Entfesselt Blitzen – So funktioniert es!

entfesselt-blitzen-so-funktioniert-es-teaser

In unserem ersten Artikel dieser Serie haben wir Dir bereits die Systemblitze erklärt.

Bevor wir in die technische Beschreibung einsteigen und Dir die unterschiedlichen Funktionsweisen und Fachtermini genauer erläutern, möchten wir noch ein wenig zum Entfesseln von Blitzen schreiben. Warum heißt es überhaupt „Entfesseln?“ Wieso sollte ich das überhaupt tun? Das natürliche Licht kann ich ja auch nicht entfesseln, da es ja immer nur aus einer Richtung kommt.

Also: Entfesseln hat tatsächlich etwas mit Fesseln zu tun. Der oder die Blitze werden von der Fesselung an den Blitzschuh der Kamera (und damit von der festen Position) befreit. Dadurch ergeben sich ganz neue kreative Möglichkeiten. Letztendlich entfesselst Du das Tageslicht ja auch, indem Du die Position der Kamera zur Sonne veränderst, indem Du Reflexionen ausnutzt, Reflektoren einsetzt oder die Tageszeit der Aufnahme änderst (und damit den Sonnenstand).

Der Unterschied zum „gefesselten“ Blitz ist, dass Du durch die Entfesslung die Zahl der Blitze fast beliebig erweitern kannst (Du könntest im Extremfall mehrere Dutzend Systemblitze rund um Dich herum gleichzeitig auslösen) und auch in der Wahl der Blitzrichtung und -position bist Du auf einmal völlig frei. Du kannst den einzelnen Blitzgruppen unterschiedliche Leistungen zuweisen und die Gruppen ins Verhältnis setzen. Es ist sogar möglich, mehrere Lichtsets gleichzeitig aufzubauen, die Du durch die Wahl des Kanals an der Kamera schnell wechseln kannst.

Begriffsdefinitionen

Ich habe nun mehrfach mit unterschiedlichen Begriffen um mich geworfen, die für das entfesselte Blitzen eine Bedeutung haben. Damit Du den folgenden Ausführungen auch folgen kannst, muss ich Dir natürlich die verschiedenen Begriffe erläutern.

Master oder Masterblitz

Im Gesamtsystem aller beteiligten Blitze gibt es immer nur einen Master (sozusagen der Herr der Blitze), die Zahl der Slaves dagegen kann nahezu beliebig groß werden. Die wesentlichen Informationen wie das Auslösesignal und die Belichtungsinformationen kommen zwar von der Kamera, der Master leitet aber all die Daten und Einstellungen an die beteiligten Blitze weiter.

Dies kann

  • per Lichtsignal (Blitz)
  • per Infrarot
  • oder aber per Funk geschehen.

Der Master kann ein Blitz sein und ebenfalls an der Belichtung beteiligt, er kann aber auch ein kleines Gerät sein, welches sich auf  die Informationsweitergabe beschränkt. Die nachfolgende Fotos zeigen unterschiedliche Master. Große Systemblitze mit Masterfähigkeit können auch als Slaves eingesetzt werden, sofern ein anderer Master vorhanden ist.

Slave oder Slaveblitz

Slaveblitze kann es in beliebiger Zahl geben. Sie verhalten sich in dem System passiv, d.h. sie nehmen die Steuersignale entgegen, stellen die Leistungsdaten entsprechend ein und lösen dann die geforderte Blitzmenge aus, sobald das Auslösesignal kommt. Wenn der Messblitz ausgelöst wird, geben sie auch Licht ab, damit die Kamera die Gesamtlichtmenge messen kann. Ob ein Systemblitz als Slave eingesetzt werden kann, findest Du in den technischen Daten.

Nicht alle Blitze funktionieren als Master, jedoch oft als Slave, wie z.B. das Speedlite 430EX II von Canon (Foto: Canon)

Messblitz

Der Messblitz ist ein kurzer und leistungsschwacher Vorblitz, der vom Master ausgelöst wird. Alle beteiligten Blitze blitzen schwach auf. Die Kamera misst daraufhin die Lichtmenge, die jeder Blitz abgeben muss, um die vom Anwender gewünschte Belichtung zu erreichen.

Steuersignal oder -blitz

Der Messblitz selbst liefert reine Belichtungsinformationen. Das Ergebnis und letztendlich auch die Auslösung muss den beteiligten Geräten in irgendeiner Form drahtlos mitgeteilt werden. Dies geschieht über das Steuersignal (Funk oder Infrarot) oder auch über den Blitz selbst (also den Master). Du siehst, es werden bei der Entfesslung eine große Menge an Daten ausgetauscht. Die genauen Protokolle sind von Hersteller zu Hersteller verschieden und werden nicht verraten, das Prinzip sollte aber deutlich geworden sein.

Blitzgruppen

Aus früheren Artikeln kennst Du sicher Begriffe wie Hauptlicht, Kopflicht, Führungslicht, Hintergrundlicht usw. Es handelt sich hier um Begriffe aus der Studiofotografie. Jedes Licht wird einzeln eingestellt, teilweise mit sehr unterschiedlicher Leistung.

Die Einteilung der beteiligten Blitze in Gruppen trägt dieser Tatsache Rechnung. Die Gruppen werden meist mit Buchstaben bezeichnet. Da es meist 3 Gruppen gibt, sind es die Buchstaben A, B und C (ganz neue Systeme beherrschen sogar 5 Gruppen, aber wir beschränken uns auf normale und finanzierbare Systeme).

Die Einstellung der Blitzgruppen
Die Einstellung der Blitzgruppen

Dabei ist die Gruppe A meist das Hauptlicht, Gruppe B das Seiten- oder Kopflicht und die Gruppe C das Hintergrundlicht. Alle drei Gruppen können bei manueller Leistungssteuerung individuell eingestellt werden. Bei automatischer Messung gibt es die Möglichkeit, ein Verhältnis von A:B einzustellen, die Gruppe C für den Hintergrund wird weiter individuell gesteuert.

Kanal

Zu guter Letzt kommt nun noch die Erläuterung der Aufgabe des Kanals. Egal, ob Du Funk oder Licht zur Steuerung verwendest, die Steuersignale werden von allen Blitzen in Reichweite empfangen und umgesetzt. Zwar ist es selten, aber es kann vorkommen, dass jemand in Deiner Nähe dasselbe System verwendet. In diesem Fall würden sich die beiden Master stören und ständig ungewollt die Nachbarblitze auslösen.

Oder Du hast genug Blitze und baust zwei Lichtsets gleichzeitig auf, dann kannst Du an der Kamera über den Kanal schnell zwischen den beiden Sets wechseln. Üblicherweise gibt es vier Kanäle, die mit Zahlen unterschieden werden (1,2,3,4).

Die Kanalwahl
Die Kanalwahl

Einstellungen für das entfesselte Blitzen

Jetzt wollen wir ein wenig konkreter werden. Du lernst nun, wie Du die Blitze einstellen kannst, wie Du die Kamera einstellen musst und worauf Du achten solltest, wenn Du mit mehreren entfesselten Blitzen arbeitest. Für diesen Artikel (und die folgenden Tutorials) habe ich mit verschiedenen Kameras von Canon gearbeitet (Nikon funktioniert vergleichbar), andere Marken sollten auch Wege anbieten, die wir aber mangels Vorhandensein der entsprechenden Kamera nicht testen konnten.

Als Blitzsystem haben wir primär die recht neuen Blitze von Rollei verwendet. Die Gründe dafür erläutern wir Dir gern. Wie schon bekannt ist, arbeiten Norbert und ich mit unterschiedlichen Kameramarken. Rollei war der einzige Anbieter, der ein System anbietet, das mit beiden Marken gleichzeitig kompatibel ist und zumindest im Blitzmodus mit den Protokollen von Nikon UND Canon funktioniert (natürlich immer nur jeweils).

Du kannst also Nikon und Rollei oder Canon und Rollei mischen, mit allen drei Marken gleichzeitig aber funktioniert es nicht. Zudem ist es vom Preis her deutlich günstiger, als die markenspezifischen Lösungen (bei vergleichbarer Leistung). Dasselbe System von Canon oder Nikon in der von uns verwendeten Kombination läge ungefähr bei dem dreifachen Preis.

Mit Licht entfesseln

Um den oder die Blitze zu entfesseln, benötigst Du einen Master und mindestens einen oder besser mehrere Slaves. Der Master kann ein interner Blitz sein (sofern unterstützt) oder ein externer Systemblitz, den Du auf den Blitzschuh aufsteckst (und einschaltest, sonst erkennt die Kamera nicht, dass ein geeignetes System vorhanden ist). Deine Kamera selbst muss natürlich auch in der Lage sein, entfesseltes Blitzen zu unterstützen.

Steuerung externes Speedlite
Im Menü Deiner Kamera wirst Du eine Option finden, die es Dir erlaubt den oder die Blitze im Detail einzustellen.

Dem Master musst Du nicht speziell mitteilen, welche Funktion er hat. Dies geschieht automatisch über die Kamera. Die Einstellungen sind recht einfach, Du gehst in Deiner Kamera in das Menü zur Einstellung des externen oder des internen Blitzes und aktivierst dort die Drahtlosfunktion. Dort wählst Du den Kanal aus (den Du dann auch bei den Slaves einstellen solltest).

Drahtlosfunktionen
In der Menüoption zur Blitzsteuerung musst Du die drahtlose Funktion meist explizit aktivieren, um der Kamera mitzuteilen, dass der Blitz oder der Sender auf der Kamera als Master fungieren soll.

Mehr musst Du dann am Anfang gar nicht tun. Deine Kamera weiß nun um den Master und den zu verwendenden Kanal. Wenn der Master an der Belichtung beteiligt ist, wird er automatisch der Gruppe A zugeordnet und bildet das Hauptlicht.

Funktionseinstellung externer Blitz
Sobald die Drahtlosfunktion aktiviert ist, sollte sich das Kameramenü verändern (als Beispiel hier die EOS 7D II) und zusätzliche Informationen und Einstellungen anbieten. Die genaue Anzeige differiert nicht nur von Marke zu Marke, sondern auch zwischen den einzelnen Modellreihen.
Display Master Blitz
Das Display am Master sollte Dir dann die an der Kamera getroffenen Einstellungen anzeigen. Dies ist das Zeichen für Dich, dass der Master mit der Kamera korrekt kommuniziert und alle Daten übernommen hat.

Nun kommen wir zu den Slaves: An den Slaves musst Du auch einige Dinge einstellen. Zuerst musst Du den Blitz überhaupt erst einmal in den Slavemodus versetzen, ihn also in eine Art Bereitschaft versetzen. In diesem Bereitschaftszustand wartet er auf Signale von der Kamera. Achte darauf, dass derselbe Kanal verwendet wird, wie an der Kamera. Nach der Kanaleinstellung musst Du den Blitz noch einer Gruppe zuteilen und ihn eingeschaltet lassen. Damit sind die wichtigsten Einstellungen getroffen.

ETTL-Anzeige im Blitz-Display
Da der Slave nicht mit der Kamera verbunden ist, musst Du die Grundeinstellungen am Blitz selbst vornehmen, ihn also einer Gruppe zuweisen und einen Kanal einstellen.

Nun gibt es bei der Aufstellung der Blitze noch einige Dinge zu beachten: Wenn Du mit Licht steuerst, darf die Distanz nicht zu groß sein (abhängig vom Umgebungslicht) und es sollte zumindest annähernd eine Sichtverbindung vorhanden sein (Man kann ein wenig mit reflektierenden Flächen tricksen, wenn der betreffende Slave etwas versteckt aufgestellt werden soll).

Zudem musst Du darauf achten, dass der Blitz bei den Gruppen A und B so aufgestellt wird, dass er in einer der abgeforderten Leistung angemessenen Entfernung zu dem Motiv steht. Zu nah und zu fern kann beides Probleme machen. Ich kann Dir hier keine festen Werte liefern, Du wirst ein wenig experimentieren müssen.

Wenn Du die Gruppe C verwendest, dann achte darauf, dass diese Gruppe tatsächlich nur für Hintergrundbeleuchtung vorgesehen ist, die Blitzmenge der Gruppe C wird an der Kamera eingestellt und ist unabhängig von der Belichtungsmessung. Stellst Du den Blitz an die falsche Stelle, dann hast Du keine Kontrolle über die Lichtmenge und Fehlbelichtungen sind die Folge.

Grundsätzlich solltest Du in Deiner Kamera folgende Modi einstellen können (die Begrifflichkeiten können sich je nach System unterscheiden):

Screenshot Blitzgruppe
Die Blitzgruppen und deren Verhalten zueinander werden an der Kamera selbst eingestellt.
  • ALL – alle Blitze werden gleichwertig ausgelöst, es gibt kein Hauptlicht oder Seitenlicht, die Summe aller Blitze liefert die Gesamtbeleuchtung.
  • A:B – die Blitze werden in zwei Gruppen unterteilt, deren Leistung in ein Verhältnis zueinander gesetzt wird. 2:1 bedeutet z.B. dass die Gruppe A doppelt soviel Licht abgibt, wie die Gruppe B. Über diese Funktion kannst Du das Licht akzentuieren und in Haupt- und Nebenlicht aufteilen.
  • A:B C -funktioniert wie der vorige Punkt, allerdings stellst Du die Gruppe C getrennt davon ein. Die Gruppe C bekommt auch kein Verhältnis zu den anderen Gruppen zugeteilt, sondern eine feste Leistungsmenge. So bedeutet die Einstellung 1/1, dass die volle Blitzleistung abgegeben wird und 1/4, eben nur ein Viertel der Leistung.
  • Manuell – Du weist jeder der 3 Gruppen eine feste Leistungsabgabe zu (1/1, 1/2, 1/4 usw.)
Einstellungen Blitzfunktion
Die Drahtlosfunktion bietet auch eine Strobistenlösung. Du kannst jeden Blitz bzw. jede Gruppe präzise in der Leistung regeln und auf die Messautomatik verzichten.

Toll ist, dass Du hier zum Beispiel originale Blitze von Canon und die Blitze von Rollei mischen kannst, sie funktionieren zuverlässig miteinander. Es ist also kein „Umstieg“ nötig, die Systeme ergänzen sich. Der „alte“ Canonblitz muss also nicht aufgegeben werden.

Mit Funk entfesseln

Um die Blitzgeräte mit Funk zu entfesseln, benötigst Du entweder Blitze, die Funk integriert haben (diese Funktion ist meist nur in den Topmodellen integriert und ist daher sehr teuer, wenn Du mehrere Blitz verwenden willst). Alternativ kannst Du Zusatzgeräte verwenden, die an die Blitze angesetzt werden. Ich verwende hier beispielhaft einen Funkmaster (Funksender) von Rollei und einen Funkslave (Funkempfänger) derselben Firma. Die Funkprotokolle von Canon und Rollei sind aber nicht kompatibel, allerdings kannst Du auch kompatible Fremdblitze auf den Funkempfänger verwenden.

Rollei Funksender
Ein Funksender. Von der Bedienung her enthält er eigentlich alle Elemente, die auch ein Masterblitz hat. Es fehlt die Blitzröhre und der große Akku. Natürlich gehört der Sender auf die Kamera.

Auch die Funklösung ist einfach zu verwenden. Du stellst auf dem Funksender über die Mode-Taste TTL ein (wichtig!), dann wird der Sender als externer Blitz erkannt, Du kannst dann wie gewohnt alle Einstellungen an der Kamera selbst vornehmen. Der Funksender übernimmt alle Einstellungen der Kamera und zeigt sie auf dem Display an. Der Sender erkennt in diesem Modus auch von selbst, ob er auf einer Nikon oder einer Canon steckt.

Display eines Blitzsenders
Auch bei einem reinen Sender ohne eigene Blitzfunktion kannst Du auf dem Display alle Informationen ablesen.

Es gibt noch weitere Modi an diesem Sender, die ich aber nicht im Detail erläutern möchte, da es sich hier um das entfesselte Blitzen an sich handelt und nicht um ein Tutorial speziell zu diesem System. An dem oder den Empfängern stellst Du den Kanal und die Gruppe ein. Den Blitz selbst schaltest Du auf den Slave-Modus (siehe hier auch Handbuch).

Dabei musst Du eine Sache beachten: Ein Canonblitz weiß, dass er Canon ist. Ein Nikonblitz auch. Da die Rolleiblitze keinen physischen Kontakt zur Kamera haben, musst Du den Blitzen in den Einstellungen sagen, ob sie ein Canon- oder ein Nikon-Slave sind. Wie das geht ist auch im Handbuch beschrieben.

Zu jedem Sender gehört auch ein Empfänger, der dann an den Blitzschuh des Blitzes angesetzt wird. An dem Empfänger stellst Du Kanal und Gruppe ein. An dem Blitz, dass er ein Slave ist.
Zu jedem Sender gehört auch ein Empfänger, der dann an den Blitzschuh des Blitzes angesetzt wird. An dem Empfänger stellst Du Kanal und Gruppe ein. Am Blitz stellst Du ein, dass er ein Slave ist.

Sobald Du diese Einstellungen vorgenommen hast, kannst Du wie gewohnt (siehe voriges Unterkapitel) alle Einstellungen treffen. Die Blitze werden zuverlässig auslösen. Allerdings erfolgt jetzt die Datenübertragung per Funk, die Blitze benötigen keine optische Sichtverbindung, das Umgebungslicht stört nicht und die Reichweite ist viel größer.

Fazit und Ausblick

Du kennst nun alle wichtigen Begriffe und die Grundzüge der Bedienung und die Zusammenhänge. Das eine oder andere Detail wirst Du unter Umständen im betreffenden Handbuch nachlesen müssen, was aber nicht schwerfallen sollte. Wenn es irgendwo trotzdem klemmen sollte: Einfach eine Frage in den Kommentaren stellen, wir werden versuchen sie zeitnah zu beantworten.

Uns ist klar, dass es sich bisher um relativ trockenen Stoff gehandelt hat, aber wenn Du Dich in der Fotografie weiter entwickeln möchtest, dann ist es nötig, einige Dinge zu wissen. In den folgenden Artikeln werden wir dann konkrete Projekte zeigen und Dir im Detail erklären, wie Du den entfesselten Blitz effektiv einsetzen kannst. Mit allen nötigen Einstellungen und Tricks, um zu einem tollen Foto zu kommen.

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19 Kommentare

  1. Flori
      Juli 25, 2019 at 10:54 PM
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    Danke für den Ausführlichen Artikel 😁
    Ich bin in Neuland betreffend entfesselt Blitzen und fand den Artikel sehr hilfreich, aber eine Frage hätte ich:
    Kann ich mit der Nikon D750 und einen Metz Blitz andere Nikon kompatible Blitzgeräte z. B. Yunguno als 2 Gruppe mit den Rollei Funkset (oder ähnlichen Anbietern) auslösen? Oder bin ich aufgrund des Metzblitzes an Metz gebunden?

  2.   Juni 18, 2017 at 9:10 PM
    Kommentar bewerten

    Hallo
    Eine Frage zum entfesselt blitzen.
    Ich bin Blitzer Anfänger habe eine Canon EOS Mark 4, Canon Speedlite 600 Ex-RT als Master und ein 430 ex ll als Slave und eine Lichtschleuse Jokie 2.
    Wieso lösen die Blitze nur einmal aus wenn der Fuchs durch die Lichtschranke läuft obwohl ich auf 7 Bilder/Sek. eingestellt habe ? Sicher mag der Blitz nicht nach mit aufladen auch mit neuen Batterien aber wäre schön 2- 3 Bilder nacheinander zu schiessen. Hat mir jemand einen Tipp wie ich das lösen kann.
    Ich freue mich auf einen Bescheid
    Hubert

  3. Werner Grasselt
      Dezember 17, 2016 at 2:53 PM
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    Ich hatte zuvor eine Lumix Panasonic LUMIX DMC-FZ 38 und jetzt nutze ich eine Panasonic LUMIX DMC-TZ 56. Beide Kameras haben keinen Blitzschuh und auch sonst keinen Blitzkontakt. Daher habe ich mir schon vor geraumer Zeit den YONGNUO SPEEDLITE YN560 – Manueller Aufsteckblitz gekauft. Er besitzt verschiedene Betriebs-Modis und arbeitet beim entfesselten Blitzen einwandfrei, halt nur anders. Man kann den Blitz über den Aufklappblitz an seiner Kamera optisch auslösen, je nach Betriebsmodus kann man den Vorblitz ignorieren lassen oder bei jedem Blitz auslösen. Der Blitzer kann mit einem Standfuß ausgerüstet werden und kann direkt oder indirekt (an die Decke gerichtet) betrieben werden. Auch eine Streuscheibe kann verwendet werden. Ich erreichte damit bisher immer gute Ergebnisse und man kann halt auch verschiedene kreative Möglichkeiten ausprobieren.

  4. Dr. Labude
      November 17, 2016 at 11:15 AM
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    Schöner Artikel. Vielleicht noch 2 ergänzende Tipps:

    @Hardware: Wenn man es manuell will (und da spricht viel für …), also kein TTL braucht, ist die Kombi aus 560 TX und 560 III oder IV mittlerweile einfach sensationell und sensationell preiswert.

    @Weiterlernen: Wer passabel englisch versteht und wirklich alles über das entfesselte Blitzen lernen will, sollte mit den 101 von strobist.com anfangen.

    1. Rainer
        Dezember 17, 2016 at 8:44 AM
      Kommentar bewerten

      Doktor Labude,
      das ist ein guter Tipp. Ich mache es genauso, mit einem noch einfacheren System (RX602, TX602). Nach einiger Zeit kann man gut abschätzen, wieviel Licht man benötigt.
      Das Flashlight-101 kenne ich auch und habe auch davon gelernt.
      Wer oft mit Blitzlicht arbeitet und nicht dauernd zwischen den Blitzen herrennen möchte, um die Leistung einzustellen, der würde aber vielleicht doch ein System mit Messblitzen wollen.

  5. Kölle Fan
      November 8, 2016 at 3:11 PM
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    Ich bin sehr froh das es Menschen gibt, die sich so viel Arbeit machen, anderen aus Überzeugung für eine gute Sache mit einfachen und verständlichen mittel zu Helfen.
    Ihr seid solche Menschen, also, bitte einfach nur weitermachen.
    Es kann ja sein das es auch für den einen oder anderen “Profi” hilfreich ist, aber für uns leihen reicht das was hier steht vollkommen aus. Zumal ich der Auffassung bin, das zu viel Input den weg zum Ziel nicht kürzer machen. Ist schliesslich nur ein Hobby von mir.

  6. Susanne Wagner
      November 3, 2016 at 1:16 PM
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    Hallo und danke für die guten Tipps … Allerdings komme ich nicht weiter – ich habe eine Nikon D 5100 und ich glaube die unterstütz die Blitz-Funktionen nicht oder… – Blitzeinstellungen an der Kamera… Ausserdem habe ich einen “guten” Neewer NW910 Speedlight Blitz aber diese Blitzeinstellungen sind an der Nikon selbst wohl nicht möglich oder … ? HSS kriege ich mit der Kamera nicht hin – der Blitz kann es aber und macht es auch, wenn man auf den “Blitzknopf” drückt.

    1. Alwin H.
        Dezember 16, 2016 at 9:02 PM
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      Liebe Susanne,
      ich kann jetzt zwar nicht genau erkennen, worin die Frage bzw. das Problem besteht. Eine Blitzauslösung von Hand via “Blitzknopf” ist diesbezüglich als Funktionstest wohl kaum dienlich.

      Deshalb wäre wohl Beschäftigung mit der jew. Betriebsanleitung bzw. den techn. Features des jew. Geräts angesagt, in puncto: “unterstützt welche Funktionen oder auch nicht bei welchen Detaileinstellungen”.
      Wenn das Problem nicht z.B. nur daran liegt, dass eine grundsätzliche Einstellung (z.B. “Kanal” oder “Gruppe” bei Master-Slave-Betrieb) falsch an den beteiligten Blitzgeräten eingestellt wurde.
      Nach meiner Info bedeutet HSS “Automatische Kurzzeit-Blitzsynchronisation”. Also kürzere Belichtungszeiten als die standardmäßigen 1/60 sec.
      Ähem: Wofür braucht man das im Normalfall?
      Zudem wird durch HSS die Leitzahl (=Lichtstärke) der eh schon erbärmlich schwachen Consumer-Blitzgeräte (auch der teuren Spitzenmodelle), und damit auch die Reichweite des Blitzgerätes z.T. wahrscheinlich erheblich reduziert, weil das Blitzgerät in kürzerer Zeit als 1/60 nicht ausreichend Licht produzieren kann, weil der vermeintliche Einzel-Blitz tatsächlich durch mehrere Blitz-Entladungen in unmittelbarer Folge entsteht, und dadurch auch die Blitzlichtintensität gesteuert wird (gilt zumindest bei Blitzautomatik).
      (MEMO: schau mal nach, was LZ tatsächlich bedeutet – ist knapp an der Verarsche, weil praktisch durch nichts eindeutig definiert …)

      HSS wird nicht von allen Kameras und Blitzgeräten unterstützt.

      Evtl. funktionierts auch nicht bei manchen Automatik-Einstellungen von Kamera und Blitzgerät. Sowas sollte in der jew. Geräte-Anleitung stehen, wenn’s nicht von deren Autoren “vergessen” wurde.

      Blitzgeräte oder entspr. Blitz-Adapter müssen erstmal mit der jew. Kamera-Serie und ggf. Kamera-Einzelmodell kompatibel sein, um überhaupt wenigstens ausgelöst werden zu können und eine exakte Synchronisation zu ermöglichen.
      Eine exakte Synchronisation ist wg. des Mess-Vorblitzes von Digitalkameras z.B. nicht mehr mit den Fotosensor-Auslöser-Adaptern für externe Blitzgeräte aus der Analogfotozeit möglich: Die lösen dann schon durch den Vorblitz aus, also zu früh. Die Bildbelichtung bekommt dann nur noch einen winzigen Teil des Blitzlichts ab, wenn überhaupt.

      Und alle Funktionen der Digitalblitzgeräte sollten gründlich ausgetestet werden, um zu wissen, was diese in der Praxis tatsächlich anstellen. Das ist allerdings selbst für Erfahrene nicht ganz einfach nachzuvollziehen, weil die Belichtungsergebnisse allzu oft nur Zufallsergebnisse sind, bzw. in Kombination mit der meist nicht abstellbaren Kamera-Belichtungsautomatik nicht genau reproduzierbar sind, besonders wenn mehrere (Slave-)Blitzgeräte beteiligt sind, zzgl. Beeinflussungen durch das existente (z.B. Raum-)Licht etc. etc.

      Heisst in der Praxis: Bei 10 Belichtungen mit exakt der selben Konstellation und den selben Einstellungen können 10 verschiedene Belichtungs-/Beleuchtungs-Ergebnisse rauskommen.

      Abgesehen davon spinnen manche (Blitz-)Geräte gerne mal. Besonders nach längerem Nichtgebrauch, oder weil sie halt Glump oder tatsächlich halb defekt sind (“Halbleiter”-Technik…!). Oder weil die Akkus/Batterien und damit der Blitzkondensator nicht gscheit geladen sind, trotz vermeintlich korrekter Blitz-Bereitschaftsanzeige: Dann geht z.B. nur noch ein mickriges Blitzchen ab.
      Das kann auch schon bei Blitz-Neugeräten der Fall sein. Merkt man aber nicht so ohne Weiteres.
      Und auch Akkuladen ist dank meist unzureichender Gerätschaften mit allerlei Macken und Spinnereien eine Wissenschaft für sich.
      Was natürlich nicht in der jew. Gebrauchsanweisung steht…

  7.   Oktober 29, 2016 at 3:13 PM
    Kommentar bewerten

    Ich habe wahrscheinlich nie die Möglichkeit, mir mal ein paar Blitze zuzulegen und damit entfesselt zu blitzen, aber man weiß ja nie. Darum habe ich den Beitrag trotzdem gelesen und ihn verständlich und informativ gefunden.
    Da Bewertung oben nicht möglich ist, möchte ich hier meine abgeben: *****

  8. uli
      Oktober 28, 2016 at 9:39 PM
    Kommentar bewerten

    Danke für den informativen Artikel. EIne Frage: ich benutze den internen Kamerablitz schon mal als Auslöser (slave) für meinen Yongnuo 560 III. Manchmal sogar so, dass ich meine Hand vor den kamerablitz halte, weil ich den für das Bild an sich nicht haben will. Jetzt dachte ich , bin schlau und versuche es mit dem smartphoneblitz ( Huawei P8) klappt aber nicht. woran liegts ?

    1. Martin Schwabe
        Oktober 28, 2016 at 11:35 PM
      Kommentar bewerten

      Der auslösende Blitz ist der Master, der ausgelöste Blitz der Slave.

      Der Blitz an Deiner Kamera wird durch eine Blitzröhre mittels Hochspannung ausgelöst. Am Smartphone ist es eine aufleuchtende LED. Die hat einfach nicht genug Energieabgabe um den Slave auszulösen.

  9.   Oktober 25, 2016 at 6:59 PM
    Kommentar bewerten

    Toll erklärt,sehr lehrreich,Danke … aber

    kann man auch auf Nikon und Canon Blitze eingehen/erklären?
    Ich denke diese Geräte besitzen die meisten Fotografen.

    Mfg Ferdinand

    1. Skorpionmann
      Peter Rimbrecht
        Oktober 25, 2016 at 8:33 PM
      Kommentar bewerten

      Es gibt auch noch eine Welt außerhalb von CaNi!!!! Schlimm finde ich, dass sich Systemblitze praktisch nur noch auf der betreffenden Kamera auslösen lassen und nicht auf den Mittenkontakt reagieren.

      1. Martin Schwabe
          Oktober 25, 2016 at 9:56 PM
        Kommentar bewerten

        Hallo Peter,

        natürlich gibt es diese Welt außerhalb von Canon und Nikon. Wir versuchen daher die Artikel soweit es irgend geht so zu schreiben, dass die grundlegenden Informationen auf jede Kamera und jeden Blitz übertragbar sind.

        Übrigens: Alle Blitze, die ich in dem Artikel gezeigt (Canon, Metz, Yongnou und Rollei verfügen über einen Mittenkontakt und lassen sich über diesen auslösen)

        1. helu559
          Heinz Lutz-Kretzberg
            Oktober 27, 2016 at 7:03 PM
          Kommentar bewerten

          natürlich lassen sich alle Blitze via Mittenkontakt verwenden… es fehlt dann aber E bzw I TTL
          und nun kommt die Rechen Fähigkeit des Fotografen zum Zuge
          Lz : M = F ( Leitzahl durch Meter ist Blende )natürlich auch max Synchronzeit berücksichtigen .
          soviel sollte man schon wissen …

        2. Martin Schwabe
            Oktober 27, 2016 at 10:02 PM
          Kommentar bewerten

          Oehm, ich habe auf einen Beitrag geantwortet. Nicht mehr und nicht weniger und zu diesem Beitrag eine Information gegeben bez. der Systemblitze und dem Mittenkontakt. Es gab keinen Anlass an dieser Stelle weiterführende Informationen zu geben.

          Bez der Rechenfähigkeit der Fotografen verstehe ich Deine Einlassung nicht, was hat das mit dem Thema entfesselt Blitzen mit Systemblitzen zu tun?

        3. helu559
          Heinz Lutz-Kretzberg
            Oktober 27, 2016 at 7:06 PM
          Kommentar bewerten

          Achtung bei alten Blitzen .
          Zündspannung ermitteln
          Sonst können die neuen Digitalen zerstört werden .

        4. Martin Schwabe
            Oktober 27, 2016 at 10:04 PM
          Kommentar bewerten

          Diese Gefahr besteht hier nicht, da ein derart alter Blitz nicht als Master verwendet werden kann und auch nur über größere Umwege als Slave, gibt es beim Thema entfesselt blitzen keine denkbare Situation bei der eine zu hohe Zündspannung die Kamera gefährden könnte.Daher hatte auch diese Information in diesem Beitrag nicht verloren

      2. Jürgen Brinkmann
          Oktober 26, 2016 at 7:25 PM
        Kommentar bewerten

        Warum ist das schlimm? Wenn man eine Kamera einer bestimmten Marke hat, hat genug Möglichkeiten sich über Markengeräte oder Markenfreie Geräte zu informieren. Es gibt also genug Alternativen, die zudem oft preiswerter als die “Gelben” oder die “Roten” sind.

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