Weißt Du, was ein Fischauge ist?

fischauge-teaser

In Zusammenarbeit mit SIGMA

Viele Fotografen legen Wert darauf die Welt, die sie sehen, möglichst perfekt abzubilden. Jede Linie muss bis in die äußerste Ecke gerade sein, die Schärfe muss knacken und jeder noch so kleine optisch bedingte Abbildungsfehler muss ausgemerzt werden. Kann man machen, muss man aber nicht machen.

Wir haben Dir in den vergangenen Artikeln schon einige Optiken vorgestellt (1,2), die diese Kriterien erfüllen. Wir haben Dir aber auch andere Optiken gezeigt, die bewusste Unschärfen und Bildfehler haben und diese gezielt zur kreativen Bildgestaltung nutzen. In diesem Beitrag wollen wir mit Dir einen Blick auf das unterste Ende der möglichen Brennweiten werfen und werden damit die Ebene des perfekten Abbildes der Natur verlassen. Wir wollen Dir aber zeigen, dass solche – zugegeben spezialisierten – Linsen völlig neue kreative Spielräume bieten. Gemeint sind so genannte Fischaugen.

Ist das sinnvoll? Diese Antwort musst Du Dir selbst geben. Wir mögen unsere Fischaugen sehr und setzen sie oft ein. Sie bilden unsere Umgebung völlig anders ab, sind nicht einfach in der Anwendung, bieten aber ganz neue kreative Ansätze. Und wir zeigen Dir am Ende auch noch, dass man trotzdem ganz „normale“ Fotos daraus machen kann, wenn man denn möchte.

Was ist denn nun ein Fischauge?

Der Name ist hier Programm. Die Bezeichnung Fischauge bzw. die englische Bezeichnung Fisheye weist tatsächlich darauf hin, dass sich die Augen von Fischen meist seitlich am Kopf befinden und damit auf der jeweiligen Seite einen Bildwinkel von fast 180Grad haben. Sie können damit zwar nicht oder nur sehr begrenzt räumlich sehen, aber haben in Summe mit beiden Augen einen nahezu kompletten Rundumblick. Damit können sie auch den Fressfeind sehen, wenn er sich von hinten nähert.

Links das SIGMA 8mm F3,5 EX DG Zirkular-Fisheye, rechts das SIGMA 12-24mm F4 DG HSM | Art - eine aufwendig korrigiertes Superweitwinkel, dass rechteckige Fotos liefert. Das Foto zeigt auch in etwa den korrekten Größenvergleich (Fotos: SIGMA)
Links das SIGMA 8mm F3,5 EX DG Zirkular-Fisheye, rechts das SIGMA 12-24mm F4 DG HSM | Art – ein aufwendig korrigiertes Superweitwinkel, das rechteckige Fotos liefert. Das Foto zeigt auch in etwa den korrekten Größenvergleich (Fotos: SIGMA)

Das Fischauge als Objektiv macht im Grunde dasselbe. Es hat einen Bildwinkel von ca. 180 Grad in alle Richtungen. In alle Richtungen bedeutet, dass dieser Bildwinkel auch nach oben und nach unten abgebildet wird.

Wie geht das bei einem rechteckigen Sensor, der breiter als hoch ist?

Die Antwort ist im Grunde einfach: Indem nicht der gesamte Sensor genutzt wird, sondern nur ein Teil davon. Denn ein (zirkulares) Fisheye ergibt ein kreisförmiges Bild. Das Objektiv belichtet also nicht den ganzen Sensor. Der ungenutzte Teil bleibt schwarz und bildet damit einen kreisförmigen Rahmen um das eigentliche Foto.

SIGMA 8mm F3,5 EX DG Zirkular-Fisheye an einer Canon EOS 7D II
SIGMA 8mm F3,5 EX DG Zirkular-Fisheye an einer Canon EOS 7D II

Ob Du auf dem Foto den vollen Bildkreis siehst, hängt ganz wesentlich von der Sensorgröße ab und ob das Objektiv für das Kleinbildformat (FX) oder das APS-C-Format (DX) gerechnet ist. Du kannst ein Fisheye für Kleinbildformat auch an APS-C verwenden, dann werden aber von dem Bildkreis oben und unten Teile abgeschnitten und Du verlierst in diese Richtung die 180 Grad Bildwinkel.

Umgekehrt (wenn es denn passen würde) wäre es überhaupt nicht sinnvoll: Ein Fisheye für APS-C gerechnet, würde auf einem Kleinbildsensor nur einen sehr kleinen Bildkreis produzieren und damit die mögliche Auflösung – bezogen auf die Pixelzahl – unnötig reduzieren.

Betrachten wir die Fotos einmal genauer

Um die Funktionsweise eines Fisheye-Objektives genauer zu verstehen, schaue Dir bitte nachfolgende Aufnahme genauer an:

Wie zu erwarten, siehst Du ein kreisförmiges Foto mit einem enormen Bildwinkel (Wie groß der tatsächlich ist, zeigen wir Dir noch in einem direkten Vergleich zu einem „normalen“ Weitwinkel.) Ich habe extra eine Architekturaufnahme als Beispiel gewählt, weil für die nachfolgenden Betrachtungen möglichst gerade Linien nötig sind. Einfach, weil sie die Funktion des Objektivs plausibel darstellen.

Betrachte zuerst die senkrechten und waagerechten Linien in der Bildmitte zu den Rändern hin. Sie bleiben fast gerade und unverzerrt. Je weiter die Linien zum Rand hingeraten, umso stärker werden sie „verbogen“, um zum Bildrand fast kreisförmig zu verlaufen.

Motive werden daher immer dann proportional annähernd korrekt wiedergegeben, wenn sie mittig (zentriert) fotografiert werden. Es ist bei den heutigen Auflösungen der Sensoren problemlos möglich, einfach einen Ausschnitt aus dem Bildkreis zu machen und ihn wie ein normales Foto zu verwenden.

Gebäude nach Objektivkorrektur

Die Schärfe

Ist Dir aufgefallen, dass die Fotos eine fast durchgehende Schärfe haben? Die Aufnahmen wurden fast alle mit Offenblende gemacht, die bei diesem Objektiv bei einer Blende von f/3,5 liegt. Hier kommen wir zu einer Besonderheit eines Fischauges. Aufgrund der geringen Brennweite ist eigentlich immer alles scharf. An einem Kleinbildsensor ist bei f/3,5 der Bereich von ca. 30cm bis unendlich scharf, bei f/8 sogar schon ab ca. 19cm.

Wenn das Motiv sich selbst nicht bewegt, kannst Du Aufnahmen mit 1/10 Sek. noch problemlos Freihand machen, Verwacklungen wirst Du nicht feststellen. Du siehst: Mit einem Fischauge ist es quasi unmöglich, unscharfe Aufnahmen zu bekommen.

Immer rund ist anstrengend. Ein Vergleich

Bevor ich Dir anhand unterschiedlicher Motive zeige, wie vielfältig sich ein Fischauge einsetzen lässt, möchte ich Dir einen kleinen Vergleich zeigen. Er soll zeigen, was aus dem ursprünglich runden Bild des Fischauges machbar ist.

Ich nehme folgendes Beispiel:

Gebäude mit Fischauge fotografiert
SIGMA 8mm | 1/1.000 Sek. | f/3.5 | ISO 100

Ich bin der festen Überzeugung, dass sich dieses Foto an einem geeigneten Ort durchaus gut an der Wand machen würde – ausgedruckt auf schönem Papier, in entsprechender Größe und in einem passenden Rahmen. Nun mag aber nicht jeder rund oder nicht jeder mag immer rund, sondern vielleicht nur manchmal. Und was soll ich sagen? Es ist eigentlich kein großes Problem mit den modernen Rechnern und der passenden Software aus dem runden Motiv ein ganz „normales“ rechteckiges Foto zu machen. Adobe Photoshop und Lightroom (genauer: das in beiden Programmen enthaltene ACR – Adobe Camera RAW) haben fertige Profile integriert, mit denen die Umrechnung ein Klacks ist.

Gebäude nach Objektivkorrektur

Dieses Foto wurde in Adobe Photoshop mittels der Funktion Filter -> Objektivkorrektur bearbeitet. Photoshop erkennt das Kameramodell und das Objektiv anhand der eingebetteten EXIF-Daten. Danach noch ein wenig die stürzenden Linien ausrichten und schon hast Du eine fast normale Weitwinkelaufnahme. Der Schatten lässt sich übrigens nicht vermeiden, wenn Du die Sonne im Rücken hast, denn bei diesem Bildwinkel von 180 Grad beginnt die Aufnahme praktisch an Deinen Fußspitzen.

Ein anderer Weg geht über Lightroom (ACR), das auch eine Möglichkeit zur Korrektur enthält.

Die Fotos sind an unterschiedlichen Tagen entstanden, aber ungefähr zur selben Uhrzeit, wie Du an den Schatten erkennen kannst. Sicher ist der Vergleich etwas unfair, da das linke Bild nicht nachbearbeitet wurde (es stammt aus dem Artikel über Superweitwinkel). Für den Vergleich reicht es aber aus. Du siehst, dass auf dem rechten Foto viel mehr zu sehen ist. Ich habe für die Aufnahmen an derselben Stelle gestanden. Das rechte Foto zeigt deutlich mehr Tiefe und sieht so aus, als würde ich deutlich weiter weg stehen.

Ich zeige Dir ein anderes Beispiel, das es vielleicht noch deutlicher macht:

Für das linke Foto habe ich mit dem Rücken an dem Gebäude hinter mir gestanden, für die rechte Aufnahme konnte ich locker 5 Meter näher herangehen. Ich hätte sogar noch näher gehen können, allerdings wären dann die Verzeichnungen zu groß geworden.

Ich habe das Foto dann schnell durch Photoshop geschickt (hat ungefähr 30 Sekunden gedauert):

Wenn Du das rechte Foto mit der Aufnahme oben links vergleichst (das ich mit dem SIGMA 12-24mm F4 DG HSM | Art aufgenommen habe), dann wirst Du wenige Unterschiede finden. Farbliche Abweichungen liegen nicht an den Objektiven, sondern an den unterschiedlichen Aufnahmetagen und den Wetter-Unterschieden (beide Tage waren sonnig, aber einmal war das Wetter klar, an dem anderen Tag recht diesig). Ganz ehrlich, siehst Du große Unterschiede?

Nun wirst Du vielleicht (zu Recht) fragen, warum Du Dir diese ganze Bearbeitung und Ausschneiderei antun sollst, wenn Du doch einfach ein Weitwinkel nehmen kannst, das von vornherein den korrekten und gewünschten Ausschnitt, und dabei dann auch noch mehr Pixel liefert. Mit dieser Aussage hast Du sicherlich Recht und zwar immer dann, wenn Du ausreichend Platz hast, um Dich soweit vom Motiv zu entfernen, dass Du es komplett auf das Foto bekommst.

Ist der Platz zu gering (was gar nicht so selten vorkommt), dann hilft Dir nur ein Fischauge. Und diese besonderen, runden Aufnahmen kannst Du eben auch nur mit einem Fischauge erzeugen.

Das Fischauge in der Praxis

Wo kannst Du denn ein Fischauge einsetzen? Wird der Effekt nicht irgendwann langweilig? Nein. Ich finde nicht, dass der Effekt langweilig wird. Denn dann würden wir ja auch irgendwann rechteckige Fotos langweilig finden. Zudem habe ich ja gezeigt, dass es nicht schwer ist aus einem Foto, dass mit dem Fischauge aufgenommen wird, ein „normales“ rechteckiges Foto zu machen.

Um Dir zu zeigen, dass auch ein Fischauge sehr vielfältig eingesetzt werden kann, habe ich mich nach den Aufnahmen des Schlosses einfach spontan auf den Weg gemacht und habe ein wenig probiert. Die besten Ergebnisse möchte ich Dir hier zeigen und dazu einige erklärende Worte verlieren. Einzig ein spannendes Thema werde ich Dir heute nicht bieten können: Landschaftsaufnahmen. Ich bin der festen Überzeugung (und werde es auch im Verlaufe des Jahres noch probieren), dass sich mit einem Fischauge auch sehr spannende Aufnahmen von Landschaften und Wäldern machen lassen. Der Februar ist dafür aber nicht der passendste Monat.

Architektur

Ich habe Dir schon Außenaufnahmen gezeigt (nämlich das Schloss). In der Nähe steht eine Kirche. Sie ist umgeben von Häusern und es gibt kaum einen Ort, von dem aus sich die Kirche komplett auf einem Foto aufnehmen lässt. Ich bin daher in die Kirche gegangen und habe einige Innenaufnahmen gemacht:

Die EXIFs zu den den Aufnahmen: SIGMA 8mm | f/3,5 | 1/30 Sek. | ISO-Automatik (variiert bei den Aufnahmen zwischen ISO 200 – 1.600). Links siehst Du immer die Originalaufnahme ohne Bearbeitung. Rechts die korrigierte Aufnahme (Lightroom: Objektivkorrektur über die vorhandenen Korrekturdaten des Programms).

Gerade in der zweiten und dritten Zeile der Galerie siehst Du rechts die Probleme der Korrektur: Die Stühle wirken doch deutlich verzerrt, in der dritten Reihe sogar eher wie Bänke. Für den Perfektionisten ist die Verzerrung an den Rändern sicher des Guten zu viel. Allerdings fällt sie gar nicht auf, wenn Du Dich bei der Betrachtung auf die Bildmitte konzentrierst. Denn auch das menschliche Auge bildet an den Rändern des Sehfeldes nicht unverzerrt ab.

Was mir sehr gefällt: Die Bilder bekommen durch die geringe Brennweite eine sehr große Tiefe. Für mich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ein Fischauge sehr gut dafür geeignet ist, um Aufnahmen von Innenarchitektur zu machen. Insbesondere, wenn es eng zugeht oder keine Zeit ist, um aufwendig mehrere Aufnahmen für ein Panorama zu machen.

Natur und Landschaft

Kahle Bäume und fehlender Schnee laden nicht gerade dazu ein, beeindruckende oder schöne Fotos zu machen. Ich habe am See trotzdem probiert, was möglich ist und möchte Dir die Ergebnisse zeigen. Sie werden sicher keinen Preis gewinnen, reichen aber aus, um Dir einen Eindruck von den Möglichkeiten zu geben. Mit ein wenig Phantasie wirst Du Dir vorstellen können, ob Du so eine Brennweite in Deiner Fotoumgebung wirst einsetzen können.

Dieses Beispiel zeigt Dir ein wenig die Grenzen des riesigen Bildwinkels. Die eigentlich schönen Eisformationen kommen durch die ungewohnte Perspektive überhaupt nicht zur Geltung. In der korrigierten Version erst recht nicht. Hier wäre sicher das späte Frühjahr mit warmen Farben, viel frischem Grün und tiefblauem Himmel besser für die Wirkung.

Dieses Foto habe ich hauptsächlich wegen der linken Seite ausgewählt. Ein Fischauge hat aufgrund des großen Bildwinkels aus nachvollziehbaren Gründen keine Streulichtblende. In dem eigentlich schwarzen Bereich kannst Du sehen, wie bei dieser (fast) Gegenlichtaufnahme die Reflexionen an den Objektivrändern und Kanten tief in das Objektiv hinein streuen. Dies würde auch bei anderen Brennweiten ohne Streulichtblende passieren, wenn Du sie in ähnlicher Situation einsetzt. Das Streulicht fällt nur nicht so deutlich auf, da andere Brennweiten diesen schwarzen Rahmen nicht produzieren.

Die korrigierte Version zeigt ein Hochformat. Fällt Dir auch auf, dass die massiven Verzerrungen und Aberrationen im Vergleich zu dem vorhergehenden Beispiel deutlich geringer ausfallen?

Nachdem ich nun festgestellt habe, dass Landschaften nicht funktionieren, habe ich versucht, über die Fokussierung auf ein Objekt und dem nahen Herangehen zu arbeiten. Dazu bot sich dieser umgestürzte Baum an. Ich denke, dieses Beispiel zeigt deutlich: Näher dran ist bei Fischaugen oft keine schlechte Idee.

Tiere

Im ersten Moment mag das Thema Tierporträt und Fischauge nicht zusammenpassen, denn man vermutet bei dem Fischauge ja böse Verzerrungen. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich dies nicht auch ausprobiert hätte. Meine Nachbarn haben einen Welpen bekommen. Da Welpen von Natur aus neugierig sind, hat der kleine Hund sich nicht an der von mir benötigten Nähe gestört. Teilweise musste ich mich dem Tier bis auf wenige Zentimeter nähern.

Diese Fotos habe ich bewusst nicht durch die Objektivkorrektur geschickt, da ich fand, dass der Kreis einen durchaus schönen Rahmen bildet und auf den Welpen fokussiert. Auch die Verzerrungen hielten sich in sehr vertretbaren Grenzen.

Taugt ein Fischauge also für Tierfotografie? Bilde Dir selbst ein Urteil.

Abstrakte Motive

Im Rahmen meiner Versuche habe ich nach Motiven gesucht, bei denen die optische Verzerrung, bewusst eingesetzt, ein langweiliges Motiv interessanter macht. Gefunden habe ich geometrische Strukturen, die bei sorgfältiger Ausrichtung tatsächlich erstaunlich schöne optische Effekte aufweisen. Findest Du heraus, was ich da fotografiert habe?

Geheimnisvolles Objekt aus Beton
8mm | 1/500 Sek. | f/3.5 | ISO 100

 

Geheimnisvolles Objekt 2
8mm | 1/400 Sek. | f/3.5 | ISO 800

Tatsächlich mag ich diesen Effekt sehr gern und mir persönlich gefallen diese beiden Fotos sehr gut. Vermutlich können solche Aufnahmen noch besser wirken, wenn man noch andere, vielleicht sogar sehr farbige Motive findet. Nun aber zur Auflösung: Im oberen Foto habe ich eine Bank an der Promenade aus Beton fotografiert und im unteren Foto einen Heizkörper in einem Gebäudetreppenhaus. Hättest Du es erkannt?

Panorama und HDR

Zu guter Letzt noch ein paar Impressionen ohne große Erklärungen. Ich habe sozusagen den Blick aus meinem Büro aufgenommen und dabei die kamerainterne HDR-Funktion genutzt. Durch den großen Bildwinkel muss die Kamera oft auch große Kontraste bewältigen.

Links siehst Du wie üblich die Originalaufnahme, rechts die Variante nach Objektivkorrektur. Da in den Ecken keine Motivdetails vorhanden sind, fallen hier keine Verzerrungen oder Aberrationen ins Gewicht. Die EXIFs für diese Bilder sind: 3 Aufnahmen pro HDR | SIGMA 8mm | 1/1.600 Sek. | f/3,5 | ISO 100 | +/- 2 EV.

Fazit

Ich habe versucht, Dir die Bandbreite dieses sehr speziellen Objektivtyps zu zeigen. Ich bin dabei an Grenzen gestoßen, habe für mich aber auch sehr interessante und spannende Wege gefunden und Motive neu entdeckt. Aufgrund seines speziellen Abbildes der Natur hätte ein Fischauge für mich nicht die oberste Priorität bei der Suche nach einem neuen Objektiv.

Wenn Du aber Freude daran hast, Dinge anders zu sehen und zu zeigen und ungewöhnliche Sichtweisen magst, dann ist ein Fisheye sicher eine interessante Variante. Zum Abschluss die übliche Frage: Konntest Du mit dem Artikel etwas anfangen? Hast Du etwas gelernt? Ist es für Dich ok, wenn wir neben Grundlagen und Tutorials zu anderen Themen ab und an auch mal so spezielle Themen bringen?

 

Wie hat Dir dieser Artikel gefallen?

11 Kommentare

  1. Karin
      April 13, 2017 at 1:13 PM
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    Diesen Artikel fand ich sehr interessant, denn er bringt auch für das eigene Fotografieren eine Menge neue Ideen.
    Zu der Frage, ob weitere Artikel dieser Art erwünscht sind, kann ich nur sagen: JA! Zum Beispiel auch für Tilt-Shift Linsen, oder auch einen anderen Einsatz von Makroobjektiven.
    Also vielen Dank und weiter so.

  2. Heinrich Winkler
      März 8, 2017 at 11:29 PM
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    Dein Artikel gefällt mir und motviert mich das Objekiv wieder einmal auszuführen.
    Bei mir ist leider das 8-15mmf4L ein bisschen in Vergessenheit geraten.
    Du hast mich mit Deinen Artikel wieder angestupst. Danke

  3. Charles HUBY
      März 8, 2017 at 3:17 PM
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    Hello,
    Many thanks for your very complete analysis of the topic: I’m seriously planning the acquisition of a Fisheye lens. Could you remind me the name of the castle and its location?

    1. Martin Schwabe
        März 9, 2017 at 11:54 AM
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      It’s called Plöner Schloß (Ploen castle) you will find it in Plön, Schleswig-Holstein (about 100 km north of Hamburg)

  4. Wolfgang Schmidt
      Februar 26, 2017 at 11:14 AM
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    Danke für den beitrag.
    Ich habe mir vor3 Monaten ein Fisheye (Walimex pro, 7,5mm f3,5) zugelegt. An meiner Olympus sind das umgerechnet zwar “nur” 15mm, aber der Fiseye Effekt kommt immer noch gut zur Geltung. Habe seit dem etliche Architekturfotos damit gemacht un d möchte das Objetiv noicht mehr missen. Eine Korrektur der “Verzeichnung” nehme ich nur selten vor, weil ich einfach das Objektiv so einsetze, das es seine Wirkung entfalten kann. Man muß eben ein wenig probieren mit den Blickwinkeln.
    hg, Wolfgang

  5. Wolfgang Schuele
      Februar 25, 2017 at 10:56 AM
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    Interessante Gesichtspunkte, die es wert sind ausprobiert zu werden. Ich hatte mich zuletzt gegen ein Circular Fisheye entschieden, da ich den Einsatzzweck als reichlich begrenzt angesehen habe, und mir stattdessen ein gut korrigiertes Ultra-Weitwinkel gekauft. Ich finde nämlich, man sieht sich an den runden Bildern schon satt. Die rechteckigen Bilder entsprechen doch mehr dem Empfinden des menschlichen Auges. Vielleicht wäre ein Fisheye für mich doch eine vielseitigere Alternative gewesen.

  6. Norbert
      Februar 25, 2017 at 8:22 AM
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    Verdammt interessant, besonders in Verbindung mit der Objektivkorrektur. Ich werde das mal in der Makrofotografie testen. Vieleicht lässt sich damit das Problem der zu geringen Tiefenschärfe zumindest verringern.

  7. Hussian Helmut
      Februar 24, 2017 at 6:48 PM
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    Ein sehr gut erklärter Beitrag über ein nicht alltägliches Objektiv.
    Ich verwende es sehr gerne für Nahaufnahmen kleinerer Objekte, Landschaft und natürlich auch Architektur. Dabei entstanden beeindruckende Fotos. Der Bildwinkel von 180° ist aber gewöhnungsbedürftig. Ich muss immer aufpassen damit ich meine, den Fotoapparat haltenden Hände nicht auch noch im Bild habe.

  8. Ingrid Buenaventura
      Februar 24, 2017 at 6:07 PM
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    Ich persönlich kann mit dieser Art zu fotografieren nichts anfangen, bin eher naturalistisch eingestellt. Aber ich finde es gut, dass alle Themen so gut behandelt werden, denn jeder hat eine etwas andere Vorstellung vom Fotografieren und ihr tragt so zum Know How bei.

  9. Bernd Kühn
      Februar 24, 2017 at 5:45 PM
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    Der Artikel war äußerst interessant.Ich habe dieses Objektiv schon bei Hochzeitsaufnahmen in engen Gebäuden genutzt.Alles okay.

  10.   Februar 24, 2017 at 5:28 PM
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    Total interessant und eindrückliche Bilder. Gerade bei der Tierfotografie fand ich die Bilder sehr gut, denn wie du sagst, entspricht es auch ein bisschen unserer natürlichen Sichtweise. Zum Teil malen Aquarellmaler in ähnlicher Art, statt der Unschärfe bei den Fotos zeichnen sie die Umgebung einfach unscharf oder farbloser.
    Der Artikel war prima. Danke.

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