Licht in der Fotografie: Feuer

Ohne Licht kein Foto: In diesen kurzen Artikeln betrachten wir verschiedene Lichtcharaktere und zeigen, wie die Art des Lichts ein Foto bestimmt. Maximilian Weinzierl zeigt an Beispielen die Wirkung von verschiedenen Beleuchtungsarten und gibt Tipps, wie Du die Besonderheiten des Lichts für Dich nutzt, um Stimmung und Atmosphäre in Dein Foto zu bringen.

Dieser Artikel stammt aus dem ColorFoto-Magazin 01-2018.

Besonderheiten des Lichts

Feuer ist ein ganz besonderes Licht: Es ist Beleuchtung und Motiv zugleich.

Um Feuer adäquat darzustellen, wird es am besten in dunkler Umgebung abgebildet. Zusätzliches Kunst- oder Blitzlicht sollte sehr behutsam eingesetzt werden, damit es nicht mit der Strahlkraft des Feuers in Konkurrenz tritt.

Bei der Makro-Aufnahme leuchtet ein Blitzgerät von hinten auf die Räucherstäbchen, damit diese nicht ganz im Dunkeln verschwinden. Das Bild bestünde sonst nur aus roten Flecken. Um die Feueranteile so richtig zum Glühen zu bringen, bläst ein kleiner PC-Ventilator Luft auf das Motiv.

Makrofeuer
Makrofeuer – Brennende Räucherstäbchen im Maßstab 1:1. Makro mit dezentem Blitz und Langzeitbelichtung.
Nikon D810 | 105 mm/KB | ISO 64 | f/40 | 4 s
Foto: Maximilian Weinzierl

Im Walhallabild sind gleichzeitig vier unterschiedlich helle Lichtquellen vorhanden; hier gilt es, eine möglichst ausgewogene Gesamtbelichtung zu realisieren. Völlig zeichnungslose Areale lassen sich in diesem Foto kaum vermeiden, aber es ist darauf zu achten, dass sie wenigstens nicht zu großflächig werden. Das Foto ist eine Blende unterbelichtet, die dunklen Partien wurden dann bei der RAW- Entwicklung aufgehellt.

prachtfeuerwerk
Prachtfeuerwerk zum 175. Walhalla-Jubiläum – Die Walhalla ist eine Gedenkstätte zu Ehren bedeutender Deutscher bei Donaustauf.
Nikon D850 | 75 mm/KB | ISO 1250 | f/3,2 | 1/8 s
Foto: Maximilian Weinzierl

Beim Sonnwendfeuer habe ich mit mittenbetonter Messung auf den Feuerkern belichtet. Lieber auch hier die umstehenden Menschen im Nachhinein aufhellen, als eine zu große Fläche (Feuer) mit ausfressenden Lichtern und ohne jegliche Zeichnung zu riskieren.

Makrofeuer
Sonnwendfeuer – Ein haushohes Feuer mit unerwartet enormer Hitzeentwicklung. Der Fotograf sollte seine Kamera auf dem Stativ nicht zu nahe aufstellen.
Nikon D800 | 35 mm/KB | ISO 1250 | f/8 | 1/60 s
Foto: Maximilian Weinzierl

Feuergaukler: Die Belichtungszeit von 1,5s reicht aus, um die Bewegung als Feuerkreise darzustellen und gleichzeitig die Gebäudeumgebung sichtbar zu machen.

Feuergaukler
Feuergaukler – Das Schwenken der Feuerkelche erzeugt Leuchtspuren im Bild und leuchtet zugleich die Hauswand aus. Die Kamera steht dabei auf einem Stativ.
Nikon D800 | 24 mm/KB | ISO 400 | f/2,8 | 1,5 s
Foto: Maximilian Weinzierl

Weitere Licht-Arten im Überblick

Bisher sind folgende Artikel in dieser Themenreihe erschienen:

Autor: Maximilian Weinzierl

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