Wenn Du viel fotografierst, wirst Du über kurz oder lang über das Thema künstliches Licht bzw. Blitz stolpern. Wenn Du bisher ohne Blitz fotografiert hast, dann kennst Du die Fotografie mit vorhandenem Licht, im Freien ist es fast immer nur eine Lichtquelle – die Sonne.

Du hast weder die Möglichkeit die Helligkeit der  Sonne zu steuern, noch deren Richtung,  auch die Charakteristik des  Lichts kannst Du kaum ändern, ist der Himmel wolkenlos,  ist das Licht hart und kontrastreich,  ist es bewölkt,  ist das weicher und deutlich weniger hart.

Du kannst über den Ort der Aufnahme ein wenig Einfluss nehmen, aber Deine Belichtungswerte hängen an der Menge des nicht veränderbaren Lichts.  Gleiches gilt auch für Fotografie in geschlossenen Räumen, sofern Du mit dem vorhandenen Licht arbeitest.

Nun wirst Du mit zunehmender Erfahrung und mit wachsendem Anspruch immer wieder Situationen feststellen, dass das vorhandene Licht nicht ausreicht, nicht die gewünschte Charakteristik hat oder aus der falschen Richtung kommt.

An dieser Stelle kommt der Blitz als  künstliche Lichtquelle ins Spiel. Er gibt Dir die  Möglichkeit aktiven Einfluss auf Stärke, Richtung und Charakteristik zu nehmen.

Um den Blitz sinnvoll einzusetzen, reicht es allerdings nicht, ihn einfach einzuschalten. Du wirst ihn einstellen müssen. Dabei beschränkt sich die Einstellung nicht nur auf Leistung (Lichtmenge), Du musst auch die Richtung einstellen, die Lichtcharakteristik.

Zudem gibt es einige Dinge, die Du an Deiner Kamera berücksichtigen musst, da der Blitz nicht bei allen möglichen Einstellungen von Zeit und Blende funktioniert. In diesem Kapitel werden wir uns noch nicht mit dem eigentlichen Blitzen beschäftigen. Statt dessen erläutere ich Dir die Grundbegriffe, die Du kennen solltest und dazu die wichtigen Parameter, die Du brauchst, um einen Blitz sinnvoll einsetzen zu können.

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