Studioblitz versus Systemblitz

Die Blitztechnik mit Studioblitzen erkläre ich Dir mithilfe von Rollei-Ausrüstung.
Als ich (vor ungefähr 15 Jahren) mit der (ernsthaften) Blitzfotografie begonnen habe, gab es (zugegeben, etwas pauschalisiert) zwei Sorten von Blitzgeräten: Auf der einen Seite gab es die Kompakt- oder Systemblitze, die TTL-fähig waren und auf die Kamera gesteckt wurden. Durch die TTL-Fähigkeit musste sich der Anwender relativ wenig Gedanken um die Einstellung der Blitze machen. Die Kamera übernahm die komplette Kontrolle. Entfesseln funktionierte anfangs über Kabel, später auch über Lichtsignale und aktuell über Funk. Die Blitze wurden per Batterie oder Akku mit Energie versorgt.
Studiosituation mit diversen Kabeln
In der Studiotechnik war es lange anders. Studioblitze benötigten einen Netzanschluss. Zudem wurde der Hauptblitz lange Zeit per (sehr langem) Kabel mit der X-Buchse der Kamera verbunden (sofern vorhanden) oder per Adapter mit dem Blitzschuh. All dies funktioniert an sich absolut zuverlässig. Wenn da nicht die vielen Kabel wären. Ich habe in meiner Zeit diverse Blitzköpfe fallen sehen, wenn einer der Protagonisten im Studio über ein Kabel stolperte. Ich habe auch das Ende einer Kamera miterlebt, als durch ungeschickte Füße zum wiederholten Mal das Auslösekabel aus der X-Buchse gerissen wurde.
Für den Artikel habe ich das Set ein wenig gestellt, aber so (oder schlimmer noch bei zusätzlichen Blitzen im Hintergrund) sah es tatsächlich aus. Man kann damit arbeiten, aber das Kabelgewirr hat schon gestört. Und Steckdosen waren entweder nie genug da oder aber nie dort, wo ich sie brauchte.

Dank Akku entfallen die Stromkabel, durch die Funkfernsteuerung die Auslösekabel. Es liegt nichts auf dem Boden herum, die Stative können einfach umgestellt werden, die Handhabung ist viel einfacher geworden und ohne Stolperfallen.
Verbesserte Funktechnik und vor allem die inzwischen verfügbaren leistungsfähigen Akkus mit Lithium-Ionen-Technik haben somit zu einer deutlichen Erweiterung der Möglichkeiten geführt. Wie Du auf dem zweiten Foto sehen kannst, entfallen die ganzen Kabel völlig. Aufstellung und Umstellung der Blitze geht schnell und unkompliziert. Nach dieser kurzen Einführung möchte ich nun aber ein wenig in die Details gehen und in diesem Teil der kleinen Serie einige Grundlagen zum Umgang mit modernen Studioblitzen vermitteln. Im zweiten Teil folgt dann die Anwendung.

Systemblitz oder Studioblitz – die Unterschiede

Manchmal höre ich die Frage, wozu man denn bitte Studioblitze benötige? Es gäbe doch Systemblitze. Diese seien günstiger und vor allem viel einfacher zu bedienen. Vor allem aber schön kompakt und leicht zu transportieren. Grundsätzlich sind diese Aussagen natürlich korrekt und tatsächlich waren Systemblitze die einzige Möglichkeit, zu vertretbaren Preisen sozusagen mobiles Licht zu haben. Ich selber habe lange genau so gearbeitet, wenn ich unterwegs Kunstlicht brauchte und vor Ort kein Strom war (und tue es auch heute noch manchmal). Doch es gibt Gründe, auf Studioblitze zurück zu greifen. Dazu kommen wir jetzt.

Leistung und Reichweite

In einem früheren Beitrag habe ich Dir die Bedeutung der Leitzahl erklärt. Die Leitzahl ist eine Kenngröße für die Leistung von Kompakt- bzw. Systemblitzen und taugt (in gewissen Grenzen) zu einem Leistungsvergleich dieser Blitzform untereinander. Für einen aussagekräftigen Vergleich müssen diese Werte allerdings um die Effekte des Reflektors bereinigt werden. Genau hier liegt der Knackpunkt. Die Leitzahl ist nicht genormt und ihr Maximalwert sozusagen auch von den Bauformen des Systemblitzes abhängig. Die Leitzahl gibt Auskunft über die Reichweite eine Blitzes. Übliche Werte liegen im Bereich von 40 – 70.
Für manche Studioblitze wird auch eine Leitzahl angegeben. Diese Leitzahlen sind erstaunlicherweise sehr gering und liegen oft unter den Werten des Systemblitzes. Trotzdem haben Studioblitze erheblich mehr Leistung, nur wie geht dies zusammen? Der Grund: Die Angabe der Leitzahl bei Studioblitzen erfolgt für den nackten Blitz, ohne Lichtformer und ohne Reflektor. Da die Lichtmenge mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt, wird schnell klar, dass eine ungerichtet hohe Leistung trotzdem zu einer relativ geringen Reichweite (Leitzahl) führt. Daher geht man bei den Studioblitzen einen anderen Weg und gibt als Vergleichswert die maximale Blitzenergie ab, die die Blitzröhre des Gerätes abgeben kann. Sie wird in Wattsekunden (Ws) oder Joule (J) angegeben.

Anders als Systemblitze haben Studioblitze keine fest verbauten Reflektoren. Du siehst auf dem Foto die Blitzröhre und davor einen leichten Diffusor mit einer sehr breiten Abstrahlcharakteristik. Daher hat der Blitz in der „nackten“ Form trotz hoher Leistung eine eher geringe Leitzahl. Allerdings käme niemand auf die Idee, den Blitz so einzusetzen.
Der hier verwendete Studioblitz Rollei HS Freeze 4 hat z.B. eine Leistung von 400 Ws. Die Bezeichnung Freeze beschreibt eine Funktion des Blitzes mit der das Einfrieren von Bewegungen möglich ist.
Es gibt auch eine leistungsstärkere Variante, nämlich den Rollei HS Freeze 6 mit 600 Ws. Bei anderen Herstellern werden sogar Leistungen von weit über 1000 Ws angeboten. Diese werden dann allerdings eher für Großproduktionen (Ausleuchtung großer Räume, Großfahrzeuge usw.) verwendet. Leitzahl 60 eines Systemblitzes zu 400 Ws eines Studioblitzes – kann man das vergleichen?
Entstanden ist dieses Foto um die Mittagszeit bei eigentlich nur leichter Bewölkung. Diese etwas düstere Anmutung der Umgebung konnte ich nur erzielen, da ich einen Blitz mit ausreichend Leistung eingesetzt habe. Wie das funktioniert, zeige ich Dir im nächsten Teil.

Was bedeutet die Leitzahl bei Studioblitzen?

Nein, nicht wirklich. Man findet aber in Fachforen rund um die Blitzfotografie die von Anwendern gemessenen Daten von Systemblitzen in Wattsekunden. Die Werte dort liegen in einem realistischen Bereich von 40 – 70 Ws. Ein Wert, der sich dann auch tatsächlich mit Studioblitzen vergleichen lässt. Ich möchte aus diesem Artikel keinen physikalischen Diskurs machen. Wer sich für die rein technischen Daten interessiert, wird im Netz dazu mehr als genug Informationen finden und auch die wissenschaftlichen Herleitungen. Für den Moment reicht es aus zu wissen, dass ein Studioblitz mit 400 Ws – bezogen auf ein Motiv in derselben Distanz – ungefähr 2,5 – 3 Blendenstufen (oder Lichtwerte) „Gewinn“ bringt.

Von vorn kannst Du das Bajonett zum Anschluss der Lichtformer gut sehen (der Ring mit den drei Aufnahmen). Gelb in der Mitte, befindet sich das stromsparende LED-Einstelllicht, dass es Dir ermöglicht, die Lichtwirkung vorab zu kontrollieren. Systemblitze können zwar auch ein Einstelllicht darstellen, dazu feuern sie 1 Sekunde schnelle Blitzfolgen ab, was aber den Blitz sehr belastet und den Akku schnell leert.
Dieser Punkt ist insofern wichtig, da Studioblitze baulich dafür ausgelegt sind, Lichtformer aufzunehmen. Dazu haben sie vorn an der Blitzröhre ein Bajonett, an das – ähnlich dem Kamerabajonett – Lichtformer angekuppelt und schnell gewechselt werden können. Der Rollei HS Freeze 4 besitzt z.B. ein Bowensbajonett, dass sich allmählich schon fast zu einem Standard entwickelt hat und Dir Zugriff auf eine große Zahl an Lichtformern gibt.
Es sind die Lichtformer, die aus einem Studioblitz DAS Universalwerkzeug für künstliches Licht machen, es gibt Dutzende sehr unterschiedliche Varianten und Sets, die Rollei anbietet. Vier davon siehst Du hier.
Lichtformer – genau dieses Zubehör macht zwischen System- und Studioblitzen den großen Unterschied aus. Es gibt zwar auch Lichtformer für Systemblitze, die sich mit etwas Geschick auch einigermaßen befestigen lassen, aber aufgrund der Abstrahlcharakteristik durch den fest verbauten Reflektor sinkt die Reichweite dramatisch.

Auslösung, Blitzsynchronzeit und TTL

Die klassische Auslösung von Studioblitzen erfolgte bisher über den Mittenkontakt (es wird rein das Auslösesignal übertragen). Diese Übertragung erfolgte über verschiedene Wege: Kabel, Licht oder Funk. Mit der Auslösung wird der Blitz innerhalb der Blitzsynchronzeit gezündet. Zur Erinnerung: Die Blitzsynchronzeit ist die kürzeste Zeit, bei der der Verschluss der Kamera komplett geöffnet ist und so dem Blitz die Möglichkeit eröffnet, den gesamten Sensor zu belichten (die Abbrennzeiten der Blitzröhren sind deutlich kürzer und liegen je nach abgegebener Leistung im Bereich von 1/1.000 bis 1/20.000 Sek.).

Die Funkfernbedienung ermöglicht Dir den Zugriff auf die wichtigsten Daten und Einstellungen des Blitzes.
Die Zeiten der kabelgebundenen Auslösung sind inzwischen vorbei. Moderne Systeme lassen sich nicht nur per Funk auslösen, sondern übernehmen die Werte, die an der Funkfernbedienung an der Kamera eingestellt werden. Damit entfallen nicht nur die Kabel, sondern auch die Lauferei, um die Regler an jedem einzelnen Blitz auf die gewünschte Leistung einzustellen. Aufstellen und Ausrichten funktioniert natürlich nach wie vor immer noch von Hand, dafür nutzt Du das vorhandene Einstelllicht.
Ein großes Display ist von Vorteil, damit Du aus der Distanz heraus kontrollieren kannst, ob die eingestellten Werte auch übernommen wurden.
Die Wirkung des Blitzlichts erzielst Du über die eingestellte Leistung, die Lichtcharakteristik (über den Lichtformer) und die Richtung. Die klassische Form der Einstellung erfolgt(e) manuell am Blitz (oder ggf. an der Fernbedienung), ggf. zusammen mit einem Blitzbelichtungsmesser. Puristen werden das auch heute noch machen. Es gibt das Hauptlicht oder Führungslicht, welches das Motiv primär ausleuchtet, dann gibt es das Kopf- oder Seitenlicht, mit dem Du Akzente setzen und Schatten aufhellen kannst. Und es gibt das Hintergrundlicht, dass eben nur den Hintergrund beleuchtet. Jedes dieser Lichter muss einzeln eingestellt und in seiner Wirkung überprüft werden. Dazu ist es unter Umständen erforderlich, an jedem Blitz eine eigene Leistung einzustellen.
Sofern Du die Einstellungen direkt am Blitz vornimmst, gibt es bei der Zuordnung keine Probleme. Geschieht dies über eine Fernbedienung, muss jeder Blitz im Grunde „wissen“, welche Rolle er spielt. Hier kommen die Gruppen ins Spiel. Du legst für jeden Blitz eine Gruppe fest (A, B oder C) und kannst so jeder Gruppe eine eigene Leistungsabgabe zuordnen und damit das Verhältnis der Blitzleistung zueinander regeln.
Kleiner Tipp aus der Praxis: Die Spiegelung im Auge gibt Dir oft Hinweise, mit welchem Lichtformer andere Fotografen gearbeitet haben. Hier z.B. zwei rechteckige Softboxen.
Nun gilt es natürlich noch, die Belichtung gesamt einzustellen. Dies kannst Du über die Blende der Kamera machen (aufgrund der kurzen Abbrennzeit des Blitzlichts spielt die Verschlusszeit hier keine Rolle) oder aber über die Leistungen der Blitze. Du musst aber daran denken, dass Du dann alle Blitze z.B. um die gleiche Menge reduzieren musst, wenn Du das Verhältnis zueinander beibehalten möchtest. Diese rein manuelle Einstellung ist nicht trivial und bedarf einiger Erfahrung.
Die Alternative ist TTL (Through The Lens). Diese Funktion beherrschen Systemblitze schon lange. Über einen Vorblitz, den die Kamera auslöst, wird von der Kamera die reflektierte Lichtmenge gemessen und die Blitzleistung berechnet. Über Funk teilt die Kamera dann den Blitzen mit, welche Leistung sie abgeben sollen. Dadurch entfällt für Dich die manuelle Messung bzw. Einstellung. Die einzige kreative Aufgabe, die Du dann hast, ist das Verhältnis der Leistungen zueinander festzulegen. Auch dies geschieht wieder über die Gruppen.
Kabellos mit Akku ist der Schlüssel für den Outdooreinsatz. TTL vereinfacht die Einstellungen, aber beim Einsatz draussen geht es natürlich auch genauso gut, ihn manuell einzustellen.

Fazit

In diesem Beitrag ging es um ganz grundsätzliche Informationen zu der neuen Technik und deren Möglichkeiten. Im zweiten Teil zeige ich Dir einige Praxisanwendungen und -techniken und verrate Dir, wie ich die dort gezeigten Fotos umgesetzt habe. Wir werden den Himmel „dunkel“ blitzen, aufhellblitzen und ich zeige Dir, warum die Kurzzeitsynchronisation eine tolle Möglichkeit ist, den Studioblitz auch Outdoor einzusetzen.

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15 Kommentare

  1. Silberrücken
      Januar 25, 2019 at 1:34 PM
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    Nörgler und Besserwisser sind das Salz in der Suppe, dass uns veranlasst, unsere eigenen Schriftsätze Korrektur zu lesen und auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Denn kaum etwas schmerzt so sehr wie eine berechtigte Kritik.
    Doch zum Glück gibt es Unmengen von Nörglern und Besserwissern, die maximal über Halbwissen verfügen und sich durch ihre unpassenden Äußerungen selbst disqualifizieren. Dieser Personenkreis sorgt zumindest bei mir immer wieder für Heiterkeit und gute Laune.
    Der Artikel hat mir sehr gut gefallen und war für mich verständlich geschrieben. Danke ^^

  2. oller Knipser
      Januar 10, 2019 at 11:29 AM
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    Hallo zusammen, im Artikel und auch in den technischen daten von Rollei wird nicht darauf eingegangen, wie ein Blitz (Blitzkondensator nachgeladen wird und vorallem, wie die Leistungsabgabe erfolgt. Unabhängig ob Systemblitz, Studioakkublitz und auch netzversorgter Studioblitz. Die ist nämlich ein Faktor für oder gegen eine Kaufenscheidung.
    Die ersten elektronischen Blitzgeräte ab 1938 funktionierten mit der Voll-und Leerentladung eines Blitzkondensators. Um es verständlich zu machen, vergleiche ich einen Blitzkondensator mit einem 10l Eimer Wasser. Eimer voll, volle Energie, eimer halb voll, halbe Energie.
    Der Unterschied zu den “normalen” Blitzen und moderene Blitzgeräten liegt in der Abgabeleistungssteuerung. Auch heute werden sehr viele Akkustudioblitzgeräte verkauft, nach dem Prinzip von 1938, besonders Gern als HSS-Blitze.
    Mit zunehmender elektronischer Leistungssteuerung und deren Bauelemente hat sich Wesentliches getan. Beispiel Wassereimer, grundsätzlich wird der Wassereimer vollgeladen. Wieviel Energie gebraucht wird, kann man über einen Ausgießelement steuern, benötigt man nur die Hälfte, so bleibt die andere Häfte drin und steht sofort (!)für die zweite Energieabgabe zur Verfügung. Extrem schnelle Blitzfolgezeit., alle TTL-Blitze arbeiten so. Es gibt aber mit dieser Technik auch seltener Blitze, die ohne TTL oder abschaltbar so arbeiten.
    Kaum ein Hersteller gibt technische Daten heraus, mit welchem Prinzip die Geräte arbeiten. Es ist ein sehr unterschiedlicher, technischer Aufwand und folglich auch Preis sowie ein fotografische Anwendungszenarien.
    Hätte gern im Artikel differeniertere Aussagen, wie die Rollei Geräte funktionieren.
    Denn Rollei ist nicht mehr das renomierte, historische Unternehmen, sondern ein Handelsunternehmen mit chinesischem Einfluss. Die Produkte müssen nichts schlecht sein, aber gern hätte ich gewusst, wer der tatsächliche Hersteller in China ist. Leider gibt es sehr viele, besonders chinesische Blitzgerätehersteller, deren Geräte die Sicherheitsprüfung nach DIN 0701- 0702, DGUV- Vorschrift 3 mit Prüfprotokolls gefählicherweise nicht bestehen. Aufrund der Akku-Technologie umgehen solche Hersteller notwendige Isolationsprüfungen. Deshalb ibt es in Europa dafür auch keine Reparaturwerkstätten, weil solche Prüfungen nach Reparatur sinnvoll vorgeschrieben sind. Jeder Defekt wird nur durch neues Gerät ausgetauscht. Will man das?

    1. Martin Schwabe
        Januar 10, 2019 at 1:16 PM
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      Moin,
      das Rollei eine Handelsmarke ist, ist ja kein Geheimnis. Ich finde dagegen auch nichts einzuwenden. Ich habe in den letzten Jahren viele “Produkte” von Rollei in den Händen gehalten und damit gearbeitet. Ich habe bisher nur gute und sehr gute Erfahrungen gemacht. Hochwertige Produkte, hochwertige Verarbeitung und zuverlässig. Die Firma sitzt in Hamburg und dort wird nach meinem Empfinden sehr viel Wert darauf gelegt diesen Standard auch zu halten.
      Nun ist mein Artikel ja kein Rollei-Studioblitztest gewesen, es geht und ging mir nicht darum speziell dieses eine Produkt von Rollei zu testen, es ging eher um die Vorstellung einer bestimmten (relativ) neuen Produktklasse. Ich kann Dich nun auch nicht mit Schaltplänen und Konstruktionsunterlagen versorgen, aber dir soviel sagen, dass die Leistungsabgabe elektronisch erfolgt, bei voller Leistungsabgabe (Kondensator leer) ergibt sich eine gewisse Nachladezeit, die aber kürzer ist, als bei meinem Bowens mit Netzbetrieb.
      Bei Abruf von Teilleistungen, erfolgt auch nur eine Teilentleerung des Kondensators, es ist also möglich in schneller Folge zu blitzen. TTL ist abschaltbar und wenn Du willst kannst Du diese Blitze auch ganz klassisch voll manuell einsetzen Ich habe weder Prüfprotokolle gelesen, noch auf entsprechende Aufkleber geachtet. Ich kann Dir aber soviel sagen: Solide verarbeitet und nach doch einiger Arbeit mit den Geräten gibt es von meiner Seite keinerlei Sicherheitsbedenken (wie gesagt, ich habe auch andere Geräte von den großen Herstellern), da muss sich Rollei nicht verstecken.
      Von daher ist mir Sinn und Zweck Deines Beitrags nicht wirklich klar, da es erkennbar nicht darum geht einen spezifischen Blitztest zu präsentieren, da gibt es andere Medien für, die sich darauf spezialisiert haben. Deine Sicherheitsbedenken teile ich überhaupt nicht. Rollei ist immer noch eine deutsche Firma (egal, wo sie produzieren) und wären mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn sie sich nicht an die aktuellen hier geltenden DIN und Sicherheitsvorschriften halten.
      PS: Ich bin Diplom-Ingenieur, mit den Schwerpunktfächern Elektronik, Regelungstechnik und Messtechnik, ich kenne mich daher fachlich mit der Materie ganz gut aus.

  3. Markus
      Januar 8, 2019 at 7:03 PM
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    Der Artikel ist in meinen Augen völlig neutral geschrieben, nirgends wird der Rollei über die Maße gelobt oder über andere Marken gestellt, bzw. einseitige und unfaire Vergleiche mit anderen Marken gezogen. Von dem her ist es völlig in Ordnung wenn der Autor sein Wissen der Community unentgeltlich zur Verfügung stellt und dafür etwas Unterstützung von den Herstellern für das Produktplacement bekommt, wenn es so wie hier gezeigt wird. Als normal denkender Erwachsener sollte man mit so etwas eigentlich problemlos umgehen können, falls nicht wäre es im eigenen Interesse wohl besser das Internet völlig zu meiden. Ob die Kritiker wohl ohne Bezahlung und nur zum Spaß in Ihrer Firma arbeiten?
    Ich zumindest sage Danke für die immer wieder tollen Artikel!

  4. guenther.hennings
    Günther Hennings
      Januar 8, 2019 at 6:16 PM
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    Hallo Martin,
    1. Ein sehr guter erklärter Artikel
    2. Es ist völlig egal, ob die Blitzanlage von Rollei oder XYZ benutzt wurde.
    3. Wir User müssen dankbar sein, wenn Leute wie Du, bereit sind etwas zu testen und dann kostenlos zur Verfügung zu stellen
    Ich bedanke mich für Deine Mühe.
    Viele Grüße Günther

  5. Kurt Schörg
      Januar 8, 2019 at 4:55 PM
    Kommentar bewerten

    Danke für diesen Artikel. Habe mir den Artikel ausgedruckt und werde an Hand der Angaben 2019 Blitzaufnahmen machen und aus der Praxis meine Lehren ziehen. Ich bin CANON Fotograf, habe je einen Canon Blitz 430 EXII, einen alten 550 EX und einen alten Stabblitz METZ 45CT-4 mit 4 bunten Vorsatzfiltern, welchen ich gern als Hintergrundlicht verwende. Zum Auslösen kommt HÄHNEL Combi TF, ein Sender und für jeden Blitz ein Empfänger, zum Einsatz . Alles Weitere, wenn ich mein Vorhaben in die Praxis umgesetzt habe, kann allerdings dauern.

    1. Ewald Noy
        Januar 8, 2019 at 10:09 PM
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      Hallo Kurt,
      Hier findest du noch was zum Thema Blitzen. Gut aufgemacht und informativ. Greife selber immer mal wieder drauf zurück wenn es um Systemblitze geht .
      http://www.blitz-fotografie.de

  6. Wolf
      Januar 8, 2019 at 4:44 PM
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    Guter Artikel, einfach und prägnant und relativ neutral. Dass Rollei den Blitz stellt und dies dann erwähnt wird, finde ich nicht schlimm. Der Inhalt entscheidet und der gilt für alle Studioblitzhersteller…
    Dass jemand unentgeltlich sein Wissen teilt, ich zahle für das Lesen nichts extra, und dann angefeindet wird finde ich wesentlich schlimmer.

  7. Ewald Noy
      Januar 8, 2019 at 4:25 PM
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    Alles gut und einfach erklärt. Das entsprechendes Equipment der Firma Rollei benutzt wurde finde ich gar nicht so schlimm da es im wesentlichen darum geht Wissen zu vermitteln. Der Artikel ist kostenlos, lehrreich und ich denke nicht das jetzt jeder sofort losläuft und einen entsprechenden Blitz kauft. Ich habe selber Blitze anderer Hersteller und wenn mich jemand fragt empfehle ich diese. Nicht um damit zu verdienen sondern weil ich sie kenne und meine Aussage ein Ausdruck der Zufriedenheit mit der Gerätschaft ist. Gerne lade ich ein diese in einem Shooting mit zu nutzen und Rückmeldung zu bekommen. Für mich ein Hobby und ich bin froh das es Menschen gibt die über den Tellerrand blicken und ihr Wissen teilen. Es gibt bestimmt einige Leser denen dieser Artikel hilft.
    In diesem Sinne Danke für die Arbeit und ich warte auf den Folgeartikel. Für Einsteiger auf jeden Fall lesenswert.

  8. Heiko Wruck
      Januar 8, 2019 at 2:39 PM
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    Am Ende des Beitrags erfährt man, dass dies nur ein gekaufter Werbeartikel und der Autor damit vermutlich ein Lohnschreiber ist. Wie glaubwürdig ist der Text dann?

    1. Martin Schwabe
        Januar 8, 2019 at 3:13 PM
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      Hallo Heiko,
      Du liegst tw. richtig, tw. daneben.
      Der Artikel (die Blitze) ist nicht gekauft, sondern wurde uns netterweise von Rollei zur Verfügung gestellt. Dies ist übrigens auf meine aktive Anfrage hin entstanden. Ich arbeite schon lange im Studio und nutze verschiedenste Blitze, die alle noch klassisch manuell eingestellt werden. In den letzten Jahren ist mir aufgefallen, dass sich in diesem Segment einiges getan hat und TTL-fähige Studioblitze auch finanzierbar wurden. Daher habe ich Rollei angefragt, ob sie uns so einen Blitz zur Verfügung stellen können. Ich nutze zwar für meine Artikel in der Fotoschule zu einem Großteil eigene Ausrüstung, die ich privat finanziert habe, aber auch mein Budget hat da Grenzen. Ich bin weder bereit, noch in der Lage immer alles aus eigener Tasche zu bezahlen, nur für das Wohlgefühl einiger Leser.
      Bin ich ein Lohnschreiber? Nun, ich habe in den letzten 15 Jahren rund 20 Bücher geschrieben, einige erfolgreich, einige weniger erfolgreich. Diese Bücher wurden im Handel angeboten. Natürlich habe ich meinen Anteil daran bekommen, also einen “Lohn” (nennt sich in diesem Segment Honorar), warum sonst sollte ich Bücher schreiben?
      Ich habe eine Familie und muss diese ernähren, keine Ahnung, wieso Du erwartest ich würde 20-30 Stunden pro Woche arbeiten, zum kostenlosen Vergnügen der Leser? Ich bin in vielen Fotogruppen und gebe dort durchaus gern Hilfestellungen, dies auch unbezahlt, aber es hat auch seine Grenzen. Ich finde dies legitim.
      Unabhängig davon: Du kannst gerne einmal in die Historie meiner Artikel schauen, ich habe dabei immer wieder auch Ausrüstung genutzt, die Hersteller zur Verfügung gestellt haben. Aber wenn Du die Texte mal ohne Empörung lesen würdest, sollte Dir auffallen, dass ich mich immer bemühe die Artikel neutral zu schreiben und so zu gestalten, dass man etwas mitnimmt, selbst wenn man einen anderen Blitz, eine andere Kamera oder ein anderes Objektiv hat. Dies ist übrigens gar nicht so trivial beim Schreiben.
      Insofern kann ich Deine Kritik nicht ganz nachvollziehen, akzeptiere sie jedoch, möchte allerdings darauf hinweisen, dass Du nicht gezwungen bist, diesen Artikel zu lesen, denn er ist für Dich kostenfrei und ohne jede Verpflichtung.
      Ich wünsche Dir ein gute neues Jahr und viele tolle Fotos.

      1. Norbert
          Januar 8, 2019 at 4:33 PM
        Kommentar bewerten

        Hallo Martin,
        so sehr Du Dich auch bemühst, haltlose Anschuldigungen richtig zu stellen, solche Leute wie Heiko Wruck oder wie immer er wirklich heißt, wirst Du damit nicht erreichen. Sie wollen Deine Richtigstellung gar nicht. Sie wollen nur eins, Gift verspritzen. Schade, dass diese sogenannten Hater nun auch in die Fachcommunitys einsickern. Eigentlich sollte uns doch unser gemeinsames Interesse an der Fotografie vereinen.
        Gruß
        Norbert

        1. Peter Lang
            Januar 8, 2019 at 7:04 PM
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          Martin: Deine Antwort ist souverän und professionell. Und noch was: Neid ist die höchste Form der Anerkennung :-)

      2. THR Cadolzburg
          Januar 8, 2019 at 8:13 PM
        Kommentar bewerten

        Hallo Martin,
        auch ich bin der Meinung, dass Du hier so neutral wie möglich geschrieben hast.
        Danke, dass deine Antwort so sachlich und ohne unangenehme Emotionen ausgefallen ist!

        1. Kai
            Januar 18, 2019 at 6:44 AM
          Kommentar bewerten

          Hallo zusammen,
          Danke für den Artikel! Ich habe wieder etwas dazu gelernt, und das war glaube ich auch das Hauptziel um anderen zu Helfen speziell den Hobbyfotografen wie mir. Danke.
          Ich stimme dann noch Peter Lang zu und finde es schade das sich sehr viele nur noch über Nörgeln und Besserwisserei definieren.

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