Adobe Lightroom – Grundlagen und Installation

lightroom

In Zusammenarbeit mit SIGMA

Adobe Lightroom (oder kurz: LR) ist ein Programm, das auf die Bedürfnisse ambitionierter Fotografen abgestimmt ist.

Adobe Lightroom hilft dem Fotografen seiner kompletten Fotosammlung Herr zu werden. Es organisiert Bilddaten, nimmt Lightroom-globale Einstellungen vor und gibt die Bilddaten mannigfaltig aus.

Entstanden ist das Programm aus der Problemstellung, dass digitale Fotos nicht nur immer größere Datenmengen verursachen, sondern auch immer mehr Fotos gemacht werden. Statt einen Film mit 24 Bildern am Wochenende zu „verknipsen“, sind heutige digitale „Shootings“ und Fototouren häufig mit hunderten von Bildern verbunden.

Diese Menge an Bildern zu sichten, sortieren und zu verarbeiten, ist oftmals aufwändiger, als das eigentliche Anfertigen der Fotos.

In diesem Artikel zeigen wir Dir die Grundlagen und Installation von Adobe Lightroom mit Hilfe der Adobe Creative Cloud. Über diesen Dienst von Adobe können Programme wie zum Beispiel Adobe Photoshop CC, Bridge und Lightroom über das Internet heruntergeladen und installiert werden.

Anders als früher erwirbt man in diesem Fall nicht mehr eine unbegrenzt gültige Softwarelizenz, sondern abonniert für einen bestimmten Zeitraum die Nutzung dieser Programme – mit dem Vorteil, stets die neueste Version des Programms herunterladen zu können. Nach erfolgtem Herunterladen und Installieren der Programme ist danach zur Nutzung der Programme keine Internetverbindung erforderlich.

Hinweis für Interessierte: Die fotocommunity bietet zurzeit eine Jahresmitgliedschaft „World“ in Kombination mit 12 Monaten Adobe Photoshop CC und Adobe Lightroom für umgerechnet 15,99€ pro Monat an. Wer nach dem Lesen dieses Artikels auf den Geschmack gekommen ist, findet unter http://www.fotocommunity.de/complete weitere Informationen zu diesem Angebot.

Was kann ich mit Lightroom anstellen?

Lightroom stellt einen Workflow zur Verfügung, der dem Fotografen vom Import bis zum Export zur Hand geht.

Dies geschieht nicht über einzelne Dateien, sondern über eine Datenbank. Über Vor- und Nachteile wird heftig gestritten. Wir werden hierzu später ins Detail gehen. Noch ein wesentlicher Vorteil ist, dass Lightroom – wo immer möglich – die Originaldaten nicht verändert! Im Grunde legt Lightroom eine Art Anweisung für jedes Bild in die Datenbank. In der steht dann vereinfacht dargestellt:

Bild abc.jpg = Bild + Schnelleinstellung „Starker Kontrast“ + 10% Helligkeit + Scharfzeichnung.

Erst bei der Darstellung und bei der Ausgabe wird die Anweisung mit dem Bild verrechnet.

Sicher kommt Dir das bekannt vor.

Roh-Daten (Kamera RAW) werden auch nicht verändert, sondern nur mit solchen Anweisungen weiterverarbeitet. Deshalb ist Lightroom auch hervorragend geeignet, um RAW-Datenbestände zu verwalten und zu bearbeiten.

Installation und erster Eindruck

Seitdem Adobe alle Programme in die Cloud – also ins Internet – gepackt hat, ist die Installation ein Kinderspiel.

Nach dem Erstellen einer Adobe ID ist das Herunterladen des Programms „Adobe Creative Cloud“ erforderlich. Hierüber lassen sich im Anschluss alle gewünschten Programme (wie zum Beispiel Adobe Photoshop CC, Bridge und Lightroom) herunterladen und installieren. Innerhalb des Fensters des Programms „Creative Cloud“ wählst Du lediglich „Install“ bzw. „Installieren“ und nach ein paar Minuten findest Du Lightroom als Programm auf Deiner Festplatte.

Menü des Programms „Adobe Creative Cloud“
Installation von Adobe Lightroom über das Fenster der „Adobe Creative Cloud“

Einen Katalog anlegen

Beim ersten Start fragt Lightroom nach, ob ein Katalog erstellen werden soll.

Der Katalog ist die Datenbank.

Lightroom kann mehrere Kataloge verwalten und zum ersten Testen genügt es auf Fortfahren zu drücken. Aber Vorsicht: Ein Katalog kann sehr groß werden

Lightroom setzt den ersten Katalog in den Benutzeraccount. Meist ist dies auch die Festplatte, auf dem Dein System läuft. Heutzutage ist dies meist eine schnelle, aber meist knapp bemessende SSD. Falls Du eine Datenfestplatte hast, empfehle ich den Speicherort selbst anzugeben.

Aufforderung zum Anlegen eines neuen Katalogs
Lightroom legt Kataloge zur Verwaltung der Bildbestände an. Nach der Installation wirst Du deshalb zum Anlegen eines Kataloges aufgefordert.
Eine Datenbank wird anders genutzt als viele einzelne Dateien. Sie wird sequentiell vom Programm je nach Bedarf in den Speicher geladen. Sind die Daten im Speicher, ist die Geschwindigkeit der Festplatte nicht mehr relevant. Aus Gründen der Datenhygiene empfiehlt es sich deshalb, einen Katalog nicht auf der Systemfestplatte zu speichern.

Der Import der Fotos

Nach dem ersten Start des Programms wirst Du aufgefordert, Fotos zu importieren.

Der Import kann aus allen möglichen Quellen erfolgen. Entweder vom Ordner auf Deiner Festplatte oder von der Kamera direkt. Auch Speicherkarten und externe Festplatten werden im Dialogfenster angezeigt. Falls eine Kamera angeschlossen ist, lässt sich darüber hinaus einstellen, ob das Import-Dialogfenster zukünftig automatisch geöffnet werden soll, sobald die Kamera angeschlossen wird.

Dialogfenster zum Importieren von Fotos
Über das Import-Dialogfenster von Adobe Lightroom lässt sich das gewünschte Speichermedium zum Importieren auswählen der Fotos auswählen.
Adobe Lightroom importiert nicht nur gängigen Bildformate wie JPEG (.jpg) sondern auch viele andere Medienformate, darunter auch Filme. Dies hat Vorteile und auch einen Nachteil. Einerseits sieht man Fotos und Filme aus einem Import, andererseits keine anderen Dateiformate.

Solltest Du zum Beispiel eine Text-Datei im Urlaub angelegt haben – mit Notizen zu Deinen Fotos – wird Adobe Lightroom hier nicht helfen. Der Import solcher Textdateien, GPS-Tracks oder anderer nicht fotografischer Medien muss dann außerhalb von Adobe Lightroom erfolgen.

Anforderung an Dateiformate

Zusätzlich stellt Adobe Lightroom Anforderungen an viele Dateiformate.

PSD-Dateien sind zum Beispiel Photoshop-Dateien. Meist sind PSD-Dateien komplexe Fotos mit vielen Bearbeitungen und Ebenen, die auch später noch editierbar und änderbar sind. Jedoch nicht alle „Arten“ von PSD-Dateien werden importiert. PSD-Dateien müssen im „kompatiblen Modus“ abgespeichert werden, was dann im Übrigen auch den Import in andere Programme von Adobe erleichtert (wie zum Beispiel Acrobat, Premiere oder InDesign). Profis schalten diese Funktion meist aus, da es die Datei „aufbläht“. Randnotiz: PSD-Dateien mit „kompatibler“ Abspeicherung werden einfach um einen „Abzug“ der Bearbeitungsebenen als TIFF-Datei ergänzt.

Man sollte in Lightroom deshalb von Anfang an möglichst stringent arbeiten und geplant vorgehen, um das Dateimanagement nicht zusätzlich zu verkomplizieren.

Da Adobe Lightroom wirklich nur Fotos und Videos anzeigt, ist dies ein wesentliches Argument gegen die Datenbanktechnologie (sofern man mehr Dateien als nur Fotos und Videos verwalten möchte) und hin zu einer dateibasierten Organisation, wie sie mit dem Programm Bridge möglich ist. Das Programm Bridge werden wir in einem anderen Tutorial ausführlicher darstellen.

Auflistung aller Dateien, die nicht in Adobe Lightroom importiert werden konnten.
Dateien, die Lightroom nicht importieren kann, werden in einer Liste dargestellt. Hier handelt es sich um PSD-Dateien, die nicht im “kompatiblen” Modus abgespeichert worden sind. Hier sollte Adobe nacharbeiten da “kompatibel” nur bedeutet, dass innerhalb der PSD-Daten ein zusätzlicher Tiff-Abzug gespeichert worden ist. Profis verzichten häufig darauf, da es die Dateigröße nur aufbläht.
Ist der Import abgeschlossen, gelangt man in die Übersicht der Miniaturbilder (Thumbnails).

Thumbnail-Übersicht in Adobe Lightroom
Die ersten importierten Fotos in der Thumbnail-Übersicht
Der Screenshot zeigt das Ergebnis des ersten Imports.

In der Mitte sind die Fotos als kleine Miniaturansichten (Thumbnails) zu sehen. Rechts befindet sich eine Art „Quick Edit“-Funktion (Ad-hoc-Entwicklung) zum schnellen Bearbeiten der Fotos.

Diese Ansicht dient dazu, sich einen ersten Eindruck der Bilder zu machen.

Die Stärken von Lightroom

Die Bildorganisation ist lediglich ein Teilaspekt von Adobe Lightroom. Die eigentlichen Stärken liegen in der Bearbeitung und Weiterverarbeitung insbesondere RAW-Dateien. Lightroom enthält den vollständigen ACR (Adobe Camera RAW) mit allen Funktionen (wie auch Photoshop). Wer aber nur über Adobe Lightroom und beispielsweise Photoshop Elements verfügt (welches über ein abgespecktes ACR verfügt), wird in der Kombination beider Programme wenig vermissen.

Ad-hoc-Entwicklung in Adobe Lightroom
Ein großer Vorteil von Adobe Lightroom ist die Ad-hoc-Entwicklung. So lassen sich Bildern Bearbeitungsvorlagen zuweisen. Hierzu können entweder die mitgelieferten Vorlagen verwendet werden oder eigene erstellt werden.
Wer nach diesem ersten Einblick in Adobe Lightroom auf den Geschmack gekommen ist, dem bietet die fotocommunity zurzeit eine Jahresmitgliedschaft „World“ in Kombination mit 12 Monaten Adobe Photoshop CC und Adobe Lightroom für umgerechnet 15,99€ pro Monat an. Wer nach dem Lesen dieses Artikels auf den Geschmack gekommen ist, findet unter http://www.fotocommunity.de/complete weitere Informationen zu diesem Angebot. Auch das Programm Bridge steht in diesem Angebot zur Verfügung.

In den nächsten Artikeln der Fotoschule werden wir Dir weitere Aspekte von Adobe Lightroom vorstellen.

Wie hat Dir dieser Artikel gefallen?

4 Kommentare

  1. Jenny
      September 11, 2017 at 3:01 PM
    Kommentar bewerten

    Huui, ich weiß nicht, was hier “schief” gelaufen ist… Sonst lassen sich die Artikel gut lesen, aber hier sind hinsichtlich der Grammatik doch einige Fehler drin, die das ganze sehr holprig vonstatten gehen lassen.

    1. Tom Schimmelpfennig
        September 12, 2017 at 2:59 PM
      Kommentar bewerten

      Hallo Jenny,

      danke für die Rückmeldung. Einige Fehler habe ich gerade ausgebessert :-)

  2.   Oktober 25, 2016 at 8:20 PM
    Kommentar bewerten

    Hallo Weiß nicht ob das hier her gehört aber ich brauche Hilfe,

    ich möchte Lightroom CC auf meinen Laptop installieren , habe es über die creativ Cloud gedownloadet und installiert dann steht aber da das die Test Version abgelaufen ist und ich es kaufen soll. Ich besitze aber doch die Cloud mit der ich mich auch anmelden musste , was mache ich falsch???

    gruss Thomas

    T.Mann1@freenet.de

  3. Rudolf Neuhold
      August 4, 2016 at 8:59 AM
    Kommentar bewerten

    Liebe Community,
    ich verwende LR bereits und bekomme einen neuen PC mit zwei SSDs (0,5 und 1 TB). Soll C: mit allen Programmen – auch LR – auf der 0,5 TB sein und die Fotos zur Bearbeitung auf der 1 TB liegen oder soll LR CC und PS CC auf der 1 TB installiert werden und auch dort die Fotos für die Bearbeitung lagern? Ich habe 32 GB RAM und einen i7-Prozessor mit 6 Kernen, also eine ziemlich gute Maschine – oder?
    Mit der Bitte um eure Erfahrungswerte und lieben Dank im Voraus!
    Rudi

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Teile diesen Link mit einem Freund