Weitere Motivideen für den Herbst

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In Zusammenarbeit mit SIGMA

Bisher habe ich Dir in den vergangenen zwei Artikeln meiner Serie zur Herbstfotografie mehr oder minder „nur“ Landschaften gezeigt.

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Doch der Herbst hat natürlich noch viel mehr Motive zu bieten. Um diese „anderen“ Motive soll es nun gehen. Es sind stellvertretende Aufnahmen aus meiner Bibliothek/Stock. Sie sollen Dir einfach ein paar Ideen vermitteln und deinen Blick für besondere Motive ein wenig schärfen.

Zuvor noch der Hinweis auf die zwei vorherigen Artikel dieser Serie, falls Du diese noch nicht gelesen haben solltest:

Bei der Recherche zu diesem Artikel ist mir das Fehlen von tollen Herbstmotiven in meinem Stock selbst aufgefallen. Ich werde diesen Herbst, anlässlich dieses Artikels, viel fotografieren gehen. Denn obwohl ich Berufsfotograf bin, so liebe ich doch auch privat die Fotografie. Dies beinhaltet auch immer weiter zu machen und sich an seinen eigenen Leistungen zu messen und es das nächste Mal besser machen.

Früchte

Der Herbst ist die Zeit für viele unterschiedliche Früchte. Es gibt sehr viel zu entdecken. Ich rate Dir dazu einfach mal einen Botanischen Garten aufzusuchen. Es geht manchmal gar nicht um ein tolles Foto einer Pflanze oder Frucht, sondern eher darum später mal nachzuschauen, was denn da so alles samt oder Früchte trägt.

Auch die Bäume bieten einiges Interessantes. Um sich dafür zu begeistern, muss man kein Gärtner sein.

Wie ich oben bereits erwähnte, habe ich selbst ein Manko an schönen Herbstbildern rund um Pflanzen und Bäumen. Ich freue mich jetzt bereits darauf mal wieder hinaus zu marschieren und neue Dinge zu erleben und zu fotografieren.

Blüten und Insekten

Der Herbst hat eine Unmenge an Blüten zu bieten, aber öfter als im Sommer eher einzelne Blüten und weniger Blumenmeere.

Daher eignet sich der Herbst auch gut für die Insektenmakrofotografie. Für viele Insekten (auch unsere Honigbienen) sind diese Herbstblüten überlebenswichtig, denn sie bereiten sich auf den Winter vor. Die Insekten, die auf den verbliebenen Nektar scharf sind, versammeln sich dann auf wenigen Blüten.

Voilà, hier hat man das eigentlich „verwerfliche“ Anfüttern auf biologischer Basis dank der Natur.

Laub

Über Laub im Herbst zu reden ist natürlich irrwitzig. Aber nichtsdestotrotz solltest Du Dich ein wenig damit beschäftigen, denn es gibt unglaublich viele Formen und Farben von Laub.

Trennst Du diese von der Umgebung, dann ergeben sich abstraktere Motive, in denen Form und Farbe das Bild bestimmen. Umgebung, Wetter und anderes sind dann nur noch in der Vorstellung des Betrachters zu finden.

Blätter

Gerade, wenn Blätter noch am Baum hängen, haben sie die größte Bandbreite an Farben. Zusätzlich leuchtet ja dann noch Licht durch die Blätter hindurch, was sie zu Leuchttafeln macht. Wer einen schönen Baum im Garten hat oder einen Baum in einem Park fokussiert, der kann hiervon ja auch über Tage und Monate hinweg immer vom selben Standort Fotos machen.

Diese sehr beliebte Bildreihe auf Kalendern ist schon schön anzusehen, aber seinen eigenen Lieblingsbaum über Jahreszeiten hinweg zu dokumentieren ist dann noch einmal eine andere Nummer.

Es ist auch interessant Blätter zu durchleuchten. Hier genügt bereits ein Computermonitor mit weißem Hintergrund oder ein iPad/Pad, um die passende Lichtquelle zu haben. Wer eine Softbox besitzt, ist natürlich nochmal besser dran. Für eine anständige und interessante Vergrößerung benötigt man außerdem nicht zwingend ein Makroobjektiv. Umgekehrte Objektive, Zwischenringe (Makroringe) oder eine Lupe reichen meist für einen ersten interessanten Blick.

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Eine simple Lupe kann schon einiges Interessantes hervorbringen. Mit ein wenig ausprobieren geht das auch formatfüllend. Makroobjektive sind indes durch ihre Spezialisierung kaum in Sachen Abbildungsqualität zu schlagen.
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Makroobjektive, wie hier das Sigma 180mm f/2.8, haben gegenüber anderen Lösungen einen immensen Schärfevorteil.

Motive in der Stadt

Natürlich kann man eine herbstliche Stimmung auch in der Stadt erleben und fotografieren. Dazu bedarf es aber einiger Details, die im Bild direkt auf die Jahreszeit hindeuten. Goldenes Laub ist da natürlich sehr willkommen.

Es gibt aber auch andere Feinheiten, die den Betrachter mit in die Jahreszeit nehmen. So sind verlassene Plätze, schummrige Straßenbeleuchtung, die herbstliche Kleidung von Menschen und die tief stehende warme Sonne ebenfalls zu nennen. Hier einige Beispiele:

Ein verlassener Spielplatz deutet mit dem schon deutlich sichtbaren Laub auf die kühler werdende Jahreszeit hin. Das Weglassen der spielenden Kinder ist hier also ein „Adjektiv“ der Gestaltung.

Die beiden Fotos der blauen Stunde einer Ginko-Allee oder die Baumkrone im warmen künstlichen Stadtlicht bei noch leicht leuchtendem Himmel sind mir leider nicht so gelungen.

Ich hatte nicht genug Zeit für das eigentlich großartige Motiv gehabt.

Aber ich habe die Bilder absichtlich nicht gelöscht, sondern in einem extra Ordner gesammelt. In diesem befinden sich Fotos von guten Motivideen, die aber eben von mir nicht gut umgesetzt worden sind. So kann ich jederzeit in den Ordner schauen, um mich selbst aufzuraffen, es besser zu machen. Diese beiden Motive stehen auf meiner Liste ganz oben in diesem Herbst.

An diesem Beispiel erkennst Du gut, wie unterschiedlich ein und dasselbe Hauptobjekt in einem Foto wirken. Das linke Foto mit dem Mann vermittelt fast schon eine kriminelle Szenerie, wohingegen das rechte Foto eher beschaulich aber fröhlich wirkt.

Ob nun die Enten im See, die spielenden Kinder am Rhein, die herbstliche Beleuchtung im Café oder die Statue im Park. Entdecken heißt hier das Zauberwort. Wie es in einem schönen Pop-Song so schön heißt:

Nur Du selbst kannst mit Deinen Augen sehen und mit Deinem Herzen fühlen!

Fazit

Ich hoffe, ich konnte Dir mit den vielen Bildbeispielen den Herbst als interessante fotografische Jahreszeit näherbringen.

Im nächsten Artikel der Serie zeigen wir Dir, wie Du Menschen interessant in das Thema Herbst integrierst und erklären Dir anhand von Bearbeitungsbeispielen, wie Du mit ein paar simplen Tricks Deine Fotos herbstlich verbesserst und außergewöhnlicher gestalten kannst.

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19 Kommentare

  1. GErade die Gegenüberstellung von guten und weniger gelungenen Fotos finde ich gut zum Verständnis Probleme mit den herbstlichen Lichtverhältnissen.

  2. Manches mal ist es auch sinnvoll, vorher einfach mal zu recherchieren und sich Gedanken zu machen.
    Als ich mit im Frühling meine erste Mittelformatkamera gekauft hatte, war ich sehr stolz darauf und stürmte los um Bilder zu machen. Detailfotos aus der Natur sollten es sein. Da fand ich diese schönen, gelben Würstchen an Büschen hängen. Also positionierte ich mich und wartete auf einen leichten Windhauch, damit schöne, gelbe Schwaden von diesen Würstchen waberten.
    Etwas zu spät bemerkte ich, dass es sich ja hier um Haselnusspollen handelte, auf die ich extrem allergisch reagiere. Wie ich dann nach Hause kam, weiß ich heute nicht mehr…

  3. Super! Der Artikel unterstützt auch meine Sichtweise — ruhig auch scheinbar „mißlungene“ Bilder speichern.. daraus kann man lernen und sie lassen sich wunderbare für ein spezielles Thema bearbeiten und einfügen – Stichwort „kreative Verarbeitung“. Und außerden ist der Herbst einfach die schönste Fotozeit – mehr Farbe und Motiv geht nicht! LG von Beatrix

  4. Ja, das ist Herbst. Was ich aber kaum fotografieren konnte, ist ein Reiher im Wasser stehend. Einen riesigen Schwarm Möwen sah ich auch. Wo? Bei mir in der Nähe. Aber ich sass im Zug. Keine Zeit zum aufnehmen. Schauen – und weg ist das Bild. So kann ich nur sagen, es kann nie alles fotografiert werden. Bilder können aber in Erinnerung bleiben.
    LG Helen

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