Den Mond fotografieren: 15 Fehler, die mir bei meinem letzten Versuch passiert sind

In Zusammenarbeit mit SIGMA
Heute möchte ich etwas Anderes versuchen. Ich habe einen Erlebnisbericht zu meinem Artikel „Der Mond – Mystisch in Szene gesetzt“ verfasst.

Obwohl es kein klassischer Fachartikel für die Fotoschule der fotocommunity ist, kannst Du durch das Lesen eine Menge dazu lernen. Ich biete Dir die Chance mir über die Schulter zu schauen und aus meinen Fehlern zu lernen, damit Du in vergleichbaren Situationen diese Fehler nicht wiederholst. Schließlich habe ich sie ja schon für Dich gemacht.

Wie alles begann…

Ich habe während des spät abendlichen Schreibens des Artikels entdeckt, dass ich zu meinen vorhandenen Fotos an diesem Tag noch bessere und eindrucksvollere Fotos machen könnte – so war jedenfalls der Plan. Tendenziell wollte ich damit sogar ein wenig „angeben“. Aber weit gefehlt!

Während ich an dem Artikel arbeitete, schaute ich kurz in eine von mir häufiger genutzte App auf meinem Smartphone. Diese App zeigt den Sonnen- und Mondstand sowie viele andere, für mich wichtige, fotografische Daten an. Die App nennt sich „Photobuddy“. Ich werde sie Dir mit einer Reihe anderer kleiner Helferlein für das Handy noch vorstellen.

Die nächtlichen Auf- und Untergangszeitpunkte passten und das Wetter schien perfekt. Was ich ab dieser Erkenntnis alles falsch gemacht habe, kannst Du in diesem Erlebnisbericht nachlesen und natürlich könntest Du, so wie ich, daraus lernen.

ondfotografie-Ergebnis
Eines der besseren Fotos aus dem nächtlichen Shooting

Die Umstände

Ich bezeichne mich in allen Belangen als Profi der Fotografie. Ich arbeite seit über 20 Jahren in diesem Beruf und habe über die Jahre viel Routine, eingehende Kenntnisse über die Technik und die Bildgestaltung gewonnen. Sie beginnen bei der analogen Fotografie und deren Prozesse (von der Entwicklung bis zur Produktion). Im Bereich der digitalen Fotografie habe ich sogar Pionierarbeit geleistet. In meinem Beruf habe ich schon unglaublich viel fotografieren dürfen und zusätzlich ist die experimentelle Fotografie auch noch ein Hobby von mir.

Als Co-Autor habe ich an manchen Büchern mitgeschrieben und etliche fotografische Artikel in Fachzeitschriften geschrieben. Ich bin sogar Sachverständiger vor Gericht, wenn es um die Bewertung digitaler Fotos geht.

Warum schreib ich diese eitle Einleitung? Nun, um Dir aufzuzeigen, wie man durch solche Überheblichkeit schnell Schiffbruch erleiden kann. Vielleicht hilft Dir dieser Beitrag – mir auf jeden Fall.

Der Grund des Artikels

Ich habe durch ein berufliches Projekt mit einem Profi in Sachen Werbung zusammengesessen. Dieser Kunde fotografiert auch privat und zeigte mir ein paar Fotos. Bei einem Foto war der Vollmond zu sehen, aber sehr klein und nicht wirklich interessant. Ich erklärte ihm anhand von Beispielen, warum dies so ist. Er war nicht nur neugierig, sondern sagte mir, dass er mit den neu gewonnenen Erkenntnissen zum Thema Mond Neues wagen wollte.

Ich dachte dann, dass Dir meine Sicht und Anregungen ebenfalls gefallen könnten. Nach einem kurzen Besuch in der fotocommunity wurde mein Eindruck unterstrichen. Der Mond gibt mehr her, als die astronomischen Fotos, ergo schreibe ich einen Artikel.

Die Gründe, also die jeweiligen Fehler, die ich ab diesem Zeitpunkt gemacht habe, erkläre ich Dir am Ende des Artikels.

Die Idee

Da ich einige Fotos für das Thema hatte, konnte ich Dir schnell ein paar Infos im Artikel zusammenstellen. Beispielfotos und Verbesserungsvorschläge waren schnell niedergeschrieben. Aber irgendwie fehlte mir selbst der besondere Kick oder besser gesagt: Es fehlte mir das perfekte Foto zum Thema.

Nach einem kurzen Check der Wetterdaten und wo der Mond in dieser Nacht stehen würde, habe ich schnell den Rechner ausgeschaltet. Ich hatte nur 15 Minuten Zeit bis zum Mondaufgang und bin rasch ans Kölner Rheinufer gefahren. Zum Glück habe ich ja das „kleine“ Besteck der Fotografie immer in einer Tasche vorbereitet. Das wird schon reichen dachte ich mir.

Die Location

Als ich den Wagen abgestellt hatte (Fehler 1 = Parkknolle), habe ich mich schnell am Rheinufer positioniert (Fehler 2 = Kameraausschnitt/Bildgestaltung). Kamera ausgepackt und nur dürftig die Einstellungen gecheckt (Fehler 3 = Vergessener Reset). Der Mond war bereits fast vollständig hinter einem Baum auf dem gegenüberliegenden Ufer aufgegangen. Ich wechselte das Objektiv von einem lichtstarken Zoom 24-70mm f2.8 auf ein simples Universalzoom 28-300mm f/5.6 (Fehler 4 = Stativ) und fing an zu fotografieren (Fehler 5 = Bildkontrolle).

Mondfotografie-Bank
Von dort habe ich fotografiert. Auf der Bank liegt die Kamera, wie Du unschwer erkennen wirst, hatte ich kein Stativ dabei (mit dem iPhone aufgenommen, daher sehr schwammig).

Das Fotografieren

Es ging alles wirklich sehr schnell. Auch wenn es bei normaler Betrachtung kaum auffällt, so bewegt sich der Mond doch sehr schnell und würde nicht mehr lange hinter den unbelaubten Bäumen im Park gegenüberstehen. Daher habe ich viele Fotos geschossen und dabei nur die Blende variiert (Fehler 6 = ISO Kontrolle). Ich dachte in diesem Moment nur an die förderliche Blende und an die wahrscheinliche Beugungsunschärfe des Objektives (Fehler 7 = Objektivdaten).

Ich habe recht schnell festgestellt, dass das Objektiv nicht scharf stellte, ich führte das auf mangelnden Lichtverhältnisse zurück und wechselte auf manuelle Fokussierung (Fehler 8 = Objektivkenntnisse).

Irgendwann habe ich dann doch noch eine Bildkontrolle gemacht und war entsetzt (Fehler 9 = JPG-Profil). Die Bilder waren viel zu dunkel. Also Blende auf und ISO-Automatik checken. Nochmals ansetzen und den Mond durch den Sucher suchen (Fehler 10 = Auge vs. Sucher). Ich habe dann noch ein paar Mal abgedrückt. Nach einer weiteren, aber hektischen Bildkontrolle war ich zumindest mit der Belichtung zufrieden (Fehler 11 = Displayzoom).

Ich habe dann dieses „Shooting“ beendet (es war schon nach 01:00) da mir bitter kalt war (Fehler 12 = Kleidung) und der Mond nicht mehr interessant in einer Interaktion mit den Bäumen und Gebäuden stand (Fehler 13 = Motivwechsel). Ich bin dann schnell in meine Wohnung (Fehler 14 = Ortskontrolle) und habe nach kurzem Aufwärmen die gemachten Fotos nochmals auf der Kamera kontrolliert (Fehler 15 = Laptopkontrolle).

Mondfotografie-Schlecht
So schlecht präsentierten sich fast alle meine Fotos.

Der nächste Tag

Als ich dann zum bereits fast fertigen Artikel ein spektakuläres Foto hinzufügen wollte, kam schnell die Ernüchterung am Rechner. Alle Bilder waren für die Tonne. Es stimmte gar nichts. Die Fotos stimmten nicht mit meinem erlebten visuellen Erlebnis überein. Die Fotos waren unscharf und total überzeichnet. Auch meine Kenntnisse in der Bildbearbeitung würden nicht ausreichen diese Fotos zu retten. Ich war von mir selbst fürchterlich enttäuscht und begab mich auf Fehlersuche. Und ich fand eine ganze Menge.

Fehler 1: Parkknolle

Man denkt, um diese Uhrzeit ist das Ordnungsamt nicht mehr unterwegs. Das kann sogar stimmen, aber die Polizei kann ebenso ein Ticket ausstellen. Daher 20 Euro für meine Arroganz.

Fehler 2: Kameraausschnitt/Bildgestaltung

Nur weil man am gewählten Ort für das geplante Foto ist, heißt es noch lange nicht, dass man bereits fotografieren sollte. Ich bin einfach runter ans Rheinufer gerannt und habe losgelegt. Eine höhere Position hätte viel mehr Spannung ins geplante Foto gebracht. Aber so hatte ich nur einen schmalen Streifen Fluss und keinerlei Spiegelung des Mondes im Wasser.

Fehler 3: Vergessener Reset

Da ich viele unterschiedlichen Dinge mit meiner Kamera ausprobiere, mache ich grundsätzlich ein Werksreset vor einem solchen Shooting für den Modus D. Meine Kamera bietet verschiedene Optionspakete (Einstellungsregister). Diese nennen sich A, B, C, D. Ich kann diese glücklicherweise selektiv „reseten“.

Ich nutze diese Register folgendermaßen:

  • A für „Totale Automatik“
  • B für „Für spätere Bearbeitung“
  • C für Client (also Kundenprojekt)
  • D für Daddeln (Neudeutsch für „Rumgespiele“)

Ich hätte also das Register D wählen und kurz „reseten“ und dann für das geplante Foto meine Grundeinstellungen vornehmen sollen.

Fehler 4: Stativ

Wie Du Dir schon denken kannst, hält man ein lichtschwaches 300mm Objektiv ohne Verwacklungsschutz in der Nacht nicht einfach mal eben verwacklungsfrei in der Hand.

Fehler 5: Bildkontrolle

Hätte ich einfach mal auf dem Kameradisplay geschaut und nicht nur meinen Kenntnissen vertraut, hätte ich nicht so viel Mist fotografiert.

Fehler 6: ISO Kontrolle

Folgendes rate ich jedem Fotografen: Motiv einschätzen und dann die drei wichtigen Punkte abarbeiten:

  • Blende = Reicht das Licht bei der gewünschten Blende
  • Verschlusszeit = Bewegt sich das Motiv oder bewege ich mich
  • ISO = Reicht bei den zwei vorher gewählten Einstellungen der ISO-Wert

Danach gibt es logischerweise noch einige andere Dinge einzustellen, aber dies sind die „Mastereinstellungen“.

Ich habe meine eigene Empfehlung ignoriert. Die geliebte ISO-Automatik wird es schon richten, hatte ich wohl im Hinterkopf. Leider war diese vollkommen übertrieben eingestellt.

Fehler 7: Objektivdaten

Ich habe an ein anders Objektiv gedacht als jenes, das ich tatsächlich auf der Kamera hatte. Das Objektiv, das ich verwendet habe, ist eigentlich schon bei Offenblende scharf, vor allem ausreichend für die Verwendung im Internet.

Fehler 8: Objektivkenntnisse

Das Objektiv hat einen Makroschalter. Dieser war aktiviert. Die Kamera hätte gar nicht auf „unendlich“ scharf stellen können. Auch mein manuelles Fokussieren war für die Katz.

Fehler 9: JPG Profil

Ich habe die Fotos anhand des gewählten „Programms“ für die Erstellung der kamerainternen JPG-Abzügen auf dem Kameradisplay betrachtet. Diese Einstellung stand auf „Intensiv“. Also extrem kontrastreich und übersättigt. Meine Bildkontrolle war also nicht neutral, sondern durch die extrem „satten“ Abzüge vollkommen falsch.

Fehler 10 = Auge vs. Sucher

Im Sucher wird nie ein schönes Motiv entstehen. Du musst mit den Augen erst die Lage sondieren und dann in Gedanken das gewünschte Motiv visualisieren. Ich hätte mich einfach 300m nach rechts stellen können. Dann hätte der Mond mit einem viel höheren Baum interagiert. Diese Chance habe ich vertan.

Fehler 11 = Displayzoom

Hätte ich einmal in das angezeigte Foto auf dem Display gezoomt, wäre mir die durchgehende Unschärfe aufgefallen und ich hätte nach dem Fehler suchen können (Makro-Einstellung am Objektiv). Aber ich war mir ja so sicher alles richtig zu machen.

Fehler 12 = Kleidung

Hier muss ich nicht viel darüber erzählen. In vernünftiger Kleidung hätte ich besser fotografiert. Warum? Da mir vom ersten Moment eiskalt war, hatte ich nur das Ende des Shootings im Kopf. Schnell das Motiv eintüten und ab ins warme Wohnzimmer.

Zusätzlich hatte ich durch viel zu kalte Hände kaum noch Kontrolle über meine Finger. Kleine Knöpfe im Dunklen finden und drücken macht da keinen Spaß.

Fehler 13 = Motivwechsel

Ich hatte eine prächtige sternenklare Kulisse vor mir. Alle Gebäude und Brücken waren noch beleuchtet. Hätte ich mein gedachtes Motiv abgehakt und mich der Kulisse hingegeben, hätte ich sicher „andere“ tolle Fotos machen können. Stattdessen kreisten meine Gedanken nur um die warme Wohnung.

Fehler 14 = Ortskontrolle

Ich habe, wie bereits aufgezählt, einiges vergessen, doch eines der wichtigsten Dinge einer jeden Fototasche sollte eine Taschenlampe sein. Normalerweise nutzt man heutzutage für eine solche Situation ja sein Smartphone. Man muss es aber auch dabeihaben. Ich hatte beides nicht dabei und so fehlt mir jetzt eine Streulichtblende, die ich irgendwo am Ufer abgelegt hatte.

Fehler 15 = Laptopkontrolle

Hätte ich die gemachten Fotos direkt auf mein Laptop kopiert, hätte ich nicht nur ein Backup, sondern auch ein anderes und weitaus größeres Display zur Kontrolle gehabt. Ich hätte direkt gemerkt, dass ich nichts Sinnvolles produziert habe.

Und was lernen ich und Du daraus?

Eitelkeit ist nie ein guter Kamerad, denn ein wenig Konzentration bei der Vorbereitung hätte mir sehr geholfen. Ich werde das gewünschte Motiv noch vernünftig fotografieren, versprochen. Ich lasse mich von solchen Fehlern zum Glück nicht frustrieren. Das solltest Du auch nicht.

Fehler darf machen, wer daraus lernt.

Hat Dir diese Art Artikel gefallen? Wenn ja, würde ich mich über einen kurzen Kommentar freuen, denn dann werde ich Dich auch bei anderen Gelegenheiten über die Schulter schauen lassen und erzählen, was bei mir schiefgelaufen ist.

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33 Kommentare

  1. Brigitte
      Mai 1, 2018 at 9:46 AM
    Kommentar bewerten

    Ein super Bericht – vor allem, dass man Fehler machen darf, so lange man draus lernt – aus Deinen Fehlern habe ich jetzt schon eine Menge gelernt! Danke!
    Grüße von Brigitte

  2.   April 20, 2018 at 4:46 PM
    Kommentar bewerten

    Sehr schöner und lehrreicher Bericht. Für mich beruhigend, dass auch Profis manchmal Fehler machen.
    Ich möchte auch Deinem Mut für diese Fehlereingeständnisse loben, so kann man aus Fehlern lernen und die Lehren daraus weitergeben.
    Bezeichnend ist, dass solche Fehler meist passieren, wenn man mal schnell etwas erledigen will. Geht mir jedenfalls (nicht nur beim Fotografieren) so.

  3. Tomtatom
      Dezember 2, 2016 at 9:00 PM
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    Lustig – und sehr ehrlich.
    Und nicht nur auf den Mond fixiert. Das passiert uns überall.

    Danke für den Beitrag.

  4. Steca
    Stephan
      Juli 13, 2016 at 2:57 PM
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    Hallo ,jetzt weiß ich aber immer noch nicht wie ich den Mond richtig fotografiere. Nehme ich zb. eine Hohe Iso oder eine niedrige. DA wird im Beitrag alles angeschnitten aber es wird aus meiner Sicht Drumherum geschrieben.
    LG
    Stephan

    1. Norbert Eßer
        Juli 13, 2016 at 3:49 PM
      Kommentar bewerten

      Naja, der Titel des Artikels sagt es ja schon ein wenig. Hier ging es um Fehler am Beispiel des Mondes. Aber ich werde einen Artikel über die astronomische Mondfotografie noch machen. Einen Artikel über Mondfotografie ohne astronomische Gesichtspunkte gibt es aber bereits.
      http://fcfotoschule.wpengine.com/mond-mystisch-in-szene/

    2. HansJussen
        Juli 25, 2018 at 6:50 PM
      Kommentar bewerten

      Viel Blabla und nichts Konkretes !

      1. Norbert Eßer
          Juli 25, 2018 at 7:08 PM
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        Eingangssatz: „Heute möchte ich etwas Anderes versuchen. Ich habe einen Erlebnisbericht zu meinem Artikel „Der Mond – Mystisch in Szene gesetzt“ verfasst.“
        Ist also als „BlaBla“ gekennzeichnet. Aber ausserhalb des „BlaBla“ kannst DU doch meine Fehler durch den Artikel für Dich vermeiden. Naja, vielleicht gefällt Dir ja was anderes mehr.

  5. Margot
      März 31, 2016 at 5:59 PM
    Kommentar bewerten

    Ich empfinde diesen Artikel alles andere als ehrlich.
    So viele teils haarsträubende Fehler AUF EINMAL können einem „erfahrenen Profi“ auf keinen Fall passieren. Und auch kaum jemand anderem. Das wirkt lächerlich.
    Zudem wurde ja schon angemerkt, das angeblich kein Smartphone als „Taschenlampe“ dabei war, dann aber ein Smartphone-Foto gepostet wird.
    Ich habe das Gefühl, hier wurde auf Krampf etwas zusammengedichtet, was eine schöne runde Zahl ergibt und den Anfänger einwickelt mit der Illusion, so viele Fehler würde (auch) ein Profi machen.
    Es handelt sich nicht um einen Erfahrungsbericht, sondern um Dichtung – um schlechte. Oder es ist ein absolut vernichtendes Bild über einen Fotografen – aber dafür wirkt es mir zu unglaubwürdig.
    Was hier beschrieben wurde ist nicht nur „unprofessionell“ sondern in der Menge und Ausprägung regelrecht dilettantisch.

    Hier wird mit Nebel und Rauch verschleiert, dass man dringend einen Artikel mit einer gewissen Zielsetzung brauchte, obwohl man eigentlich gar nicht genug sinnvollen Inhalt hatte.
    Gratulation.

    1. Martin Schwabe
        April 1, 2016 at 11:10 AM
      Kommentar bewerten

      Hallo Margot,

      danke für Dein Feedback, ich (auch wenn ich nicht der Autor DIESES) Beitrages bin, bewege mich regelmäßig im professionellen fotografischen Umfeld. Professionelles Umfeld ist für mich immer dann, wenn der Fotograf mit der Fotografie einen nennenswerte Anteil seines Lebensunterhaltes bestreitet und hat per se wenig mit der Qualität der Fotos selbst zu tun.

      Du magst es mit glauben oder nicht, ich habe in diesem Umfeld schon viel haarsträubendere Dinge erlebt, die anderen Fotografen passiert sind (nicht mir, nicht Norbert). Beispiele?

      – Hochzeitsfotos für einen bekannten Anwalt aus Hamburg, vergessen ein Backup der Karte zu machen und 50% der Fotos überschrieben und gelöscht
      – Aufwendiges Fotoshooting geplant und vergessen die Akkus zu laden (weiss ich, weil ich damals den Anruf bekam, ob ich fix geladene Akkus bringen köönte)
      – Speicherkarten zuhause vergessen
      – Ganze Serien ohne Speicherkarte fotografiert, ohne es zu bemerken, weil die Sicherung dazu in den Menüs abgeschaltet war
      – Die falschen Blitze eingepackt, die nicht kompatibel zur eigenen Ausrüstung sind
      – Mit einer völlig falschen Belichtungskorrektur fotografiert und es nicht bemerkt, weil das Display zu hell eingestellt war und bei der Bildkointrolle das Histogramm aus war.

      Ich könnte diese Liste endlos fortsetzen – alles im Grunde 2Anfängerfehler“ die auch „Profis“ immer wieder mal passieren.

      Sinn und Zweck des Artikels war es einfach mal in netter Erzählform aufzuzeigen, was passieren kann, wenn man sich auf seine Fähigkeiten verlässt, ohne diese Fähigkeiten einzusetzen. Dann kommt obiges heraus.

      Zudem sollte man das Augenzwinkern nicht überlesen, dass zwischen all den Zeilen des Artikels zu finden ist.

  6. Norbert Eßer
      März 31, 2016 at 3:06 PM
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    Ich wollte nur nochmals erwähnen, dass ich nicht gezwungen war, den Artikel so zu schreiben. Ich muss mich nicht ins Fadenkreuz bewegen. Ich hab es einfach gemacht, weil so etwas eben passiert.
    Und der „Kunde“ war diese Fotoschule. Die weiteren Umstände habe ich ja beschrieben. Wie zum Beispiel im Einleitungssatz, dass dies kein klassischer Fotoschulen-Artikel werden wird, sondern eher ein Erlebnisbericht.

    Es freut mich dennoch sehr, dass dann doch Viele an diesem Artikel Spaß hatten und eben etwas lernen konnten/können.

    1. Robert Hock
        März 31, 2016 at 9:45 PM
      Kommentar bewerten

      Es nimmt erschreckend zu, „dass“ ansonsten intelligente Menschen offensichtlich in der Grundschule nicht gelernt haben , „dass“ ein „das“ und ein „dass“ verschiedene Dinge sind. Es stört mich, „dass“ jemand „das“ einfach so gedankenlos runterrattert und ein oder 2 s nach dem Zufallsgenerator verteilt werden. Gruß eines 80 jährigen, der auch schon mit der simpelsten Leica fotografierte (oder „photographierte“) – da konnte man bei der Kamerabedienung soviele Fehler – wie in diesem Artikel beschrieben – gar nicht machen !!!

      1. Norbert Eßer
          April 1, 2016 at 12:02 PM
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        Dass das Das D-A-S geschrieben wird, das ist mir klar. Dass ein falsches Das jemanden so aufregt, das ist verwunderlich. Das falsche Das ändere ich jetzt.

      2. Sebastian
          Juni 19, 2016 at 8:46 AM
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        Diese Nachricht ist für alle Trolle, die sich hier über Inhalt oder Rechtschreibung des Artikels beklagen: wo sind Ihre Blogs zu finden, in denen Sie versuchen anderen KOSTENLOSE Tipps zu geben? Schämen Sie sich! Niemand ist gezwungen das zu lesen. Gruß und Danke an die Autoren

  7. Wilhelm Nörthemann
      März 31, 2016 at 11:24 AM
    Kommentar bewerten

    Profi ? Sorry, aber da liegt wohl ein Missverständnis des Autors vor.

  8. Gritlein
      März 31, 2016 at 7:41 AM
    Kommentar bewerten

    Doch , Doch schöner, ehrlicher Beitrag. Man fühlt direkt wie die innerliche Nervosität steigt !
    Nur leider weiss ich jetzt immernoch nicht wie ICH den Mond fotografieren MUSS ,
    Vielleicht hab ich in der Aufregung das Wichtigste doch verpasst !
    Schönen Tag
    Bis zum nächsten Vollmond hab auch ich es kappiert, bestimmt !
    Gruß
    Gritlein

  9. Rene Seeger
      März 30, 2016 at 6:14 PM
    Kommentar bewerten

    Es ist gut zu wissen das solche Flüchtigkeitsfehler selbst Profis noch passieren.
    Vielen Dank das Sie diesen Artikel so offen verfasst haben, das andere daraus Lernen können.

  10. Tim
      März 30, 2016 at 12:40 PM
    Kommentar bewerten

    Danke für die Offenheit!
    Ich nehme als Essenz vor allem mit das zu einem geplanten Foto/Motiv vor allem die entsprechende Konzentration notwendig ist und falls möglich auch eine entsprechende Planung. Schön zu wissen das bei einer Hauruckaktion auch dem Profi mal ordentlich was daneben geht, dann kann man als blutiger Amateur aufatmen und beruhigt aus seinen Fehlern lernen.
    Übrigens hast du entweder einen Fehler drin oder bist zweimal dort gewesen? Denn das Foto der abgelegten Kamera ist doch mit deinem Smartphone entstanden, oder habe ich mich verlesen (Fehler 14)?
    Grüße

    Tim

    1. Dirk W
        Juli 13, 2016 at 12:29 AM
      Kommentar bewerten

      Nicht jedes iPhone hat unter jeder iOS Version die „Taschenlampenfunktion“.
      Ok, man kann das iPhone bei eingeschaltetem Display herum drehen und damit die Kamera beleuchten, aber ist dieses matte Gefunzel ein Ersatz für die „Taschelampe“?

  11. Ulrike Bohr
      März 30, 2016 at 10:29 AM
    Kommentar bewerten

    Hallo,
    ich bin nur eine Knipserin, die von der Perfektion weit entfernt ist, aber ich würde mir auch mal Artikel von einer Digitalkamera wünschen. Viele Vorschläge und tips kann man ja übernehmen und berücksichtigen. Aber vielleicht gibt es ja mal Tips für meine Canon Power Shot SX50 HS. Ich bin ganz zufrieden mit dieser, weil ich nicht so viele Einstellungen tätigen muss und den Mond habe ich auch schon ordentlich hinbekommen. Würde mich freuen.
    Und ich möchte mich nochmal für die tollen Tips bedanken.
    Gruß
    Ulrike

    1. Peter
        März 30, 2016 at 3:24 PM
      Kommentar bewerten

      Der Gesamtvorgang ist doch bei allen Kameras der gleiche.
      Nur das Sie sich um bestimmte Sachen (z.B. die Wahl des Objektives, Format) nicht kümmern müssen.
      Bei bestimmten Sachen könnte noch Ihre Chipgröße/Rauschen/ISO/Objektivverzeichnung ein Thema sein.
      Ansonsten können Sie einige Fehler natürlich auch machen. Müssen Sie aber nicht.

  12. Jürgen
      März 30, 2016 at 9:27 AM
    Kommentar bewerten

    Moin, moin,
    diesen Artikel hätte ich auch schreiben können. Für mich waren diese Sätze sehr wichtig:
    Fehler darf machen, wer daraus lernt.
    Und:
    Ich lasse mich von solchen Fehlern zum Glück nicht frustrieren. Das solltest Du auch nicht.

    Mich haben solche Fotografierfehler schon frustriert. Aber es tut gut, wenn Profis ehrlich über ihre Misserfolge schreiben. Vielen Dank für den Mut, den ich dadurch bekomme. Ich freue mich auch nicht über die Fehler der Anderen. Aber über die Erkenntnisse daraus. LG Jürgen

  13. Remo Fontana
      März 30, 2016 at 12:40 AM
    Kommentar bewerten

    wahrscheinlich musstets Du die Mondaufnahmen am nächsten Tag Deinem Auftraggeber abliefern.
    Ich meine für was denn sonst diese Hektik.
    90 Prozent des Erfolges ist in der Vorbereitung und das nicht nur beim Fotografieren.

    Ich finde Deine Fehlerliste als Checkliste hilfreich aber eingepackt in eine Geschichte doch leicht übertrieben.
    (z.B. Fehler 16 kein Benzin mehr im Tank) etc. etc.

  14. Christian Schönberg
      März 29, 2016 at 10:30 PM
    Kommentar bewerten

    Hm, da war ich als Fortgeschrittener doppelt so gut vorbereitet. Und verlasse diesen Beitrag doppelt so motiviert nur die Hälfte meiner bisherigen Fehler zu machen :)

  15. Peter
      März 29, 2016 at 9:33 PM
    Kommentar bewerten

    So, oder so ähnlich ist mir das auch schon mal passiert. Man darf sich nie zu sicher sein… Das wird mir auch in 20 Jahren bestimmt noch passieren. ;-)
    Sehr spannend finde ich hier einige Reaktionen. Sinngemäß kommt oft der Vorwurf, das dürfe einen Profi nicht passieren. Eigentlich sollte der Artikel anregen, sich mal selbst zu reflektieren, anstatt reflexartig drauf zu hauen. So wird’s schwierig, aus den Fehlern anderer zu lernen…

  16. Sabine
      März 29, 2016 at 7:33 PM
    Kommentar bewerten

    Ich kann mir einfach kaum vorstellen, dass ein routinierter Fotograf so viele Anfängerfehler macht.
    Aber es war amüsant zu lesen und viele der Fehler hätte ICH sicher gemacht.
    Mir passiert es leider auch öfter, dass ich ein Motiv, welches in kurzer Zeit nicht mehr da ist, zu hektisch ablichte und hinterher nur Schrott entdecke.
    Ein witziger und auch lehrreicher Bericht.
    Vielen Dank.
    Tschüss
    Sabine

  17. Raymond Jost
      März 29, 2016 at 6:41 PM
    Kommentar bewerten

    Vielen Dank für den Beitrag, nur so lernt man, jeder macht solche Phasen durch ehe er schlauer wird.
    Top erklärt.
    Vielen Dank.
    Raymond

  18. Horst
      März 29, 2016 at 6:40 PM
    Kommentar bewerten

    Ehrlich gesagt bleibt mir als Amateur-Fotograf bei einigen der offensichtlichen Fehlern im Artikel der Mund offen wie der Autor sich als „Profi“ bezeichnen kann.
    Ich habe auch schon vieles gemacht und natürlich auch schon einige der oben genannten Fehler.
    Das man sein Jacke oder Stativ vergisst- passiert. Das man ein Knöllchen bekommt kann auch passieren.

    Aber ein Profi der sich um Bildausschnitt, ISO, Aufnahmeformat oder sein verwendetes Objektiv keine Gedanken macht oder die Einstellungen der Kamera mal vorher oder dabei kontrolliert?
    Das es bei dieser Lichtkonstellation wenn man nicht genau aufpasst (oder kein Stativ hat) zu Unschärfen oder Verwacklungen kommt ist doch eigentlich jedem vorher schon klar.
    Kleines Grundwissen bei Nachtfotos bzw. mit einem 300er Tele mit max 5,6 (!).
    Da gibt sogar ein möglicherweise vorhandener Stabi auf. Profi? ISO Automatik bei Nachtfotos als Profi?

    Wie gesagt ich bin Amateur der gelegentlich Nacht/Mond macht. Auch schon in Köln…

    Ansonsten nette Auflistung von möglichen Fehlern.
    Allerdings sollten diese 15 (!) Fehler am Stück eher Anfängern und Gelegenheitsfotografen passieren als Personen die das schon mal gemacht haben, darüber Artikel schreiben wollen und dann eigentlich wissen sollten worüber Sie schreiben…

  19. Eikkader
    Bernd Bohnhof
      März 29, 2016 at 6:06 PM
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    Bis auf verlorene Teile und den Makroschalter ist mir auch schon alles passiert. Ich bin also doch noch kein Vollprofi. Die restlichen Fehler schaffe ich aber auch noch.🌜

  20.   März 29, 2016 at 5:41 PM
    Kommentar bewerten

    Der Plauderton ist eigentlich nett, aber insgesamt zuviel Text, vor allem, bis es richtig losgeht. Das hätte ich lieber kurz und knackig. Außerdem könnte man z.B. mehr zur ISO sagen, nämlich, dass man sie am besten bei Nachtaufnahmen niedrig hält, damit das Bild wenig Körnung hat. Ich belichte auch meistens noch 1 Blende unter, damit schwarz schwarz ist.
    Richtig verstanden fühlte ich mich beim Thema „Falsche Kleidung!“ ;-)

  21. Erich
      März 29, 2016 at 5:40 PM
    Kommentar bewerten

    Es ist schön wenn man aus den Fehlern anderer lernen kann.

    Leider geben nur so wenige ihre Fehler zu.
    Vor allem mit einer entsprechenden Erklärung.

    Danke!

    Erich

  22. Mars
      März 29, 2016 at 5:39 PM
    Kommentar bewerten

    Hallo lieber Autor,

    interessant, dass Du Deinen Erfahrungsgewinn mit uns teilst. Ich muss allerdings sagen, dass ich mich schon etwas gewundert habe, dass Dir diese 15 Fehler auch nach Deiner 20-jährigen Zeit als Foto-Profi so passiert sind. Ich meine es ist klar, dass man, gerade wenn man unter Zeitdruck steht, nicht an alles denken kann. Das ist mir z.B. bei Sportaufnahmen am Nürburgring, wo es auf Sekundenbruchteile ankam, auch schon passiert.

    Aber was mich wirklich erstaunt hat, dass Du nicht direkt nach dem ersten Bild eine Bildkontrolle gemacht hast. Das ist für mich bei jedem Shooting essentiell, ob es nun ein bezahltes Shooting ist, oder ein „Hobby-Shooting“. Wer weiß schon, welche Einstellungen beim letzten Shooting getroffen worden waren.

    Wenn die Kamera den Fokus nicht findet, dann nehme ich sie meistens in die Hand und zoome notfalls stark rein (du hattest ja ein 28-300mm Objektiv), stelle auf den dann viel größeren und auch helleren! Mond scharf, und zoome wieder raus. Wenn man das Bild dann gemacht hat, finde ich es auch selbstverständlich, mal auf 100% reinzuzoomen, um die Schärfe zu kontrollieren.

    Ansonsten musste ich aber auch durchaus mal schmunzeln, z.B. bei dem Abschnitt mit der Kleidung. Ich habe auch mal vor vielen Jahren unbedingt einen Sonnenuntergang fotografieren wollen, nur mal kurz 5 Minuten dachte ich. Daraus wurde dann doch eine Stunde, weil die Sonne und die Lichtstimmung immer spektakulärer wurden. Leider waren es draußen Minusgrade und ich hab mir beim Fotografieren ohne Handschuhe eine richtig schöne Grippe geholt, und das kurz vor Weihnachten.
    Naja, das Bild habe ich noch, und es ist auch heute noch schön. Hat sich also gelohnt, mal für eine Foto-Erfahrung mit der eigenen Gesundheit zu bezahlen. :-)

    Aber vielen Dank auf jeden Fall für die Erfahrungen. So ist das halt, wenn man man schnell etwas anderes fotografieren will, als das, was man normalerweise fotografiert. :-)

  23. Ernst-Friedrich Hosse
      März 29, 2016 at 5:21 PM
    Kommentar bewerten

    Auch wenn du hier so schön zeigst, dass auch Profis dämliche Fehler machen, es ist kein Trost, wenn man sie selbst gemacht hat, sondern einfach nur ärgerlich. Besonders dann, wenn man die Bilder nicht wiederholen kann!
    Was lernt uns das?
    1. Gehirn einschalten, ehe man loslegt und
    2. unbedingt an 1. denken!
    Gruß Ernst

  24. Manfred Radtke
      März 29, 2016 at 5:18 PM
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    Bin zwar „nur“ begeisterter Amateur und von der fotografischen „Vollkommenheit“ weit entfernt, doch musste ich bei einigen Punkten doch schmunzeln, da mir das ein oder andere schon genauso passiert ist.
    Danke für den hervorragenden Bericht!

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