Das solltest Du über Rechteckfilter wissen

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Wir haben in diesem früheren Artikel schon ein wenig Grundlagen bezüglich der Verwendung von Filtern in der Digitalfotografie vermittelt.

Wann machen sie Sinn und wo machen sie in der Digitalfotografie gar keinen Sinn? Mit dieser kleinen Reihe, möchte ich mich an die etwas fortgeschritteneren Fotografen wenden und ein wenig Wissen um ein spezielles, aber effektives Zubehör vermitteln, das sich in der Bildbearbeitung nur schwer und in manchen Fällen sogar gar nicht nachahmen lässt.

Es geht um Rechteckfilter und hier im Speziellen um verschiedene Grau- und Grauverlaufsfilter.

Es gibt diese Filter auch als Schraubfilter, aber in der Version als Rechteckfilter, in der ich sie Dir hier vorstelle, haben diese Filter einige wichtige und entscheidende Vorteile gegenüber den runden Schraubversionen.

Ich habe zwei Sets im Einsatz. Es handelt sich dabei nicht um Testversionen, sondern, wie immer bei uns, um Zubehör, das ich aus freien Stücken für meine tägliche Arbeit nutze.

  • Einmal eine günstige Variante
  • und einmal eine deutlich teurere Variante.

Ich werde Dir erläutern, wann die einfache Variante ausreicht und wann es Sinn macht, in Qualität zu investieren.

Dänien005
Panorama von der dänischen Nordseeküste. Es war an sich ein diesiger Tag. Polfilter und Grauverlaufsfilter haben die extremen Helligkeitsunterschiede zwischen Himmel und Strand reduziert und dem Himmel seine blaue Farbe zurück gegeben.

Was ist ein Rechteckfilter?

Ein Rechteckfilter ist – wie der  Name schon sagt – rechteckig oder quadratisch. Er besteht entweder aus Kunststoff oder aus Glas. Der Kunststoff ist durchgefärbt, die Glasfilter sind beschichtet und vergütet.

Um die Filter vor dem Objektiv zu befestigen, benötigst Du eine spezielle Halterung, die mittels Adapterringen an den Objektiven mit unterschiedlichen Gewindedurchmessern befestigt wird. Die eigentliche Halterung wird dann auf den Adapterring gesetzt oder aufgeschoben.

 

Schon bei der Befestigung merkst Du erste Unterschiede:

Das Set von Cokin ist komplett aus Kunststoff (bis auf die Adapterringe) und wird zusammengesteckt, während das Set von Rollei aus sehr präzise gefertigtem Aluminium besteht und damit wesentlich haltbarer und leichtgängiger ist.

In beiden Fällen kannst Du in einem speziellen Fach des Halters einen Polfilter einsetzen. Dieses Fach ist so ausgelegt, dass der Polfilter gedreht werden kann. Bei Cokin erfolgt dies über einen geriffelten Rand am Filter selbst, bei Rollei findest Du ein kleines Stellrad, das sehr leichtgängig den Polfilter dreht und eine präzise Ausrichtung erlaubt, so wie es bei Polfiltern gewünscht ist.

Weiter vorn findest Du dann die eigentlichen Filterhalter in Form von drei Einschüben, in die Du bis zu drei Rechteckfilter gleichzeitig einsetzen kannst, um deren Effekte miteinander zu kombinieren. Du kannst also in beiden Fällen drei Filter und einen Polfilter zusammen verwenden. In der Theorie geht dies auch mit Schraubfiltern, in der Praxis wird es dann aber aus zwei Gründen sehr unhandlich:

1. Ein Polfilter muss drehbar sein. Manche Polfilter zum Schrauben haben daher einen kleinen „Griff“ zur besseren Handhabung. Sie drehen dann aber den Grauverlaufsfilter mit und es ist eine sehr fummelige Angelegenheit, diese Ringe zu bedienen.

Drehrad-Rollei
Über dieses kleine Rädchen lässt sich der Polfilter des Rolleisets komfortabel und präzise ausrichten

2. Gerade wenn Du gern mehrere Filter kombinierst, ist die ständige Schrauberei auf Dauer nervend und zeitraubend. Bei den Rechteckfiltern kannst Du einfach einen beliebigen Filter aus der Halterung schieben und die anderen in ihrer Position lassen, während Du bei den Schraubfiltern gegebenenfalls alle Filter erst einmal auseinander schrauben musst, um sie dann in der neuen Kombination wieder zusammen zu setzen.

Es gibt noch weitere Vorteile von Rechteckfiltern, dazu komme ich dann aber später bei den Bildbeispielen. Jetzt erst einmal ein paar Grundlagen:

Graufilter

Graufilter haben die Eigenschaft, dass Du dem Foto im ersten Moment nicht ansiehst, dass bei der Aufnahme ein Filter zum Einsatz kam.

Sie verhalten sich bezüglich der Farben und Kontraste im Normalfall völlig neutral. Daher findest Du in den Bezeichnungen der Filter sehr häufig die Bezeichnung ND. Diese Abkürzung steht für Neutral Density – Neutraldichte. Im Idealfall wird die durchgelassene Lichtmenge einfach nur reduziert.

An diesem Punkt trennt sich schnell die Spreu vom Weizen.

Während bei der Verwendung eines einzelnen Filters sich die Farben kaum verändern, kannst Du bei der Kombination mehrerer Filter unter Umständen meist einen Rotstich in Deinen Fotos feststellen.

Dieser Rotstich ist in der Bildbearbeitung nur schwer zu beseitigen.

FSU2
Eine Kombination aus Graufilter und Verlaufsfilter. Der Graufilter hat die Belichtungszeit so verlängert, dass bei dem Sturm der wehende Sand die Strukturen des Strandes weich auflöst, der Verlaufsfilter hat die Farbe und Struktur der Wolken zurückgeholt, ohne den Strand selbst abzudunkeln.

Er resultiert daraus, dass einfachere Graufilter zwar das sichtbare Licht neutral absperren, die Filterwirkung aber nicht in den Infrarotbereich hineinreicht. Infrarotlicht wird aber von dem Bildsensor in geringen Mengen aufgezeichnet und als Rot dargestellt.

Die Kunststofffilter von Cokin zeigen diesen Effekt deutlich, die Foto Filter von Rollei sind deutlich besser austariert. Dort habe ich auch bei der Kombination von drei Filtern keinen Rotstich feststellen können.

Graufilter aus Kunftstoff
Einfache Graufilter aus Kunststoff (noch neuwertig)

 

Graufilter-Rollei
Graufilter der Firma Rollei (ND8 und ND64), die Umrandung aus festem Schaumstoff dichtet die Filter gegeneinander ab und reduziert so Streulicht

Verschiedene Versionen von Graufiltern

Graufilter gibt es in sehr vielen unterschiedlichen Versionen.

Anhand der Bezeichnung lässt sich erkennen, um was für einen Filter es sich handelt. Leider sind die Bezeichnungen der Hersteller nicht konsistent und daher nicht 1:1 vergleichbar. Du solltest daher vor dem Kauf die technischen Spezifikationen der Graufilter genau lesen, damit Du vorher weißt, was Du später bekommst, wenn Du einen oder mehrere Filter bestellst.

Um ein wenig Licht in das Dunkel der Bezeichnungen zu bringen, habe ich Dir eine kleine Tabelle zusammengestellt.

Dazu nehme ich einfach mal an, dass Du ein Motiv vorfindest, das folgende Belichtung erfordert:

1/4.000 Sek. f/5.6 bei ISO 100 (es ist also recht hell).

Ich nehme weiterhin an, dass Du nun ein Motiv fotografieren möchtest und weniger Schärfentiefe benötigst, Dein Objektiv liefert theoretisch auch f/2. Nun hast Du ein Problem, denn weniger als 1/4.000 Sek. liefert Deine Kamera nicht, für f/2 benötigst Du aber theoretisch 1/32.000 Sek. (bei konstantem Licht). In diesem Fall kann Dir ein Graufilter helfen, der das einfallende Licht in dem Maß reduziert, in dem Du die Blende öffnen willst.

Der andere Fall: Du benötigst eine längere Belichtungszeit. Nehmen wir 1/15 Sek. an. Nun kannst Du die Blende schließen. Mit f/22 kommst Du dann auf 1/250 Sek. Das reicht nicht. Zudem schlägt der Effekt der Beugungsunschärfe zu und Du möchtest vielleicht weder so eine große Schärfentiefe, noch die leichte Unschärfe im Gesamtbild, wie sie durch die Beugungsunschärfe verursacht wird.

Auch hier kann Dir ein Graufilter helfen, das Foto in der Form zu machen, wie Du es Dir vorstellst.

Lange Rede kurzer Sinn: nachfolgend möchte ich Dir eine kleine Tabelle an die Hand geben, die Dir helfen wird, die Bezeichnungen auf Graufiltern zu entschlüsseln und in konkrete Einstellungen umzusetzen.

Wobei ich ganz klar mitgeben will: Die Belichtungsmessung der Kamera wird den Effekt des Graufilters automatisch berücksichtigen, die Tabelle wird Dir eher helfen vorher den richtigen Filter zu wählen.

Graufilter-Bezeichnungen entschlüsseln – Vergleichstabelle:

Neutraldichte-Vergleichstabelle

Diese Tabelle bedarf einer gewissen Erläuterung:

  • Spalte 1: Der Faktor der Neutraldichte, wie er sich in vielen Bezeichnungen findet.
  • Spalte 2: Der Verlängerungsfaktor (dimensionslos), der auch oft verwendet wird, um Filter zu spezifizieren.
  • Spalte 3: Die prozentuale Durchlässigkeit des Filters (50% bedeutet: Er lässt nur noch die Hälfte des Lichts durch).
  • Spalte 4: Die Zahl der Blendenstufen (Lichtwerte), um die die Belichtung geändert werden muss, um bei Filtereinsatz wieder eine korrekte Belichtung zu erhalten.
  • Spalte 5 und 6: Ausgehend von einer Lichtsituation, die 15 Sek. und f/32 bei ISO 100 erfordert, die Veränderung der Blende (Spalte 6) bei konstanter Verschlusszeit. ~ bedeutet, dass die nötige Offenblende als Objektiv nicht vorhanden ist (hier müsste also zusätzlich die Verschlusszeit verlängert werden)
  • Spalte 7 und 8: Ausgehend von einer Lichtsituation, die 1/8.000 Sek. bei f/1,4 und ISO 100 erfordert, die resultierende Verschlusszeit, wenn die Blende geöffnet (konstant) bleibt.

Neben den genannten Filtern werden am Markt auch Zwischenstufen angeboten.

Zusammengefasst: Einen Graufilter setzt Du immer dann ein, wenn das vorhandene Licht zu hell ist, um die von Dir gewünschten Zeiten oder Blenden einzustellen. Graufilter reduzieren die in das Objektiv einfallende Lichtmenge.

Grauverlaufsfilter

Verlaufsfilter werden ähnlich bezeichnet wie Graufilter. Auch sie haben einen neutralgrauen Anteil und werden oft mit zum Beispiel GND 0,9 oder GND 1,2 bezeichnet (GND bedeutet Gradual Neutral Density). Diese Angabe bezieht sich auf die Stelle des stärksten Graus in dem Gesamtverlauf. Sie sind also auf der einen Seite grau, auf der anderen Seite klar. Zusätzlich unterscheiden sie sich noch in der Form des Grauverlaufs voneinander.

Man unterscheidet zwischen:

  • einem weichen Übergang
  • einem harten Übergang
  • und einem sogenannten Reverse (umgekehrten) Grauverlauf

Um die Filter voneinander unterscheiden zu können, schaust Du Dir am besten folgende Fotos an:

Grauverlaufsfilter-Kunstoff
Grauverlaufsfilter aus Kunststoff mit hartem Übergang und unterschiedlicher Dichte im grauen Bereich (ND2 und ND8).

 

Grauverlaufsfilter-Glas
Grauverlaufsfilter von Rollei aus Glas, vergütet und schmutzabweisend beschichtet

Um den Verlauf besser erkennen zu können, hier eine etwas überbelichtete Version des vorigen Fotos:

Grauverlaufsfilter-Glas 2
Um den Verlauf besser erkennen zu können, hier eine etwas überbelichtete Version des vorigen Fotos. Von links nach rechts: Soft Nano IR GND16 (1,2), Hard Nano IR GND8 (1,2), Reverse Nano IR GND8 (0,9). IR steht für das Absperren von Infrarot und verhindert Farbstiche bei Kombination der Filter. GND bedeutet Gradual Neutral Density GND8 steht für 3 Blendenstufen an der dunkelsten Stelle, GND16 für 4 Blendenstufen. Interessant ist der ganz rechte Filter mit der Bezeichnung Reverse, Du kannst sehen, dass er nach oben hin wieder heller wird. Dieser Filter ist auf Sonnenuntergänge spezialisiert, da die Sonne auf Höhe des Horizonts am hellsten ist und mit der untergehenden Sonne nach oben wieder abnimmt.

Einsatzgebiete von Grauverlaufsfiltern

Verlaufsfilter werden insbesondere bei Landschaftsaufnahmen eingesetzt.

Du kennst sicher folgende Situation: Du siehst eine tolle Landschaft mit beeindruckenden Wolkenformationen, aber wenn Du ein Foto machst, ist entweder der Himmel völlig überbelichtet und die Landschaft gut zu erkennen oder umgekehrt, die Landschaft ist viel zu dunkel, dafür aber die Wolken toll zu erkennen. Einige Fotografen machen dann Belichtungsreihen und montieren Himmel und Landschaft zusammen. Das funktioniert, ist aber sehr mühsam, insbesondere, wenn Du oft Landschaften fotografierst.

Andere Fotografen schwören auf RAW, malträtieren den Tiefen- und Lichter-Filter und kitzeln den letzten Rest an Zeichnung aus dem Foto. Aber auch dieser Weg hat sehr deutliche Grenzen. Überbelichtet ist überbelichtet und in diesen Bereichen lässt sich selten etwas retten. Unterbelichtete Bereiche lassen sich ganz gut aufhellen, aber Du verlierst Informationen und es rauscht. Je stärker Du aufhellst, je stärker wird es rauschen.

Grauverlaufsfilter reduziert die Lichtmenge

An dieser Stelle kommt der Grauverlaufsfilter ins Spiel, denn er reduziert die Lichtmenge, die vom hellen Himmel kommt um die Anzahl der Blendenstufen, die in der Filterbeschreibung genannt sind. Welchen Filter Du einsetzt, sollte aus dem Grauverlauf klar werden:

  • Der Filter mit der harten Kante wird verwendet, wenn Du einen deutlich harten Kontrastübergang hast, zum Beispiel Wald zu Himmel.
  • Weiche Übergänge nimmst Du, wenn Du an der See bist, da am Horizont durch die Spiegelungen im Wasser der Kontrastübergang nicht so genau definiert ist.
  • Den Reverse-Filter setzt Du speziell bei Sonnenuntergängen ein, denn der hellste Bereich wird auf Höhe der Sonne sein, nach oben hin nimmt die Helligkeit wieder ab.

Alle Grauverlaufsfilter lassen sich natürlich zur Verstärkung des Effektes miteinander kombinieren. Ebenso kann ein Grauverlauf mit einem Graufilter kombiniert werden. Der Halter ist schließlich in der Lage bis zu drei Filter aufzunehmen.

Der Effekt ist großartig und so manch eher langweilige Szene gewinnt durch den Ausgleich der Kontraste deutlich. Es ist kaum möglich diesen Effekt am PC mit nur einer Aufnahme darzustellen. Wenn Bewegung im Bild ist, ist es sogar fast unmöglich.

Grauverlaufsfilter in der Schraubversion
Grauverlaufsfilter als Schraubversion, der Horizont in der Mitte ist fix.

Ich komme damit dann zu einem entscheidenden Vorteil der Rechteckfilter gegenüber der runden Schraubvariante: Alle Filter haben einen Übergang, an denen der Grauverlauf beginnt. Bei Schraubfiltern ist dieser fix, kann also nicht verändert werden. Meist befindet er sich in der Mitte des Filters. Damit bist Du in den Möglichkeiten der Bildgestaltung sehr eingeschränkt.

Rechteckfilter lassen sich fast beliebig verschieben. Du kannst den Grauverlauf im oberen Drittel beginnen lassen, in der Mitte oder bei Bedarf sogar ganz am unteren Rand des Fotos. In der Kombination zweier Verlaufsfilter, kannst Du beide Übergänge sogar gegeneinander verschieben. Das alles geht sehr leicht, lässt sich im Sucher schnell prüfen und verschafft Dir einen enormen Spielraum.

Ich werde Dir im Detail die Arbeit mit den Rechteckfiltern noch genauer vorstellen und wirklich viele Bildbeispiele zeigen. Im jetzigen Artikel geht es um die Grundlagen im Verständnis zur Handhabung und Einsatzbereiche.

FSU3
Ohne Verlaufsfilter hätte der Fotograf die Wahl zwischen zu dunklem Sand oder zu hellem Himmel. in beiden Fällen hätte das Foto seine Dramatik verloren.

Billig oder teuer – was lohnt sich für Dich?

Im letzten Abschnitt dieses Artikels möchte ich noch auf das Thema Investition eingehen: Was lohnt sich, was lohnt sich nicht? Fotografie an sich ist schon kein günstiges Hobby und es gilt zum Beispiel bei Objektiven:

You get, what you pay for.

Dieser Satz bedeutet übersetzt: Du bekommst das, wofür Du bezahlst.

Wenn Du markenspezifische Aspekte mal außer Acht lässt, dann ist das teurere Objektiv fast immer besser, als das günstige Objektiv. Du musst für Dich entscheiden, ob die bessere Leistung Dir den Preis wert ist. Diese grundsätzliche Aussage gilt auch für Rechteckfilter. Warum dies so ist, möchte ich Dir erläutern:

Eine gute Kamera bzw gute. Objektive haben ihren Preis. Dies gilt auch heute noch, trotz fortschreitender Digitalisierung. Die elektronischen Bauteile werden immer schneller, leistungsfähiger und kleiner. Kamera und Objektive bleiben aber nach wie vor optischen Systeme, die bis zum Bildsensor analog arbeiten. Hier wird echtes Glas und echtes Metall verwendet. Die Berechnung neuer, korrigierter Objektiven mit zum Teil 20 und mehr Linsen aus unterschiedlichen Glassorten ist echte und aufwendige Ingenieursleistung. Das Spezialglas für die Linsen ist ein teurer Rohstoff.

Setzt Du jetzt ein optisches Element vor das Objektiv (nichts anderes ist ein Rechteckfilter), dann veränderst Du die optischen Eigenschaften des Systems. Daher sollten sich Rechteckfilter optisch so neutral wie möglich verhalten (natürlich bis auf die beabsichtigte Filtereigenschaft). Es ist daher wichtig, dass Rechteckfilter ebenso präzise gearbeitet sind und aus ebenso hochwertigen optischen Werkstoffen bestehen, wie das dahinter befindliche Objektiv.

Hochwertige Filter verwenden hochwertiges Glas, sind optisch durchgerechnet und konstruiert und müssen sich nicht nur an eine Objektiv, sondern an möglichst allen Objektivarten optisch neutral verhalten. Auch diese Eigenschaften haben daher ihren Preis.

Wer also Wert auf hohe Qualität legt, sollte an diesem Punkt nicht anfangen zu sparen. Nachfolgend gehe ich auf diesen Punkt noch einmal detailliert ein:

Fazit: Die Filter aus Kunststoff

Die einfachen Plastikfilter von Cokin tun ihren Dienst. Wer sie selten einsetzt, wird damit klar kommen. Die Filter von Cokin werden in einer einfachen Plastikhülle geliefert. Und sie sind halt aus Kunststoff, der nicht besonders behandelt ist. Über kurz oder lang werden sich Kratzer auf dem Filter befinden. Einige wenige Kratzer sind unproblematisch, auf Dauer und in größerer Menge vermindern sie das Ergebnis deutlich.

Filter mit Kratzern
Kratzer lassen sich schwer darstellen, aber Du kannst mir glauben, sie sind reichlich vorhanden. Zusätzlich hat sich hier auf dem Kunststoff das Material eingetrübt durch die viele Benutzung. Wegpolieren geht nicht mehr. (Ich habe die Fehler durch Anhebung der Kontraste etwas verstärkt, damit sie für den Artikel besser sichtbar sind)

 

Zudem musst Du die Filter mit den Fingern anfassen. Du wirst nicht ständig Stoffhandschuhe dabei haben oder anziehen wollen. Die andauernde Reinigung der Filter verkratzt sie zusätzlich, sie werden matter (Streulicht) und Fettfinger lassen sich nur mühsam entfernen, sie verteilen sich eher gleichmäßig auf dem ganzen Filter.

Wenn Du diese Kunststoffteile so einsetzt wie ich, sehen sie nach einiger Zeit aus wie auf dem Foto. Dann kannst Du sie im Grunde nur wegwerfen. Zugegeben: Bei mir ist der Verschleiß schon extrem hoch, da ich bei meinen Fototouren das Material auch mal eher ungewöhnlichen Belastungen aussetze.

Fazit: Die Filter aus Glas

Die Filter von Rollei sind da schon eine andere Nummer, haben aber ihren Preis. Ich rede hier vom Faktor 3 -5. Doch was bekommst Du dafür?

Die Filter sind aus Echtglas und nicht aus Kunststoff. Das Glas ist sehr hart, hochwertig und mehrfach vergütet, kratzfest und schmutzabweisend. Was sich ein wenig nach Persilwerbung anhört, zeigt sich in der Praxis als sehr effektiv.

Auf dem Foto der Graufilter weiter oben kannst Du sehen, wie die Rolleifilter verpackt sind und geliefert werden. Sie befinden sich in einer Tasche, eingeschweißt in eine Folie und dazu noch eingeschlagen in Papier. Beides wird man über kurz oder lang entsorgen, was aber keine Rolle spielt, da die Tasche von innen mit einem samtähnlichen Material beschichtet ist und der Deckel sich mit Magneten sicher verschließen lässt.

Der Filter ist also immer sicher, kratz- und stoßfest aufbewahrt. Zusätzlich wird zu jedem Filter ein Mikrofasertuch mitgeliefert. Dieses ist ausreichend groß, um die Filter einzuschlagen, wenn die Papierhülle nicht mehr existiert. Und Fingertapsen und anderer Schmutz sind damit tatsächlich in Windeseile entfernt.

Zur Veranschaulichung habe ich (mit ein wenig Bauchschmerzen) die Filter auch mal extremeren Belastungen ausgesetzt:

Filter im Einsatz
Salzwasser und Staub/feiner Sand sind eine extrem gefährliche Kombination im Zusammenhang mit hochwertiger Optik

Der Filter im Härtetest

Auf dem (Handy-)foto siehst Du einen Verlaufsfilter nach einer Fototour am Nordseestrand bei Windstärke 10. Salzwasser, Gischt und Unmengen Sand, die der Wind durch die Luft fegt, sind echtes Gift für jede fotografische Ausrüstung.

Ganz ehrlich: Die Objektivwechsel waren echt ein wenig trickreich bei den Mengen an Sand und Wind. Am Ende hat der Filter natürlich optisch nachgelassen, dazu war zu viel feiner Staub mit Wasser auf dem Glas verteilt. Die Fotos waren aber schon im Kasten.

Sicher, die Reinigung war nicht mal eben erledigt. Das Glas wurde erst einmal unter reichlich fließend Wasser abgespült, um alle Sandkörner zu entfernen und dann getrocknet. Aber danach reichte ein kurzes Polieren mit dem mitgelieferten Mikrofasertuch und der Filter war wieder tipptopp und wie neu. Unter gleichen Bedingungen wäre jeder Kunststofffilter ruiniert.

Gerade wenn Du schnell Filter wechselst, weil sich die Lichtsituation ändert, in einer Situation die eben nicht schmutz- und sandfrei ist, ist das hochwertige Glas jedem Kunststoff überlegen.

Ich rede hier jetzt aber nur um rein praktische Dinge, die die Handhabung betreffen, aber eben nicht die optischen Qualitäten. Rein optisch sind die Kunststofffilter von Cokin in Ordnung (sofern unbeschädigt und unverkratzt), die Glasfilter von Rollei über jeden Zweifel erhaben. Wer sich en detail für Tests interessiert, wird im Netz dazu einiges finden. Wir in der Fotoschule haben kein Testlabor, sondern prüfen unser Material in der Praxis (und werden in den nächsten beiden Artikeln zu diesem Thema noch etwas konkreter).

Solch Farbenspiel wirst Du selten erleben und es währt nur kurz. Um den Moment nicht zu verpassen, solltest Du Deine Filter zur Hand haben und wissen, welchen Du verwenden musst
Solch Farbenspiel wirst Du selten erleben und es währt nur kurz. Um den Moment nicht zu verpassen, solltest Du Deine Filter zur Hand haben und wissen, welchen Du verwenden musst

Was soll ich kaufen?

Egal für welches Foto Filtersystem Du Dich entscheidest, Du musst Dir zusätzlich Gedanken machen, in welcher Größe Du einsteigen willst. Ich will Dir an dieser Stelle schon mal einige Hinweise geben, denn Du wirst vermutlich eher nicht gleich mit 5 oder 6 Filter einsteigen wollen:

Schritt 1

Zuerst musst Du Dich für eine spezielle Filtergröße entscheiden. Meist bieten die Hersteller drei Größen an (zum Beispiel eine Breite von 70, 100 und 150 mm). Welche Breite Du benötigst, hängt davon ab, welche Objektivdurchmesser Du verwendest. Ein guter Kompromiss ist dabei die mittlere Größe, die sich per Adapter auch an kleineren Objektiven anbringen lässt. Die ca. 100 mm decken eigentlich alle gängigen Objektivgrößen ab, sofern es sich nicht um Superzoom oder Superweitwinkel handelt.

Schritt 2

Im zweiten Schritt kommt dann die Entscheidung, mit welchem Filter Du einsteigen solltest. In den meisten Fällen wird der Grauverlaufsfilter für den Anfang die beste Entscheidung sein. Er gibt Dir die größte Flexibilität im Einsatz. Ob nun mit hartem oder weichem Übergang ist den persönlichen Vorlieben vorbehalten, wobei der weiche Übergang für den Einsteiger einfacher einzusetzen ist.

Wenn es um reine Graufilter ohne Verlauf geht, solltest Du mit einem mittleren Filter einsteigen. Ich habe mich für eine Kombination aus ND 8 (3 Blendenstufen – 33% Durchlässigkeit) und ND 64 (6 Blendenstufen – 1,5% Durchlässigkeit) entschieden (die sich dann auch noch kombinieren lassen und zusammen mit einem Polfilter sogar bei ND 10.000  landen). Dies soll aber erst einmal nur ein kleiner Hinweis sein.

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25 Kommentare

  1.   Juni 27, 2017 at 2:26 PM
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    Hallo, ich habe mir einen Rechteckfiltersatz zugelegt und die ersten Fotos gefallen mir wirklich gut.
    Um den Filtereinsatz an das Objektiv zu bringen, muss ja die Gegenlichtblende ab.
    Gibt es für Rechteckfilter eine entsprechende Ersatz-Gegenlichtblende (vielleicht universell, so wie eine Matte-Box aus der Videografie)?

    1. Martin Schwabe
        Juni 27, 2017 at 4:31 PM
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      Manche Hersteller bieten sowas. Macht aber meistens wenig Sinn, da der Halter für die Filter meist soweit vorsteht, dass er die Funktion einer Streulichtblende erfüllt.

  2. Anonymus
      Juni 30, 2016 at 10:39 PM
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    Hier zeigt sich eine interessante Diskussion. Klar geworden ist, dass der Einsatz von Filtern, besonders in der Landschaftsfotografie, in bestimmten Situationen sehr sinnvoll und teilweise sogar notwendig ist, um einen großen Dynamikumfang abbilden zu können (in Situationen, wo auch die Bearbeitung am Computer an ihre Grenzen stößt). Generell könnte man, um einen großen Dynamikumfang zu bewältigen, auch eine Belichtungsreiche anfertigen und ein HDR erstellen, aber die Bildwirkung mit Filtereinsatz ist aus meiner Sicht meist natürlicher. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass die preisgünstigen Kunststofffilter zu Farbstichen neigen. Das Filtersystem von Rollei, dass ich mir vor einiger Zeit auch angeschafft habe, ist fraglos qualitativ hervorragend. Allerdings habe ich doch immer Bauchschmerzen bei den sehr hohen Preisen für die Glasfilter. Mich würde interessieren, ob jemand ähnlich gute Glasfilter von anderen Herstellern kennt, die vergleichbare Qualität zu günstigeren Preisen anbieten. Über Tipps und Erfahrungsberichte würde ich mich freuen.

    1. Martin Schwabe
        Juli 1, 2016 at 11:22 AM
      Kommentar bewerten

      Moin,

      ich habe einige Erfahrungen sowohl mit Cokin, als auch mit Rollei gesammelt. Natürlich kann man mit HDR arbeiten, aber gerade bei den Strandszenen, die ich bei eingen Bildern gezeigt habe mit viel Wind und Wellen wird das nicht ganz einfach, diese Bilder dann zu montieren, da zuviel Bewegung im Bild ist.

      Bez des reinen Einsatzes von Graufiltern, um die Belichtungszeit wesentlich zu verlängern sehe ich aber keine Alternative. Dort kann m.E. keine Bildbearbeitung den Graufilter ersetzen

  3. Matthias
      Mai 20, 2016 at 7:21 PM
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    Danke für den ersten Überblick. Gestern habe ich mir das Cokin System gekauft, auch wenn ich gerne dazu neige etwas mehr auszugeben.. :-) Aber da es meine ersten Erfahrungen mit Filtern sein werden, bin ich echt gespannt und hoffe auf ein paar gute Möglichkeiten für das Ausprobieren. Sollten die Filter einschlagen wie eine Bombe, dann kann ja immer noch ein anderer Hersteller folgen. Ach ja: Passen die Filter in das jeweils andere System oder sind die Halter und Filter „herstellergebunden“?

    Auf was ich verzichtet habe, bei der Bestellung, war der Polfilter. Auf einem anderen Objektiv hatte ich mir einen geholt, aber so richtig begeistert hat mich das nicht, daher werden die nächsten Teile des Artikels von mir mit Spannung erwartet.

  4. Erich
      Mai 9, 2016 at 11:56 PM
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    Hallo,

    ich find den Artikel sehr gut, zeigt er doch die verschiedenen Möglichkeiten auf. Nicht mehr und nicht weniger. Kann jeder draus machen was er will.
    Und, vor ca. zwei Jahren, ich hatte noch keine Ahnung von Rechteckfiltern, hab ich schließlich für das Pärchen aus Rodenstock Pol- und Vario-ND ja auch schon gut € 200,– auf den Tisch gelegt – nur eine Filtergröße!
    Die einzige Frage die mich noch beschäftigt ist, reicht mir als Amateur nicht auch der Verlaufsfilter in Lightroom oder bringen gute Glasfilter wirklich soviel mehr? (RAW vorausgesetzt)

  5. Olli
      Mai 4, 2016 at 9:08 AM
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    Super Artikel, danke, macht auf jeden Fall neugierig auf die Fortsetzungen.

    Die Kommentare finde ich tlw. etwas befremdlich – zumal wenn jemand mit einer 6D prahlt, wo allein der Body über 1.400 kostet, dann aber rumheult, dass er sich den Filter für 50 nicht mehr leisten kann. Sorry, das ist albern.

    Letztlich ist es ja Geschmacksache, welche Bilder man gut findet oder auch nicht, und daran wird sich auch die Ausrüstung orientieren. Der eine braucht vielleicht mehr/bessere Filter, der andere beaucht 6 Blitzgeräte… Die Vorteile/Möglichkeiten/Grenzen von Rechteckfiltern mal grundsätzlich aufzuzeigen ist Dir jedenfalls gelungen.

  6. Klaus D. Huber
      Mai 1, 2016 at 11:10 AM
    Kommentar bewerten

    Ich verwende auch Filter von Cokin für Sonnenunter- oder aufgänge. Damit habe ich gute Ergebnisse erzielt. Was definitiv nicht funktioniert, und darauf hat Martin ja auch schon hingewiesen, ist die Verwendung von mehreren Filtern gleichzeitig bei Aufnahmen im Sonnenlicht. Diese Bilder werden alle braun/rotstichig. Außerdem fehlt mir bei Cokin eine Gegenlichtblende. Bei seitlichem Lichteinfall und nicht akkurat sauberem Filter ist das Bild versaut.

  7. Margreth Brühl
      April 30, 2016 at 3:01 PM
    Kommentar bewerten

    Ich war in Irland und habe das Meer und die Seen mit div. Filtern ausgenommen. Ich bin begeistert. Ich könnte ich noch ein paar Tipps zur Entwicklung in Lg gebrauchen.

  8. Thomas
      April 29, 2016 at 7:36 PM
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    Na ja, ich habe solche Cokin Rechteck Filter. Vor Jahren mal gekauft, getestet und wieder weggelegt. Ehrlich gesagt sind die Schrott und unpraktisch. Spiegelungen, Sonnenspiegelungen, Blendflecken und unhandlich.
    Ich hatte mir große Stücke mit dem Grauverlauf erhofft. Konnte man vergessen.
    Die Rollei Filter (je ca. 160,- Euro!) mögen gut sein, aber braucht man das als Hobbyfotograf? Grob überschlagen sind 2 Filter mit Halterung mal eben über 500,00 Euro…

    Ich arbeite seit einigen Jahren wieder mit normalen Rundfilter als Grau- und Grauverlauf. Das Handling ist deutlich besser und wenn man bedenkt den Bildaufbau anzupassen kann man auch Grauverläufe super ablichten. Später kann man ja das Bild via Software endsprechend anders freistellen.

    Es mag sein das diese Filterart für Profis die damit Ihr Geld verdienen und die Dinger von der Steuer absetzen ok. sind aber für mich als Normalfotograf nicht.

    Ich finde persönlich (!) übrigens das oben gezeigte Panorama mit dem überblauen Himmel der dänischen Küste nicht gut. Sehr unnatürlich, sieht aus als wenn es mit Photoshop deutlich übertrieben wurde.
    Bei den beiden anderen Strandbildern wurde scheinbar ein zu starker Verlaufsfilter genommen oder ebenso zu stark bearbeitet. Die sind viel zu schwarz und schwarzblau im oberen drittel. Es sieht nach Unwetter aus allerdings ist der Strand und das Meer zu ruhig. Da passt der Himmel nicht zum Strand wo ja bei einem Bild noch gemütlich Leute durch das schwarzblaue Wetter spazieren.

    Ein passender besserer Verlauf wäre die Wolken klar sichtbar gut im Kontrast aber nicht zu dunkel und auch der Strand natürlich schön erkennbar.
    Der einfache Bildaufbau in der Mitte ist übrigens auch locker mit Schraubfiltern zu machen.

    Für solche einfachen Bilder wie die Beispielsbilder benötigt man übrigens keine Rechteckfilter. Die sind nur wichtig bei Verläufen ausserhalb der Mitte.

    Das rote Bild – Na ja das macht inzwischen jeder mit seinem Handy so und packt später einen Farbfilter via Software rüber.
    Das Motiv wird erst mit stärkeren Filter spannend wenn das Meer verwischt…
    Sorry- Meine persönliche Meinung.

    1. Martin Schwabe
        April 29, 2016 at 8:32 PM
      Kommentar bewerten

      Kleine Ergänzung:

      An dem Tag war Unwetter an jenem Strand

    2. Martin Schwabe
        April 29, 2016 at 8:40 PM
      Kommentar bewerten

      Hmm, nun ist mein letzter Kommentar verschwunden, daher nochmal:

      1. Die Filter von Cokin (die aus Plastik) taugen eben wie beschrieben für den Gelegenheitsnutzer (mit den Einschränkungen möglicher Bildfehler in bestimmten Situationen

      2. Die gezeigten Beispielbilder dienen rein der Illustration des Artikels, die wirklichen Anwendungsbeispiele kommen noch

      3. Ja, die Effekte wurden übertrieben, um die Möglichkeiten zu visualisieren.

      4. Ja, die Filter kosten ihr Geld, aber

      4a.) Gibt es genug Leute,, die viele tausend Euro für ein Objektiv ausgeben (und wahrlich nicht nur Profis), die wollen sicher nicht die hochwertige Optik mit Billigfiltern verschandeln

      4b.) Wirklich gute Schraubfilter großen Durchmessers (nebst Adapter für kleine Durchmesser) sind nicht wirklich viel günstiger.

      Im Ernst: Ich kenne Menschen, die Fahren Motorrad, der eine holt sich für 1000€ eine kleine Enduro und repariert die selbst, der andere fährt ne verchromte Harley für 30.000€. beide betreiben das als Hobby. Nach Deiner Argumentation dürfen Harleys nur von Profis gefahren werden.

      Ansonsten: Danke für Deinen kritischen Kommentar, den wir sehr schätzen, denn er hilft unseren Blick für weitere Artikel zu schärfen.

      1. Thomas
          April 29, 2016 at 9:22 PM
        Kommentar bewerten

        Sorry noch mal. War nicht trollig gemeint. Ist ja ein guter Artikel für Einsteiger aber die sollten besser einfacher anfangen. Ich bin übrigens auch klar jemand aus Punkt 4. Hab nur lichtstarke Objektive und gebe ggf. auch viel Geld aus wenn es einen deutlichen Bildqualitätssprung geben kann. Den sah und sehe ich persönlich erfahrungsgemäß bei dieser Filterart nicht. Das geht eben locker auch gut und leichter mit Rundfiltern. Ja gute kosten auch. Aber keine pro Stück 150 Euro plus Halter. Aber das muss jeder selbst wissen/rausfinden.

        Der Vergleich Fahrzeugkosten zu Hobbyfotografie ist etwas sehr abwegig. Ehrlich.
        Meiner Meinung nach fahren nur Mittfünfziger mit viel zu viel Geld…Harley also ältere Zahnärzte bevor sie ins Mercedesalter kommen… Sorry das war definiv Quatsch.

        Es wird nur sehr wenige Hobbyfotografen geben deren Ausrüstung 10.000-15.000 Euro übersteigt. 5000 Euro ne gute Kamera und 5.000 Euro Objektive + vielleicht noch Kleinkram wie Blitz etc. Denke ich und weiss das Hobbys kosten.
        Profis haben oft deutlich weniger selbst gekauft weil die sich ihr Zeug einfach tageweise/Shootingbezogen leihen.
        Aber das ist ein ganz anderes Thema…

        1.   April 29, 2016 at 11:30 PM
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          Ich habe selber wenig Erfahrung mit Filtern- außer Polfiltern habe ich bisher, z.T. auch aus Prinzip nicht verwendet. Sehe aber bei dir einen Denkfehler: Wenn du Objektive mit unterschiedlichen (Filter-) Durchmesser hast, brauchst du von den Schraubfiltern praktisch für jedes Objektiv einen eigenen. Das kann auch ganz schön ins Geld gehen.
          Ich habe bei meiner neuen Kamera (EOS 6d), erstmal auf Polfilter verzichtet, da er für das Standardzoom (24- 70 mm, Durchmesser 78 mm)) schon über 50 € gekostet hätte. Rechnen wir dann noch für das Telezoom (68mm Durchmesser) etwa 45 €, für meine älteren Festbrennweiten (je 55 mm) dann vielleicht 35 €, das Spiegeltele (88mm) mit 70 €, dann bin ich auch schon bei 200€ an Kosten. Da relativiert sich das dann schon mal

        2. Thomas
            Mai 3, 2016 at 9:47 AM
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          Lieber Viktor, ganz kurz zu deinem Einwand.
          In der Regel hat man für den Einsatzzweck von GrauVERLAUFSfiltern also Landschaft ja Objektive eben für Landschaft. Je nach Marke, Geld und anderen Einsatzzweck haben solche Objektive in der Regel den gleichen Objektivdurchmesser. In meinem Fall 77mm (weil alle 2.8). Man überlegt sich das vorher und kauft das ganze dann passend. Da ich auch noch ein gutes Objektiv mit 82mm habe kaufte ich mir NUR 82mm Filter und 2 x einen Filterring 82-77 für je 1,- Euro.
          Ist doch logisch. Niemand kauft sich die gleichen Filter in verschiedenen Größen. Was soll das denn?

          Ich brauche auch z.B. für für mein 50mm 1.4 keine Verlaufsfilter. Das Objektiv ist nicht für Landschaft gedacht. Wenn ich Portaits mit Graufilter mache nehme ich einfach eins mit 2.8 und eben 77mm (z.b. das 70-200mm). Passt.

          Klar ist bei einer gewissen Anzahl an Filtern 200,- Euro erreicht. Aber keine 500,- Euro für 2 Filter+ Halter.

          Man sollte eben vor dem Objektivkauf schon überlegen wie das Gesamtzusammenspiel mit Filtern/Sonnenblenden/Taschen etc. weitergeht.

        3.   Juni 30, 2016 at 7:20 PM
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          @ Thomas.
          So gesehen hast du nicht ganz unrecht. Dass es diese Adapterringe für Rundfilter gibt, wusste ich bisher nicht.
          Liegt vielleicht daran, dass ich nicht viel mit Filtern arbeite und mich darum auch nicht groß drum gekümmert habe.
          Jaja, gebe zu, ist eine Bildungslücke…

    3.   Oktober 18, 2017 at 9:00 PM
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      Richtig, das Gleiche habe ich mir bei dem zu dunkelblauen Himmel auch gedacht, bevor ich Ihren Kommentar gelesen habe. Um die Struktur von Wolken bei zu hellem Licht darzustellen, sollte auch ein weniger starker Grau-Verlaufsfilter genügen.

  9.   April 29, 2016 at 6:00 PM
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    Das ist Tschakka

  10. Arthur Kabriel
      April 29, 2016 at 5:27 PM
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    Ich habe noch NIE mit Graufiltern gearbeitet. Ich fahre sehr sehr selten in den Urlaub, weil ich mir ihn als Frührentner nicht leisten kann und mache im Jahr nichtmal 1.000 Aufnahmen. Und dann meist nur von Blüten/Obst/Gemüse im Garten oder meine geliebten Langzeitbelichtungen bei Nacht.

    Deshalb fotografiere ich mit meiner schon über 6 Jahre alten Olympus E520 mit 2 Zoom-Objektiven von 14-300 mm Brennweite. Ich sah auch bisher keine Notwendigkeit, mir Graufilter zuzulegen. Meine Kamera bietet in den Einstellungen diverse Farbfilter an, um bestimmte Farben/Kontraste besser herausstechen zu lassen. Und selbst damit habe ich bisher noch nicht gearbeitet.

    1. Martin Schwabe
        April 29, 2016 at 8:31 PM
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      Hallo Arthur,

      das ist völlig in Ordnung, wenn Du keine Filter brauchst. Wir wollen niemandem vorschreiben bestimmtes Zubehör zu verwenden. Wir berichten einfach für interessierte Leser über vorhandenes Zubehör. Jeder kann dann für sich selbst entscheiden: Brauche ich oder brauche ich nicht.

      Wir werden sicher in Zukunft auch anderes Zubehör vorstellen, dass einige benötigen und andere nicht.

    2. Peter Funk
        April 30, 2016 at 4:51 PM
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      Keiner sollte von sich auf andere schließen. Du hast noch nie mit Graufiltern gearbeitet – ich schon und ich finde es sogar gut. Wieviel Geld jeder für sein Hobby ausgibt ist auch jedem seine eigene Sache. Wer es nicht hat, kann es nicht ausgeben – wer es hat darf es….
      Also, nicht über andere herziehen oder meckern. Wer meckert kommt zum Bock. Jeder soll es so machen, wie er möchte und kann.

  11. Dirk Wehrs
      April 29, 2016 at 4:07 PM
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    Super Artikel!!!
    Sehr ausführlich und nachvollziehbar. Auch für einen Amateur. Freue mich auf die Fortsetzung.
    Gruß
    Dirk

  12. oilhillpitter
      April 29, 2016 at 4:05 PM
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    Dieses System von Cokin habe ich schon während meiner Analogzeit genutzt. Wenn ich bedenke was das für eine Schlepperei war. Zig Verlauffilter, und Drehfilter, für jedes Objektiv Adapterringe. Nie wieder. Für den Profi ist das bestimmt eine gute Möglichkeit anspruchsvolle Aufnahmen zu machen. Denke aber dass man zusätzlich auch immer noch ein Tablet braucht, um die Aufnahmen zu kontrollieren. Ich habe mit meiner Ausrüstung, 1 Kamera, 3 Objektive, Blitzgerät und etwas Zubehör genug zu schleppen.

    1. Martin Schwabe
        April 29, 2016 at 5:23 PM
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      Hi,

      vom Gewicht her übersteigen 3-5 Filter plus Adapter plus Halter kaum das Gewicht eines einzelnen etwas besseren Objektivs. Ein Tablett brauch man keineswegs, es reicht die Aufnahmen am Kameradisplay zu kontrollieren. Dort, wo man Rechteckfilter einsetzt, wird man Blitzgeräte eher nicht verwenden. Insofern wäre die Mitnahme eines Blitzgerätes dann eher überflüssig und würde Gewicht sparen es weg zu lassen.

      1.   April 29, 2016 at 11:36 PM
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        Wenn man auf alle Eventualitäten eingestellt sei will, darf der Blitz halt nicht fehlen, dann muss man eben auch alles mitschleppen.
        Anders natürlich, wenn man an Projekten arbeitet, da kann man das Eine oder Andere (auch Objektiv) auch schon mal zuhause lassen.
        Das kommt bei mir (z. Z.) aber selten vor.

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