fotocommunity Fotograf Rolf Endermann im Interview

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Die Werke von Rolf Endermann haben auf den ersten Blick etwas Fesselndes: Die Reduktion auf das Wesentliche erfordert ein gutes Auge für Details und eine gezielte Komposition und sorgt in seinen Bildern für visuelle Klarheit und Ästhetik. Obwohl sich Rolf Endermann einer breitgefächerten Palette an Farben bedient, haben seine Werke eine beruhigende Wirkung und lenken den Blick des Betrachters stets auf das Wesentliche. Wir wollten wissen, was hinter der Arbeit von Rolf Endermann steckt, und haben ihm ein paar Fragen gestellt, die er uns im Vorgestellt-Interview der fotocommunity Fotoschule beantwortet hat. Wir freuen uns, heute in seine Arbeit und Werke einzutauchen und uns dort ein wenig umzusehen.

 

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Was weckt Deine Leidenschaft für die Kunst der Fotografie? Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

Tatsächlich bin ich über meinen Vater zur Fotografie gekommen. Er besaß früher eine Agfa – Klick, damit hatte ich immer versucht ausdrucksstarke Fotos zu erstellen – leider vergebens. Nach einer gewissen Zeit war mir klar, das geht nur mit einer Spiegelreflex und entsprechenden Objektiven.

„upstairs“

Du fotografierst überwiegend Details, Abstraktes, Architektur, plakative Motive – der Schwerpunkt liegt ganz klar auf Minimalismus. War das fotografisch schon immer Deine Ausrichtung oder war das ein langjähriger Prozess?

Das war definitiv ein langjähriger Prozess. Ich bin Dipl.Bau.-Ing., deswegen zunächst auch meine Liebe zur Architektur und Details und über diesen Weg bin ich dann zum Minimalismus gekommen. Der Minimalismus strahlt für mich in erster Linie Ruhe aus, er lebt von der Reduktion auf das Wesentliche, ist kein „Massenprodukt“ und hebt sich alleine schon dadurch von vielen anderen Motiven ab.

„stand alone“

In Deiner Profilbeschreibung erwähnst Du, dass der „Blick für das Motiv“ in all Deinen Fotografien entscheidend ist. Warum empfindest Du das so?

Meiner Meinung nach ist der Blick das A und O überhaupt, erst an zweiter Stelle kommt die Kamera. Sie ist ein Werkzeug und hält nur den Augenblick, die Lichtstimmung oder eine besondere Perspektive fest, aber genau dafür ist immer „der Blick hinter der Kamera durch die Kamera“ für das Motiv entscheidend.

„Autumn“

Die Motive, die Du wählst, haben immer etwas ganz Besonderes. Wie suchst Du Dir die passenden Motive für Deine Fotos aus und worauf achtest Du dabei?

Ich lasse mich bei der Motivsuche gerne treiben, suche nicht das Besondere, weil ich dann verkrampfe. Hat man seinen persönlichen Stil erstmal gefunden, sieht man seine Umwelt auch anders. So bin ich immer auf der stetigen Suche nach DEM Motiv, das erfordert allerdings auch Ausdauer und Übung, bis man das sieht, was andere nicht so sehen und genau das macht für mich den Charme der Fotografie aus.

„upstairs“

Welche Rolle spielen Farben in Deinen Aufnahmen?

Farben sind für mich ein Gestaltungselement, um die Aufmerksamkeit des Betrachters zu gewinnen bzw. eine gewisse Stimmung zu erzeugen. Es kann aber auch vorkommen, dass ein farbiges Motiv in SW noch besser wirkt.

„Rot in kleiner Dosierung“

Welche Stimmung transportierst Du am liebsten mit Deinen Bildern?

Das ist schwer zu sagen, weil jedes Bild von jedem Betrachter anders wahrgenommen wird, da geht die Bandbreite von nichts-sagend bis professionell. Was ich aber gerne transportieren möchte ist eine ruhige Ausstrahlung.

„2021“

Achtest Du bei Deinen Werken auf bestimmte symmetrische oder asymmetrische Kompositionen bzw. eine gewisse Harmonie der verschiedenen Bildelemente?

Ja, die Gestaltung ist mir ganz wichtig! Ich berücksichtige schon gewisse Regeln und bemühe mich mit dem Ziel das Motiv in sich schlüssig und harmonisch darzustellen, so wie man es vielleicht noch nicht gesehen hat.

„the tower“

Welche Rolle spielt Bildbearbeitung für Dich und welche Tipps würdest Du Jemandem geben, der seine Fotos nachträglich bearbeiten möchte?

Für mich gibt es zwei Ansätze: entweder man fotografiert und bearbeitet das Bild anschließend hinsichtlich Kontrast, Schärfe, Ausrichten, Säubern etc. oder man veredelt es zusätzlich so, daß es meiner persönlichen Vorstellung entspricht z.B. Freistellung, Verläufe, Himmelaustausch, Farbakzente etc.

„windows“

Deine Werke sind teilweise sehr verschieden. Was Inspiriert Dich in Deiner Auswahl?

Meine Werke sollten auch persönlich zu mir passen, ich muss mich damit identifizieren können und wenn die Leute sagen „Mensch, so habe ich das aber noch gar nicht gesehen“, dann freut mich das. Es gelingt mir nicht immer, aber ich gebe mir Mühe.

„INI“
„stand alone“

 

 

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