Panasonic – Trends 2021

Panasonic-Trends 2021
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Colorfoto

Seit der photokina 2018 hat sich Panasonic auf den Ausbau des vollformatigen S-Systems mit dem L-Bajonett konzentriert. Dabei kooperiert Panasonic mit Sigma und Leica. Alle drei Hersteller entwickeln zueinander kompatible Kameras mit Kleinbildsensor und Objektive rund um das L-Bajonett. Bei MFT ist seitdem weniger passiert, doch für 2021 erwarten wir mindestens ein, wahrscheinlich aber zwei neue MFT-Modelle. An einen Einstieg ins APS-CSystem glauben wir nicht. Die Gerüchte exisitieren zwar, aber dann müsste Panasonic sehr viel Geld in einen stark schrumpfenden Markt investieren, um ein drittes System aufzubauen – das erscheint im Hinblick auf das Unternehmensergebnis kaum sinnvoll.

Das S-System von Panasonic

Die Panasonic Lumix s1me Kamera
Das Objektivangebot für die S-Kameramodelle wird schnell wachsen, denn es arbeiten gleich drei Hersteller – Leica, Panasonic und Sigma – daran, neue L-Rechnungen zu entwickeln.
Foto: Hersteller

Inzwischen umfasst das Angebot von Panasonic vier S-Kameras. Dazu gehören die beiden ersten Modelle der S-Baureihe von 2018: die S1 und die S1R, der Videospezialist S1H und die „Einsteigerkamera“ S5. Hinzu kommen derzeit acht Objektive, und bei denen wird sich 2021 ganz sicher etwas tun. Die aktuelle Roadmap nennt konkret drei lichtstarke Festbrennweiten mit Blende 1,8 sowie ein Telezoom: 1,8/24 mm, 1,8/35 mm, 1,8/50 mm, 4,5-5,6/70-300mm. Außerdem sollen im Weitwinkelbereich eine Festbrennweite und ein Zoom erscheinen, die Panasonic nicht näher spezifiziert.

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Panasonic_S5 Kamera
Das Kleinbildsystem von Panasonic braucht ein günstigeres Einstiegsmodell, wenn der Marktanteil steigen soll. Zwar ist die abgebildete S5 kompakter und etwas günstiger als die Boliden S1 (oben) und S1R, aber noch fehlt ein S-Modell für kleinere Geldbeutel.
Foto: Hersteller

Im Kamerabereich sind Überarbeitungen der beiden ersten Modelle von 2018 denkbar, also der S1 mit 24Megapixeln und der S1R mit 47 Megapixeln. Nach einigen Firmware-Updates wäre ein Hardware-Update im Stil der Nikon-ZII-Modelle denkbar, bei der die Auflösung unverändert bleibt. Sinnvoller wäre ein echtes Einsteigermodell, mit dem Panasonic endlich Marktanteile gewinnen könnte – eher Ende 2021 oder 2022. Die S5 ist zwar deutlich kompakter als die S1 und die S1R, aber mit 2000 Euro für Einsteiger ebenfalls zu teuer.

Das G-System von Panasonic

Mit der G1 brachte Panasonic 2008 die erste spiegellose Systemkamera – das spiegellose Konzept mit elektronischem Sucher hatte sich spätestens auf der photokina 2018 durchgesetzt. Um das Sensorformat MFT ist es aber ruhiger geworden. Der MFT-Partner Olympus stellt sich gerade neu auf, und Panasonic hat in den letzten Jahren in erster Linie in das S-System investiert. Immerhin erschien mit der G110 auch im Jahr 2020 ein MFT-Modell.

Panasonic_LUMIX_G9
Das MFT-System steht derzeit ein wenig im Schatten der Kleinbildoffensiven. Dennoch sehen wir auch in Zukunft Platz für ein kompaktes System mit relativ leichten Objektiven. Gerade bei langen Brennweiten spielt MFT seine Stärken aus. So hat ein 300er-MFT-Tele den Bildwinkel eines 600 KB-Objektivs.
Foto: Hersteller

Wir erwarten, dass Panasonic dem G-System in den nächsten Jahren wieder etwas mehr Aufmerksamkeit schenkt. Da außer Fujifilm und Sony kein Kamerahersteller mehr überzeugend ins APS-C-System investiert, schrumpft die Konkurrenz bei kompakten und leichten Systemkameras, was eine Riesenchance für MFT ist. Zu den aktuellen G-Modellen zählen die Videospezialisten GH5 und GH5S. Mit der GH-Baureihe wendet sich Panasonic traditionell an Filmer und konnte oft die Konkurrenz mit innovativen Lösungen hinter sich lassen. Nun steht offenbar die GH6 in den Startlöchern. Zu den Stärken der GH-Modelle gehörte schon immer ihre gute Stabilisierung – bei einem MFT-Sensor ist die bewegten Masse deutlich kleiner als bei KB-Sensoren. Für eine GH6 erwarten wir 8K und/oder interne RAW-Aufzeichnung. 6K mit 10 Bit intern ist ebenfalls noch keine Selbstverständlichkeit.

Es gibt also genug Chancen, um sich wieder gegen die Konkurrenz abzusetzen. Wichtig sind ein schnelles Interface, ein guter Sucher, ein beweglicher Monitor sowie Anschlussmöglichkeiten für externes Zubehör und einen Rechner. Im Fotobereich ist die G9 das Topmodell. Es gibt Gerüchte, dass ihr Nachfolger geschoben ist. Wir rechnen aber auch weiterhin mit einem G9-Nachfolger, da er ein gegenüber den GH-Modellen kompakteres Design ermöglicht. Ebenfalls im SLR-Design aufgebaut und vergleichsweise aktuell sind die G91 und eben die besonders kompakte G110 aus dem Jahr 2020 – bei beiden erwarten wir für 2021 keine neuen Modelle. Den seitlich sitzenden Sucher bietet die GX9. Alle diese Modelle setzen auf den aktuellen 20-Megapixel-Sensor. Mit dem älteren 16-Megapixel-Sensor sind zwar noch zahlreiche Varianten im Handel, die teilweise preislich sehr attraktiv angeboten werden. Panasonic dürfte sich aber, wie die meisten Hersteller, von den unteren Preisklasse verabschieden – mit ausgesprochenen Einsteigerkameras rechnen wir nicht mehr.

Das G-System nach dem Vorbild G110 besonders kompakt zu machen, könnte dagegen ein sehr cleverer Schachzug sein. Hinzu kommt, dass Panasonic in seinen Topmodellen einen Sensor mit zwei nativen Empfindlichkeitsstufen über zwei Schaltkreise realisiert und damit die Rauscheigenschaften verbessert. Bei MFT ist das Rauschen wegen des kleineren Sensors ein größeres Thema als bei APS-C und KB. Dieser Sensor in einem kompakten Modell
ist unser zweiter Panasonic-Tipp für das Jahr 2021.

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