Sony: Neuartige Sensortechnik

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Sony Semiconductor, die Sensorsparte von Sony, hat mit der neuartigen Sensortechnik viele spannende Sensoren vorgestellt. Der erste trägt die Bezeichnung IMX487 und ist ein CMOS mit 8,13 Megapixeln (2856 x 2848 Pixel) mit 2/3-Zoll-Diagonale und 2,74 μm großen Bildpunkten. Dieser Sensor wurde für die Industrie entwickelt: Er ist für UV-Licht empfindlich und damit für Aufgaben in der Oberflächenprüfung geeignet.

Die eigentliche Besonderheit ist jedoch seine Global-Shutter-Funktion. Der IMX-Sensor kann also „am Stück“ und nicht wie sonst üblich zeilenweise ausgelesen werden. 193 Bilder pro Sekunde können im 10-Bit-Modus ausgelesen werden. Dadurch werden bewegte Motive verzerrungsfrei festgehalten – ein Wunsch vieler Fotografen und Filmer, der im Fotobereich noch nicht erfüllt ist.

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Sony: Vibrationserkennung: ereignisbasierte Erfassung
Vibrationserkennung: ereignisbasierte Erfassung

 

Ereignisbasierte Sensoren

Noch spannender, aber leider derzeit nur aus technischer Sicht, sind die anderen Neuheiten mit der sperrigen Bezeichnung „ereignisbasierter Stacked Vision-Sensor“ IMX636 mit 0,92 Megapixeln (1280 x 720 Pixel) und der IMX637 mit 0,33 Megapixeln (640 x 512 Pixel). Die Auflösung klingt zwar bescheiden, doch in den beiden Sensoren wurde eine noch recht neue Technologie implementiert, die durchaus großes Potenzial verspricht.

Heutige Kamerasensoren werden zeilenweise und komplett ausgelesen. Für Fotografen ist dies kein Nachteil, da man so genau eine Momentaufnahme festhalten kann. Doch beim Filmen ist es anders. Um große Datenmengen zu vermeiden, wäre es optimal, nur Veränderungen festzuhalten. Genau hier setzen die neuen Sony-Sensoren an: Sie registrieren anhand von Helligkeitsveränderungen die Bewegungen im Bild und erfassen nur diese. Das heißt: Nur die beteiligten Pixel werden ausgelesen. Darum auch „ereignisbasiert“ oder English „event-based“ als Gegenentwurf zu „frame-based“.

Ein weiterer Vorteil ist die Geschwindigkeit. Da nicht der komplette Sensor ausgelesen werden muss, können die Daten schon prinzipiell viel schneller verarbeitet werden. Noch wichtiger ist aber die Stacked-Architektur: Dank eines separaten Logikchips auf der Rückseite des Sensors lassen sich die Helligkeitsunterschiede für jedes Pixel ermitteln und zusammen mit den xy-Koordinaten weiterleiten. Störfaktoren wie LED- Flackern werden bereits hier herausgefiltert.
Die neuen Sensoren sind noch weit von einem Einsatz in Video- oder Fotokameras entfernt. Doch sie sind bereits dazu in der Lage, die Anforderungen von industriellen Anwendungen zu erfüllen und zeigen eine spannende Entwicklungsperspektive auf.

www.sony.de

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