, der Artikel ist nicht umfassend, allerdings war es auch nie das Ziel einen umfassenden Artikel zu schreiben. Wir wollen Ideen liefern, grundlegendes Wissen vermitteln und Anregungen liefern. Wir wollen keine Produkttests machen oder Vergleiche machen.

      Grundsätzlich haben wir den Hinweis gebracht, dass man am besten zu dem Objektiv den jeweiligen Konverter der gleichen Marke nimmt, da diese am besten aufeinander abgestimmt sind.

      Grundsätzlich findest Du in dem Artikel auch die Information, dass zu Deinem Sigma 70-300 eher gar kein Konverter funktionieren wird, oder Sinn macht, da Du mit der Offenblende die für den AF minimal erforderliche Offenblende unterschreitest. Auf den Herstellerseiten findest Du in den technischen Daten meistens Informationen zur Konverterkompatibilität (und ob mit oder ohne AF). Und in den technischen Daten der Konverter findest Du wiederum Listen, zu welvchen Objektiven sie kompatibel sind.

      Bei alten Objektiven wird die Sache natürlich schwierig. Wie sollen wir das rausfinden, wenn wir weder den Konverter haben, noch das Objektiv. Es gibt hunderte Objektive auf dem Markt und dutzende verschiedener Konverter. Wie sollen wir da bitte jedwede Kompatibilität checken?
      .Ich denke, dass es sinnvoll ist, dass wir uns da lieber auf grundlegende Informationen beschränken,

  4. rapaselet
      Mai 19, 2017 at 5:36 PM
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    Den guten und sehr verständlich geschriebenen Beitrag möchte ich um einen Aspekt ergänzen. Wer sich in den letzten Jahren eine Kamera gekauft hat, profitiert beim Konvertereinsatz bei vielen Modellen von der deutlich höheren Lichtempfindlichkeit des AF. War bislang ein Wert für die AF-Empfindlichkeit von LW-1 schon sehr gut, sind heute LW-3 und in einigen Fällen sogar LW-4 erreicht. Das bedeutet, dass der AF auch bei Blende 8 und 11 funktioniert. Die Grenze liegt heute damit oft deutlich über 5,6 und macht den Konvertereinsatz auch richtig sinnig!

    1. Martin Schwabe
        Mai 19, 2017 at 6:05 PM
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      Danke für Deinen Beitrag. Tatsächlich stehen aber die Lichtempfindlichkeit des AF und die mögliche Offenblende in keinem direkten Zusammenhang. Der Phasen-AF arbeitet abgeblendet bei ca. f/30. Dass der AF neuerdings auch bei f/8 oder manchmal f/11 funktioniert hat wenig mit der Lichtempfindlichkeit des AF-Sensors zu tun, sondern mit physikalischen Änderungen des Strahlengangs bei der AF-Messung.

      Du hast aber insofern Recht, dass ich das besagte Objektiv auch mit einem 2x und einem 1,4x Konverter an der hier verwendeten EOS 7D II (und weiteren, auch anderen Marken) mit funktionierendem AF nutzen könnte und dann sogar auf Brennweiten von über 800 mm käme. allerdings mit doch gewissen optischen Einschränkungen bedingt durch den doppelten Konverter.

  5. teopril38
      Mai 19, 2017 at 5:30 PM
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    Einfach toll dieser sehr verständliche Artikel!

    Vielen Dank dafür und mehr solche auch für Nicht-Shop-Profis!

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