Fujifilm: Trends und News 2022

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Die neuesten Trends und News, die Fujifilm 2022 auf den Markt bringen könnte, haben wir in diesem Artikel für Dich zusammengestellt.
Wenn APS-C, dann Fujifilm oder Sony. Beide Firmen ermöglichen den Einstieg in ein etabliertes spiegelloses APS C-System. Aber keine Firma pflegt ihr APS-C-System so konsequent wie Fujifilm. Denn Fujifilm hat sich gegen das Kleinbildformat als zweite Sensorgröße entschieden und stattdessen das Mittelformat neu belebt. Das Fujifilm-X-System ist sehr verzweigt: neben Pro- und drei T-Serien gibt es noch E-, A-, S- und H-Linien. Hinzu kommt die X100er-Linie mit fest verbauter Optik.

Mehrere neue Fujifilm-Kameras in 2022 sind also sicher, aber auf Dauer erwarten wir eine Reduzierung der Baulinien. In den meisten Baureihen hat Fujifilm in den letzten drei Jahre Neuheiten eingebracht. Das gilt von der besonders günstigen A-Reihe bis zu den einstelligen T-Modellen. Trotzdem könnte die A-Reihe als Erste beendet werden, für Einsteiger gäbe es dann T-Modelle mit dreistelligen Ziffern. Nur die X-H1 von 2018 hat nie einen Nachfolger bekommen. Bezüglich der X-H1 gab es deswegen zahlreiche Gerüchte, Fujifilm plane keinen Nachfolger. Schließlich war deren Sonderausstattung – der Bildstabilisator – schon bald kein Alleinstellungsmerkmal mehr.

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Doch nun sind die Gerüchte zu einer X-H2 die konkretesten. Grundsätzlich erwarten wir, dass die T-Modelle mit dem klassischen SLR-Design auch zukünftig den Schwerpunkt darstellen. Darüber hinaus wird es weiterhin E- und Pro-Kameras geben, die auf den mittigen „SLR-Sucher“ verzichten. Ebenfalls Zukunft hat das alternative S10, die klassisches Design mit einer ganz anderen Bedienung verknüpft: Den Einstellrädern sind keine festen Funktionen zugeordnet sondern situationsabhängig steuern sie die Einstellung, die der Fotograf gerade auswählt.

Fujifilm X-H2

Die Vorteile der X-H sind Bildstabilisierung, große Robustheit, Schulterdisplay, integrierter Vertikal- griff und – wie bei fast allen Fujifilm-Kameras – die intuitive Tastenbedienung. Bei einem neuen Topmodell wird der Sucher ein deutliches Update bekommen, zudem könnte die X-H2 auf das flexiblere Bedienkonzept der S10 setzen.

Spannend ist die Frage nach der Auflösung. Der letzte Sprung von 24 auf 26 Megapixel brachte keine signifikanten Vorteile bei der Auflösung. Der Zuwachs müsste größer sein. Glaubt man Internetgerüchten, so bringt die X-H2 einen Sensor mit bis zu 43 Megapixeln mit. Bei viel Licht wäre dies in der Tat ein großer Pluspunkt. Und bei wenig Licht sind wir sehr gespannt auf das Rauschverhalten. Das sollte beherrschbar sein, wie ein Seitenblick auf aktuelle Smartphones zeigt. Die Auflösung von 43 Megapixeln deutet auf einen Anfang 2020 geleakten Sensor von Sony hin: den IMX671AQR. Das Besondere daran: Es ist ein BSI und Stacked-Sensor. Er ist also richtig schnell. Wenn Fujifilm eine X-Trans-Version davon verwendet, werden Bildqualität, Datenverarbeitungstempo und Videoperformance kräftig wachsen.

Die hohe Sensorauflösung wirft allerdings die Frage auf, ob die vorhandenen Objektive alle mit dieser Auflösung umgehen können. Für einen Teil der Rechnungen wird das nicht der Fall sein, aber bei vielen haben unsere Tests gezeigt, dass die Kamera wohl eher der limitierende Faktor ist. Offenbar hat Fujifilm bei einigen Rechnungen den Auflösungssprung bereits berücksichtigt.

Weitere Gerüchte zur Fujifilm X-H2

Das „wildeste“ Gerücht besagt darüber hinaus, dass die X-H2 in zwei Versionen mit zwei unterschiedlichen Sensoren angeboten werden könnte – etwa mit 26 und 43 Megapixeln. Neu wäre diese Lösung nicht – siehe Panasonic oder Nikon. Sinnvoll wäre sie aber nur dann, wenn die Kameras auch softwareseitig eine klare funktionale Abgrenzung haben – für Reportage und 4K die eine, für Studiofotografie und 8K-Videos die andere. In diesem Fall müsste auch der 26-Megapixel-Sensor neu sein: mit Stacked-Bauweise, damit die Kamera sonst ohne große Änderungen produziert wird. Würde man den 26-Megapixel-Sensor der aktuellen Generation verwenden, wäre die Attraktivität der Kamera kleiner, ebenso aber auch die Produktionskosten. Wir setzen auf die X-H2 mit 43-Megapixel-Sensor, das zweite Modell halten wir für weniger wahrscheinlich.

Fujifilm X-Pro 4

Über lange Zeit war die Pro das Topmodell von Fujifilm, und es hat auch heute noch mit seinem Dual-Sucher eine besondere Ausstrahlung. Für uns ist deswegen die X-Pro 4 das zweite Modell mit dem neuen Topsensor. Aber es kann auch 2023 werden. Für 2023 erwarten wir dann auch noch eine X-T5 mit 43 Megapixeln.

Fujifilm X-T200 II

Auch wenn die oberste Spitze erneuert wird, darf der Blick auf das Einsteigersegment nicht fehlen. Die größte Wahrscheinlichkeit sehen wir für eine X-T200 II – hier erwarten wir ein wenig Modellpflege wie bei der X-T30 II, aber keine Innovationen.

News zur Fujifilm GFX: Kommt sie 2022 oder doch später?

Fujifilm hat sein Mittelformat-System erfolgreich als Alternative zu spiegellosen Kleinbildkameras etabliert. Die GFX 50S II macht seit letztem Jahr den Einstieg zudem ab 4000 Euro möglich. Damit zielt Fujifilm klar auf Amateure. Aus unserer Sicht kommt 2022 nicht zwingend eine weitere GFX auf den Markt, doch spätestens 2023 erwarten wir den Nachfolger der GFX 50R. Im Gegensatz zu GFX 50S und GFX 100S setzt die R nicht auf einen mittig platzierten „SLR“-Sucher, sondern hat einen seitlichen Sucher. Sie bietet viel Bildqualität in einem für das Mittelformat noch handlichen Body zu einem vernünftigen Preis. Mehr Auflösung wünschen wir uns an dieser Stelle nicht. Stattdessen sollte die Kamera für einen schnelleren Autofokus mit vielseitigen Trackingoptionen auf dem Niveau der T-Modelle einen schnelleren Sensor er- halten. Die GFX 50S II kommt aber wohl noch nicht 2022.

Fujinon-Objektive

Die aktuelle Roadmap listet für dieses Jahr drei Zooms auf: das XF 18-200 mm sowie das XF 150-600 mm für APS-C- Kameras und das GF 20-35 mm fürs Mittelformat. Das GF-Portfolio wird zudem 2023 um ein Tilt/Shift Objektiv mit vermutlich 23 mm und die lichtstarke Festbrennweite GF 1,7/55 mm erweitert. Überraschungen erwarten wir nur bei den X-Objektiven: Hier könnte Fujifilm ein Tele mit mehr als 200 mm vorstellen oder eine der älteren Festbrennweiten wie das 1,4/35 mm oder das 60er-Macro in einer überarbeiteten Version bringen.

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