Faszination Eisenbahnfotografie – Einstieg in die Fotografie von Zügen

teaser-eisenbahnfotografie

In Zusammenarbeit mit SIGMA
Wie in der fotocommunity deutlich wird, ist das Thema „Eisenbahn“ ein sehr beliebter Bereich der Fotografie. Nicht umsonst gehören Internet-Plattformen für Eisenbahnfreunde wie zum Beispiel Drehscheibe-Online  mit derzeit über 30.000 täglichen Besuchern in diesem Bereich zu den stärkstfrequentiertesten Internetseiten Deutschlands. Während sich die fotocommunity dem Thema Eisenbahnfotografie aus Richtung allgemeiner Fotografie nähert, kommt man auf Drehscheibe-Online  aus Richtung Eisenbahn an diesen Themenkomplex.

Die Welt der Bahn bietet eine Reihe besonderer Fotomöglichkeiten. (Wales – bei Newport)
Die Welt der Bahn bietet eine Reihe besonderer Fotomöglichkeiten. (Wales – bei Newport)

Facetten der Eisenbahnfotografie

Das fotografische Thema „Eisenbahn“ spaltet sich in sehr verschiedene Facetten auf. Die einen interessieren sich für Bahn-Architektur und fotografieren imposante Brücken oder beeindruckende Bahnhofsgebäude. Andere „sehen“ die Details in der Bahnwelt wie Weichenhebel oder alte Lampen und setzen diese möglichst vorteilhaft oder kunstvoll als Foto um. Einige Fotografen „trauen sich“, Personen in der Bahnwelt interessant in Szene zu setzen – ob nun Fahrgäste oder Bahnbedienstete.

Doch das beliebteste Hauptziel der Fotografen links und rechts der Gleise sind natürlich die Fahrzeuge, die sich tagtäglich auf den Schienen bewegen, die Züge.

Bei der Art der Darstellung sind allerdings auch bei den Zugfotografen wieder vollkommen unterschiedliche Herangehensweisen zu beobachten. Wenn man mit Hobby-Außenstehenden spricht und fragt, was sie denn von einem Eisenbahnfoto erwarten bzw. wie denn ein Zug dargestellt sein sollte, kommt nicht selten als Antwort, man müsse die Schnelligkeit sehen.

Das Stichwort „Bewegungsunschärfe“ fällt gelegentlich in diesem Zusammenhang.

Das absolute Gros der Eisenbahnfotografen fotografiert jedoch anders – und angesichts der oben beschriebenen Erwartungen Außenstehender möchte man fast sagen „langweiliger“. Deutlich über 90% aller Eisenbahnaufnahmen, die man im Internet, in Büchern oder Zeitschriften oder auf Diavorführungen zu sehen bekommt, stellen Züge „scharf eingefroren“ in ebenfalls scharfer Umgebung dar.Da bewegt sich auf dem Foto praktisch nichts!

All zu experimentell mit Perspektiven ist man da auch nicht – in der Regel schaut der Betrachter schräg von vorn auf die Zuglok oder die Triebwagenfront. Mal von weiter weg, mal von dicht am Gleis. Mal seitlicher, mal spitzer. Da gerade diese Art der Eisenbahnfotografie so beliebt ist, sich in der Umsetzung aber auch von anderen Bereichen der Fotografie durch besondere Rahmenbedingungen abhebt, soll dieser „klassische“ Stil hier näher beleuchtet werden.

Hauptziel Dokumentation

Der Wunsch nach Fotos von scharfen, real wiedergegebenen Zügen in unverfälschter Umgebung entspringt drei unterschiedlich gewichteten Motivationen: Hauptfaktor ist die Dokumentation.

Das Bild der heutigen Eisenbahn ist sehr schnelllebig. Infrastruktur verändert sich, Verkehrsunternehmen wechseln, Fahrzeugparks werden modernisiert. Da kann das Bild, das man heute gemacht hat, morgen eventuell schon nicht mehr umsetzbar sein.

Zweite Motivation ist die des Sammlers und Jägers. Manch einer erfreut sich schon allein daran, dass er möglichst viele verschiedene Fahrzeuge auf den Chip bannen konnte. Ja, ich spreche von Fahrzeugen und nicht von Baureihen! Das Erkennen der Loknummer ist hier von extremer Notwendigkeit! Diese zweite Motivation tritt bei den Fotografen der dritten Motivation zumeist ein Stück in den Hintergrund.

Die dritte Motivation ist einfach, dass das möglichst leuchtende Band eines Zuges in einer schönen Umgebung – egal ob alte Bahnhofsanlage oder typische Landschaft – auf einem Foto sehr gut aussehen kann. Manch ein Landschaftsmotiv wäre kein solches ohne den Zug, der sich idealerweise vom Drumherum perfekt abhebt. Ein Zug bringt Lebendigkeit in ein Landschaftsbild!

Eine schön freie Stelle und der Zug gut von der Sonne erfasst: Fertig ist das Motiv. An dieser Stelle würde kein Landschaftsfotograf die Kamera auspacken, aber das leuchtende Band des Zuges verhilft dem Bild zu einem „gewissen Etwas“. (Nördlich von Fulda)
Eine schön freie Stelle und der Zug gut von der Sonne erfasst: Fertig ist das Motiv. An dieser Stelle würde kein Landschaftsfotograf die Kamera auspacken, aber das leuchtende Band des Zuges verhilft dem Bild zu einem „gewissen Etwas“. (Nördlich von Fulda)
Auch hier bringt erst der Zug die Farbe, also quasi das „Leben“ in das Bild. (Emslandbahn bei Meppen)
Auch hier bringt erst der Zug die Farbe, also quasi das „Leben“ in das Bild. (Emslandbahn bei Meppen)

Das faszinierende an dieser beliebtesten Form der Eisenbahnfotografie ist nun also, eine Dokumentation von Zug und Umgebung durch Kreativität und geschickte Standortwahl zu einem gelungenen Foto auszubauen, von dem auch der Außenstehende, in dessen Verständnis ein Zug unscharf durchs Bild flitzen sollte, sagt: Toll, das sieht gut aus!

Im Idealfall bringt sogar ein Bild ohne jede Bewegungsunschärfe einen gewissen Mächtigkeits- oder Schnelligkeitseindruck hervor. Bei Dampfloks ist die Bewegung durch die Rauchfahnen etwas leichter darstellbar.

Durch starken Tele-Einsatz wirkt auch ein Dieselzug mächtig, man kann spüren, dass diese Lok „alles gibt“, um ihren Kesselwagenzug vom Fleck zu bringen. (Halberstadt)
Durch starken Tele-Einsatz wirkt auch ein Dieselzug mächtig, man kann spüren, dass diese Lok „alles gibt“, um ihren Kesselwagenzug vom Fleck zu bringen. (Halberstadt)

Doch „Schnelligkeit“ aufs Bild zu bekommen, ist nicht das Hauptziel der meisten Fotografen. Vielmehr wird alles gegeben, um den Zug von etwas Charakteristischem zu umgeben, dass man also den Zug mit einem markanten Bauwerk, einem schönen landschaftlichen Überblick oder dergleichen umsetzt.

Kontraste: Diesel-ICE auf hügeliger Kleinbahntrasse. Jahreszeitliche Stimmungen sind immer gern genommen. (Vogelfluglinie bei Großenbrode)
Kontraste: Diesel-ICE auf hügeliger Kleinbahntrasse. Jahreszeitliche Stimmungen sind immer gern genommen. (Vogelfluglinie bei Großenbrode)

Unterschied zu „herkömmlicher“ fotografischer Tätigkeit?

Die technischen Voraussetzungen, um Eisenbahnen fotografieren zu können, unterscheiden sich gar nicht so gewaltig gegenüber anderen Arten der Fotografie. Lediglich folgende Voraussetzungen sollte die Kamera mitbringen:

  • Man sollte eine kurze Verschlusszeit vorgeben können
  • die Fokussierung muss sitzen.

Entweder per manueller Fokussierung oder durch einen Autofokus, der eben auch mit schnell bewegten Objekten klar kommt. Alles weitere ist dann eine Frage des Anspruchs…

Wesentlich gravierender ist die Wahl des Motivs.

Man sieht das Motiv schließlich erst einmal ohne Zug und muss sich schon mal im Geiste vorstellen, wie es mit Zug aussehen könnte. Was verdeckt der Zug? Wo ist der optimale Auslösepunkt? Und letzteren muss man dann auch möglichst genau treffen. Auf einer Bimmelbahn kein Problem, auf einer Schnellfahrstrecke ist das jedoch schon schwieriger…

Entscheidend: Der Sonnenstand

Doch das reicht noch nicht. Wenn man denn wirklich den Zug als bildbereicherndes leuchtendes Band in der Umgebung darstellen möchte, so ist der Sonnenstand zu beachten. Der sollte so sein, dass sowohl Front wie auch Seite (je nach Betrachtungswinkel mehr oder weniger) gut ausgeleuchtet werden. Denn ein dominierender, finsterer Zug kann das schönste Landschaftsmotiv zunichte machen. Außerdem macht es sich gut, wenn das Hauptmotiv, so es denn ein Bauwerk o.ä. ist, ebenfalls genügend Licht abbekommt.

Somit ist oft die Landkarte eines der wichtigsten Instrumente bei der Planung von Fototouren. Gerade wenn man sich nicht so gut auskennt. So schaut man als erstes dort nach Motiven, wo man sich anhand der Streckenausrichtung den günstigsten Sonnenstand für den Moment ausrechnet. Ein sehr hilfreiches Medium für die genaue Bestimmung des Sonneneinfallwinkels ist zum Beispiel im Internet http://suncalc.net.

Zug und Motiv - hier das Bahnhofsgebäude - sind gut ausgeleuchtet. In diesem Stil entstehen die meisten Bahnbilder. (Estorf an der Weser)
Zug und Motiv – hier das Bahnhofsgebäude – sind gut ausgeleuchtet. In diesem Stil entstehen die meisten Bahnbilder. (Estorf an der Weser)

Muss man denn immer Sonne haben? Bei meinem Beispiel (und der sicher häufigsten Variante der Eisenbahnfotografie) mit dem Zug als leuchtendem Band in der Landschaft würde ich diese Frage bejahen. Zumindest wer kräftige Farben liebt, wird nicht umhin kommen, sich vor einer Bahnfototour massiv mit Wetterbericht und Sonnenstand auseinanderzusetzen. Wer mir das nicht glaubt, kann gern mal ein Motiv bei trübem Wetter, eines mit falschem Sonnenstand und eines mit guter Sonnenausleuchtung anfertigen. Ich bin überzeugt, dass das Ergebnis für sich spricht.

Besondere Stimmung durch Gegenlicht und Streiflicht

Aber natürlich gibt es auch im Bereich der Eisenbahnfotografie Situationen, wo man sich Gegenlicht, Streiflicht oder eben auch mal gar kein Sonnenlicht zunutze macht.

Die Möglichkeit, mit Zügen zusammen Stimmungen einzufangen, ist ein ganz besonderer Reiz der Eisenbahnfotografie. Auch hier bietet ein langer, zusammenhängender Zug wieder die Möglichkeit, Stimmungen ganz anders darzustellen, als in purer Landschaft. Das mag dann das im Streiflicht gleißende Band des Zuges in dunkler (unterbelichteter) Umgebung sein oder – praktisch als Negativ zum leuchtenden Band des Zuges – der schwarze Zug, der sich als Silhouette vor hellem Hintergrund abhebt.

Auch Regen- oder andere kuriose Wetterstimmungen lassen sich natürlich mit Zug einfangen.

Hier hebt sich der Zug nicht mehr durch die oben beschriebene „standardmäßige“ Beleuchtung ab. Die Lichtstreifung lässt zum Beispiel von der Farbe des Zuges nichts mehr erahnen, den Zug aber phantastisch in der dunkler werdenden Umgebung aufleuchten. (England - bei Bristol)
Hier hebt sich der Zug nicht mehr durch die oben beschriebene „standardmäßige“ Beleuchtung ab. Die Lichtstreifung lässt zum Beispiel von der Farbe des Zuges nichts mehr erahnen, den Zug aber phantastisch in der dunkler werdenden Umgebung aufleuchten. (England – bei Bristol)
Zugewucherte Bahndämme, Fahrleitungen und viele Verkehre mit kurzen Triebwagen machen solche Stimmungen in Deutschland rar. Paradiesisch lässt es sich hingegen in den Vereinigten Staaten „arbeiten“, wo viel Platz und entsprechend lange Züge vorhanden sind. (bei Belen, New Mexico)
Zugewucherte Bahndämme, Fahrleitungen und viele Verkehre mit kurzen Triebwagen machen solche Stimmungen in Deutschland rar. Paradiesisch lässt es sich hingegen in den Vereinigten Staaten „arbeiten“, wo viel Platz und entsprechend lange Züge vorhanden sind. (bei Belen, New Mexico)
Oder der Blick gegen das Licht: Dazu braucht man aber erstmal eine Stelle, an der sich der Zug schön frei vor dem Hintergrund (hier der Himmel) abhebt. Bereits einzelne Büsche hinterm Zug können die Zug-Silhouette zunichte machen. (Kanalbrücke Hochdonn)
Oder der Blick gegen das Licht: Dazu braucht man aber erst einmal eine Stelle, an der sich der Zug schön frei vor dem Hintergrund (hier der Himmel) abhebt. Bereits einzelne Büsche hinterm Zug können die Zug-Silhouette zunichte machen. (Kanalbrücke Hochdonn)
Wahlweise kann sich der Zug aber auch vor hellen Wasserflächen... (Griechenland - Chalkida)
Wahlweise kann sich der Zug aber auch vor hellen Wasserflächen… (Griechenland – Chalkida)
...oder Dunst in der Landschaft abheben. (im Leinetal bei Friedland)
…oder Dunst in der Landschaft abheben. (im Leinetal bei Friedland)

Allerdings ist das schon ein hoher Anspruch, eine solche Situation, die man ja in der Regel nicht planen kann, als Motiv zu erkennen und gescheit umzusetzen. Ein Zug ist ja auch nicht immer verfügbar. Wie häufig ist die besondere Stimmung bis zum Erscheinen des nächsten Zuges schon wieder verschwunden? Das sind Herausforderungen, die in der reinen Landschaftsfotografie so nicht vorkommen.

Dafür ist die reine Landschaftsfotografie allerdings auch nicht so kompromissbehaftet. Viele Eisenbahnfotografen versuchen, Stimmungen noch „auf Krampf“ mit Bahn zusammen ins Bild zu setzen, wobei Bildaufbau und -eindruck darunter schon mächtig leiden können. Bevor so ein Kompromiss eingegangen wird, sollte man überlegen, ob man nicht auch mal auf die Bahn im Bild verzichten kann und lieber ein vollwertiges Landschafts-/Stimmungsbild anfertigt.

Beeindruckende Stimmung mit von der Sonne angestrahlten Regenschauern im Hintergrund. Bis zum nächsten Zug war das Naturschauspiel aber leider beendet, sonst hätte man eine schöne Silhouettenaufnahme anfertigen können. (Norwegen– Dovrefjell)
Beeindruckende Stimmung mit von der Sonne angestrahlten Regenschauern im Hintergrund. Bis zum nächsten Zug war das Naturschauspiel aber leider beendet, sonst hätte man eine schöne Silhouettenaufnahme anfertigen können. (Norwegen– Dovrefjell)

Eine Frage des Anspruchs

Nun habe ich viele verschiedene Facetten der Eisenbahnfotografie beschrieben. Zu dieser ganzen Abwechslung kommen nun noch die unterschiedlichen Ansprüche der einzelnen Fotografen. Dem einen genügt es, bei einheitsgrauem Himmel am Bahnsteigende eines stark befahrenen Knotenbahnhofs zu stehen und auf alles zu halten, was vorbeikommt. Mast vor der Lok? Macht nichts, solange Nummer lesbar bleibt. Zug kommt auf dem entferntesten Gleis vorbei? Kein Problem, kann man ja ranzoomen… Hier dürfte in erster Linie das „Haben“ zählen. Der Zug ist Motiv genug, die Umgebung ist vollkommen unwichtig.

Der Übergang zum Anspruch des perfekt planenden Bahn & Landschaftsfotografen dürfte fließend sein. Das ist ja schließlich auch eine Frage der Zeit. Nicht jeder kann sich so viel Zeit für sein Hobby nehmen, um immer den korrekten Lichtstand abzupassen. Aber es bleiben noch eine Menge Fotografen übrig, die an ihre Fotoausbeute durchaus höhere Ansprüche hegen. Man möge jetzt aber bitte nicht glauben, dass die sich nun alle einig sind.

Nun kommen die ganzen Feinheiten auf den Tisch: Der eine mag keine Satellitenschüsseln im Bild oder keine Windräder oder keine Personen (echt, nicht einmal Fahrgäste!) oder keine Hochspannungsleitung oder oder oder.

Der nächste mag keine Nachschüsse (also Zug von hinten fotografieren – erkennbar oft an roten Lichtern und runter gezogenem Rollo), keinen Frontschatten, keinen Schatten im Vordergrund oder keinen Lokführer mit Warnweste. Der eine findet Züge nur schön abgebildet, wenn ein Teleobjektiv zum Einsatz kam, der andere verabscheut Tele. Ok, klingt drastisch, bringt aber in der Regel nur dort Probleme, wo viele Leute zusammentreffen.

Immerhin ist das Volk der Eisenbahnfotografen inzwischen so zahlreich, dass man immer nette Gleichgesinnte findet, mit denen Fototouren dann zu einem großen Spaß werden. Und das ist es ja letztendlich: Das Hobby soll Spaß machen.

Die Gemeinschaft: Drehscheibe-Online

Das Internet hat die Eisenbahnfotografie revolutioniert. Holte man sich früher Motivtipps aus Büchern, vage Fahrzeugeinsatzdaten aus oft bei Erscheinen nicht mehr aktuellen Zeitschriften oder genauere durch nervende Anrufe bei irgendwelchen Lokleitungen, findet man heute alles aktuell im Internet. Die größte Drehscheibe für all diese Informationen ist – der Name ist Gesetz – Drehscheibe-Online. Drehscheibe-Online, kurz DSO, ist die Internetpräsenz der Hobbyzeitschrift „Drehscheibe“, einem Nachrichtenmagazin für Eisenbahnfreunde. Das, was DSO zu der deutschlandweit größten Internetseite über das Eisenbahnhobby gemacht hat, ist, dass hier wenig redaktionell betrieben wird, sondern dass die Leser, also „Alle“, die Inhalte dieser Seite mit prägen.

Für die aktiven Fotografen unter den Lesern dürfte besonders die DSO-Galerie von Interesse sein. Alle drei Tage darf jeder angemeldete Nutzer ein Bild für die Galerie vorschlagen. Da ein gewisser Mindestanspruch erwünscht wird, werden die Fotos vorher durch ein Auswahlteam gefiltert. Die Bilder können von anderen Nutzern kommentiert werden, so dass auch Einsteiger etwas lernen können. Wenn ein Bild nicht aufgenommen wird, gibt es in der Regel einen kurzen Hinweis aus dem Auswahlteam, weshalb keine Aufnahme erfolgte.

Doch nicht nur zum Vorzeigen eigener Fotos ist die Galerie interessant. Der Betrachter kann Galeriebilder auch als Anregung für eigene Fototouren oder schlichtweg als „Motivkatalog“ nutzen, was ja doch mal hilfreich sein kann, wenn man in fremde Reviere aufbrechen will. Und wer die Galerie nicht für Anregungen nutzen möchte, kann sich damit begnügen, einfach nur die Fotos zu genießen, denn die Aufnahmen decken viele der oben genannten Facetten des Hobby’s „Eisenbahhnfotografie“ ab.

Aber die Galerie ist nur ein kleiner Bestandteil von DSO. Mehrere tausend Nutzer täglich schauen auf DSO vor allem zum Informationsaustausch vorbei. Dazu dienen die Foren, die zu vielen verschiedenen Themen angeboten werden. Im Newsforum geht es um Nachrichten aus den Medien oder neueste Erkenntnisse von Insidern. Hier werden sogar regelmäßig die tagesaktuellen Zugleistungen einiger besonders interessanter Loks veröffentlicht.

Im Sichtungsforum fassen die Nutzer ihre Beobachtungen zusammen und zeigen aktuelle Bilder, so dass man vieles über aktuelle Verkehre für die eigene Hobbyausübung ableiten kann. Weitere Foren widmen sich Straßenbahnen, historischen Bildern, Museumsbahnen oder Bahnen im Ausland. Auch das Thema „Eisenbahnfotografie“ hat zusätzlich zur Galerie sein eigenes Forum.

Der Kreis der Eisenbahnfotografen wächst stetig. Bei kaum einem Hobby ist insbesondere die Zahl der jungen Interessierten so groß, denn längst sind es nicht mehr nur Dampfloks, von denen die „Faszination Eisenbahn“ ausgeht. Auf fotocommunity und Drehscheibe-Online freuen wir uns jedenfalls darüber und hoffen, dass der Strom an neuen interessanten Eisenbahnaufnahmen aller Sichtweisen nie abbrechen möge.

Jan-Geert Lukner – blockstelle

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