Monitor-Kalibrierung und Monitor-Profilierung mit einem Profimonitor

monitorkalibrierung

Um Dir tiefergehende Informationen über die Praxis der Monitorkalibrierung aufzuzeigen, werde ich Dir in diesem Beitrag anhand der Kalibrierung und Profilierung eines Monitors die einzelnen dafür notwendigen Schritte näherbringen. Dieser Artikel ist somit als Beispiel oder besser gesagt als Referenz für die kommenden Artikel rund um die Kalibration und Profilierung von modernen Monitoren zu sehen.

Wir haben bereits einige Artikel zu diesem sehr großen Thema für Dich erarbeitet. Es lohnt sich, diese vor dem eher praktisch angelegten Artikel zu lesen, um sich mit dem Thema etwas vertrauter zu machen. Besonders der Artikel zur Unterscheidung von Kalibration und Profilierung möchte ich Dir hier nochmals ans Herz legen.

Ich zeige Dir anhand einer Kalibration des High End Profimonitors BenQ SW320 was alles zu beachten ist, und warum es oft nötig ist, eine dedizierte Software zu nutzen.

Mein Bildbearbeitungs-Setup im Office. Der zentrale Monitor wird in diesem Artikel kalibriert und profiliert. Auf die anderen Details des kompletten Szenarios gehe ich später genauer ein (Monitorinhalt ist ausgegraut).
Mein Bildbearbeitungs-Setup im Office. Der zentrale Monitor wird in diesem Artikel kalibriert und profiliert. Auf die anderen Details des kompletten Szenarios gehe ich später genauer ein (Monitorinhalt ist ausgegraut).
benq-Monito
Hier das Setup mit aufgesetzter Blendschutzhaube. Diese wird aber in meinem Office dank guter Lichtbedingungen nicht benötigt. Sie hilft aber in anderen Situationen das flach einfallendes seitliches Licht die Farbwahrnehmung trüben könnte.

In einem späteren Artikel werde ich auch andere Monitore, TV-Screens und Laptops mit anderen Softwarelösungen kalibrieren. Für die Basisinformationen reicht erst einmal die Kalibration des zentralen Monitors.

Bedenke bitte, dass es in diesem Artikel nicht um eine Step-By-Step-Anleitung für Dich geht, sondern um das Verständnis der nötigen Schritte. Diese sind auf die kommenden Artikel und weitere Monitore übertragbar.

Der Monitor

Ich habe von der Firma BenQ den riesigen Profimonitor SW320 (31,5 Zoll mit UHD Auflösung) für verschiedene Artikel zu Verfügung gestellt bekommen. Dafür erst mal ein großes Dankeschön von meiner Seite aus. Dieser Monitor hat mich tatsächlich meine Fotos neu sehen und erleben lassen. Und das, obwohl ich vorher bereits einen so genannten „Wide-Gamut“-Monitor inklusive Hardwarekalibrierung genutzt habe. Alleine schon mit der „HDR“-Funktion des Monitors rumzuspielen war eine feine Sache. Was HDR bei Monitoren bedeutet werde ich einem zukünftigen Artikel ansprechen. Die Funktion hat aber für die Aufgabenstellung „Fotografie“ keine große Bedeutung.

Die Displayqualität hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Und das zum Glück auch bei Prosumer-Monitoren mit moderaten Preisen. Spezielle Monitore kosten zwar immer noch viel Geld, aber man bekommt heute für das Geld eines einfachen Office-Monitors von vor fünf Jahren bereits einige Monitore im Profibereich. Und diese haben nicht nur viel höhere Auflösungen, sondern meistens zusätzlich einen viel größeren nativen Farbraum. Diese Monitore können also viel mehr Farben darstellen und zugleich auch extremere.

Der Farbraum

Der eben angesprochene Farbraum ist die wesentliche Größe, die einen guten Monitor von einem schlechten unterscheidet. Natürlich gilt diese Aussage vornehmlich für Anwender, die mit Fotografie, Video und Grafik zu tun haben. Aber insgesamt gilt dies nicht nur für Profis, sondern auch für ambitionierte Hobbyfotografen!

Was heißt das genau? Ich möchte hierzu einen konstruierten Vergleich mit einer Restaurant-Küche ziehen.

  • Hat die Küche alle Möglichkeiten eine Speise herzustellen (Geräte, Lebensmittel, Gewürze, Personal) kann neben 5-Sterne Gerichten auch ein simples Spiegelei zubereitet werden.
  • Hat die Küche zwar alle Geräte, Personal und das Rezept, um ein einfaches Spiegelei herzustellen, es fehlen aber die Eier, kann auch mit den besten Tricks kein Spiegelei zubereitet werden.

Genauso begibt es sich mit einem Monitor. Ein großer Farbraum kann alles (bzw. vieles) darstellen, muss es aber nicht.

Spezielle Eigenschaften

Jeder Monitor hat spezielle Eigenschaften. So ist die Pivot-Funktion (Drehfunktion von Quer- zu Hochformat) sicher für Vielschreiber oder für eine spezielle Präsentation ein wichtiges Feature. Ich hingegen habe bisher nicht ein einziges Mal den riesigen Monitor hochkant genutzt. Es gibt also Eigenschaften, die für den einen Gold wert sind und bei anderen keinerlei Nutzen bringen.

Der BenQ-Monitor hat hingegen für mich spezielle Eigenschaften, die ich nicht mehr missen will. Zusätzlich zu seinem sehr großen Farbraum und der sehr hohen Auflösung (4K), hat er eine einfache Möglichkeit, auf verschiedene Farbräume umzuschalten. So ist es nicht mehr nötig, per Software die Farbwiedergabe Deiner Fotos zu simulieren, sondern Du kannst Dir die Auswirkung des im Internet allgemein genutzten Farbraum sRGB per Hardware direkt anzeigen zu lassen. Und das mit einem einfachen Klick!

Dies geschieht nicht wie bei anderen Monitoren durch das meist schwieriger zu bedienende Monitormenü, sondern durch ein „Puck“-ähnliches Gerät (genannt „Hotkey-Puck“), das zusätzlich noch frei programmierbar ist. Sehr praktisch!

Das Umstellen auf einen vorprogrammierten Farbraum geht auch bei vielen einfachen Monitoren, nur ist das meist ein Gefummel mit den häufig nicht logisch angebrachten Monitortasten. Die Hardware-Menüs sind oftmals noch unlogischer aufgebaut.

Der Puck des BenQ SW320
In etwa so groß wie eine Computermaus ist dieser „Hotkey-Puck“ bei diesem Monitor von BenQ. Es gibt dennoch Verbesserungspotential: Bitte bei der nächsten Generation den Hotkey-Puck nicht rund konstruieren. In der jetzigen Form drücke ich häufig die falsche Taste, weil die Ausrichtung nicht ganz klar ist. Wer sich an die ersten iMacs von Apple erinnert, der kennt dieses Problem.

Der Sensor

Um einen Monitor zu kalibrieren, benötigst Du keine zusätzliche Technik (Siehe: Kalibration und Profilierung unterscheiden). Für die wichtige Profilierung hingegen schon. Der „Sensor“ dafür ist im Grunde ein Farbscanner. Dieses Farbmessgerät, oder präziser gesagt der Kolorimeter, liest Farbwerte vom Monitor im laufenden Betrieb ab.

Die gemessenen Farbwerte werden dann durch eine Software mit Referenzwerten verglichen und Abweichungen protokolliert. Es entsteht also eine Tabelle, die den Ist-Wert dem Soll-Wert gegenüberstellt. Durch einen Vergleich wird der nötige Korrekturwert bestimmt und als Profil gespeichert.

Einer der bekanntesten Kolorimeter stammt von der Firma „datacolor“. Er ist günstig und in der aktuellen Version „ausreichend“ präzise. Ausreichend ist hier nicht als Makel zu interpretieren, sondern betrifft die ausreichende Genauigkeit für alle Fotografen, um die meisten Monitore einzumessen.
Einer der bekanntesten Kolorimeter stammt von der Firma „datacolor“. Er ist günstig und in der aktuellen Version „ausreichend“ präzise. Ausreichend ist hier nicht als Makel zu interpretieren, sondern betrifft die ausreichende Genauigkeit für alle Fotografen, um die meisten Monitore einzumessen.

Es gibt von vielen Monitorherstellern spezielle Angebote, die einen Monitor inklusive eines Kolorimeters beinhalten. Hierdurch wird eine Kompatibilität von Monitor + Software + Sensor gesichert. Denn nicht alle Sensoren funktionieren mit jeder Software oder es gibt künstliche „Beschneidungen“, die bestimmte Messmethoden/Funktionen ausklammern.

Leider ist es aber häufig so, dass der mitgelieferte Sensor bei einem Paket nur mit dem verbundenen Monitor funktioniert. Möchtest Du mit diesem Sensor andere Monitore profilieren, merkt das die Software und meldet einen Fehler.

Ein nicht Hardware-gebundener Sensor ist demnach häufig besser. Der oben gezeigte Sensor Spyder5 ist zum Glück so verbreitet, dass viele Hard- und Softwarehersteller diesen akzeptieren.

Die Software

Wie bereits im Abschnitt „Sensor“ aufgezeigt, ist oft auch die mitgelieferte Mess-Software an bestimmte Hardware gebunden. Zum Glück bieten fast alle Sensor-Hersteller eine eigene hardwareübergreifende Software an. Leider mit einem für Profis extremen Makel, für den aber die Softwarehersteller diesmal nichts können. Dieser Makel ist, dass eine „unabhängige“ Software die Korrekturdaten nicht in den Monitor laden kann, sondern „nur“ dem Betriebssystem „unterschieben“ kann.

Sie können also das berechnete Profil nicht „nativ“ in die Monitorhardware laden, stattdessen platzieren sie die Korrektur im Betriebssystem als standardisiertes Profil und überlassen dem System das Colormanagement. Doch dazu später mehr.

Das Ergebnis einer Messung ist das Monitorprofil mit den berechneten Korrekturwerten. Diese Korrektur muss logischerweise irgendwann irgendwie im Signalweg von Aufnahme -> Bilddaten -> Software -> Betriebssystem -> Grafikkarte -> Treiber -> Monitor -> Displaylogik -> Pixel eingerechnet werden. Dies übernimmt seit Jahren ein systemweites Colormanagement. Bekannt ist zum Beispiel die Apple Technology ColorSync.

Meist werden die Korrekturen als Profil durch die genutzte Software ans Betriebssystem und von dem an die Grafikkarte geleitet. Hier kann es aber Probleme durch Treiber und sogar zu Rundungsfehlern kommen.

Beispiel der Korrektur der Farbwerte durch ein Profil durch das Betriebssystems von Apple.
Beispiel der Korrektur der Farbwerte durch ein Profil durch das Betriebssystem von Apple.

Das Ideale wäre folglich, die nötigen Korrekturen ins Ende des Signalweges einzuspeisen, ergo direkt in den Monitor. Das gesamte System arbeitet somit mit unkorrigierten Werten, bis die Grafikkarte die RGB-Werte in die Monitorhardware leitet. Dieses Verfahren nennt sich „Hardwarekalibrierung“ und hat Vorteile gegenüber der nicht ganz so perfekten Softwarekalibrierung.

Die Werksmessung

Der in diesem Artikel genutzte BenQ-Monitor wird werksseitig kalibriert und mit einem gedruckten Messprotokoll ausgeliefert. Dies ist nicht nur eine gute Qualitätskontrolle in der Herstellung, sondern eben auch für den Käufer enorm praktisch. Auspacken und loslegen ist hiermit gesichert.

Da neue Monitore gegenüber den alten Röhrenmonitoren nicht so schnell ihre Leuchtcharakteristik ändern, ist eine Rekalibrierung/Profilierung eher selten nötig. Die Ingenieure von BenQ haben zum Glück ein System eingebaut, das Dich im Bedarfsfall auf eine Rekalibrierung hinweist.

Hinweis: Der Monitor sollte kalibriert werden
Hinweis: Der Monitor sollte kalibriert werden

Kalibrierung/Profilierung

Um den Messvorgang per Software zu starten solltest Du zwei Dinge immer berücksichtigen:

  1. Aufwärmen
    Auch LED-Monitore benötigen eine gewisse Zeit, bis sie Farben konsistent anzeigen. Deshalb kalibriere den Monitor nicht direkt nach dem Einschalten. Die langen Aufwärmzeiten der damaligen CRT Monitoren benötigst Du hingegen nicht mehr.
    10 Minuten reichen vollkommen.
  2. Zurücksetzen
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass – je nach Softwarelösung –  ein Zurücksetzen des Monitors auf die Werkseinstellungen helfen kann. Natürlich gilt das nicht bei einer kurzfristigen Rekalibration, sondern nur bei einer vollständigen Kalibration und Profilierung. Bei unserem Testmonitor ist dies wiederum nicht nötig. Die Messsoftware übernimmt dies ganz von alleine.
  3. Programme schließen
    Nicht vergessen darfst Du hingegen, dass Du laufende Programme schließen solltest. Diese haben zwar auf die Messung keinen direkten Einfluss, poppen aber gerne in unterschiedlichen Situationen mittels kleiner Info-Fenster von unterschiedlichen Programmen in der Mitte des Monitors auf, die dann die Messung zunichtemachten.
Monitore lassen sich meist über das Menü zurücksetzen. Diese Funktion ist oft auch gut versteckt. Es gibt auch seltener Exemplare, die durch das Drücken einer Tastenkombination resettet werden. Ein Blick ins Handbuch hilft Dir sicher, wenn Du diese Funktion nicht direkt findest.
Monitore lassen sich meist über das Menü zurücksetzen. Diese Funktion ist oft auch gut versteckt. Es gibt auch seltener Exemplare, die durch das Drücken einer Tastenkombination resettet werden. Ein Blick ins Handbuch hilft Dir sicher, wenn Du diese Funktion nicht direkt findest.

Die Software

Da der BenQ SW320 per Hardware kalibrierbar ist, liegt auch eine entsprechende Software bei. Diese ermöglicht es, das Korrekturprofil direkt in den Monitor zu laden. Fremdsoftware, wie zum Beispiel die Software von datacolor (die dem Sensor beigelegt ist), kann das Messergebnis nicht nativ in den Monitor übertragen. Sie muss die Korrektur als Profil an das Betriebssystem übergeben.

„Palette Master Elements“

Die Software, die dem Monitor von BenQ beigelegt ist, nennt sich „Palette Master Elements“ und ist in seiner Bedienung eher einfach gehalten. Dennoch kann sie viel, oder besser gesagt genug, um den BenQ Monitor perfekt einzustellen.

Die vielen verschiedenen Softwarelösungen rund um die Kalibrierung sind untereinander, was das Messen angeht, sehr ähnlich. Im Grunde entscheidest Du Dich nach dem Start bei allen für Dein typisches Einsatzgebiet (Fotograf, Grafiker, etc.), und bekommst dann die nötigen Parameter angezeigt und selektiert.

Nach der Wahl des Monitors (nur bei Multimonitorsetups) und dem angeschlossenen Mess-Sensor geht es direkt zur Basisauswahl. Ein Expertenmodus wird angeboten, benötigen tun wir ihn jetzt aber noch nicht. Hierzu später mehr.

Interface nach der Wahl des Basissetups
Interface nach der Wahl des Basissetups

Wählst Du das Basissetup, sind diese drei Wahlmöglichkeiten bereits alles, was Du benötigst. Auf der rechten Seite wird Dir noch ein buntes Farbspektrum als Grafik angezeigt.

Um diese Grafik zu verstehen, musst Du ein wenig um die Ecke denken. Denn was gezeigt wird, kann im Grunde ja gar nicht anzeigt werden! Dieses Hufeisen geformte Diagramm zeigt die theoretisch möglichen Farben an… aber diese kannst Du gar nicht anzeigt bekommen. Kein Monitor kann das.

Vielleicht erkennst Du, dass ab einer bestimmten Entfernung aus der Mitte sich die Grundfarben Rot Grün und Blau nicht mehr unterscheiden. Bis zu dieser Koordinate im Farbraum kann Dein Monitor diese Farbe theoretisch darstellen. Das Dreieck in der Mitte zeigt hingegen, was durch die Kalibration erzielt werden sollte. Nach der Kalibrierung sollten die Farben bis zum ihrem Maximum fein abgestuft dargestellt werden.

Weißpunkt

Der Weißpunkt ist ein wichtiges Maß für die Druckindustrie: Denn Weiß ist nicht gleich Weiß. Das erkennst Du bereits daran, dass ein weißes Blatt Kopierpapier nicht das gleiche Weiß hat wie zum Beispiel eine weiße Wand. Alleingenommen wirken beide aber weiß.

Es hat sich bei Office- und Fotomonitoren der Weißpunkt D65 als Standard herausgestellt. Dieser Wert beschreibt ein schon recht kühles Weiß. Wird ein Schwarzweißbild mit D65 (6500° Kelvin) angezeigt, wirkt es sehr hart und kalt. Die Druckindustrie und viele Grafiker nutzen lieber einen wärmeren Weißwert (D55, 5500°Kelvin). Das gleiche Foto wirkt dann entspannter. Zum Glück ist unsere Wahrnehmung adaptiv und gleicht nach einer gewissen Zeit die „Färbung“ von neutralen Tönen wie Weiß und Grau automatisch aus.

Die Leuchtdichte

Sie steht für die allgemeine Helligkeit Deines Monitors. Für normal beleuchtete Räume ist 160 cd/m2 fast schon zu hell. Ich nutze üblicherweise 120-130 cd/m2 Ein Hardware-kalibrierter Monitor nimmt einem zum Glück auch nicht sehr übel, später die Helligkeit via Monitormenü zu regeln. Softwarebedingte Anpassungen via Colormanagment und Profil hingegen schon deutlicher.

In helleren Räumen ist es manchmal nötig, die Helligkeit höher einzustellen.

Als Faustregel gilt: Der Monitor sollte immer in etwa so hell wirken wie ein weißes Blatt Papier, das davorliegt. Nicht heller und nicht dunkler. Alles andere quittiert das Auge/Gehirn mit Kopfschmerzen und Unwohlsein.

Bei Präsentationen hingegen kann voll aufgedreht werden. Dies geht aber zu Lasten der Farbechtheit.

Die Messparameter

Übersicht der anstehenden Messung
Übersicht der anstehenden Messung

In unserem Beispielfall sind auf dem folgenden Screen noch ein paar Einstellungen vorzunehmen. Wichtig ist hierbei das Auswahlfeld Profiltyp.

Es gibt zwei Profiltypen. Der eine Profiltyp ist eine auf Kurven basierende Annäherung der Korrekturen (Matrix), der andere Typ ist tatsächlich eine Soll- <=> Ist-Tabelle (LUT).

Allen Unkenrufen zum Trotz ist die Matrixmessung meist derart präzise, dass man keine Tabelle benötigt. Bei Hardware-Monitoren wird eh immer eine LUT in die Monitorhardware geschrieben. Die Matrixmessung hat den Vorteil, dass sie ein viel kleineres Profil erzeugt.

Um dem Betriebssystem die Korrekturen zu übergeben, muss natürlich eine Datei geschrieben werden. Diese Datei sollte immer einen eindeutigen Namen bekommen. In unserem Fall macht dies die mitgelieferte Mess-Software schon automatisch ganz ordentlich.

Profilversion

Ein kleiner Hinweis zu den „Versionen“ von Profilen: Version 4-Profile werden nicht von allen Geräten unterstützt. Ob Deine Kombination aus Betriebssystem, Grafikkarte, Monitor und Software die verbesserte Version 4 unterstützt, kannst Du auf dieser Website prüfen:

Bei diesem Screenshot erkennst Du, dass zwei Webbrowser parallel gestartet nicht unbedingt dasselbe anzeigen. Safari unterstützt die neuere Profilversion, Firefox nicht.

Website des International Color Consortium
Website des International Color Consortium

Die Messung

Die Messung erfolgt nach dem Start automatisch und je nach Menge der Vergleichsfelder dauert das schon seine Zeit. Nimm Dir also nichts Großes in der nächsten Zeit vor.

Vorbereitung

Bevor Du nun den Startknopf drückst muss der Sensor auf Deinem Monitor platziert werden. Hierzu folgende Informationen:

spyder auflegen
Die Software blendet einen Bereich ein, in dem Du den Sensor platzieren sollst. Dies kann ein wenig fummelig sein. Ist der Sensor nicht ganz passend platziert, kannst Du das Messfenster aber jederzeit verrücken.
Spyder auflegen
Je nach Auflösung kann das Messfeld ein wenig zu klein wirken.
spyder liegt auf
Wichtig ist, dass der Sensor plan aufliegt und die eigentliche Sensorfläche mittig zum Messfenster anliegt.
monitor kippen
Liegt der Sensor nicht plan auf, kannst Du den Monitor notfalls etwas kippen.

 

Der Messvorgang

Die Software blendet nun nacheinander Farben und Grautöne ein und der Sensor misst, wie Dein System diese Farben und Grautöne wiedergibt. Zwischen dem Soll- und Istwert entsteht eine Differenz, die protokolliert wird.

Du kannst den Messvorgang auch optisch verfolgen. Im Fenster des Mess-Programms siehst Du Quadrate, die in zwei Dreiecke aufgeteilt sind. Die zeigen Dir den Ist- und den Sollzustand. Nach der Messung sollte das obere und untere Dreieck identisch sein.
Du kannst den Messvorgang auch optisch verfolgen. Im Fenster des Mess-Programms siehst Du Quadrate, die in zwei Dreiecke aufgeteilt sind. Die zeigen Dir den Ist- und den Sollzustand. Nach der Messung sollte das obere und untere Dreieck identisch sein.

 

Die Anzahl der zu messenden Werte ist variabel. Hast Du genug Zeit, wähle ruhig die große Messung. Schaden kann es nicht.
Die Anzahl der zu messenden Werte ist variabel. Hast Du genug Zeit, wähle ruhig die große Messung. Schaden kann es nicht.

 

Die ermittelte Korrekturtabelle (LUT) wird geschrieben
Nach dem Messvorgang wird die ermittelte Korrekturtabelle (LUT) in den Speicher des Monitors geschrieben. Bei nicht Hardware kalibrierbaren Monitoren wird ein Profil erzeugt und automatisch an die richtige Stelle des Betriebssystems geschrieben. Meist erfolgt auch eine direkte Auswahl des Profils und der Monitor sollte nun die bestmögliche Farbwiedergabe ermöglichen.

Das Ergebnis

Nach der Messung wird Dir ein Fenster angezeigt, in der Du die gewünschten Messungsparameter nochmals überprüfen kannst.

Infopanel zeigt, was gerade gemessen wurde
Infopanel: Was wurde gerade gemessen

Um jetzt den messtechnisch detaillierten Erfolg zu sehen, musst Du auf „Überprüfung“ drücken.

Die Kontrolle

Hast Du einen guten Monitor, der bereits ab Werk gute Farben darstellt, fällt Dir vielleicht kein Unterschied zwischen Vorher und Nachher auf. Besonders nicht, wenn Du sehr bunte Fotos als Vergleich aufrufst. Denn irgendwie bunt kann fast jeder Monitor. Nur welches bunt ist richtig?

Dies erkennst Du eher bei unfarbigen Verläufen oder Fotos mit natürlichen Hauttönen. Hier hat schon so manche Kalibrierung ein Erstaunen erzeugt. Man erkennt schnell, warum Freunde manchmal bei Deinen eigentlich tollen Fotos mit der Stirn runzeln. Denn jeder sieht bei unkalibrierten Displays oder Monitoren etwas anderes. Aber mit einer guten Kalibration sehen alle das Gleiche.

DeltaE

Es gibt viele Umstände, die eine gute Messung verhindern. Aber was ist gut und was ist gut genug? Dies wird durch den DeltaE beschrieben. Der mittlere DeltaE-Wert und der maximale DeltaE-Wert sind hierbei unabhängig voneinander sehr wichtig.

Kippt bereits eine einzige Farbe aus den tolerierbaren Bereich heraus, ist die Messung durch den maximal tolerierbaren DeltaE-Wert ungültig.

Das gleiche gilt für den mittleren DeltaE-Wert. Ist dieser zu hoch, ist entweder die Messung fehlerhaft oder der Monitor kann Farben nicht im Mittel vernünftig darstellen. Hier hilft nur eine weitere Messung, ein höherer DeltaE-Wert (da ist von abzuraten) oder ein neuer Monitor.

Diese Messung war im Bereich der von mir vorgegebenen maximalen Fehlerwerte nicht erfolgreich
Diese Messung war im Bereich der von mir vorgegebenen maximalen Fehlerwerte nicht erfolgreich
Diese Messung hingegen glänzt mit einem sehr kleinen Fehlerwert.
Diese Messung hingegen glänzt mit einem sehr kleinen Fehlerwert.

Das Ergebnis

Du solltest nach erfolgreicher Kalibration nun ein System vor Dir haben, bei dem Du Dir sicher sein kannst, dass das was Dir angezeigt wird, auch den Daten Deines Fotos entspricht. Leider kannst Du nicht sicher sein, was andere Betrachter sehen werden. Haben diese einen unkalibrierten Monitor, werden Deine Freunde oder Internetuser im Allgemeinen eben irgendwas sehen. Vielleicht ist es bei dem ein oder anderen sehr nahe an dem, was Du senden möchtest, aber sicher kannst Du Dir da nicht sein.

Um zumindest so ein wenig Kontrolle über das Sichtbare auf fremden Geräten zu haben, solltest Du Dich mit dem sRGB-Profil beschäftigen. Dieses Profil stellt, wie bereits erklärt, den kleinsten gemeinsamen Nenner an Farben dar.

Fazit

Wie ich bereits in der Einleitung erklärt habe, dient diese Beispielmessung für Dich als Übersicht. Andere Monitore, Sensoren und Softwaren werden sich anders bedienen lassen. Doch im Großen und Ganzen ähnelt sich das Konzept so sehr, dass die hier dargelegten Schritte und Erklärungen für Dich gut nachvollziehen sein sollten.

Einen solch prächtigen Profi-Monitor wie den genutzten BenQ hat sicher nicht jeder. Aber die Preise fallen. Und mit einem kalibrierten Monitor ersparst Du Dir einiges an Qualen. Wie ich bereits oben erwähnte, wirst Du Deine eigenen Fotos mit einem Lächeln im Gesicht neu entdecken.

Wie hat Dir dieser Artikel gefallen?

19 Kommentare

  1. Thomas
      Juli 1, 2019 at 9:12 PM
    Kommentar bewerten

    Leider wird auf genau die Frage die ich mir stelle nicht eingegangen. Ich profiliere den SW320 mit Spider. Das ist jetzt aber keine Hardware Kalibrierung oder doch? Warum brauche ich dann noch ein Profil für das Betriebssystem bei der Farbverwaltung. Wenn ich dort auch das gleiche Profil angebe, wird mir dann eh nicht alles durcheinander geworfen?
    Und noch eine Frage, sollte ich immer auf Nativ profilieren und bei Lightroom wenn ich auf jpg exportiere dann einfach auf srgb umschalten mittels Puck?

  2.   März 28, 2019 at 4:07 PM
    Kommentar bewerten

    Wow, das ist mal ein super Anleitung. Die Kalibrierung ist zwar ganz schön aufwendig, lohnt sich aber auf jeden Fall.

  3.   Dezember 30, 2018 at 1:01 PM
    Kommentar bewerten

    Sehr toller Bericht!!!

  4. Daniel Brändli
      November 20, 2018 at 10:12 PM
    Kommentar bewerten

    Hallo Norbert
    Leider kann ich den ganzen Artikel nicht bewerten, weil ich die Profilierung gar nicht starten kann:
    Initalisierungsfehler Kalibrierung kann nicht durchgeführt werden, da die verbundenen Bildschirm in den Doppelt (auf Windows) oder Spiegel (auf Mac) Modus eingestellt sind.
    Ich verwende auf meinem Mac auch Parallels. Wo stelle ich denn ein, dass er sich auf den Mac referenziert? Vielen Dank!

  5. Philipp
      Februar 11, 2018 at 4:44 PM
    Kommentar bewerten

    Toll beschrieben. Die beste Erklärung die ich für den sw320 bisher gefunden habe. Trotzdem stellt sich mir noch eine grundsätzliche Frage, die womöglich belächelt wird – aber ich beschäftige mich noch nicht so lange mit Monitor-Kalibrierung, daher:
    Meine Fotos sind, jetzt da ich sie zum ersten mal im AdobeRGB Farbraum betrachte, erschreckend bunt (vor allem die Hauttöne knallen ganz schön). Aber ok, damit hatte ich fast gerechnet, wegen den bisher nicht sichtbaren Farbbereichen. Mich irritiert nur, dass sich vor allem die Rottöne so unterscheiden, weil ich dachte, dass es vor allem Blau und Grün ist, das im AdobeRGB Modus noch umfangreicher dargestellt wird.
    Wenn ich jetzt zwischen AdobeRGB und meiner erstellten Kalibrierung hin und her schalte, sehe ich kaum einen Unterschied. Ich würde zum Bearbeiten meiner Bilder die ich fürs Internet nutze aber lieber mit sRGB arbeiten – auch da ich davon ausgehe, dass wesentlich mehr Leute diesen Farbraum nutzen (müssen). Bei Aufträgen, von denen ich weiß, dass sie später gedruckt werden, würde ich mich nach dem Bedarf an AdobeRGB erkundigen und dann in diesem Farbmodus bearbeiten. Oder ist es grundsätzlich möglich im AdobeRGB Modus zu arbeiten, ohne dass die Bilder dann für die sRGB Kunden auffallend blass erscheinen?
    Ich dachte bisher, dass das Kalibrieren die Farben korrigiert und man sich dann entscheiden muss ob man diese Farben mit der reduzierten Farbwiedergabe von sRGB betrachten möchte oder mit der umfangreicheren von AdobeRGB. Stimmt das überhaupt soweit?
    Allerdings muss ich mich beim BenQ ja für EINEN Farbmodus entscheiden. Wenn ich jetzt „Kalibrierung 1“ wähle, kann ich ja nicht mehr sRGB oder AdobeRGB auswählen. Daher vermute ich, dass ich hier irgendeinen Verständnisfehler habe.
    Sind die im BenQ auswählbaren Farbmodi sRGB und AdobeRGB überhaupt von meiner Kalibrierung betroffen?

    1. Norbert Eßer
        Februar 11, 2018 at 10:25 PM
      Kommentar bewerten

      Dein Beitrag zeigt mir als Autor leider eins, ich konnte einen wesentlichen Punkt nicht vermitteln. Deine Frage/Kommentar ist nämlich völlig berechtigt. Ich schreibe Dir hier in Kurzform dazu etwas, aber überlege mir zusätzlich einen Folgeartikel zu schreiben.

      Also, Dein Monitor bearbeitet keine Bilder und eine Kalibrierung und Profilierung auch nicht. Dieser Vorgang soll „nur“ den Monitor in eine Lage versetzen so viele Farbprofile wie möglich korrekt darzustellen. Stell Dir hierzu einfach mal eine Küche vor:
      Hat diese alle Zutaten und Gewürze der gesamten Welt, muss sie diese nicht zwangsläufig bei einem Spiegelei auch verarbeiten.

      Wenn Du also zwischen AdobeRGB und Deiner Kalibrierung umstellst, ist es sogar ein gutes Zeichen, dass sich nicht viel ändert. Den der AdobeRGB Farbraum ist schon ziemlich umfänglich.

      Deine Profilierung/Kalibrierung ist dennoch wahrscheinlich präziser als die Werkskalibration auf AdobeRGB. Besonders in den tiefen Tönen gibt es je nach Nutzung große Unterschiede. Wenn Du Deinen Monitor in einer hellen Umgebung betreibst, wirst du sicher eine höhere Helligkeit nutzen. Dies muss sich auf die Farb- und Helligkeitsdarstellung so auswirken (in den Grenzen des Möglichen), das immer noch dieselbe Farbwirkung entsteht.

      So, jetzt kommen wir zu deiner Frage. Software, und nur die, stellt Farben dar und hoffentlich nutzt sie das eingebetteten Profil um die Darstellung zu simulieren.

      Der Monitor schöpft also aus den vollen und die Software, zum Beispiel Photoshop, guckt in die Datei ob ein Profil eingebettet ist und simuliert nun diese Darstellung.

      Ergo muss auch ein Toll-Bunter-Heller-Ultra-Profi-HDR-Sonstnochwas-Monitor in dem Moment NUR den recht flachen ungesättigten sRGB-Farbraum darstellen. Dieses System soll ja simulieren, wie ein anderer Betrachter oder ein Gerät das Foto sehen soll. Natürlich nur dann, wenn er ebenfalls ein kalibriertes/profiliertes System nutzt. Der sRGB Farbraum wird deswegen gerne genutzt weil er der kleinste gemeinsame Nenner darstellt. Ein aktuell üblicher Büromonitor ist ohne Kalibration und Profilierung schon ziemlich geeignet ein sRGB Foto vollständig darzustellen. Und dadurch kannst Du bei deiner Bearbeitung ganz gut einschätzen wie der Empfänger dein Foto sehen wird. Du solltest ergo deinen Monitor nicht in sRGB betreiben, sondern mit deiner Kalibration+Profil. Die Software+Betriebssytem+Grafikkarte stellt dann für dich zum Beispiel sRGB dar.

      Hoffe diese Ausführung hilft Dir. Manchmal braucht man einem gedankoichen „Klick“ für solch komplizierten Sachverhalte. Den hab ich scheinbar nicht im ersten Versuch vermitteln können. Sorry dafür.

  6. dennis
      Dezember 22, 2017 at 7:02 PM
    Kommentar bewerten

    Hallo und vielen dank für deinen ausführlichen artikel.
    ich habe den SW320 bei mir stehen und kämpfe mittlerweile leider mit mit einem problem und hoffe dass du mir vielleicht einen ratschlag geben kannst.
    ich habe den monitor wie von dir beschrieben kalibriert. soweit sieht auch erstmal alles gut aus, wenn ich mir aber in irgendeiner anwendung dann bilder ansehe, stimmt was mit den tiefen nicht. die sind meiner meinung nach sehr aufgehellt und wirken unnatürlich. dort wo die bilder tatsächlich annähernd vollschwarz sind, reißen die tonwerte massiv ab. also insgesamt wirken die fotos in den tiefen eher matt, bei den schwärzen abgerissen. ich hab schon einiges versucht und komme nicht zum eigentlich ergebnis. ein zurücksetzen des monitors behebt das problem leider auch nicht, daher vermute ich einsoftware oder treiberproblem. kommt das problem irgendwie bekannt vor? viele grüße und schon mal danke

    1. Norbert Eßer
        Dezember 22, 2017 at 9:21 PM
      Kommentar bewerten

      Vielleicht kann ich auf kurzem Dienstweg helfen. Wenn nicht, musst Du den guten Support bemühen.
      Hast Du nach Abschluss der Kalibrierung die Kalibrierung mal geprüft? Dafür gibt es eine Option in „Palette Master Element“?
      Mit welchem Betriebssystem arbeitest Du und was benutzt Du für einen Sensor?
      Ist nach der Kalibrierung auch das Profil in deinem System ausgewählt und im Monitor aktiv?

      1. dennis
          Dezember 22, 2017 at 10:59 PM
        Kommentar bewerten

        Hallo Norbert,
        danke für deine Antwort.
        Ich verwende windows 10. mein sensor ist ein spyder 5. ich habe die kalibrierung überprüft und soweit ist auch alles „erfolgreich“. in der farbverwaltung von windows ist das von mir erstellte farbprofil als standardfarbprofil hinterlegt. auf den ersten blickt scheint auch alles zu stimmen, wenn ich allerdings bilder anschaue mit hohem schwarzanteil oder generell eher dunklere bilder, habe ich den eindruck als würde der monitor die dunklen bereiche aufhellen und ab einer bestimmten schwelle von dunkel zu schwarz eine sehr harte treppe bilden. gibt es eine möglichkeit „alles“ mal zurückzusetzen? also nicht nur den monitor selbst, sondern auch die windows einstellungen?
        ich habe mal mit dem handy ein foto gemacht, die kontraste sind etwas angezogen damit man es besser sieht. die helleren verläufe sehen in echt okay aus, das was wirklich auffällig ist, ist die „harte“ karte im dunklen bereich. vielleicht hast du ja noch eine idee. ich hoffe :)
        https://www2.pic-upload.de/img/34518501/DSC_0002.jpg

        ps: ich hab eine website und auf der läuft im hintergrund ein kleiner clip – kurz nach der neuinstalltion meines computers war ich auf der website und die verläufe waren wie sie sein sollten. nun, wenn ich mir das anschaue tauchen da übelst die treppen und artefakte auf – also stimmt da irgendwas mit der kalibrierung nicht – ich weiß nicht was ich anders machen muss

        1. Norbert Eßer
            Dezember 23, 2017 at 12:52 AM
          Kommentar bewerten

          Leider benutze ich nicht Windows, daher kann ich zu der Farbverwaltung des BS nicht viel sagen. Zwei Fragen hab ich dennoch:
          – Mit welchem Programm schaust du dir deine Bilder an? Oder ist in allen deiner Programme der Effekt zu sehen? Den nicht alle „Betrachtungsprogramme“ händeln Farbprofile richtig.
          – Ist das kalibrierte Profil im Monitor selbst gewählt? Und wie verhält es sich, wenn Du den Monitor auf AdobeRGB umstellst?
          – Wie ist der Monitor mit deinem Rechner verbunden (DisplayPort oder HDMI)?

        2. dennis
            Dezember 23, 2017 at 1:25 AM
          Kommentar bewerten

          Hi Norbert,
          noch mal vielen Dank :)
          immernoch kämpfe ich mit den werten…
          also zu deinen fragen:
          die fehldarstellung findet in photoshop, in der bridge und der „foto“ darstellung statt. also der bildanzeige die von windows mitgeliefert wird. bei jeder anwendung sind die effekte gleich.
          im monitor selbst kann man zwei kalibrierungen speichern. jenes ist ausgewählt. „kalibrierung 1“
          wenn ich auf adobergb stelle habe ich auch die probleme – was mich auch wundert…
          -der monitor ist mit displayport mit dem pc verbunden (gtx1070), treiber aktuell
          interessehalber habe ich den monitor mal via hdmi an meinen laptop gehängt.
          ich habe die befürchtung dass eine softwareseitige kalibrierung (spyder 5 elite) sich mit der hardware kalibrierung beißt. daher hatte ich das system mal neu aufgesetzt. würde aber nicht erklären warum es am laptop nicht besser aussieht – da war der spyder nie installiert… was aktuell schlimm ist ist die tatsache nicht zu wissen wo der hund begraben liegt. ich muss mit der hardware arbeiten und kann so keine verlässlichen ergebnisse betrachten – kann aber auch nichts austauschen, da ich nicht weiß was die quelle der probleme ist. vermutlich ist es irgendwo ein haken in den windoof einstellungen der die tiefen anhebt – oder so….
          ich hab die palette master software deinstalliert und versucht mit einer software kalibrierung (über datacolor) ein vernünftiges ergebnis zu erzielen, auch das hat nicht geklappt. die ergebnisse sind ähnlich. ich weiß dass der monitor in der lage ist, den verlauft vernünftig darzustellen. wenn ich durch die farbprofile im monitor klicke, kommt das cad profil dem verlauf schon eigentlich recht nah. es gibt keine treppen und der verlauf ist glatt – auch wenn die kontraste nicht ganz stimmen. aber der monitor selbst scheint in der lage zu sein, kontraster derart darzustellen, also schließe ich erstmal einen hardwaredefekt aus.

        3. Norbert Eßer
            Dezember 23, 2017 at 5:38 PM
          Kommentar bewerten

          Hast du in deiner Bekanntschaft jemanden mit einem Mac? Am besten wär ein Laptop des Transports wegen. Wenn Du ihn dort dranhängen könntest und dort mit Palette Master Elements die Kalibrierung machst und es dort vernünftig aussieht liegt es tatsächlich am PC.
          Der Umweg über eine Softwarekalibration ist nicht zu raten. Pallete Master Elements ist die einzige Software für diesen Monitor, der die LUT in den Monitor speichert.
          Bei der Kalibrierung ist es wichtig 16bit LUT zu wählen (nicht Matrix) und nicht über 120-160 die Helligkeit zu wählen. Schwarz sollte native sein (also das dunkelste was der Monitor zeigen kann) und die Farben ebenfalls nativ. Ansonsten verbiegst Du nur eine bereits verbogene Farbkalibration.

          Was mich aber nachdenklich stimmt ist das das AdobeRGB ebenfalls den Effekt zeigt. Hast du im Menü des Monitors mal auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt? Diese bieten ja im Monitor hinterlegt die Standardprofile kalibriert an (siehe gedrucktes Messprotokoll des Monitos).

  7. Koc
      November 1, 2017 at 10:46 PM
    Kommentar bewerten

    Extrem informativ, vielen Dank. Ich kenne mich zwar auch gut aus mit Bildschirmen. Aber hier kann man noch was lernen :)

  8. Norbert
      Oktober 13, 2017 at 6:20 PM
    Kommentar bewerten

    „Mir wird von alledem so dumm, als ginge mir ein Mühlrad im Kopf herum.“

  9. Peter Stollmann
    Peter Stollmann
      Oktober 11, 2017 at 8:36 PM
    Kommentar bewerten

    Hervorragend, sehr interessant.
    Bitte auch mal einen Eizo Bilschirm der CG Serie kalibrieren.
    Den Coller Navigater mal in Deutscher Sprache erklären.

  10. Dieter Matthe
      Oktober 10, 2017 at 6:33 PM
    Kommentar bewerten

    Es ist schön, dass hier für einen Marken-Monitor und eine bestimmt aufwendige, kostenintensive Messmethode Werbung gemacht wird. Das System ist schon viele Jahre zu meinen alten Windows-Zeiten bekannt. Es gibt einfache Methoden in etwas die Helligkeit eines Monitors zu testen. Bei Farben gibt es Kontrollen, die mich aber nicht allzu sehr überzeugen. Bei der Bildbearbeitung ist die Raumhelligkeit z.B. entscheidend. Ich hoffe, ihr werdet auch noch für Laien einfachere Methoden der einigermaßen richtigen Monitoreinstellung beschreiben bevor hier viele unberechtigt schon jetzt das Handtuch werfen.

    Für mich bringt dieser Artikel nichts. Allerdings kannte ich den Inhalt schon wie gesagt aus alten Windowszeiten und bin deshalb etwas vorbelastet.

    Beste Grüße
    Dieter

    1. Jürgen Brinkmann
        Oktober 12, 2017 at 6:35 PM
      Kommentar bewerten

      Oh, Oh, Oh, ham wa schon gehabt, und wo weiter…..

      was soll denn das. Es ist Stand der Technik, dass zu einer guten Bildbearbeitung ein kalibrierter Bildschirm gehört. Punkt!

      Wer das ignoriert, wird nie optimale Druckergebnisse erhalten.

      VG Jürgen Brinkmann

  11. Stefan Klatt
      Oktober 10, 2017 at 6:27 PM
    Kommentar bewerten

    Hallo,

    „Nicht vergessen darfst Du hingegen, dass Du laufende Programme nicht schließen solltest.“ ist wohl nicht korrekt. Das zweite „nicht“ sollte getrichen werden wenn ich mich nicht irre.

    Grüße

    Stefan

    1. Tom Schimmelpfennig
        Oktober 11, 2017 at 10:42 AM
      Kommentar bewerten

      Hallo Stefan,

      danke für den (richtigen) Hinweis. Ein „nicht“ wurde erfolgreich entfernt.

Wie gefällt Dir dieser Lerninhalt?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Teile diesen Link mit einem Freund