Ausprobiert: Capture One Pro

Capture One Pro Teaser

Es muss nicht immer Lightroom oder Photoshop sein. Erstklassige Ergebnisse mit RAW-Dateien liefert auch das Bildprogramm Capture One Pro. Wir haben für Dich getestet, was das Profiprogramm leistet.

Dieser Artikel stammt aus dem ColorFoto-Magazin 12-2017.

Die Fotos in diesem Artikel stammen von Lucas Klamert und Heico Neumeyer.

RAW-Dateien verarbeiten

Capture One: Schärfe, Kontrast und Bildfarben
Mächtiges Programm – Schärfe, Kontrast und Bildfarben poliert Capture One Pro perfekt auf.

Wer beste Kontraste und Schärfe aus seinen Bilddateien herauskitzeln will, fotografiert im RAW-Dateiformat und bearbeitet die Aufnahmen in einem guten, RAW-tauglichen Bildprogramm. Viele Fotografen polieren ihre RAW-Dateien in Lightroom oder Photoshop auf. Beide Programme stammen vom Hersteller Adobe und verwenden im Hintergrund dieselbe Technik, sie heißt „Adobe Camera Raw“ (ACR).

Doch es gibt auch reizvolle Alternativen zur Bildkorrektur per Adobe-Software. Besonders leistungsfähig sind die Programme Capture One Pro und DxO Optics Pro Elite Edition, die je nach Variante jeweils um 300 Euro kosten. Beim Demosaicing – dem entscheidenden Umwandeln der RAW-Datei ins übliche RGB-Format – liefern diese Programme teils andere und bessere Ergebnisse als Lightroom oder Photoshop, und sie bieten ihre eigenen Korrekturverfahren.

Aber was leisten diese Adobe-Konkurrenten im Vergleich zum weitverbreiteten Lightroom? Wie ist die Bedienung? Wir haben Capture One Pro 10.1 ausführlich getestet und mit der Konkurrenz verglichen. In diesem Artikel erfährst Du, was das Programm des Digitalrückteil-Herstellers Phase One wirklich leistet. DxO Optics Pro zeigen wir Dir in einem späteren Artikel.

Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der Software in der Version 10.1. Inzwischen wurde das Programm in der Version 11 veröffentlicht.

Örtliche Korrekturen

Örtliche Korrekturen
Punktgenau – Einzelne Bildzonen korrigiert CO sehr flexibel auf eigenen „Ebenen“, hier Gesicht oder Mantel.

Wichtiges Kriterium für jedes RAW-Programm: Wie gut lassen sich einzelne Bildteile korrigieren?

Häufig will man ja ein Gesicht unabhängig vom Hintergrund aufhellen oder scharfstellen; oder Du möchtest eine Schattenzone stärker entrauschen als die hellen Partien im Bild. Und dabei schlägt sich Capture One hervorragend: Du übermalst den gewünschten Bereich zunächst mit einem Pinselwerkzeug, das sich fein einstellen lässt und Motivkonturen sehr sicher erkennt. Alternativ kannst Du bestimmte Farben im Bild auswählen.

Innerhalb der Auswahlbereiche stellt es praktisch alle Korrekturverfahren bereit – darunter auch Gradationskurve, differenzierte Farbkorrektur sowie Scharfzeichnen, Entrauschen und Moiré mit allen Reglern. All das geht auch beim Verlaufsfilter. Zudem kannst Du die Auswahlen auch umkehren.

Der Platzhirsch Lightroom zeigt sich da weniger vielseitig – für lokale Auswahlen bietet das Adobe-Programm für das Entrauschen und die Schärfe nur schlichte Einzelregler, auch Farbwerte nimmt Lightroom nicht so präzise aufs Korn.

Weiterer Vorteil von Capture One: Rahme größere Flächen grob ein, Capture One wählt anschließend per „Maske füllen“ den Gesamtbereich aus. (Wer in Lightroom mehr Feinsteuerung braucht, lädt die RAW-Datei als Smartobjekt in Photoshop und verwendet dort Smartfilter oder Einstellungsebenen. Aber das ist umständlich.)

Tipp: Bei der örtlichen Korrektur in dem Programm kann man die Scharfzeichnung nicht unabhängig von einer Kontrastbearbeitung wieder abschalten. Möchtest Du einzelne, aber nicht alle Änderungen verbergen, lege unterschiedliche Korrekturen von Anfang an auf mehrere „Ebenen“. Eine erste „Ebene“ mit einer gelungenen Auswahl kannst Du duplizieren.

Schärfen und Entrauschen

Ganz genau wissen wir auch nicht, was da in Capture One Pro passiert – im Test mit unseren RAW-Dateien erzeugt das Programm jedenfalls herrlich klare, scharfe Bilder voller Details und subtiler Tonübergänge. Zum Teil sticht das Ergebnis von Capture One freilich deshalb heraus, weil die Software sofort mit einer deutlichen Korrektur zugunsten knackiger Farben beginnt und Objektivfehler auf Anhieb ausbügelt.

Dagegen korrigiert Lightroom neue Fotos zunächst mit dem blassen „Adobe Standard“. Allerdings kannst Du Lightroom bei Bedarf dauerhaft auf kamera-eigene Standards und weitere Sofort-Korrekturen umstellen. Diese neuen „Standardentwicklungseinstellungen“ wendet Lightroom dann gleich beim Importieren passend zu Kamera und Objektiv an.

Im aktuellen Capture One Pro 10 haben die Programmierer das Scharfzeichnen weit ausgebaut. Die „Beugungskorrektur“ oben im „Objektiv“-Register sollte immer eingeschaltet sein; sie gleicht Beugungsfehler (Diffraktion) des Objektivs aus, kostet aber Rechenzeit.

Weitere Funktionen für Scharfzeichnen und Entrauschen finden sich im „Details“-Register: Hier entscheidest Du mit dem „Schwellenwert“-Regler, wie deutlich Capture One homogene Flächen von der Scharfstellung ausnimmt. Die „Lichthof-Unterdrückung“ fährt Farbsäume zurück, die bei übertriebener Scharfzeichnung entstehen (vor allem, wenn Du den „Radius“-Wert anhebst). Beim Exportieren gibt es eine zusätzliche Ausgabeschärfung.

Hervorragende Ergebnisse liefert auch die Rauschreduzierung, getrennt für Farb- und Helligkeitsrauschen. Unsere Testergebnisse wirken geringfügig besser als bei Lightroom oder Affinity Photo und etwa auf einer Höhe mit DxO Optics. Dazu kommt eine halbautomatische Fleckenretusche. Und wie gesagt: Diese differenzierten Korrekturen wendet Capture One Pro ab Version 10 auch auf ausgewählte einzelne Bildzonen an.

Tipp: Einfluss auf die Scharfzeichnung hat auch das „Klarheit“-Feld (Register „Belichtung“). Es ändert vor allem den Mittelkontrast mit 4 Methoden und 2 Reglern, die Helligkeit und Farbe variieren.

Kontrast und Farben

 Capture One: Farbenspiele
Farbenspiele – Bei der Korrektur des Himmelsblaus stellt CO nicht gewählte Farbtöne wahlweise in Grau dar.

Nach Art der Weißabgleich-Pipette bietet Capture One eine Hautton-Pipette für neun Teints von „Beige Deep“ bis „Rose Light“. Die Hautautomatik solltest Du auf einer örtlichen Korrekturebene nur für Gesichter nutzen, um nicht andere Bildzonen mit zu verändern. Die Pro Version erlaubt die differenzierte Korrektur von Einzelfarben. Anders als bei Lightroom lassen sich Farbbereiche wie „Blautöne“ frei definieren, die Änderung wirkt jedoch nicht immer kraftvoll genug.

Praktisch: Die Gradationskurve bietet neben dem üblichen RGB- Zugriff eine spezielle „Luma“-Variante mit Schutz der Farbstimmung. Ausgefressene Lichter und abgesoffene Schatten meldet das Programm wahlweise per Alarmfarbe.

Die aktuellen Einstellungen für alle Regler oder für ein einzelnes Werkzeug speichert das Programm als Vorgabe, die man bequem auf andere Bilder anwendet. Außerdem kannst Du Änderungen „kopieren“ und in andere Bilder einer Serie „einfügen“. Alle Änderungen sind wie üblich verlustfrei.

Tipp: Attraktive „Stile“ für Farb- und SW-Effekte bietet das Programm im Register „Anpassungen“. Die Veränderungen lassen sich addieren und einzeln wieder abschalten. Bei Bedarf stellst Du Capture One so um, dass generell nur der zuletzt angeklickte „Stil“ wirksam ist.

Bildverwaltung

Capture One Pro bietet dem Nutzer mehr Bildverwaltung als zum Beispiel die Konkurrenten DxO Optics Pro oder Affinity Photo, erreicht jedoch in dieser Disziplin nicht die Möglichkeiten von Lightroom.

Immerhin: Capture One organisiert Bildsammlungen in Alben, Ordnern und stets aktuellen Suchergebnis-Listen. Stufe die Fotos bequem mit Sternewertung, Farbstempeln oder hierarchischen Schlüsselwörtern ein. Teste verschiedene Bearbeitungen mit platzsparenden „Varianten“ (bei Lightroom heißt das „virtuelle Kopien“), und speichere typische Korrekturen als Vorgaben.

Das Programm erzeugt in einem Rutsch JPEG- oder TIFF-Ableger Deiner Originale in Größen und Ordnern nach Wunsch.

Die Benutzeroberfläche wirkt zwar überfrachtet, doch sie lässt sich immerhin weitgehend umgestalten und ist damit flexibler als bei der Konkurrenz: Verberge oder verschiebe einzelne Bedienfelder und Werkzeuge oder erzeuge eigene Werkzeugleisten und individuelle Tastaturbefehle.

Tipp: Mit seinen vielen kleinen Symbolen und Schriften wirkt Capture One Pro auf Einsteiger erschlagend. Da hilft nur eins: Organisiere das Programm nach Deinem Bedarf. Blende überflüssige Bedienfelder und Werkzeuge aus, lerne das Übertragen von Korrekturen zwischen verschiedenen Bildern sowie die wichtigsten Tastaturbefehle – dann kannst Du viel zügiger mit Capture One arbeiten.

Capture One 10.1: Daten und Preise

Das komplexe Bildbearbeitungsprogramm Capture One 10.1 läuft auf Mac- und Windows-Rechnern. Die oft auch C1 genannte Software kostet unter phaseone.com inklusive Mehrwertsteuer einmalig rund 332 Euro – Du musst also nicht unbedingt mieten; die Lizenz gilt für drei Rechner.

Alternativen zum Kauf: Die Jahresmiete beträgt 214 Euro brutto, drei Monate kosten 108 Euro brutto. Die 30-Tage-Testversion ist gratis. Zur Software gibt es die iOS-App Capture Pilot, die beim Fotografieren hilft.

Capture One Express (for Sony)

Die etwas eingeschränkte, völlig kostenlose Version Capture Capture One Express 10 (für Sony) öffnet nur RAW-Dateien aus Sony-Kameras und bietet viele nützliche Korrekturen aus der Vollversion – ohne Zeitbegrenzung. Die Express-Ausgabe entfernt allerdings keine Verzerrungen und erlaubt weder Kamerasteuerung, Änderungen der Oberfläche noch Schärfe-Vorschau; außerdem fehlen fortgeschrittene Tonwertkorrekturen.

Der Ausbau auf den kompletten Funktionsumfang nur für Sony-Dateien kostet einschließlich Mehrwertsteuer rund 60 Euro – eine feine Sache für Sony-Fotografen.

Vergleich mit Lightroom

Die Bildbearbeitung in Capture One 10.1 (Vollversion) wirkt komplexer und feiner steuerbar als bei Lightroom bei hervorragenden Ergebnissen. Es gibt mehr örtliche Korrekturen und weniger Bildverwaltung. Lightroom hat die etwas bessere Fleckenretusche, noch besser ist sie allerdings bei Photoshop. Im Vergleich zu Lightroom erscheint Capture One Pro unübersichtlicher, doch nur hier lässt sich die Oberfläche frei einrichten. Anders als bei Lightroom gibt es keine synchronisierten Sammlungen und Korrekturen auf Mobilgeräten.

Vergleich mit DxO Optics Pro Elite Edition

Capture One 10.1 (Vollversion) bietet mehr Optionen für die Bildverwaltung und detailliertere Korrekturfunktionen als das RAW-Programm DxO Optics Pro Elite Edition. Beide Programme liefern jedoch hervorragende Ergebnisse. Den üblichen Funktionsumfang bietet DxO Optics Pro Elite Edition allerdings erst, wenn man die Entzerrungstechnik separat dazukauft; insgesamt kostet es dann etwa so viel wie Capture One Pro (Vollversion).

Capture One 10.1: Das vermissen wir noch

Wer Lightroom CC gewohnt ist, wundert sich bei Capture One Pro 10.1 nicht nur über den Wust an Reglern und Schaltflächen. Er vermisst dabei auch ein paar nützliche Funktionen:

  • Ein „Protokoll“-Bedienfeld, das bisherige Arbeitsschritte dauerhaft zum Widerruf auflistet, gibt es immer noch nicht.
  • Lightroom CC enthält eine „Dunstentfernung“, die auch als Kontrast-Turbo gute Dienste leistet. Das bietet Capture One Pro so nicht.
  • Capture One liefert die üblichen Regler für Schatten und Lichter, aber keine separaten Einstellungen für tiefste Schatten und höchste Lichter (in Lightroom „Schwarz“ und „Weiß“). Dennoch holt Capture One erstaunliche Details aus hellsten und dunkelsten Bildregionen heraus.
  • Anders als Lightroom CC korrigiert Capture One schiefe oder durchgebogene Geraden nicht automatisch.

Eskann die letzten drei Funktionen durch verschiedene Reglerkombinationen ersetzen, aber das macht mehr Arbeit.

Fazit

In diesem Artikel haben wir Dir Capture One Pro vorgestellt und es unter anderem mit Lightroom verglichen. Du kannst Dir eine kostenlose Testversion (30 Tage) von des Programms herunterladen und Dir somit einen eigenen Eindruck verschaffen.

Autor: Heico Neumeyer

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28 Kommentare

  1. Hans Albrecht
      Dezember 12, 2018 at 8:27 AM
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    Hallo,
    probiere gerade mit der Testversion Capture One 12, ich kann praktisch nichts testen, Steller sind ausgegraut, ein Export eines arw von Sony als tif klappte einmal, läßt sich nicht wiederholen. Und die Bedienungsanleitung ist gut, so daß ich eigentlich kaum etwas falsch machen kann.
    Hat jemand eine Idee, was hier los ist ?
    Viele Grüße
    Hans

  2. dmée Kohn
      Juni 3, 2018 at 6:28 PM
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    Das Programm ist viel zu kompliziert. Meine Bilder werden wohl angezeigt aber ich es gelingt mir nicht einmal eines davon im Display zu öffnen.
    Sehr schade, wo ich mir gerade erst die Sony DSC-RX 10 M4 gekauft habe.

    1. Matthias George
        November 4, 2018 at 7:08 PM
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      Im Rheinwerkverlag gibt es ein Handbuch von Jürgen Wolf (40 Eu) , damit kann man erst mal laufen lernen ,auf Youtube tummeln sich auch schon einige Blogger . Das Buch kann ich empfehlen , zumal es dänischen IT-Experten wirklich gelungen ist einfache Dinge kompliziert zu gestalten . Möchte zudem erwähnen das sich C1 mit Spitzlichtern ,die dicht am ausbrennen sind, sehr schwer tut , da ist DXO um Lichtjahre weiter.

  3. tzoumaz
      März 9, 2018 at 12:13 PM
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    @Rudi Adobe Produkte werden für Privatuser auf Dauer zu teuer. Alternativen sind Capture One (wenn du eine Sony hast) Qualitativ ist das klar No.1 oder Luminar 2018 oder Affinity Photo. Beide Programme entwickeln RAWs sehr gut, Affinity entspricht mehr Photoshop mit excellenten Korrektur und Retouchemöglichkeiten. Beide Programme kosten ca. 60 € einmalig. Auf eine DAM mußt du bei beiden Programmen allerdings noch warten (für 2018 geplant). Hier bietet sich die für Privatnutzer kostenlose Adobe Bridge an.

  4. Rudi
      Februar 13, 2018 at 11:41 PM
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    Dieser Artikel macht Lust darauf, C1 auszuprobieren. Allerdings sind da noch Hürden: Meine Lumix LX2 wird nicht unterstützt (steht jedenfalls nicht in der Liste), Handbuch und Hilfen nur auf Englisch. Meine anderen Kameras werden unterstützt, aber die LX2 nehme ich noch immer gerne mit.
    Ich arbeite bisher mit Lightroom seit Version 2 bis 5. Version 6 gab es noch für die Offline-Installation, da in den Internet-Diskussionen zu den ersten Releases der Version 6 aber viele Mängel und Probleme genannt wurden, habe ich die nie installiert.
    Mein Foto-Rechner ist komplett offline und war noch nie am Internet. Das hat zwei große Vorteile: Der Rechner bleibt flott, weil weder Windows noch (der nicht vorhandene) Virenscanner Updates bekommen. Die Daten bleiben wirklich bei mir. Dafür muss man die Software von CD o.ä. installieren und aktivieren können, und alle Anleitungen, Hilfen, Tutorials etc. offline verfügbar haben.
    Da die Lightroom-Ära nun zu ende geht, weil nur noch online und extrem teuer, brauche ich eine Alternative. Ich bin gespannt auf weitere Vorstellungen und Vergleiche.

  5. tzoumaz
      Februar 10, 2018 at 5:05 PM
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    Ich selbst habe die Sony-Pro Version 11.0 von C1(70 €). Hier ist noch einmal eine Steigerung weil jetzt eine komplette Ebenenverwaltung implementiert ist, d.h. man kann alle Masken und Korrekturen auf jeder Ebene durchführen. Ich kenne außer C1 und Luminar keinen RAW-Entwickler der eine Ebenenverwaltung hat. Bezüglich Entwicklungsqualität stimme ich diesem Bericht hier voll zu. Da kann in Teilen nur DxO mithalten die Rauschkorrektur Prime ist dort sogar noch besser. DxO hat 2 Nachteile: Keine DB-Basierte Bildverwaltung (DAM) und es kennt keine Ebenen. C1 kennt Kataloge und Projekte hier ist noch einmal ein Unterschied zu Lightroom. Was neue Kameraprofile angeht, werden diese in sog. Minor-Updates kostenlos hinzugefügt. Erst die Major-Updates kosten dann wieder Geld allerdings nicht den vollen Kaufpreis. Ich hatte bis zur Version 5.7 auch mal Lightroom als Kaufversion. Danach begann Adobe mit der Abo-Politik und ich bin als Privatnutzer ausgestiegen.

  6. Hillbilly
      Februar 10, 2018 at 1:13 PM
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    Daß im Moment verstärkt Alternativen zu -insbesondere- Lightroom in den Focus von uns Fotografen rücken, gründet sich auf die unangenehme Ausrichtung von Adobe mit den Abo-Lösungen. Die Kundschaft erst mal ‚an die Nadel bringen‘, zB dadurch, dass DvD-Versionen von LR in der Vergangenheit deutlich preiswerter wurden, dadurch aber auch, daß es ungleich mehr Lernmaterial in Buchform, als Ebooks oder als Lehrvideos gibt. Denn solches Lehrmaterial können Autoren m.A. nach nur mit massiver Unterstützung durch den Hersteller erzeugen…und hier liegt ein deutlicher Schwachpunkt bei nahezu allen Mitbewerbern, bei denen man sich häufig nur über Hilfevideos, die zT noch in Englisch gehalten sind, durchhangeln muss. Ich gehöre nicht zu den Begnadeten, die komplexe Workflows intuitiv erlernen, ich brauche Bücher, ggf ergänzt durch Videos, gerne in Englisch, aber nicht jeder ist so fit im Englischen, dass er sich durch englisch verfasste Fachbücher wühlen kann. Diesen Lernkomfort verlässt man, denn leider haben da die Mitbewerber in der Vergangenheit gepennt. Ich nutze meinen Fähigkeiten entsprechend bisher Lightroom und zusätzlich Elements, das recht preiswert ist – und (wie lange noch, Adobe???) als Offline-Version (DvD) erhältlich ist. Ich befürchte bei Elements , dass Adobe damit auch das Dealen mit der ‚Nadel‘ praktizieren wird. Andrerseits – bliebe Elements wie bisher bei abofreiem Bezug zu attraktivem Preis – wo liegt das Problem, zB C1 und Elements zu verwenden? Den Adobe-Mitbewerbern würde ich dringen raten, Autoren zu gewinnen, die Literatur mit Workshops und Fallstudien kreiieren, so wie es sie für die Adobe-Produkte gibt…
    Das könnte auf mittlere Sicht Adobe zum Nachdenken bringen (wobei ich diese Selbstrefelxion für unwahrscheinlich halte), oder den Mitbewerbern mehr Marktanteile bringen, solange sie von ausschliesslichen Abolösungen absehen. Eins darf man nicht übersehen: Der Abovirus hat inzwischen viele Anbieter von Softwarelösungen verseucht. Versucht zB mal, ein simples Buchführungsprogramm zu bekommen – schon für kleine Vereine oder Unternehmen sind solche im Gegensatz zu früher auch nur noch ‚an der Nadel‘ zu bekommen. Ob dieses eventuell mal ein Feld für Wettbewerbshüter und Verbraucherschützer sein könnte? Würde mich reizen …

  7. Wolfram Becker
      Februar 10, 2018 at 12:48 PM
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    Eine interessante Anregung. Der teilweise Mietzwang von Adobe wird viele Privatnutzer wechseln lassen. Ich arbeite seit Jahren mit LR , bin nach diesem Bericht aber , sollte es bei Adobe weitere Schwierigkeiten geben durchaus zum Wechseln bereit. Allerdings schreckt mich der Preis doch.
    Danke für den Artikel

    1. Hillbilly
        Februar 10, 2018 at 1:14 PM
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      @Wolfram: gebe dir Recht. Sieh meinen Beitrag von 13.13 Uhr..
      lg
      Hillbilly

    2. Dervis Demirovic
        Februar 10, 2018 at 1:19 PM
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      Hallole, Klar, der Preis ist Hoch. Aber bei Adobe kommen übers Jahr Gerechnet auch 140€ für dass Abo zusammen! Ich habe die Abgespeckte Sony-Version und bin Zufrieden. Ich Benutze aber auch Affinity, da ich Verschiedene Kamerasysteme Besitze. Adobe wird Gekündigt, da ich es nicht mehr oft Benutze!

    3. Klaus Freudenberg
      Klaus Freudenberg
        Februar 26, 2018 at 11:41 PM
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      @Wolfram:
      Hallo, der Preis ist natürlich schon happig, aber die neue Adobe Schutzgeld-Erpressung mittels Mietzwang finde ich einfach unterirdisch.
      Aktuell habe ich LR6 auf meinem Desktop im Büro, einem 17″ Dell Studio Laptop und einem Dell XPS Ultrabook installiert. Kostet bei Adobe dreimal und dann sogar mehr als Capture One, das mit einem Kauf drei Installationen zulässt.
      Was mich aktuell abschreckt ist, dass bei einem Umstieg meine bisherigen Arbeiten mit LR nicht mitsamt dem Katalog importierbar sind.

      1. Martin Schwabe
          Februar 27, 2018 at 2:41 AM
        Kommentar bewerten

        Hallo Klaus,

        Adobe lässt die Installation auf einer beliebigen Anzahl von Geräten zu und Du darfst immer zwei Installationen gleichzeitig nutzen. Der Vorgang der An-und Abmeldung lässt sich beliebig oft wiederholen und dauert wenige Sekunden.

        Ich habe Adobe auf 4 Geräten installiert, davon nutze ich zwei häufiger, im Zweifel melde ich eine Installation ab und eine andere an. Funktioniert gut.

        Inwiefern Du für 3 Geräte 3 Lizenzen bezahlst erschließt sich mir nicht.

  8. T.G.
      Februar 10, 2018 at 9:56 AM
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    Viel zu kompliziert, sorry!

  9. Achim
      Februar 10, 2018 at 1:52 AM
    Kommentar bewerten

    Das liest sich alles sehr gut, aber wenn man eine etwas ältere Kamera hat wie ich z.B. von Sony mit jeder Menge an Objektiven, dann steht man bei Phase One voll im Regen. Ältere Modelle werden nicht unterstützt.
    Da ist DXO erheblich flexibler.

    1. Kai
        Februar 10, 2018 at 8:50 AM
      Kommentar bewerten

      Phase One hat einen Kooperationsvertrag mit Sony und die Liste der unterstützten Kameras und Objektive ist beeindruckend lang. Ich würde noch einmal in den release notes genauer nachlesen ob sie wirklich nicht gelistet ist. Ich glaube es gibt für Sony Kunden das Program sogar für die jeweilige Kamera kostenfrei als Vollversion.

  10. Günter
      Februar 10, 2018 at 1:26 AM
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    Ich nutze CO11 pro für Sony und bin begeistert von diesem Programm. Der Artikel bietet einen ersten guten Überblick über Capture One 10. Eine Info über die neuen Möglichkeiten CO 11 sollte fairerweise zeitnah folgen.

  11. Kai
      Februar 9, 2018 at 8:22 PM
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    Noch ein kleiner Nachtrag, die Hilfe Funktion (Handbuch) gibt es nur auf der Phase One Seite und für detailliertere Info ist gutes Englisch Pflicht.

  12. Kai
      Februar 9, 2018 at 8:17 PM
    Kommentar bewerten

    Ich nutze es seit Jahren und es ist meiner Meinung nach um längen besser als Adobe. Ein für mich vor Jahren kaufentscheidender Grund war, dass alles auf meinem Rechner bleibt und kein Internetzugang notwendig ist. Ich weiß nicht wie Lightroom heute ist, aber vor Jahren wurde es nur gestartet, wenn eine Internetverbindung zu Adobe bestand um Daten (Lizenz) und wer weis was sonst noch mit den Servern abzugleichen. Ich halte meine Daten gern ausschließlich auf meinem Rechner, altmodisch oder, aber Stasi lässt Grüßen. Zudem sind Abo-Modelle wie bei Adobe nicht meine Sache.
    Nach kurzer Eingewöhnung und Anpassung der Oberfläche, je nach Gusto, auch mehrere sind möglich, sieht es gar nicht mehr so kompliziert aus. Und die Bildergebnisse sprechen für sich. Wer allerdings Objekte aus Bildern entfernen möchte, kommt um Photoshop nicht herum. Hier ist noch deutlich Potential nach oben. Das ist allerdings zum Glück für mich nicht so von Bedeutung.
    Der Support ist gut und antwortet schnell. Die Implementierung von neuen Kameramodellen bzw. Objektiven kann zum Teil sehr lange auf sich warten lassen. Das wird mit der besonderen Vorgehensweise erklärt, na ja muss man halt glauben. Zu meinem Ärger werden manche Kameras (neuestes Modell) einfach nicht berücksichtigt. War aber nicht ganz so tragisch, da ich sie nach kurzer Probierphase wieder verkauft habe.
    Zusammengefasst, ein super RAW Konverter, der zumindest für mich kaum Wünsche offenlässt und super Ergebnisse liefert.

    1.   Februar 19, 2018 at 5:30 PM
      Kommentar bewerten

      Zitat „Wer allerdings Objekte aus Bildern entfernen möchte, kommt um Photoshop nicht herum.“
      Da kann ich widersprechen, denn es gibt auch noch Gimp (für jpeg), Raw Therapy, Darktable (für RAW- Formate), alle ursprünglich für Linux entwickelt aber inzwischen auch für Windows erhältlich und kostenlos.

      1.   Februar 19, 2018 at 5:33 PM
        Kommentar bewerten

        Bei RAW gibt es aber das Problem, dass diese Open Source- Programme für neuste Kameras nicht richtig funktionieren, da es immer eine Weile dauert, bis die entsprechenden Daten eingearbeitet worden sind.

    2. Hans Albrecht
        Dezember 12, 2018 at 12:04 PM
      Kommentar bewerten

      Hallo Kai,
      Du hast jahrelange Erfahrung mit Capture One, ich möchte es kennenlernen. Habe eine Testversion 12 installiert, da läuft fast nichts. Du schreibst, guter Service, bitte gib mir die Ansprechadresse durch.
      Viele Grüße
      Hans

  13.   Februar 9, 2018 at 7:21 PM
    Kommentar bewerten

    Die Lizenz für Capture One Pro 11 kostet derzeit 279 Euro,
    die im obigen Artikel genannten Preise sind wohl nicht mehr so aktuell.
    Ebensowenig die besprochene Softwareversion.

    1. Emmes vom Dorf
        Februar 11, 2018 at 1:20 PM
      Kommentar bewerten

      Die 279,- EUR sind netto, macht mit Märchensteuer 332,- EUR.
      Ich nutze es seit Version 5, bin zufrieden. Einziger Kritikpunkt wären die Ordnerorgien, die C1 feiert. Da muss man erst mal durchsehen…

  14. Helmut
      Februar 9, 2018 at 7:14 PM
    Kommentar bewerten

    Wer keine Bildkomposition vorhat, ist mit Capture One („C1“) nach meiner Meinung sehr gut beraten. Die bearbeiteten Fotos werden erstklassig. Anpassen, Klonen und Reparatur bei C1 löst dieses Programm in hervorragender Weise.
    Ich selber habe mich auf C1 eingearbeitet und möchte es nicht mehr Missen.
    Liebe Grüsse Helmut

  15. DGerlach
    DGerlach
      Februar 9, 2018 at 6:40 PM
    Kommentar bewerten

    Gibt es zu dem Programm auch ein geignetes Hanbuch? Wie schneidet es im Vergleich zu Paint Shop pro ab, das auch zur Bearbeitung von RAW Dateien empfohlen wird?

  16. Alfons Niklaus
      Februar 9, 2018 at 6:33 PM
    Kommentar bewerten

    Ihr Beitrag zu Capture One hat mich neugierig gemacht. Eine Frage habe ich noch. Bei Lightroom, was ich seit langem nutze, muss ich, wenn neue Kameras dazu kommen, auf neueste Version updaten. Und die bekomme ich nun zur Miete. Ich bin also lebenslänglich an Adobe gebunden und muss lebenslänglich bezahlen. Abobe macht mich also zwangssüchtig!
    Wie ist das nun bei Capture One?? Bekomme ich Updates auf neueste Kameras kostenlos oder laufe ich Gefahr demnächst, ebenso wie von Adobe, völlig abhägig zu werden?

    1. Klaus
        Februar 9, 2018 at 9:27 PM
      Kommentar bewerten

      Abhängig ist man immer.

      Bei C1 gibt es kostenlose Updates innerhalb einer Major Version. z.B 10x oder 11.x
      Modelle welche unter 10.x nicht unterstützt werden erfordern also zwingend einen Upgrade auf die aktuelle Version. Dieser ist jedoch in einem preislich vertretbaren Rahmen um die 100€.

      Ich nutze C1 nun seit 7.x und habe irgendwann den Sprung auf 10.x gemacht. 11 werde ich wohl auslassen und bei 12 ggf wieder einen Upgrade machen.

      Für mich kein Problem da meine Kameras in der Regel nicht alle paar Monate erneuert werden.

    2. tzoumaz
        Februar 10, 2018 at 4:27 PM
      Kommentar bewerten

      Wenn du die Version 11 kaufst, sind die sog. Minor-Updates im Preis enthalten. Also theor. bis Version 11.9. Kommt allerdings ein neues Major Update z.B. Version 12 dann mußt du den Upgrade Preis zahlen.

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